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24 unprofessionelle Angewohnheiten, die euch den Job kosten können

Ein Bewerbungsgespräche bedeuten für die meisten Menschen Stress und in Stress-Situationen verhalten sich viele Leute etwas seltsam. Das ist natürlich, könnte euch aber auch den erwünschten Job kosten. Deswegen hat unser Partner Business Insider zusammengetragen, was ihr bei einem Bewerbungsgespräch besser sein lassen solltet.

Der richtige Weg zum Job

Einen neuen Job zu finden, kann ganz schön nervenaufreibend sein. Lebenslauf zusammenschreiben, das Vorstellungsgespräch vorbereiten — man kann dabei so viel falsch machen. 

Jeder hat schlechte Angewohnheiten, doch sie sollten in bestimmten Situationen nicht unmittelbar sichtbar sein. Etwa, wenn man einen Job haben möchte. Rachel Gillet von unserem Partner Business Insider hat einige Experten gefragt, welches Verhaltensweisen beim gewünschten Arbeitgeber gar nicht gut ankommen.

1. Schlampig sein

Euer Bewerbungsschreiben ist euer erster Kontakt mit der Personalabteilung, sagt Rosalinde Oropeza Randall, eine Expertin für Etikette und Autorin des Buches „Don’t burp in the Boardroom“ („Rülpse nicht im Sitzungssaal“), dem Business Insider.

Anschreiben mit Tippfehlern, Grammatikfehlern oder einer seltsamen Formatierung landen schnell auf dem Stapel der aussortierten Bewerbungen.

„Wenn euer Schreiben schlampig ist, dann denkt das Unternehmen auch, dass ihr es seid“, sagt sie.

2. Nicht vorbereitet sein

„Arbeitgeber merken sich, wenn Bewerber die Jobanforderungen kennen und über die Firma Bescheid wissen“, sagt Rosemary Haefner, Personalleiterin bei CareerBuilder dem Business Insider. „Das zeigt ihnen, dass ihr die Entscheidung, euch auf die Stelle zu bewerben, bewusst und mit Hintergrundinformationen getroffen habt, und nicht aus Verzweiflung.“

3. Unbedingt Aufmerksamkeit erregen wollen

Wenn ihr wollt, dass eure Bewerbung hervorsticht, „dann sollte es wegen ihres Inhalts und ihrer Form sein“, sagt Randall. „Buntes Papier, verschiedene Schriftgrößen oder gar Confetti erregen zwar Aufmerksamkeit, aber nicht die, die ihr haben wollt.“

4. Kein Frühstück essen

Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages, sagt Ernährungswissenschaftlerin Lisa De Fazio dem Business Insider. Wenn man morgens aufsteht, hat man höchstwahrscheinlich zehn bis zwölf Stunden nichts gegessen.

Wenn euer Blutzuckerspiegel sehr niedrig ist, erklärt sie, ist es schwerer, sich zu konzentrieren. Man wird müde, reizbar und ungeduldig, und kann bei einem Vorstellungsgespräch nicht glänzen.

5. Rauchen und Alkohol trinken

Raucht niemals vor einem Vorstellungsgespräch, rät Vicky Oliver, Autorin des Buches „301 Smart Answers to Tough Interview Questions“ („301 schlaue Antworten auf schwere Inteviewfragen“).

„Dein Gesprächspartner wird es riechen“, sagt sie. „Wenn er ein Raucher ist, wird es dem Gegenüber egal sein, aber die meisten Menschen, die viele Interviews machen, gewöhnen sich das irgendwann ab.“

Vor dem Gespräch Alkohol zu trinken, ist ebenfalls keine gute Idee. Alkohol mag zwar dabei helfen, die Nerven zu beruhigen, aber er trübt auch die Sinne, sagt Oliver, und man läuft Gefahr, nicht intelligent zu klingen.

6. Ungeflegt sein

Wasser zu sparen mag eine gute Sache sein, aber nicht an dem Tag, an dem man ein Vorstellungsgespräch hat.

„Möchtest du, dass sich die Leute sich auf den seltsamen Geruch konzentrieren statt auf eure grandiosen Worte?“, fragt Randall. „Wer sich mit seinem Aussehen keine Mühe gibt, dem bescheinigen Gesprächspartner vielleicht auch, sich bei der Arbeit keine Mühe zu geben.“

7. Zu spät kommen

Sich ab und an zu verspäten kann vorkommen, aber versucht am Tag eures Vorstellungsgesprächs unbedingt pünktlich zu sein.

Sonst denkt der neue Arbeitgeber, dass ihr nicht verantwortungsbewusst seid, den Prozess nicht ernst nehmt und es nicht wertschätzt, dass sich der Gesprächspartner Zeit nimmt. Das ist nicht der erste Eindruck, den ihr erwecken wollt.

Plant alles so, dass ihr 15 Minuten früher dort seid. Wenn ihr wirklich viel zu früh dran seid, raten Karriere-Expertin Amanda Augustine von TopResume und Stephanie Foggle, die Personalchefin von Business Insider USA, Zeit totzuschlagen durch einen Spaziergang oder einen Kaffee.

Warum? Weil es auch nicht gut ankommt, wenn man viel zu früh beim Vorstellungsgespäch auftaucht. Ihr könntet den Terminplan eures Gesprächspartners durcheinander bringen.

8. Tippt nicht auf eurem Smartphone herum

Es ist gut, früher zum Vorstellungsgespräch zu erscheinen, aber lasst euch beim Warten nicht von der Langeweile übermannen.

Tippt nicht auf eurem Smartphone, während ihr wartet. Ihr seht sonst aus, als würdet ihr lieber anderswo sein, sagt Oliver.

In vielen Warteräumen gibt es Magazine, sagt Randall, und wenn ihr eine Broschüre der Firma findet, solltet ihr die zur Hand nehmen. Das zeigt, dass ihr Interesse an dem Arbeitgeber habt.

9. Sich in der Öffentlichkeit zurecht machen

Olivier sagt, es sei grundsätzlich eine gute Idee, sich einen kleinen Kulturbeutel vorzubereiten, damit man sich kurz vor dem Vorstellungsgespräch frisch machen kann.

Aber ihr solltet nicht Lippenstift im Wartebereich auftragen oder euch neben dem Empfang die Haare bürsten. Versucht einige Minuten vor dem Gespräch dort zu sein und verschwindet kurz auf die Toilette, um euch dort frisch zu machen.

10. Zu viel Zeug mitbringen

Euren Lebenslauf, einige Arbeitsproben und euer Anschreiben — mehr solltet ihr nicht mitbringen. Randall schlägt vor, die Wasserflasche oder den Kaffeebecher im Auto zu lassen und euer Smartphone wegzulegen, sonst habt ihr keine Hand mehr frei, um den Gesprächspartner zu begrüßen.

11. Sich zu locker kleiden

Kleidet euch gemäß dem Job, den ihr wollt — und nicht wie in eurem aktuellen Job.

„Schlampige Kleidung schreit förmlich, ‚Es ist mir egal!‘ und wirkt abschreckend“, sagt Randall.

Zu schick sollte man sich aber auch nicht anziehen, denn dann denkt der Arbeitgeber, ihr passt nicht in die Firmenkultur.

12. Reden, ohne zu denken

Das ist eine schlechte Angewohnheit — die bei einem Vorstellungsgespräch gar fatal sein kann.

Das Falsche zur Person am Empfang zu sagen, kann euch schon zum Verhängnis werden. Sie sind die ersten Menschen, die euch in der Firma kennen lernen und ihr Urteil erreicht ziemlich sicher den Entscheider.

Wenn ihr etwa hunderte Male nachfragt, ob der Gesprächspartner Bescheid wüsste, dass ihr da seid, kommt ihr sehr neurotisch rüber. Und auch fehlplatzierte Komplimente, wie „Hey Schöne“, kommen nicht gut an.

 13. Nicht formal genug sein

„Ich bin kein Freund der übertriebenen Höflichkeit, aber wenn ihr euch bei jemandem vorstellt, von dem ihr einen Job wollt, solltet ihr auf alle Fälle sehr förmlich sein“, sagt Randall.

Ein „Hey, was geht?“ ist vielleicht nicht die richtige Grußformel.

14. Eine schlechte Einstellung ausstrahlen

„Wenn ihr Zweifel an euren Fähigkeiten habt oder nur die schlechten Seiten seht, wird der Gesprächspartner eure negative Energie bemerken“, sagt Haefner.

„Gleichzeitig solltet ihr nicht schlecht über euren alten Arbeitgeber, über Kollegen oder den Chef sprechen“, sagt sie. „Selbst wenn euer alter Arbeitgeber dafür bekannt ist, ist ein Vorstellungsgespräch der falsche Zeitpunkt, um sich darüber auszulassen.“

Eine weitere schlechte Eigenschaft ist Arroganz. Man soll selbstbewusst wirken, aber nicht arrogant. Vermischt Selbstbewusstsein mit einer Prise Ehrfurcht, lächelt und zeigt Enthusiasmus, rät Randall.

15. Zu fordernd sein

Fragen zu stellen, ist einer der wichtigsten Teile des Vorstellungsgesprächs — das zeigt, dass ihr aktiv am Gespräch teilnehmt und kann euch auch dabei helfen, herauszufinden, ob dieser Job und diese Firma wirklich das Richtige für euch sind.

Aber während Fragen wie „Was erwartet mich an einem typischen Tag bei euch?“ und „Wie misst man Leistung und Erfolg?“ durchaus angebracht sind, sollte man gewisse Ansprüche nicht stellen, ehe man nicht den Job bekommen hat.

Randall rät auch, Forderungen wie „Kann ich neben dem Fenster sitzen? Das hilft meiner Konzentration“ zu vermeiden.

16. Zu viel Information mitteilen

„Natürlich wollt ihr bei einem Interview die Firma von eurem Talent überzeugen“, sagt Randall. „Aber nehmt euch in Acht, dass ihr nicht zu viel von euch selbst verratet.“

Sie schlägt vor, einer einfachen Regel zu folgen: Bleibt beim Relevanten. Eure Kindheit hat nichts mit dem Gespräch zu tun. Besteht nicht auf bestimmte Leistungen oder eine gute Wohnung. Und vermeidet das Wort ‚Deal Breaker‘.“

Stattdessen solltet ihr einfach dem Gesprächspartner zuhören und auf dessen Fragen eingehen.

17. Schüchtern wirken

Es ist völlig normal, bei einem Interview nervös zu sein, aber ihr solltet dem Gesprächspartner trotzdem mehr als nur ein Wort als Antwort geben.

Vor allem für schüchterne Menschen kann es sehr schwer sein, so viel über sich selbst zu sprechen. Aber Schüchternheit wird oft mit Unsicherheit oder sogar Inkompetenz verwechselt.

In einem Artikel empfiehlt Harvard-Professorin Amy Cuddy, sich beim Antworten Zeit zu lassen, denn das zeige, dass man den Gegenüber ernst nimmt — und verleiht einem eine gewisse Macht.

„Wenn jemand eine Frage stellt“, sagt sie, „seid euch bewusst, dass er oder sie eine wohlbedachte Antwort will. Also macht ruhig eine Pause, bevor ihr antwortet. Reflektiert. Haut nicht schnell etwas raus.“

18. Fluchen

Auch wenn ihr sehr aufgeregt seid, bei eurem Wunsch-Arbeitgeber ein Vorstellungsgespräch bekommen zu haben: Achtet auf euren Ausdruck. Schimpfwörter sind ein absolutes No-Go.

Fluchen zeigt anderen, dass ihr nicht fähig seid, wohlüberlegt mit einer Situation umzugehen, sagt Randall.

„Schimpfwörter oder fragwürdige Sprache sind nicht nur schlechte Angewohnheiten. In den meisten Unternehmen wird das als unprofessionell wahrgenommen und kann sogar zu einer Vorladung bei der Personalabteilung führen“, sagt Randall.

19. Unterbrechen

„Es ist unhöflich, andere zu unterbrechen. Das deutet darauf hin, dass ihr keinen Respekt, kein Urteilsvermögen und keine Geduld habt“, sagt Randall.

Sich aktiv in ein Gespräch einzubringen, kann euch Pluspunkte bringen, aber ein schlechtes Timing lässt sie schnell wieder verschwinden.“

20. Schlechte Körpersprache

„Was du in einem Interview sagst, ist genauso wichtig wie die Art und Weise, wie du es sagst. Schlechte Körpersprache schadet den Worten“, sagt Haefner.

In einer Umfrage von CareerBuilder gaben Arbeitgeber an, dass die schlechtesten Zeichen, die potentielle Arbeitnehmer aussenden können, kein Augenkontakt, kein Lächeln und eine schlechte Haltung seien.

Manche Angewohnheiten, wie mit dem Schüsselbund zu spielen, die Knie aneinander zu schlagen und sich am Kopf zu kratzen, können auch Langeweile ausstrahlen, sagt Randall.

„Vorstellungsgespräche sind sehr stressig, auch für jene, die das Interview führen“, sagt Oliver. „Über eure Mimik und Gestik solltet ihr zeigen, dass ihr glücklich seid, zum Gespräch eingeladen worden zu sein.“

21. Beschönigen

In einer Umfrage von CareerBuilder gaben 69 Prozent der Arbeitgeber an, dass Lügen das größte No-Go sei, sagt Haefner.

„Lügen oder übertreiben während des Bewerbungsverfahrens können eure Chancen auf den Job zerstören“, sagt sie. „Viele Unternehmen checken eure Referenzen und vorherigen Arbeitgeber, bevor sie euch eine Position anbieten, und man erwischt euch leichter als ihr denkt.“

22. Zu angestrengt wirken

Fragen wie „Wie war ich?“ oder „Bekomme ich den Job“ strahlen eine Übereifrigkeit aus, die leicht mit Verzweiflung verwechselt werden kann. Ihr möchtet dem Gegenüber natürlich das Gefühl geben, dass ihr den Job möchtet, aber ihr wollt auch nicht zu hungrig wirken.

Vielmehr sind solche Fragen dem Gesprächspartner sehr unangenehm. Fragt besser erst nach Feedback, wenn ihr eine Zu- oder Absage bekommen habt.

23. Abschalten

Oliver sagt, dass es nichts Schlimmeres gibt, als wenn Bewerber schon während des Bewerbungsgesprächs darauf hoffen, dass es bald vorbei ist.

„Natürlich wollen wir alle, dass es schnell vorbei ist, aber während ihr vor dem Gesprächspartner sitzt, müsst ihr mental anwesend sein“, sagt sie. „Der Gegenüber weiß sofort, ob ihr zuhört oder abgeschalten habt.“

24. Nicht dankbar sein

Der schlimmste Fehler laut Jessica Liebman, leitender Redakteurin beim Business Insider USA: Nach dem Vorstellungsgespräch nicht „Danke“ zu sagen.

„Egal, ob ihr 30 Minuten im Büro wart, per Skype oder einfach nur kurz am Telefon mit dem Unternehmen gesprochen habt, ihr solltet unbedingt eine E-Mail hinterherschicken, in der ihr euch für das Gespräch bedankt und euer Interesse an dem Job bekundet“, sagt Liebmann.

Es kann sonst zu Missverständnissen kommen. Der Personaler könnte glauben, ihr wollt den Job nicht. Oder er könnte denken, ihr seid unorganisiert und unkonsequent. Oder das Unternehmen vergisst euch einfach, das kommt auch nicht selten vor.

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