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Das Geheimnis mentaler Stärke: 13 Dinge, die ihr vermeiden solltet

An manchen Tagen können uns die kleinsten Sachen zur Verzweiflung bringen – dann ist einfach alles zu viel. Wie schön wäre es bloß, wenn wir so stark wären, dass alles an uns rigoros abprallt?

Mentale Schwäche sorgt für Unmut

Wir alle gehen ab und zu auf dem Zahnfleisch. Dann sind wir gereizt und wenig belastbar. Nicht nur unsere Mitmenschen leiden in diesen Situationen unter unserer schlechten Verfassung. Auch wir selbst tun uns damit keinen Gefallen.

Wie schön wäre es, mental stark zu sein und einfach alles an sich abperlen zu lassen?

Die Autorin Amy Morin hat darüber geschrieben, wie jeder seine mentale Stärke verbessern kann. Das auf Englisch erhältliche Buch „13 Things Mentally Strong People Don’t Do“ beschreibt, wie jeder seine Gedanken, sein Verhalten und seine Gefühle kontrollieren kann.

Die amerikanischen Kollegen von unserem Partner Business Insider haben die 13 Dinge, die mental starke Menschen laut Amy Morin vermeiden, auf den Punkt gebracht. Annette Dönisch nennt euch die Dinge, die ihr euch von euren besonders robusten Zeitgenossen abschauen solltet.

Mental starke Menschen bemitleiden sich nicht selbst

Stattdessen sind sie dankbar.                                                     Quelle: pixabay – CC0

„Sich selbst zu bemitleiden ist selbstzerstörend“, schreibt Morin. „Es raubt Zeit, löst negative Gefühle aus und schadet euren Beziehungen.“

Stattdessen solltet ihr euch bemühen, „das Gute in der Welt zu erkennen. Ihr werdet anfangen, das zu schätzen, was ihr habt. Das Ziel ist es, Selbstmitleid durch Dankbarkeit zu ersetzen.“

Sie behalten die Kontrolle

Oprah Winfrey bleibt stark.                                         Quelle: Bill Ebbesen – CC BY-SA 3.0

„Wenn Menschen an ihre physischen und emotionalen Grenzen stoßen, verlieren sie die Kontrolle“, schreibt Morin. „Wenn es dazu kommt, müsst ihr für euch einstehen und Grenzen aufzeigen. Andere Menschen dürfen nicht über euren Erfolg und euren Selbstwert bestimmen. Es ist wichtig, dass ihr eure Ziele im Blick behaltet und darauf hinarbeitet.“

Für Morin ist Oprah Winfrey ein besonders positives Beispiel für eine Person, die ihr Leben im Griff hat. Winfrey ist in Armut aufgewachsen und wurde sexuell misshandelt, aber „sie hat selbst entschieden, wie ihr Leben verlaufen soll.“

Sie haben keine Angst vor Veränderung

Sie ergreifen Gelegenheiten beim Schopf.                                           Quelle: pexels – CC0

Veränderungen können Angst machen, aber davor zurückzuschrecken, behindert eure persönliche Entwicklung.

„Je länger ihr damit wartet, euch zu verändern, desto schwieriger wird es“, sagt Morin.

Sie konzentrieren sich nicht auf Dinge, die sie nicht beeinflussen können

Stattdessen behalten sie im Blick, was sie in der Hand haben.                      Quelle: pixabay – CC0

„Es kann verhängnisvoll sein, zu glauben, dass man alles in seinem Leben beeinflussen kann“, schreibt Morin. „Kontrollzwang ist ein Zeichen für Ängstlichkeit.“

„Es kann das Wohlbefinden steigern, die Dinge auszublenden, die man nicht beeinflussen kann.“

Sie wollen nicht jedem gefallen

Sie können auch Nein sagen.                                                      Quelle: pexels – CC0

Wir ziehen unser Selbstwertgefühl häufig aus dem, was andere Menschen über uns denken. Aber das ist genau das Gegenteil von mentaler Stärke.

Menschen, die anderen gefallen wollen, verschwenden laut Morin ihre Zeit und sind leicht zu manipulieren. Sie sollten akzeptieren, dass andere verärgert oder enttäuscht sein dürfen und dass man es schlicht und einfach nicht jedem recht machen kann.

„Wenn ihr aufhört, anderen gefallen zu wollen, werdet ihr stärker und selbstbewusster“, meint die Expertin.

Sie haben keine Angst davor, kalkulierte Risiken einzugehen

Stattdessen bereiten sie sich darauf vor, was vor ihnen liegt.                         Quelle: pexels – CC0

Menschen haben häufig Angst davor, Risiken einzugehen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um finanzielle, physische, emotionale oder geschäftliche Risiken handelt, sagt Morin. Entscheidend ist allein, wie wir sie bewerten. „Wenn man nicht weiß, wie Risiken einzuschätzen sind, führt das zu Angst“, schreibt Morin.

Um ein Risiko zu analysieren, stellt euch folgende Fragen:

Was könntet ihr verlieren?

Was könntet ihr gewinnen?

Wird es euch eurem Ziel näher bringen?

Was ist die Alternative?

Was würde im besten Fall geschehen?

Was wäre der schlimmste Fall?

Wie könnt ihr die Wahrscheinlichkeit dafür minimieren?

Wie wichtig ist diese Entscheidung in fünf Jahren?

Sie hängen nicht der Vergangenheit nach

Aber sie nehmen sich die Zeit, über die Vergangenheit nachzudenken und aus ihr zu lernen. Quelle: pexels – CC0

Was geschehen ist, ist geschehen. „In der Vergangenheit zu schwelgen, kann selbstzerstörerisch sein. Es kann euch davon abhalten, die Gegenwart zu genießen und Pläne für die Zukunft zu schmieden“, schreibt Morin.

Mit den Gedanken bereits Geschehenem nachzuhängen, bringt euch überhaupt nicht weiter und kann sogar Depressionen auslösen.

Dennoch: „Über die Vergangenheit nachzudenken, kann auch nützlich sein. Denkt darüber nach, was ihr daraus lernen könnt, konzentriert euch auf Fakten und nicht auf Gefühle, schaut euch Situationen aus einer anderen Perspektive an“, meint die Autorin.

Sie machen nicht immer wieder die gleichen Fehler

Stattdessen akzeptieren sie Verantwortung und passen ihr Verhalten an.              Quelle: pexels – CC0

„Es ist wichtig darüber nachzudenken, was schief gelaufen ist, was ihr hättet besser machen können und wie ihr euch beim nächsten Mal verhalten solltet“, schreibt Morin.

Mental starke Menschen akzeptieren die Verantwortung für ihre Fehler und machen sich einen durchdachten, schriftlich festgehaltenen Plan, damit sie dieselben Fehler nicht noch einmal machen.“

Sie nehmen anderen Menschen den Erfolg nicht übel

Sie feiern den Erfolg von anderen Menschen.                                      Quelle: pixabay – CC0

„Feindseligkeit ist wie Ärger, der sich versteckt hält und sich anstaut“, schreibt Morin. Es lenkt euch von eurem eigenen Weg ab, wenn ihr euch zu sehr auf die Erfolge anderer konzentriert.

„Wenn ihr euch immer auf andere konzentriert, werdet ihr nie richtig zufrieden sein, selbst wenn ihr erfolgreich seid, wenn ihr euch immer auf andere konzentriert. Ihr überseht wahrscheinlich auch eure eigenen Stärken und gebt eure Werte und Beziehungen auf.“

Sie geben nach dem ersten Scheitern nicht auf

Die Harry-Potter-Autorin JK Rowling wurde von zwölf Verlagen abgelehnt. Quelle: Wikipedia Commons | Daniel Orgen – CC BY 2.0

Erfolg tritt fast nie direkt ein und Misserfolge können fast immer überwunden werden.

Die Autorin J. K. Rowling, die den Mega-Bestsellers „Harry Potter“ verfasst hat, wurde von zwölf Verlagen abgelehnt, bevor Bloomsburry die Geschichte des Zauberlehrlings veröffentlichte.

„Ihr seid nicht mental stark, wenn ihr glaubt, dass Misserfolg untragbar ist oder dass er zeigt, dass ihr nicht gut genug seid. Es macht euch sogar stärker, wenn ihr euch nach einem Fehlschlag wieder aufrappelt“, schreibt Morin.

Sie haben keine Angst davor, alleine zu sein

Stattdessen nehmen sie sich Zeit für sich selbst.                                     Quelle: pexels – CC0

„Es kann Kraft geben, sich Zeit für sich zu nehmen und seinen Gedanken freien Lauf zu lassen“, schreibt Morin.

„Um mental stark zu werden, solltet ihr euch ab und zu aus dem geschäftigen Alltag zurückziehen und euch auf eure persönliche Entwicklung konzentrieren.“

Da sind laut Morin die Vorteile von Zurückgezogenheit:

Zurückgezogenheit im Büro kann eure Produktivität steigern.

Zeit für euch selbst kann euer Mitgefühl steigern.

Zeit für euch selbst lässt eure Kreativität sprudeln.

Zeit mit euch selbst zu verbringen ist gut für eure geistige Gesundheit.

Zurückgezogenheit bietet Erholung.

Sie haben nicht das Gefühl, dass das Schicksal ihnen etwas schuldig ist

Sie konzentrieren sich auf ihren Einsatz.                                             Quelle: pexels – CC0

Es ist einfach, sich vom Schicksal ungerecht behandelt zu fühlen. Tatsächlich steht aber niemandem etwas einfach so zu. Man muss sich alles erst verdienen.

„Das Leben ist nicht gerecht“, sagt Morin. Manche Menschen haben vielleicht mehr Glück oder Erfolg als andere, aber „so ist das Leben – das heißt nicht, dass ihr irgendetwas verdient habt, nur weil ihr vorher Pech hattet.“

„Entscheidend ist, sich auf sein Handeln zu konzentrieren, Kritik anzunehmen, die eigenen Fehler anzuerkennen und nichts aufzurechnen“, schreibt Morin. Wenn ihr euch mit anderen vergleicht, seid ihr nur enttäuscht, weil ihr nicht das bekommt, was ihr glaubt, verdient zu haben.

Sie erwarten keine direkten Ergebnisse

Sie kommen in kleinen Schritten zum Erfolg.                                         Quelle: pexels – CC0

„Es ist wichtig, realistische Erwartungen zu haben und zu wissen, dass Erfolg nicht über Nacht kommt. Nur dann könnt ihr euer volles Potenzial ausschöpfen“, schreibt Morin.

Mental schwache Menschen sind oft ungeduldig. Sie überschätzen ihre Fähigkeiten und unterschätzen, wie lange Veränderung braucht. Deshalb erwarten sie sofortige Ergebnisse.

Ihr solltet aber besser unerbitterlich auf langfristigen Ziele hinarbeiten. Misserfolge wird es immer geben, aber wenn ihr eure Fortschritte festhaltet und das große Ganze im Blick behaltet, wird Erfolg für euch greifbar.

Den Originalartikel von Annette Dönisch gibt es auf Business Insider, dem ihr auch hier auf Facebook folgen könnt.

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