Jedes Jahr steigt die Zahl der Gewalttaten gegen Frauen und Mädchen massiv an. Und jedes Jahr sind alle entsetzt über diesen Anstieg im Bereich der körperlichen, sexualisierten, psychischen und digitalen Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Wo sind die Männer, die sich gegen männliche Gewalt positionieren? Zehn unserer Kollegen bei FUNKE machen den Anfang und zeigen Haltung.
Kürzlich hat das BKA das Lagebild zu Gewaltstraftaten gegen Frauen und Mädchen vorgelegt: „Der Anteil der weiblichen Opfer von Tötungsdelikten im Kontext von Paarbeziehungen liegt bei 80,6 Prozent. Insgesamt wurden 360 Mädchen und Frauen getötet. Damit ereignete sich in Deutschland im Jahr 2023 fast jeden Tag ein Femizid.“
Die sind die zentralen Erkenntnisse aus dem Lagebild „Geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichtete Straftaten“ (Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)
„Die Zahlen dieses Lagebilds zeigen: Gewalt gehört zum Alltag von Frauen“, sagte Bundesfamilienministerin Lisa Paus im Rahmen der Vorstellung des BKA-Lagebilds zu geschlechtsspezifischer Gewalt am 18. November 2024. Und so nennen wir Frauen all diese Zahlen jedes Jahr wieder, klären auf, kämpfen um Gehör und demonstrieren. Wo aber sind die Männer? Und was muss jetzt passieren?
Anlässlich des 25. November 2024, dem Internationalen Tag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen und Mädchen, haben sich zehn unserer männlichen Kollegen von FUNKE (National Brands Digital) zusammengetan, um ein Zeichen zu setzen. Sie stellen sich entschlossen gegen die Gewalt und an die Seite der betroffenen Personen. Und das kann nur ein Anfang sein. Und ein Aufruf an alle: #MännergegenGewalt! #GewalthilfegesetzJetzt!
„Das Gewalthilfegesetz wird Leben retten – es lässt sich nicht durch einzelne Maßnahmen ersetzen.“
Lisa Paus, Familienministerin
Lisa Paus sagte auf der Pressekonferenz zum Lagebild zur Gewalt gegen Frauen und Mädchen, dass es den bedrohten, geschlagenen und um ihr Leben fürchtenden Frauen vollkommen egal sei, wer regiere. „Diese Personen benötigen niedrigschwelligen Schutz und Beratung. Das Gewalthilfegesetz wird Leben retten – es lässt sich nicht durch einzelne Maßnahmen ersetzen. Der Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung für von Gewalt bedrohte Frauen muss mit einem Ausbau der Infrastruktur für Beratung und Schutzeinrichtungen einhergehen.“ Einen Entwurf dieses Gesetzes liege seit langem vor, Lisa Paus habe ihn detailliert mit Ländern und Verbänden am Runden Tisch vorbereitet. „Ich appelliere an alle Demokrat*innen im Deutschen Bundestag dafür zu sorgen, dass Frauen besser geschützt werden."