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Die Künstlerin Mola sitzt auf einer Schaukel und trägt eine orangefarbene Sporthose sowie eine pinke Jacke. | © André Beiler
© André Beiler
22.01.2026 • 15:00
Autorin Sarah Große-Johannböcke | © Lara Abul-Ella Sarah Große-Johannböcke
13 Minuten
Interview 

„Alkohol ist ein blinder Fleck unserer Gesellschaft“ – MOLA über Rausch, Liebe, und ihr neues Album

Im Interview spricht die Münchner Musikerin Isabella Streifeneder (MOLA) über ihr neues Album Liebe Brutal, den Druck der Musikindustrie, nüchterne Tourrituale und darüber, warum Liebe heute sanfter sein darf als früher.

Irgendwo zwischen souligem Pop und rotzigem Indie-Rock bewegt sich seit rund zehn Jahren die Münchner Band MOLA. Ihr drittes Album Liebe Brutal erschien Ende September 2025. Was mit Vino Bianco und Italo-Pop begann, zeigt die Band auf ihrem neuen Album nun in einer deutlich nachdenklicheren Form. Im Interview spricht die Leadsängerin Isabella über nüchterne Tourrituale, künstlerische Freiheit, Druck und die Auseinandersetzung mit feministischen Ansprüchen in der Musik.

Liebe Isa, wenn man über MOLA spricht – ist es dann eher ein „du“, weil du die Songs schreibst, oder ein „ihr“ als Band?

„Im Kern ist MOLA beides: wir und ich. Die Band besteht aus vier Jungs, mit denen ich seit über zehn Jahren zusammenspiele, und die sind absolut nicht austauschbar. Gleichzeitig ist es aber so, dass ich die Texte allein schreibe und die Musik gemeinsam mit Markus entsteht, der auch Bass spielt und alle Alben produziert hat. In diesem kreativen Kernprozess sind wir also zu zweit. Gerade wenn es um Texte geht, ist ein ,du‘ deshalb völlig richtig.“

2025 war ein Tour-Jahr für euch. Mit Liebe Brutal wart ihr in 15 Städten. Wie geht ihr als Band auf Tour mit Druck und Belastung um? Gibt es feste Rituale zur Vorbereitung auf die Shows?

Liebe Brutal war unsere zweite wirklich große Tour. Wenn man quer durch Deutschland unterwegs ist, gehört ein bisschen Party natürlich dazu. Gleichzeitig unterschätzt man am Anfang oft, wie sehr eine intensive Tour körperlich und mental an die Substanz geht, sobald man wirklich dauerhaft unterwegs ist. Ich glaube, wir haben uns seit unserer ersten Tour ein ganzes Stück mehr professionalisiert: besser kommuniziert, darauf geachtet, genug Schlaf zu bekommen, und Party nicht zum Fokus gemacht. Das fand ich wirklich gut, dass das ganze Team diesen Step gegangen ist, um uns selber besser zu schützen.

Ein Ritual, das wir mittlerweile versuchen durchzuziehen ist, dass wir einfach vorab keinen Alkohol trinken. Das klingt erst mal banal, ist es aber nicht, weil der Tag oft ewig lang ist, viel Leerlauf entsteht und Alkohol im Backstage ständig präsent ist. Dazu kommt dieser spezielle Tour-Vibe, der manchmal ein bisschen wie eine Klassenfahrt ist, während wir gleichzeitig unter Druck stehen. Deshalb haben wir uns vorgenommen, vor dem Konzert nüchtern zu bleiben und höchstens kurz vor der Show gemeinsam anzustoßen – und das haben wir konsequent durchgezogen.

Außerdem nehmen wir uns kurz vor dem Auftritt Zeit, gemeinsam zu atmen, uns kurz runterzuholen und bewusst im Hier und Jetzt anzukommen, bevor wir auf die Bühne gehen. Wir sind den ganzen Tag von Leuten umgeben und ständig mit Organisation beschäftigt, und dieses gemeinsame Atmen hilft uns, einmal kurz innezuhalten.“

Was war dein persönliches Tour-Highlight?

„Es war krass zu sehen, wie viele Leute die Albumtracks von Liebe Brutal mitsingen konnten. Das war absurd, weil man ja denkt, vielleicht kennen sie nur Vino Bianco, den meistgestreamten Song. Aber sie kannten die Songs von der neuen Platte, obwohl die erst vier Wochen draußen war. Da denkt man sich einfach: Wow, das sind echt Leute, die dieses Album wirklich hören. Und das war auf der gesamten Tour flashig. Die Musik und die Wertschätzung der Leute, die dafür gekommen sind.“

Gab es etwas, das auf der Tour zu kurz gekommen ist?

„Auf jeden Fall, einfach auf mich aufzupassen. Nach einer Show bist du aufgekratzt, gehst vielleicht doch später ins Bett, hast Lust, noch mit den Bandkolleg*innen anzustoßen. Mentale und körperliche Gesundheit kommt auf Tour definitiv zu kurz. Es ist ein Drahtseilakt.“

Es gibt Themen, die tauchen in deinen Songs immer wieder auf: Rausch und Liebe. Wann merkst du eigentlich, dass ein Gedanke oder ein Gefühl zu einem Song werden soll?

„Manchmal weiß ich das vorher gar nicht, und das ist echt geil, weil man beim Songwriting Sachen über sich selbst entdeckt, die einem vorher nicht bewusst waren. Die besten Momente sind oft die spontanen: eine Zeile purzelt raus, ohne dass ich sie geplant habe, und ich denke nur: ,Wow, wo kommt das her?‘ Aber es gibt auch Ideen und Gedanken, die lange nur im Kopf bleiben. Zum Beispiel würde ich gern mal einen Song über den Tod schreiben, weil das ja zum Leben dazugehört, aber den habe ich noch nicht geschrieben.

Andere Songs, wie Vino Bianco oder Immer wenn du trinkst, entstehen teils anders. Bei Vino Bianco hatte ich schon ein paar Zeilen im Kopf, bevor der Song komplett wurde. Bei Immer wenn du trinkst waren wir im Studio, Markus hat ein bisschen Synthies gespielt, und dann ist diese Zeile einfach aus mir herausgeflossen.“

Du verarbeitest in deinen Songs ja oft sehr persönliche Themen und Emotionen. Wie ist es dann, diese Songs live zu performen, wenn sie fertig sind?

„Ich verarbeite tatsächlich viel in der Musik. Der Satz: ,Musik ist meine Therapie‘ klingt mir aber immer zu harsch. Ich würde sagen, Musik ist eher wie ein Spiegel, den ich mir manchmal vorhalte und manchmal kommen Sachen raus, über die ich selbst noch gar nicht so nachgedacht habe.

Songs live zu performen, besonders neue, ist total besonders, weil man sie zum ersten Mal mit dem Publikum teilt. Immer wenn du trinkst zum Beispiel ist ein ziemlich dunkler Song. Er tut mir beim Spielen selbst weh, und ich merke, dass er auch beim Publikum Wirkung zeigt. Deswegen habe ich aufgehört, ihn anzusagen. Mittlerweile spiele ich ihn einfach. Aber ja, er trifft emotional schon, bei mir und vermutlich auch bei den Leuten, die zuhören.“

Immer wenn du trinkst hat mich persönlich sehr berührt. Worauf geht dieser Song zurück?

„Ich glaube, Alkohol ist in unserer Gesellschaft ein blinder Fleck. Er ist zwar legal, und trotzdem bleibt er eine Droge, die starke Auswirkungen haben kann. Alle Expert*innen, die untersuchen, wie stark eine Droge abhängig macht oder den Körper schädigt, setzen Alkohol immer ziemlich weit oben auf die Liste – und trotzdem denkt unsere Gesellschaft kaum darüber nach.

Ich selbst habe damit schon gestruggelt: Es gab tolle Momente und Spaß, aber auch Situationen, bei denen ich im Nachhinein dachte: ,Das wäre mit weniger Alkohol nicht passiert‘.
Auch im Austausch mit anderen habe ich das erlebt. Ja, ich hatte viel Spaß mit dieser Droge, ich hatte tolle Zeiten mit dieser Droge. Aber ich hatte auch verdammt blöde Momente mit ihr.

Deshalb beschäftige ich mich privat viel mit dem Thema. Den Alkohol habe ich schon öfter besungen. In Immer wenn du trinkst besinge ich ihn zum ersten Mal aus einer kritischeren Perspektive.“

Wie hängen für dich Musikindustrie und Drogen- oder Alkoholkonsum zusammen?

„Ich glaube, da gibt es einen klaren Zusammenhang. Es fehlt oft die Awareness von außen, also von Menschen in der Industrie, die sagen würden: ,Nee, das solltest du jetzt nicht machen. Spiel den Gig lieber nicht, du bist nicht gesund.‘

Während auf der Business-Seite der Musikindustrie oft klarere Grenzen gezogen werden – wie feste Erreichbarkeiten oder Urlaub – wird von Künstler*innen, die große Träume haben und deswegen vielleicht auch bereit sind, über mentale und körperliche Grenzen zu gehen, krass viel abverlangt. Da heißt es oft: Wenn sich eine Chance ergibt, dann macht man das halt. Es ist dann egal, ob Wochenende ist oder ob man eigentlich schon im Feierabend ist. Manchmal gehen unsere Tage ins Unendliche. Es ist diese Liebe zur Musik, die dazu führt, dass man immer weiter über die eigenen mentalen und körperlichen Grenzen geht, auch ohne auf sich aufzupassen. Stattdessen wird weiter gepusht.

Und wenn man eigentlich nicht mehr kann, helfen Substanzen dabei, trotzdem zu funktionieren, obwohl die Kräfte längst am Ende sind. Diese Mentalität der Musikindustrie und Konsum bedingen sich da gegenseitig. Ich hoffe sehr, dass wir jetzt mehr darüber sprechen und Künstler*innen auch selber mehr lernen, Grenzen zu ziehen.“

Wen siehst du in diesem Zusammenhang mehr in der Verantwortung: Management oder Künstler*innen?

„Ich glaube, der erste Schritt liegt bei uns Künstler*innen selbst. Wenn es darum geht, auf sich selbst aufzupassen, dann ist man selbst als erstes in der Pflicht. Und gleichzeitig will ich nicht nur mit dem Finger auf andere zeigen. Ich kenne das von mir selbst: Gerade, wenn es um Musik geht, bin ich schlecht darin, Grenzen zu ziehen und wirklich auf mich aufzupassen. Aber genau das müssen wir als Künstler*innen mehr lernen. Natürlich spielt das Umfeld eine Rolle, aber man kann nicht erwarten, dass andere für die eigenen Grenzen sorgen.

Insgesamt ist es eben nicht so einfach, weil wir alle große Träume verfolgen und unter Druck stehen. Dahinter steckt jahrelange Arbeit, und man will jede Chance nutzen. Oft stellt man sich dabei selbst hinten an.“

Auf deinem neuen Album sind mehrere Features mit ganz unterschiedlichen Künstler*innen vertreten. Wie entstehen diese gemeinsamen Songs?

„Es gibt diese romantische Vorstellung, dass man zusammen ins Studio geht, die Muse küsst einen und der Song entsteht einfach. Manchmal passiert das auch. Zum Beispiel bei Viertel nach Vier mit Bibiza. Aber so läuft es nicht immer. Bei Songs wie Menschen oder Schmetterling waren das erst Demos, bei denen ich gemerkt habe, dass ich eigentlich schon alles erzählt habe. Bei Menschen war mir sofort klar, dass Fatoni als Künstler perfekt passt. Wenn jemand eine sehr scharfe, aber lustige, gesellschaftskritische Strophe zu diesem Song schreiben kann, dann ist er das. Ich habe ihm das Demo geschickt, er hat es gefühlt und kam dann ins Studio, wo er seine Strophe super spontan geschrieben hat.

Bei Schmetterling war es ähnlich, nur anders angebahnt: Ich war Fan von MC Windhund und fand es gerade spannend, ihn auf einem Song zu haben, wo man es vielleicht nicht erwartet. Wir kannten uns nur über Instagram, ich habe ihm den Song geschickt und war gespannt, ob er ihn fühlt. Er hatte Lust und so ist dann die Zusammenarbeit entstanden.“

Eure Songs waren bisher eher persönlich und nicht zu direkt politisch, hatten aber doch immer den Anspruch, das Große im Kleinen sichtbar zu machen. Auf dem neuen Album wird das an manchen Stellen jedoch greifbarer. Wie würdest du das politische Potenzial eurer Musik beschreiben?

„Ich glaube, wenn man unsere Songs oder die Diskografie von MOLA kennt, spürt man schon sehr klar eine Haltung. Gerade, weil die Texte aus meiner Perspektive kommen, kann man sich, glaube ich, ganz gut vorstellen, wo ich stehe. Ich selbst habe allerdings eine gewisse Sperre gegen Zeigefinger-Songs, also gegen dieses sehr klare ,So ist es richtig und das solltest du tun‘. Ich finde das nicht grundsätzlich falsch oder uncool, ich fühle es für mich einfach nicht so.

Gleichzeitig hatte ich lange den Wunsch, politischer zu werden, auch konkreter. Ich glaube, mit Songs wie Mama und Menschen ist das zum ersten Mal wirklich passiert. Wie viel konkreter das in Zukunft noch wird oder ob das auf einem nächsten Album noch stärker eine Rolle spielt, kann ich gerade ehrlich gesagt noch gar nicht sagen.“

Von Künstler*innen wird heute zunehmend erwartet, dass sie sich politisch positionieren und ihre Plattform nutzen. Wie gehst du mit dieser Verantwortung um, und wie entscheidest du, wann und wozu du on stage Stellung beziehst?

„Ich glaube schon, dass man eine Verantwortung hat, wenn man eine Stimme hat, die gehört wird. Gleichzeitig muss ich prüfen, inwieweit ich die Expertise habe, um finale Aussagen zu treffen. Ich bin jemand, der viel hinterfragt, und deshalb bin ich vorsichtig bei absoluten Aussagen. Es gibt Dinge, die ich klar richtig oder falsch finde, aber ich glaube nicht, dass man als Künstlerin zu allem sofort eine finale Meinung haben muss.

Ich finde es trotzdem wichtig, die eigene Stimme zu nutzen. Mir fällt oft auf, dass manche Künstler*innen, die sich grundsätzlich von Politik fernhalten, ein bisschen ,suspekt‘ wirken – man merkt, wo sie stehen oder dass sie vielleicht Angst davor haben, sich zu positionieren. Oft merkt man, wo die Leute stehen oder warum sie vielleicht Angst haben, sich zu einem Thema öffentlich zu positionieren. Deshalb: Verantwortung ja, aber eben mit der Reflexion, dass man nicht alles wissen und zu allem Stellung beziehen kann.“

„Mama, Mama, Mama, ich will keine Mama sein
Ich bin zwar schon groß, doch hab' nicht mal ein'n Führerschein
Mama, Mama, Mama, Mama sein? Warum denn jetzt?
Party ohne Ende, verlier' mein eigenes Sorgerecht"

— MOLA, Mama, Album Liebe Brutal (2025)

In dem Song Mama geht es um die bewusste Auseinandersetzung mit der Entscheidung, Mutter zu werden – oder eben nicht zu werden. Wie ist der Song entstanden, und wie ist die Resonanz darauf?

„Für mich ist es wichtig, dass der Song überhaupt nicht wertet – egal, ob man sich für oder gegen Kinder entscheidet. Es ist ein Schrei auf die Selbstbestimmung der Frau. Und darum geht
es in diesem Song. Deshalb finde ich es total schön zu hören, dass auch Mamas den Song feiern; das zeigt mir, dass die Intention verstanden wird.
Zur Entstehung: Ich habe viel über das Thema geredet, mit Freund*innen und mit anderen Künstler*innen. Ich habe mit Leuten gesprochen, die Kinder bekommen haben und erzählt haben, wie schwierig das in der Musikbranche ist. Besonders gepackt hat mich Holofernes’ Buch Die Träume der anderen, in dem sie beschreibt, wie es ist, Mutter zu werden, gerade als Musikerin. Das hat mich sehr beschäftigt, weil ich selbst Künstlerin bin, nicht mehr 21, und man sich langsam mal überlegt: Will ich oder will ich nicht?

In der Musikindustrie passt Mutter sein nicht ins Bild. Wir sollen alle unsterblich jung und sexy sein, ständig Party machen. Und dann Mutter sein? Das wird kaum abgebildet. Ich glaube nicht, dass sich irgendein männlicher Künstler Mitte dreißig dafür rechtfertigen muss, wo seine Kinder sind, wenn er auf Tour ist. Der muss sich überhaupt nicht rechtfertigen, warum er keine Kinder hat oder wie das läuft, aber Frauen wird diese Frage ständig gestellt. Musikalisch entstand der Song dann sehr spontan: Ich hatte ein paar Textfragmente im Kopf, etwa die Zeile ,verlier‘ mein eigenes Sorgerecht‘. Markus hat ein Riff auf der Gitarre gespielt, und plötzlich ist mir die Textidee eingefallen. Innerhalb von ungefähr einer Stunde war die Grundidee fertig und ich wusste direkt: Ja, dieser Song kommt auf die Platte.“

Wenn du auf deine bisherigen Songs über Liebe und Beziehungschaos zurückblickst – gibt es eine Entwicklung in der Art, wie du über Gefühle und Liebe schreibst?

„Auf jeden Fall. Früher war ich stark von diesem popkulturellen Narrativ geprägt: Leidenschaft, Feuer, man geht auseinander, kann nicht miteinander und ohne einander. Aber je älter ich werde, desto mehr definiere ich Liebe für mich neu. Liebe muss nicht wehtun – Liebe ist Akzeptanz, Liebe ist nach Hause kommen.

Ich muss dazu auch sagen, dass ich manchmal mit dem Albumtitel Liebe Brutal gehadert habe, weil Liebe manchmal brutal sein kann und auch weh tut, aber sie sollte es eigentlich nicht. Ich will damit nicht dieses alte Narrativ befeuern, dass Liebe nur echt ist, wenn sie brennt. Liebe kann auch sanft und fürsorglich sein.

Songs wie Warmes Bier zeigen das ganz gut: ,Meistens mag ich mich selber eigentlich nicht. Doch wenn du bei mir bist, finde ich mich selber gar nicht so schlecht.‘ Ich glaube, ich habe über die Jahre einen reiferen, gesünderen und wärmeren Zugang zu Liebe entwickelt und der ist nicht mehr so dramatisch, sondern viel wholseomer.“

Was nimmst du aus 2025 mit ins neue Jahr? Und was möchtest du 2026 hinter dir lassen?

„Bei mir ist Self-Care ein großes Thema geworden. Ich habe angefangen, mehr auf mich zu achten und mir mein Zuhause schön zu machen, nicht weil es ein ,Muss‘ ist, sondern weil es mir guttut. Ich kümmere mich um meinen Körper, um meinen Geist. Klar, man hört das überall, aber für mich ist das neu, und ich merke wirklich, wie gut mir das tut.

2026 wird wahrscheinlich das erste Jahr in meinem Leben, in dem ich mich beruflich hauptsächlich auf meine Musik konzentriere. Ich war vorher immer angestellt – als Video-Editorin – und 2026 wird das erste Jahr sein, in dem ich komplett selbstbestimmt für MOLA arbeite. Wir werden bald am neuen Album arbeiten, und ich bin total gespannt, wie das laufen wird. Für uns wird 2026 also ein richtig spannendes Jahr.“

Kannst du schon absehen, wann es ein neues Album geben wird?

„Wir fangen im neuen Jahr damit an zu arbeiten, und wenn ich unsere Frequenz anschaue, könnte das Album dann wahrscheinlich 2027 erscheinen.

Am Album zu arbeiten ist übrigens meine allerliebste Phase im Musikmachen. Es kann zwar frustrierend sein, weil man zweifelt und manchmal denkt, man schreibt nie wieder einen guten Song, aber sobald etwas passiert, das man liebt, entschädigt das für die Scheißtage im Studio. Ich liebe den Kreativprozess beim Musikmachen und am Künstler*innen-Dasein am allermeisten. Dieses Mal habe ich zum ersten Mal viel mehr Freiraum, weil ich nicht mehr angestellt bin. Ich bin echt gespannt, wie sich das anfühlt und ob es mir noch besser tut, mich komplett auf die Musik konzentrieren zu können, ohne nebenbei in einem Job ,buckeln‘ zu müssen. Ich habe mir das immer gewünscht, und jetzt ist es endlich möglich.“

Liebe Brutal ist ab jetzt überall zu hören.