Dana Buchzik hat uns ihre Geschichte erzählt. Foto: Pierre Horn/Schall und Schnabel Berlin

Alles neu: Wie beginnt man nach dem Ausstieg aus einer Sekte ein neues Leben?

Isolation, Missbrauch, Gedankenkontrolle – die Autorin Dana Buchzik ist in einer Sekte aufgewachsen. Als junge Erwachsene schaffte sie den Absprung. Für die Protokoll-Serie „Alles neu“ hat sie uns erzählt, wie dieser Weg ausgesehen hat, und wie diese Erfahrungen ihr Leben und ihre Arbeit beeinflussen.

Ein Neuanfang kann ein Abenteuer sein; eine aktive Entscheidung, etwas Neues zu wagen. Aber nicht jeder Neuanfang ist selbst gewählt oder entsteht aus einer privilegierten Position heraus. Viele Menschen haben gar keine andere Wahl, als neu anzufangen – sie sind gezwungen, das Beste aus einer neuen Situation zu machen.

Wie fängt man neu an? Wie geht man mit Veränderungen um, auf die man kaum Einfluss hat? Was lernt man dabei, übers Leben, über sich selbst? Wir sprechen mit unterschiedlichen Menschen über ihren Neuanfang. Ihre (Lebens-)Geschichten zeigen, wie verschieden die Gründe sein können, neu anzufangen und wie unterschiedlich die Erkenntnisse sind, die diese einschneidenden Erlebnisse mit sich bringen.

Im ersten Teil unserer Protokoll-Serie „Alles neu“ erfahrt ihr, wie die Künstlerin Stephanie Turzer neu angefangen hat, nachdem ihr Zuhause abgebrannt ist. Im zweiten Teil erzählt Dana Buchzik vom Ausstieg aus der Sekte, in der sie aufgewachsen ist, und dem Leben danach. 

In eine Sekte hineingeboren

„Wenn ich sage, dass ich in einer Sekte aufgewachsen bin, fragt fast jede*r als erstes: ,Welche denn?‘ Hat meine Geschichte denn nur eine Berechtigung, wenn der Sektenname aus Schlagzeilen bekannt ist und möglichst viele Promis zu den Mitgliedern gehören? Die Frage geht meinem Empfinden nach an dem vorbei, was wirklich wichtig ist: Die Psychologie hinter Radikalisierungsprozessen ist immer gleich. Wir müssen sie verstehen, um uns selbst und auch andere vor Menschenfang schützen zu können.

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Im Gegensatz zu meinen Eltern habe ich mich nie bewusst für ein Leben in einer Sekte entschieden; ich wurde hineingeboren. Ich erinnere mich, dass ich schon als Kind irritiert war von der ,Wahrheit‘, die mir dort präsentiert wurde. Der Meister, so nannten wir den Anführer der Sekte, galt als ,erleuchtet‘, was bedeutete, dass er allwissend und unsterblich war. Außerdem hieß es, er könne durch Wände gehen und fliegen. Diesen Erzählungen begegnete ich mit kindlichen Fragen: Wenn er fliegen kann, wieso zeigt er es uns nicht? Wenn er alle Sprachen sprechen kann, wieso ist sein Englisch dann so schlecht?

Verschwörungstheorien und Ängste

Meine Kindheit verbrachte ich in einer Splittergruppe der eigentlichen Sekte. Der Anführer dieser Splittergruppe, nennen wir ihn Trigger, war ausgestoßen worden, weil er keine Gebühren entrichtet hatte. Ich nenne das gern ,Franchisegebühr‘: Jede Ortsgruppe, jede kleine Keimzelle der Sekte muss nicht nur sich selbst finanzieren, sondern auch den großen Laden am Laufen halten. Trigger war der Meinung, dass der Meister, also der Gründer der Hauptsekte, ihn zum Nachfolger auserkoren hätte und er deswegen keine Gebühren entrichten müsste. Er scharte knapp drei Handvoll Menschen um sich, darunter auch meine Eltern. Trigger legte die ,Botschaft‘ des Meisters frei aus und fügte eigene Regeln hinzu: Wir mussten vor ihm auf die Knie gehen, durften die Stadt nicht verlassen, keine Freund*innen haben und Trigger nicht in die Augen schauen – er war zu heilig.

Ich glaube, dass meine Radikalisierung indirekt stattgefunden hat – über meine Eltern. Sie legten die Botschaften des Meisters aus, ließen manches weg, fügten manches hinzu. Am Ende war es eine wilde Mischung der ,meisterlichen‘ Verschwörungstheorien und ihrer persönlichen Ängste. Diese Mischung war gefährlich. Einen Meister, einen Fremden, hätte ich emotional von mir weghalten können, aber meine Eltern waren nicht nur meine engsten, sondern lange auch meine einzigen Bezugspersonen.

Es sind vor allem die Drohungen, an die ich mich erinnere: Wer sich auch nur einen Zweifel erlaube, würde einen unaussprechlich grausamen Tod sterben. Einsam, in der Gosse, unter unvorstellbaren Schmerzen. Es war Gedankenkontrolle par excellence. Denn unser Gehirn produziert zu jedem Wort, das es kennt, Gefühle. Allein bei einem Wort wie ,abstoßend‘ produziert unser Gehirn Ekelgefühle; das ist im MRT sichtbar. Und jetzt stellen wir uns vor, was passiert, wenn man Wörter wie ,Tod‘, ,Gosse‘, ,einsam‘ verknüpft mit einem Ausstieg aus der Gruppe. Die logische Folge ist, dass bei jedem kleinen Zweifel sofort diese Verknüpfung aktiviert wird. Jeder Zweifel löst starke Körperreaktionen wie Atemnot und Herzrasen aus. Also unterdrücken und bekämpfen Gruppenmitglieder fortan jeden Zweifel. Einfach, um wieder zur Ruhe zu kommen. Jedenfalls zu der Ruhe, die in einer apokalyptischen Sekte eben möglich ist. Zudem ist es sehr viel schwerer, sich solchen Assoziationen entgegen zu stellen, wenn nicht ein Fremder, sondern die eigenen Eltern dahinterstehen.

Das hier ist falsch

Ein Ausstieg aus einer radikalen Gruppe ist immer ein Prozess, aber es gab mehrere entscheidende Momente, ohne die ich die Kraft zum Ausstieg wohl nicht gefunden hätte. Der Tod eines Sektenmitglieds war für mich der erste Bruch. Eine Frau, vielleicht Anfang vierzig, war schwer erkrankt, hatte sich aber keine medizinische Hilfe gesucht, weil der Meister ,westliche‘ Ärzt*innen verdammte. Als sie es vor Schmerzen nicht mehr aushielt und sich dem Meistergebot widersetzte, war es zu spät. Meine Mutter verkündete, dass der Meister die Frau noch einmal angerufen hätte, als sie auf dem Sterbebett lag. Für sie war das eine Ehre. Für mich war es Verrat. Wenn der Meister wirklich alles konnte, warum hatte er sie dann nicht geheilt? Ich bekam keine Antwort.

Noch mehr schockierte mich, dass niemand um sie trauerte. Sie war ein Vorzeigemitglied gewesen, hatte ihre Familie, ihren Job, ihren Besitz zurückgelassen, um sich voll und ganz der Sekte zu widmen. Aber der Meister sagte, Krankheit sei ein Zeichen von Sünde, von mangelhaftem Glauben. Also wurde sie kurzfristig zur Sünderin umdeklariert. Es war keine Option, zu ihrer Beerdigung zu gehen. Ich hatte noch keine Worte dafür, aber ich wusste: Das hier ist falsch.

Der Meister war wichtiger als das eigene Kind

Der zweite Bruch: Als ich ein Teenager war, wurden wir Teil der ,richtigen‘ Sekte. Meine Mutter verließ meinen Vater und wir zogen zu ihrem neuen Freund, der Mitglied der Hauptsekte war. In meinem Leben änderte sich einiges: Ich durfte nun allein das Haus verlassen. Und ich wurde Opfer von sexualisierter Gewalt. Ein hochrangiges Sektenmitglied, ein etwa fünfzehn, zwanzig Jahre älterer Mann, wurde sexuell übergriffig. Unter dem Vorwand, mich zu einer Sektenveranstaltung zu bringen, fuhr er auf einen abgelegenen Parkplatz und bediente sich an meinem Körper. Ob das in der Sekte häufiger passiert, weiß ich nicht. Ich glaube aber, dass durch die Autoritätshörigkeit, durch das blinde Vertrauen, das ,ranghohen‘ Sektenmitgliedern entgegengebracht wird, Missbrauch erleichtert und ermöglicht wird.

Als ich endlich die Worte fand, meiner Mutter davon zu erzählen, ermahnte sie mich: An der Spitze der Macht sei es eben einsam, da könne das doch mal passieren, warum könne ich nicht einfach mal Mitgefühl haben mit anderen Menschen. Es wäre meinen Eltern nicht eingefallen, diesen Mann zu konfrontieren, geschweige denn, ihn anzuzeigen. In dem Moment habe ich verstanden, dass meine Eltern immer den Meister wählen werden und nicht ihr Kind. Das war eine bittere Erkenntnis, aber sie half mir dabei, Stück für Stück Abschied zu nehmen.

Kein Zurück

Ich wagte mich zu einer Ausstiegsberatung. Die Frau, die mir gegenübersaß, befasste sich seit Jahren mit der Sekte, in der ich aufgewachsen war, sie sprach ,meine Sprache‘, sie kannte alle Namen und Orte, die wichtig waren. Aber sie erklärte mir auch viel, was ich bis dahin nicht gewusst hatte, und sie machte mir Mut, selbst nachzulesen. Stacheldrahtgesäumte Trainingslager, das Verschwinden von Spendengeldern, die Familie des Meisters, die ,ganz plötzlich‘ aus der Mittelschicht zu einer der reichsten des Landes aufgestiegen war – und die Bundesregierung, die sich vor Gericht das Recht erkämpft hatte, vor den Praktiken der Sekte zu warnen. 

Ich musste beim Lesen immer wieder Pausen machen, teils über Tage und Wochen, weil die Angst, mich zu versündigen, unaushaltbar wurde. Als ich mich der Realität endlich stellen konnte, wusste ich, dass ich mir mit diesem Wissen im Gepäck nie wieder Teil der Sekte sein konnte. Das ist, glaube ich, im Ausstiegsprozess der zentrale Moment. Zu wissen: Ich kann nicht mehr zurück. Auch wenn ich manchmal Sehnsucht hatte und bis heute habe. Sehnsucht nach dieser scheinbar heilen Welt, in der man immer weiß, was richtig und was falsch ist, in der man keine eigenen Entscheidungen treffen und keine Verantwortung übernehmen muss, in der man qua Geburt ,auserwählt‘ und auf dem richtigen Weg ist.

Ein jahrelanger Prozess

Es gibt in ,meiner‘ Sekte zwar eine Initiation zur Aufnahme, aber keine klassischen Ausstiegsrituale, es muss also nichts offiziell beantragt oder besiegelt werden. Es hatte lange gedauert, mich der Wahrheit über die Sekte zu stellen, und es dauerte nicht weniger lange, ihre Regeln und Glaubenssätze aus meinem Alltag zu verbannen. Ich sagte meinen Eltern, dass ich ,eine Pause‘ von der Sekte brauchte; sie akzeptierten es nicht. Ich hörte auf, zu den Treffen zu gehen; Sektenmitglieder versuchten, mich zu kontaktieren. Ich zog um. Wechselte meine Nummer. Wechselte sie noch mal. Erklärte meinen Eltern endlich, dass das hier keine postpubertäre Trotzphase war, sondern dass ich nicht mehr zurückkommen würde. Dass ich entsetzt und abgestoßen war von dem, was in der Sekte passierte.

Nach der ersten Diskussion mit meinen Eltern übergab ich mich die ganze Nacht. Nach der zweiten landete ich mit Herzrhythmusstörungen im Krankenhaus. Bis ich dreißig Jahre alt war, konnte ich das Wort ,Sekte‘ nicht aussprechen. Selbst enge Freund*innen wussten nicht, wie ich aufgewachsen war. Bis heute habe ich Herzrasen, wenn ich über meine Kindheit spreche. Bis heute muss ich mich, wenn ich krank oder verzweifelt bin, immer wieder neu gegen die alten Glaubenssätze entscheiden, wie eine Alkoholikerin vielleicht, die trocken bleiben will. Was man als Kind gelernt hat, wird sich immer wahrer anfühlen wird als alles andere. 

Was geholfen hat

Als Kind haben mich Bücher gerettet. Ich habe Märchen und Sagen verschlungen, habe nach Geschichten gesucht, deren Held*innen ihr Zuhause verlassen mussten, um glücklich werden zu können. Nach dem Ausstieg gab es jenseits von Büchern wenig Halt. Ich fiel in eine schwere Depression und war in mehreren psychosomatischen Kliniken. Dort sagten mir Psycholog*innen, ich solle Frührente beantragen, weil ich zu schwer beschädigt sei, um je studieren oder gar arbeiten zu können. Letztlich hat mir nicht so sehr die Therapie, sondern vor allem mein Trotz geholfen. Ich wollte nicht einsehen, dass nach all der Scheiße, die ich durchgestanden hatte, nur die Frührente kommen sollte. 

Natürlich war das magisches Denken, aber diesmal auf die gute Art und Weise: Ich war fest überzeugt, dass aus all dem Elend etwas erwachsen musste. Dass ich zur Heldin meiner Geschichte werden musste. Also machte ich weiter. Suchte nach einem Weg, der sich richtig anfühlte. Nach einer Odyssee durch unterschiedlichste Studiengänge landete ich in Hildesheim und studierte Kreatives Schreiben. Ich war Mitte zwanzig und fühlte mich zum ersten Mal am richtigen Ort. Fühlte mich akzeptiert, obwohl ich immer noch reichlich merkwürdig war, ängstlich, leise, zurückgezogen. Aber ich bekam Anerkennung für das, was ich tat. Diese Anerkennung machte mich selbstbewusst und gab mir den Mut, nach Berlin zu gehen, um Journalistin zu werden. Mit 30 hatte ich das Gefühl, mich so langsam freigeschwommen zu haben.

Wer mich gerettet hat

Nicht nur Bücher haben mich gerettet, sondern auch und vor allem: Menschen. Ich habe viele Jahre meines Lebens in Isolation verbracht. Als Kind, weil ich das Haus nicht verlassen durfte. Später, weil ich so schwer traumatisiert war, dass ich viele Ängste entwickelt hatte und mich kaum vor die Tür traute. Das Internet ersetzte mir das Sozialleben. Dort bin ich über die Jahre vielen wundervollen Menschen begegnet. Manche von ihnen begleiten mich bis heute. 

Ich staune immer noch darüber, wie diese Menschen das Leid erkannten, das ich nicht aussprechen konnte. Wie sie für mich da waren, auf die einzige Art und Weise, die ich aushalten konnte, ohne in Panik zu verfallen. Wie sie die richtigen Worte fanden, denn auch Worte konnten mir Angst machen. Es gibt eine Art Sektenjargon, also Wörter, die in der Sekte eine komplett andere Bedeutung haben als in der Realität. Das Wort ,Stress’ etwa, das wir mit Überforderung und Arbeit assoziieren, bedeutet in der Sekte ,Vergiftung‘; es bedeutet, dass Körper und Geist von Dämonen besetzt worden sind, weil man gesündigt hat. Es brauchte Jahre, um mich an die Sprache der Welt zu gewöhnen, und ich werde den Menschen, die mich dabei voller Geduld begleitet haben, immer dankbar sein.

Meilensteine

In einen dieser Menschen, einen fast surreal schönen Zahnmedizinstudenten, verliebte ich mich. M. schickte Briefe, Karten und Bücher. Er rief an, ermutigte mich, beharrte liebevoll darauf, dass ich eines Tages in die Welt finden würde. In seinen Briefen schrieb er oft: ,Ich nehm dich mit nach draußen, in den Regen, den Wind.‘ Ich glaube, dass Worte retten können. Seine konnten es jedenfalls.

Mit Ende 20 bin ich nach Spanien gereist und auf dem Montserrat gewandert. Die Stille des Gebirges war unfassbar für mich, die klare Luft, das Licht, all das war unsagbar, auf die schönste Art. Ich weiß noch, wie ich still in mich hineinlachte und mich darauf freute, M. von alldem zu erzählen. Er hatte Recht gehabt: Eines Tages würde ich in ein Flugzeug steigen. Das Meer sehen. Einen Berg besteigen. Es hatte Jahre gedauert, aber ich hatte es geschafft. Es war ein Meilenstein.

Spuren, die bleiben

Ich glaube, man kann bei mir nicht von einem klassischen Neuanfang sprechen, wo etwas Altes zurückgelassen und etwas Neues begonnen wird. Ich habe als Kind und als Jugendliche emotionale, körperliche und sexualisierte Gewalt erlebt. Das hinterlässt Spuren. Und gerade vorsprachliche Traumatisierungen, also Gewalt, die man erlebt, bevor man sich sprachlich ausdrücken und Dinge entsprechend anders verarbeiten kann, sind sehr schwer auszuhebeln.

Ich muss mich jeden Tag aufs Neue gegen die alten Glaubenssätze entscheiden. Gegen die Angst, mich versündigt zu haben. Gegen die Überzeugung, verdorben und nicht lebenswert zu sein. Nicht ohne Grund gibt es eine hohe Suizidquote unter Sektenaussteiger*innen: Der psychische Druck hört mit dem Ausstieg nicht einfach auf. Ein Trauma ist eben ein Trauma und keine Chance für persönliches Wachstum. Wer ein Trauma als Lernaufgabe begreift, muss sich vom Universum schon sehr behütet fühlen.

Die Gefahr von Radikalisierung

Das Bewusstsein für den Schmerz der Täter*innen hat mir dabei geholfen, meine Kindheit zu überleben. So konnte ich eine Verbindung herstellen, und Verbindung war Sicherheit. Die Fähigkeit, wachsam für die Nöte anderer zu sein, mich als Person so weit zurück zu nehmen, dass mein Gegenüber Platz hat für seine Gefühle, ist eine Lebenserfahrung, die ich nach viel Therapie, nach viel innerer Arbeit und mit viel Distanz zu meiner Vergangenheit als Ressource umdefinieren konnte. Ich kann in Gesprächen mit Fremden sehr schnell Intensität herstellen, weil ich andere wirklich verstehen möchte, sie sehen möchte, bis auf den Grund.

Bei meiner Arbeit ist das ein großer Vorteil, sowohl während Interviews, die ich als Journalistin führe, als auch bei den kommunikativen Interventionen, die ich als Redaktionsleiterin einer Kampagne gegen Hass im Netz entwickelt habe, oder bei meiner aktuellen ehrenamtlichen Tätigkeit: Ich berate Menschen, die im Familien- und Freundeskreis mit Radikalisierung konfrontiert sind, weil ich weiß, wie wichtig emotionale Bindungen sind, um nicht komplett abzurutschen. Um zurück auf einen gemeinsamen Boden humanistischer Werte zu finden. Sekten und andere radikale Akteur*innen spalten. Sie hetzen Menschen erst gegen ihre Liebsten auf, um noch mehr Macht über sie ausüben zu können, und schließlich gegen den Rest der scheinbar ungläubigen, scheinbar feindlichen Menschheit.“

Dana Buchzik hat uns ihre Geschichte erzählt. Foto: Pierre Horn/Schall und Schnabel Berlin

Dana Buchzik ist Autorin, Journalistin und Dozentin an der FU Berlin. Zudem gibt sie Workshops zum Umgang mit Hass im Netz u.a. für die Bertelsmann Stiftung.

In diesem Beitrag erklärt Dana Buchzik, wie man mit Hass, Radikalisierung und Verschwörungstheorien im privaten Umfeld umgehen kann.

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