Foto: Zachary Nelson | unsplash

Diese 9 Fragen können dein Leben umkrempeln

Erfolgreiche Menschen stellen sich ungewöhnliche Fragen, die sie zu neuen Lösungen führen. Wir stellen euch neun dieser Fragen vor.

 

Eine Frage des Blickwinkels

„Warum passiert mir eigentlich immer so etwas?“, ist eine dieser Fragen voller Selbstmitleid, die sich sicherlich jeder schon einmal gestellt hat. Manchmal jedoch verfängt man sich in diesem Fragemuster und bleibt in negativen Gedanken kleben, statt selbst nach Lösungen zu suchen.

Der Gründer Sean Kim hat bei Rype beschrieben, wie er dieses Muster bei sich selbst festgestellt hat, reflektierte und dann begann, sich selbst Fragen zu stellen, die auf eine Verbesserung seiner Situation hin orientiert waren. Seine Lage damals beschriebt er so: „Ich war in einer trostlosen Situation und wusste nicht, wie ich aus ihr herauskommen sollte. Ich hatte keine Leidenschaft für meine Arbeit, umgab mich nicht mit den richtigen Leuten und fühlte mich wie ein Hamster im Rad.“

Die folgenden Fragen haben seine Sichtweise auf sein Leben maßgeblich ändern können und ihn schließlich dazu bewegt, ein eigenes Unternehmen zu gründen.

1. Wie wäre es gerade, wenn es einfach wäre?

Viele Menschen neigen zum so genannten „Overthinking“: Wir machen es uns gern besonders kompliziert und spielen Dutzende Möglichkeiten durch. Die Inspiration zu der Frage „Wie kann ich das einfacher machen?“ hat Sean Kim sich aus dem Buch „Die 4-Stunden-Woche“ von Tim Ferris geholt, der darin viele Strategien für ein simpleres Leben und Arbeiten beschreibt. Der Trick bei dieser Frage ist, mit der Zeit zu erlernen, sie schnell zu beantworten und mutig zu sein, einen einfachen Weg zu gehen.

2. Wenn heute der letzte Tag meines Lebens wäre, wäre ich stolz auf ihn?

Diese Frage dient weniger dazu, sich der eigenen Endlichkeit bewusst zu sein, sondern viel mehr als Realitätscheck. Sie erfüllt für Kim zwei Dinge: Zum einen motiviert sie ihn, seine Arbeit so gut wie möglich zu machen, zum anderen bringt sie ihn dazu, andere Menschen mit viel Respekt zu behandeln, um in guter Erinnerung zu bleiben. 

3. Was wartet auf mich auf der anderen Seite meiner Angst?

„Wir übertreiben unsere Befürchtungen oft und machen sie größer, als sie sein sollten“, findet der Gründer heute. Als Beispiele nennt er, die Furcht vor vielen Menschen auf einer Bühne zu sprechen oder einer anderen Person zu sagen, was wir wirklich fühlen. Denn Hand aufs Herz: Hier kann wirklich wenig schief gehen. Nichts Schlimmer wird passieren.

Man kann diese Frage außerdem dazu nutzen, um sich daran zu erinnern, dass die Angst ein Zeichen für die Wichtigkeit der Aufgabe ist. Wenn man sich ein wenig unwohl bei etwas fühlt, sollte man es möglichst schnell hinter sich bringen – und meistens bringt es einen selbst auch einen großen Schritt voran.

4. Ist das ein „Hell Yeah?“

Häufig gerät man in Stress, weil man zu zu vielen Dingen ja gesagt hat und zu zu wenigen Dingen nein. Das Ergebnis davon ist, dass wir uns zwar vielen vielversprechenden Dingen widmen, aber uns nicht auf die richtig tollen konzentrieren können. Weniger ist mehr! Die Frage, ob du wirklich, wirklich Lust auf etwas hast, hilft dir also, zu sehr vielen Dingen nein zu sagen und schafft damit Raum für Aufgaben, die du wirklich spannend findest und bei denen du lernen kannst.

5. Was ist die eine Sache, die, sobald ich sie fertig gestellt habe, alles andere einfacher oder überflüssig macht?

Diese Idee hat Sean Kim aus dem Buch von Gary Keller: „The One Thing: The Surprisingly Simple Truth Behind Extraordinary Results”. Die wichtigste Technik dabei ist also, den „Domino-Stein“ zu identifizieren, der alles andere in Bewegung setzt. 

6. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Warum man gerade prokrastiniert, weiß man oft selbst nicht. Aber wenn man gerade schon darüber nachdenkt, kann man die Aufgabe eigentlich gleich angehen, oder: sich zumindest eine Deadline dafür setzen. Verpflichtungen gegenüber sich selbst können eine enorme Wirkung zeigen.

7. Wie schütze ich mich vor Rückschlägen?

Sean Kim ist der Ansicht, dass die erfolgreichsten Entrepreneure keine großen Risiken auf sich nehmen, sondern sehr stark versuchen würden, Verluste und Scheitern abzuwenden. Seine Strategie ist nun, sich auf Rückschläge vorzubereiten, bevor sie entstehen. Die Frage nach Rückschlägen hilft ihm dabei, Worst-Case-Szenarien durchzuspielen. Und sein Team und er könnten auf diese Art und Weise besser schlafen, weil sie vorbereitet seien.

8. Ist das wirklich so passiert oder erzähle ich diese Geschichte nur so?

Viel von dem, was in unserem Leben passiert ist, hat sich nicht haargenau so zugetragen, wir haben viel mehr eine passende Geschichte dazu erfunden. Das passiert ganz natürlich und ist keine böse Absicht, aber es beeinflusst unseren Blick auf die Wirklichkeit. Sean Kim plädiert dafür, sich bestimmte Dinge sehr genau anzuschauen, auf Informationen, Daten und Fakten zu achten und anhand dieser Entscheidungen zu treffen – aber emotionsgeleitete Entscheidungen insgesamt zu reduzieren.

9. Was passiert, wenn ich das Gegenteil tue?

Die meisten von uns sind genervt von der Herangehensweise „Das haben wir schon immer so gemacht“, verlassen uns dann doch aber selbst auf Arten Dinge zu tun, wie viele sie machen. Der Gründer Sean Kim ist der Ansicht: Wenn etwas Impact haben soll, muss es anders sein als alles, was andere tun. Er regt an, immer zu fragen, ob die traditionelle Herangehensweise die beste ist, oder nur die, die einfach alle benutzen. Sobald man sich diese Frage stellt, gelangt man sehr einfach zu Wegen, die für die eigene Karriere oder das Unternehmen eine bessere Möglichkeit darstellen.

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