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Nimm dir Zeit für dich – alles andere kann warten!

Wir sollten uns im Alltag unbedingt bewusst Zeit für die Dinge nehmen, die uns erfüllen. Leistung allein kann nicht glücklich machen.

Was macht dich glücklich?

Gerade habe ich Lust und vor allem Zeit einen Artikel zu schreiben. Entsetzt merke ich, der letzte Beitrag ist schon wieder ewig her. Am liebsten hätte ich von den letzten Städtetrips mit meinem Freund nach Athen, Hamburg und Kopenhagen berichtet. Ich hätte gern geschrieben, was mich zur Zeit politisch bewegt, meine Lieblings-Bioprodukte präsentiert und gezeigt, welche aktuellen Modetrends ich besonders inspirierend finde. Doch die zahlreichen Hausarbeiten und Klausuren in diesem Semester, die Vorbereitungen für den anstehenden Work&Travel-Aufenthalt in Australien, meine Führerscheinprüfung, Events mit Freunden, Familientreffen, nicht zu vergessen der Haushalt, Arzttermine, und so weiter, haben meine Schreibliebe still gelegt. Eine endlose To-do-Liste bestimmt meinen Alltag. Da streicht man drei Erledigungen weg und fügt im darauffolgenden Moment vier neue hinzu.

Genieße ich dann doch mal in Ruhe einen Kaffee mit einer Freundin oder schaue mit meinem Freund faul auf der Couch eine Serie, muss ich das mittlerweile vor mir selbst rechtfertigen. Aber weshalb eigentlich? Weil ich in dieser Zeit theoretisch etwas „Produktives” tun könnte, beispielsweise Lernen, das Bad putzen oder sogar einen zusätzlichen Nebenjob ausüben. Wir werden in unserer Gesellschaft immer mehr dazu getrimmt jederzeit zu funktionieren und jede Sekunde effektiv zu nutzen. Wer einen Tag lang Nichts vorhat wird schief angeguckt, dabei sollte er beneidet werden.

Einfach mal durchatmen

Studien belegen, dass einen Tag lang nur für sich selbst zu nutzen, wochenlang angestauten Stress abbauen kann. An einem Tag ausschlafen, das eigene Lieblingsessen frisch zubereiten, lesen, ein Bad nehmen, meditieren, spazieren gehen und einfach das tun wonach einem gerade ist – klingt himmlisch, oder? Viele werden jetzt vielleicht einwenden, es gäbe ja den Sonntag als Ruhetag. Aber der wird doch hauptsächlich genutzt, um aufgestaute Erledigungen der Woche nachzuholen und sich auf die nächsten Arbeitstage vorzubereiten.

Sonntags wird aufgeräumt, geputzt, gebügelt und vorgekocht. Eigentlich müsste man dazu noch das Bett neu beziehen, den schon ewig abgefallenen Knopf an die schwarze Hose nähen, das Altpapier wegbringen und die Blumen gießen. Wenn Zeit bleibt wird am Sonntagnachmittag der Terminkalender aktualisiert, unangenehme E-Mails an den Vermieter und die Versicherung werden gesendet und vergessene Geburtstagsgrüße verschickt. Am Sonntagabend im Bett fällt einem dann noch ein, dass Tante Berta letzten Dienstag ihren 63. Geburtstag hatte. Auweia.

Wir sollten anfangen, uns von der Vorstellung zu trennen, immer tüchtig und perfekt sein zu müssen. Nicht ohne Grund leiden immer mehr Menschen in unserer heutigen Gesellschaft an einem Burnout. Einkalkulierte Entspannungsphasen sollten in unserem Alltag genau so einen Platz finden, wie es unsere Arbeit tut.

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