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Wie eine Mastermind-Gruppe deine Karriere entscheidend verändern kann

Irgendwann macht die Arbeit alleine einfach keinen Spaß mehr. Die Gedanken kreisen immer wieder um ein Thema, ohne dass man weiterkommt. Spätestens dann sollte man sich nach neuen Formen der Arbeit umschauen – etwa einer Mastermind-Gruppe.

 

Neue Potenziale nutzen und vertiefen

Es gibt Menschen, die können super alleine arbeiten, sich selbstständig in komplett neue Themengebiete einlesen und neue Fähigkeiten anlernen – Kopfhörer auf, Tunnelblick an. Dabei wird vielleicht die Ressource Zeit gespart, andere Ressourcen werden hingegen verschwendet. Denn: Was ist mit dem sozialen Kontakt zu Gleichgesinnten, den eine Arbeitsgruppe bieten könnte? Der Austausch untereinander und die gegenseitige Unterstützung?

In einem Artikel auf lifehack erklärt der Autor Sid Savara, wie man die Vorzüge einer Arbeitsgruppe optimal nutzen und in Form einer Mastermind-Gruppe vertiefen kann. Wir haben für euch die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Was ist eine Mastermind-Gruppe?

Eine Mastermind-Gruppe ist der Zusammenschluss von drei bis fünf Personen, die sich regelmäßig treffen und zu einem bestimmten Thema austauschen. Das Treffen kann beispielsweise wöchentlich für 60 Minuten stattfinden. Was das Hauptthema der Mastermind-Gruppe ist, ist beliebig. Es sollte natürlich das Kerninteresse aller Beteiligten gleichermaßen treffen und zur Diskussion anregen. Ob es dabei jedoch um eine bestimmte Sportart geht, um Gesundheit, ein Branchenthema oder ein Fachthema, das vertieft werden soll, bleibt offen.  

Was sind die Vorteile einer Mastermind-Gruppe?

1. Gegenseitige Unterstützung 

Auch wenn die Interessen der Mitglieder auf diesem einen Themengebiet übereinstimmen, können sich die persönlichen Ziele durchaus voneinander unterscheiden. Umso mehr kann man sich gegenseitig dabei helfen, die individuellen Ziele zu erreichen. Denn, wer könnte einen besser verstehen und die bessere Tipps geben als Menschen, die bereits ähnliche Erfahrungen gemacht haben? 

2. Verschiedene Perspektiven

Die Welt nicht immer nur durch seine eigenen Augen zu sehen, kann unheimlich bereichernd sein. Auch wenn du die Sichtweisen der anderen Gruppenmitglieder nicht immer zu 100 Prozent nachvollziehen kannst, helfen sie dir dabei, deine Angelegenheit zu verstehen und die Problematik zu durchleuchten. 

3. Komplementäre Ressourcen

Was du nicht kannst, kann sicherlich jemand anderes. Und umgekehrt. Jedes Mitglied der Gruppe hat andere Fähigkeiten und andere Kontakte im Netzwerk, von denen man gegenseitig profitieren kann. 

4. Pflicht zur Rechenschaft 

Sobald du nicht mehr alleine im Boot sitzt und du dir Gleichgesinnte dazu geholt hast, bist du anderen eine Erklärung schuldig. Und zwar dann, wenn du es nicht zum Treffen schaffst oder die festgelegten Ziele nicht einhalten konntest. Ideal, um wirklich von der Stelle zu kommen und Fortschritte zu machen, wenn man sich gerne mal in Ausreden verstrickt, um die Arbeit aufzuschieben.

Wie starte ich eine Mastermind-Gruppe?

1. Such dir ein Thema aus

Wie schon erwähnt, kann das Thema der Gruppe sowohl eine Freizeitaktivität betreffen als auch Lebensfragen im tiefergehenden Sinne. Hauptsache, du brennst für das Thema und bist auf der Suche nach Gleichgesinnten, die genauso fühlen. 

2. Finde die richtigen Leute

Suche die Mitglieder deiner Gruppe mit Sorgfalt aus. Generell gilt: Die Gruppe sollte so aufgebaut sein, dass jeder von jedem profitieren kann. Daher sollten die Mitglieder ein ähnlich starkes Engagement für die Gruppe zeigen, sich durch ihre komplementären Fähigkeiten ideal ergänzen und sich darum bemühen, Probleme Einzelner in der Gemeinschaft zu lösen. Idealerweise umfasst eure Mastermind-Gruppe drei bis fünf Mitglieder. 

3. Einigt euch auf gewisse Grundregeln

Gruppenregeln sind nicht dazu da, die Mitglieder einzuengen, sondern das Potenzial der Gruppendynamik zu fördern. Daher sollte zu Beginn darüber entschieden werden, wann und wie regelmäßig ein Gruppentreffen stattfindet, ob es eine Agenda für die jeweiligen Treffen gibt oder ihr das Treffen unter einer bestimmten Fragestellung spontan gestaltet und, ob ihr ein Mitglied zum Moderator ernennen wollt.

Zusätzlich sollten eure Grundregeln zum einem sicherstellen, dass jedem Mitglied die gleiche Menge an Zeit zusteht, heißt: Ihr unterbrecht euch nicht. Niemals. Zum anderen solltet ihr euch darüber einig werden, in welcher Form ihr die Ergebnisse am Ende eines Treffens festhalten wollt. 

4. Legt euer erstes Treffen fest

Findet einen neutralen Ort, an dem ihr euch alle wohl fühlt und, der euch einen entspannten Einstieg in euer Gruppen-Dasein ermöglicht. Sollte das Gespräch bei eurem ersten Treffen nicht von ganz alleine in Gang kommen, kannst du mit den folgenden drei Fragen ein paar Anstöße geben: 

1. Woran arbeitest du gerade?

2. Was hast du bereits gelernt und was möchtest du noch lernen?

3. Inwiefern brauchst du dabei Hilfe?

Geht offen miteinander um!

Ihr wollt einander helfen und voranbringen, daher ist das Allerwichtigste: Geht offen miteinander um. Sprecht offen über eure Ziele, über Probleme – und auch über die Arbeitsweise eurer Gruppe. Die Arbeit in der Gruppe sollte keinesfalls Konkurrenzdenken oder Neid schüren, sondern einfach nur Spaß machen. Los, fangt an und findet euch! 

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Ob in Form von Wörtern, Fotos oder Grafiken – ich liebe es, Geschichten zu erzählen. Nachdem ich genau das zwei Jahre lange als freie Journalistin gemacht habe, u.a. auch für EDITION F, verantworte ich seit September 2018 den kreativen Inhalt der Marke Kindsgut. Meine freie Zeit verbringe ich damit, vergessenen Hobbys wieder mehr Raum zu geben. Oder auch, um einfach mal im Bett liegen zu bleiben und einen guten Podcast zu hören.

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