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Investieren Sie in Menschen

Investieren Sie (weiterhin) in die Menschen von heute die ihre Zukunft und Werte von morgen gewährleisten. Sichern Sie so ihren nachhaltigen Unternehmenserfolg. Und gehen Sie als erfolgreiche Führungskraft mit gutem Beispiel stets voran. Und lernen Sie – auch im hohen Alter – ganz im Sinne von Wilhelm Busch.

 

 

Bildung
und Erfahrung

 

Humankapital, Sozialkapital, Intellektuelles
Kapital oder Humanvermögen. Begriffe, die alle auf einer zentralen
Grunderkenntnis aufbauen: Bildung und Erfahrung von Menschen ist betriebswirtschaftlich
langfristig ertragsreicher als Investitionen in „physisches Kapital“ wie Geld
oder Sachwerte. Gerade die letzte Finanz- und Wirtschaftskrise zeigte, dass
„Geldanlagen“ in Finanz- und andere physische Kapitalwerte nicht nur keine
Rendite sondern den Verlust des gesamten eingesetzten Kapitals zur Folge haben
kann.

 

“Das wertvollste Kapital ist das Kapital, das in
Menschen investiert ist“ formulierte es schon der britische Volkswirt
Alfred Marshall 1890 in seinem Werk „Principles of Economics“. Ähnlich
äußerte sich der Börsen- und Finanzexperte André Kostolany: „es gibt keine
ertragreichere Investitionen als die Investitionen in die Ausbildung der
eigenen Kinder“. Allein das Invest seiner Eltern in eine gute Schul- und
Ausbildung habe ihm seine spätere Karriere und seine Erfolge ermöglicht.

 

 

Führungswille
– zu allererst sind die Eltern gefordert

 

Frau Prof Dr. Schmitt-Rodermund an der Uni Jena
hat in ihren zahlreichen Untersuchungen bzgl. der Entwicklung von
unternehmerischen Eigenschaften bei Kindern und Jugendlichen einen Grundtenor
erkannt: vieles wird zu Hause „at the dinner table“ aufgenommen. Das Positive
wie das Negative!

 

„Wir müssen den Eltern wieder folgendes klar
machen: Die Zeit, die Eltern zusammen mit ihren Kindern mit spielen, lesen, reden,
Geschichten erzählen, verbringen, ist für die Entwicklung von
Selbstbewusstsein, Neugier auf alles Neue, Kommunikation, Aktivität und auch
Führungswille enorm bedeutend“ fordert Rosely Schweizer, Gesellschafterin der
Dr. August Oetker KG. Diese Investitionen in Bildung und Erfahrung der Kinder
ist volkswirtschaftlich rentabler als jedes Förderprogramm der Regierung.

 

 

Realitäts-
und Wirtschaftsbezug – hier muss der Staat mehr leisten

 

Immer mehr und immer schneller
spezialisiert sich unser Wissensstand. Bei fortwährender Spezialisierung müsste
die Anzahl derer, die sich mit Bildung und Wissen auseinandersetzen, also
ebenso rapide ansteigen. Deutschland braucht also viel mehr
WissenschaftlerInnen, LehrerInnen und Aus- und Fort- und WeiterbilderInnen. Und
es braucht mehr Lehrpläne mit Realitäts- und Wirtschaftsbezug. Im Europäischen
Wirtschafts- und Sozialausschuss wies Francoise Le Bail zu recht daraufhin,
dass „in den Lehrplänen von Schulen und Universitäten in Europa keine Blöcke
für unternehmerischen Initiativen vorgesehen sind. Selbst an
betriebswirtschaftlichen Fakultäten werden eher leitende Angestellte als
selbstständige Unternehmer ausgebildet“. Vor allem unsere Lehrer und
Professoren müssen weitergebildet werden in  „Nachhaltiger Unternehmensführung“.

 

Bildung ist allgemeines Gut. Ein Gut wie die
Natur, die uns umgibt oder die Infrastruktur eines Landes. Jeder Mensch sollte
grundsätzlich in uneingeschränktem Maße Zugriff auf Bildung haben. Der Erhalt
von Bildung und die Weiterentwicklung unseres Wissens ist dabei nicht nur Grundvoraussetzung
für den Erhalt des Entwicklungsstandes unserer Gesellschaft und Voraussetzung
für eine funktionierende und nachhaltige Wirtschaft. Vielmehr auch
Grundbedingung für die Planung der Zukunft unserer Gesellschaft und unserer
Unternehmen. „Die Zukunft, die wir wollen, müssen wir selbst erfinden! Sonst
bekommen wir eine, die wir nicht wollen“ (Joseph Beuys).

 

Gerade in Zeiten einer Niedrigzinsphase suchen
wir alle nach Anlagen mit einer lukrativen Rendite. So auch im Bereich der Bildung.
Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH hat mit Unterstützung des
Bundesministeriums für Bildung und Forschung in einer im Dezember 2014
veröffentlichten Studie zum Thema ‚Erträge von Bildungsinvestitionen‘ individuelle
und fiskalische Nettoerträge von Bildungsinvestitionen untersucht. Es wurde
dabei ein Studium mit einer Berufsausbildung und eine Berufsausbildung mit der
Alternative weder Ausbildung noch Studium verglichen. Die Studie kam zum imposanten
Ergebnis, dass die Bildungsrenditen beider Bildungsgänge (also Studium und
Ausbildung) bei über fünf Prozent lagen! „Sind wir doch mal ehrlich: Von einer
solchen Verzinsung kann man gerade nur träumen, wenn aktuelle Bundesanleihen
mit zehnjähriger Laufzeit bei knapp einem halben Prozent notieren“ pointiert
Marco Henry V. Neumueller (Business Development Manager Educational Services
bei der Festo Didactic GmbH & Co. KG).


Mittelstand
und Familienunternehmen sind gut vorbereitet

 

Investitionen in Bildung und
Erfahrung der Kinder ist volkswirtschaftlich rentabler als jedes Förderprogramm
der Regierung. Mittelständische Familienunternehmen haben das schon immer
erkannt und angewendet. Eine Studie zu Deutschlands nächster
Unternehmergeneration der Zeppelin University Friedrichshafen zusammen mit der
Zeitschrift „Impulse“ hat dies in 2010 bestätigt: „Deutschlands nächste
Unternehmer Generation will nicht nur das Erbe ihrer Eltern bewahren, sie will
etwas Eigens aufbauen und das gesellschaftliche Klima
mitprägen“. Wichtigstes Ziel der Unternehmerkinder ist es, selbstständig und
eigenverantwortlich zu leben. 55 Prozent wollen die elterliche Firma
übernehmen. Klarer Fokus wird auf Wachstum und Innovation gelegt. Für 97
Prozent kommt ein Verkauf der Firma nicht infrage. 45 Prozent spenden oder
engagieren sich für soziale Zwecke.

 

Deutschlands
Unternehmerkinder suchen mehrheitlich die gesellschaftliche und unternehmerische
Verantwortung und wollen den elterlichen Betrieb übernehmen. Diese
Zukunftspläne äußerten 55 Prozent der über 200 Jugendlichen und jungen
Erwachsenen aus Unternehmerfamilien im Alter zwischen 16 und 35 Jahren, die
sich an der Studie zu Deutschlands nächster Unternehmer-Generation beteiligten.

 

Die
Wirtschaft muss ergänzen – zu ihrem eigenen Vorteil

 

Die unternehmerischen und gesellschaftlichen Herausforderungen
der Zukunft sprengen Disziplinengrenzen. Sie erfordern eine enge Zusammenarbeit
zwischen Natur- und Technik- mit Sozial-, Kultur- und Wirtschaftswissenschaften.
In unserem rohstoffarmen Land ist Bildung der entscheidende Standortfaktor für
nachhaltigen Wohlstand aller. Bildung schafft damit die materielle Grundlage
unseres modernen Sozialstaates und einem nachhaltigen Wirtschaftserfolg. Zu
Hause, in unseren Schulen und Universitäten und vor allem in unseren Betrieben
und Unternehmen.

 

Nur so lassen sich Übergänge zu einer nachhaltigen
Gesellschaft gestalten. Es braucht Menschen, die unseren Kindern dieses Wissen
vermitteln. Nur engagierte, gut ausgebildete und kreative Menschen werden
angesichts des rasanten gesellschaftlichen, sozialen und vor allem technischen
Wandels die Herausforderungen der Zukunft bewältigen. 

 

Schon viele Unternehmen haben dies verstanden: „An
allen ….. Standorten der BMW Group …… sind unsere Mitarbeiter unser wichtigster
Erfolgsfaktor. Um sie für neue Technologien und Anforderungen wie die
Digitalisierung umfassend zu qualifizieren, investieren wir in großem Umfang in
Aus- und Weiterbildung. Allein von 2007 bis Ende 2014 haben wir rund 1,8
Milliarden Euro in die Aus- und Weiterbildung gesteckt. Das ist mehr als in
unser Technologiepaket „Efficient Dynamics“. Mensch und Technik sind bei uns
auf Augenhöhe“ (Norbert Reithofer, Vorsitzender des Vorstands, BMW; ausweislich
des BMW Geschäftsberichts 2014, Seite 16).

 

 

Fazit

 

Investieren Sie (weiterhin) in die Menschen von
heute die ihre Zukunft und Werte von morgen gewährleisten. Sichern Sie so ihren
nachhaltigen Unternehmenserfolg.

 

Und gehen Sie als erfolgreiche Führungskraft mit
gutem Beispiel stets voran. Und lernen Sie – auch im hohen Alter – ganz im
Sinne von Wilhelm Busch:

 

Also lautet der
Beschluss:

Dass der Mensch was
lernen muss.

Nicht allein das Abc

Bringt den Menschen in
die Höh,

Nicht allein im
Schreiben, Lesen

Übt sich ein
vernünftiges Wesen.

Nicht allein in
Rechnungssachen

Soll der Mensch sich
Mühe machen;

Sondern auch der
Weisheit Lehren

Muss man mit Vergnügen
hören

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