Vor zwei Jahren wurde Black Hike Hamburg von Julia und Djenna gegründet: Sie organisieren Gruppenwanderungen rund um Hamburg für Schwarze Menschen aller Geschlechter. Im Interview erzählen die beiden Gründerinnen, warum Natur allen gehört, was der Outdoor-Sport von Gender- und Rassismusdebatten lernen kann und weshalb Leistung beim Wandern nicht alles ist.
Als die beiden Hamburgerinnen Julia Schwarz und Djenna Wehenpohl an einem Wander-Retreat für Schwarze Frauen und non-binäre Menschen in Portugal teilnehmen, ahnen sie noch nicht, was das auslösen wird. Was sie hier sofort spüren: Es ist nicht nur die Natur selbst, die guttut – entscheidend ist auch die Konstellation der Gruppe und das gemeinsame Erleben. Ermutigt von einer der Organisatorinnen, nehmen die beiden den Impuls mit nach Hause. Und dann kommt ziemlich schnell alles ins Rollen.
Das Narrativ ändern, während man frische Luft atmet: Wandern gilt in Deutschland nach wie vor als weiß geprägtes Hobby, während Schwarze Identität primär mit dem urbanen Raum assoziiert wird. Djenna und Julia brechen dieses Bild mit Black Hike Hamburg auf. Einmal im Monat laden sie zu gemeinsamen Touren rund um Hamburg ein: Niedrigschwellig mit den Öffentlichen erreichbar, führen die etwa vierstündigen Wanderungen 20 bis 30 Personen durch Wälder und Naturräume der Region – ein Angebot, das aufgrund der riesigen Nachfrage regelmäßig sehr schnell ausgebucht ist.
Im Interview sprechen die Gründerinnen über notwendige Pausen vom Stadtleben, lehrreiche Grenzerfahrungen bei einer Alpenüberquerung und die Kunst, in der Natur nicht den Gipfel zu stürmen und gegen die Elemente zu arbeiten, sondern die Wahrnehmung und das gemeinsame Erleben in den Vordergrund zu stellen.
Djenna: „Grundsätzlich in der Natur zu sein, das war gerade in den letzten zwei Jahren nach unserer Gründung – in einem sehr arbeitsintensiven Alltag, teilweise kurz vor dem Burnout – eine Art Rettung.
Es begann damit, dass wir relativ spontan nach Portugal geflogen sind, zu einem Hiking Retreat. Julia hatte es durch Zufall bei Instagram entdeckt. Dieses Retreat richtete sich speziell an Schwarze Frauen und nonbinäre Personen. Für uns gab es dort einen krassen Aha-Moment: Es geht nicht nur um die Natur selbst, sondern untrennbar auch darum, in welcher Konstellation wir durch diesen offenen Raum laufen, wandern und uns bewegen.
Wir waren extrem inspiriert und wurden von einer der Organisatorinnen aktiv motiviert, genau so einen Space für uns im nicht gerade als Wanderregion bekannten Hamburg zu gründen.
Das Wandern bedeutet mir persönlich zunehmend mehr. Wir werden jetzt im August zwei Jahre alt, und das Ganze ist aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken. Es fühlt sich nach etwas an, das sich entwickelt und das wächst – nicht einfach nur ein Hobby, sondern etwas Sinnhaftes. Etwas, das mir vorher gefehlt hat, ohne dass ich es klar benennen konnte.“
Julia: „Wir leben in Hamburg in einer sehr grünen Stadt. Selbst wenn man den urbanen Raum nicht verlässt, ist es hier im Vergleich zu anderen Städten sehr grün. Ich habe eine Zeit lang in London gewohnt und dort gemerkt, wie sehr mir das fehlt. Es hat etwas mit meinem Gemüt gemacht; es hat mich gestresst, in einer Stadt zu wohnen, in der es gefühlt zwei Bäume in meiner Nachbarschaft gibt. Da ist mir erst aufgefallen, wie viel Lebensqualität mir Hamburg gibt. Das hat sich jetzt noch einmal multipliziert, weil wir regelmäßig in die vielen Naturschutzgebiete fahren und ganz bewusst Zeit dort verbringen. Das ist ein super Ausgleich zum Leben in der Großstadt, dem Vollzeitjob und dem ständigen Online-sein.“
Julia: „Ich habe nur zwei Tage der Alpenüberquerung mitgemacht und dann für mich die Entscheidung getroffen, abzubrechen. Es war viel krasser, als wir vorher dachten. Dazu kam, dass die Wetterbedingungen extremer waren, als man es hätte voraussehen können: Es war super heiß, wir waren mitten in einer extremen Hitzewelle auf den Bergen unterwegs. Djenna hat es bis zum letzten Tag durchgezogen.“
Djenna: „Was zählt ist ja, dass wir uns einer Herausforderung gestellt haben, die wir vorher gar nicht auf dem Schirm hatten. Julia und ich haben uns in der Nachbereitung dann auch mit genau diesen Fragen intensiv beschäftigt: Wie definieren wir Scheitern oder Nicht-Scheitern, etwas schaffen oder nicht schaffen? Und wie definieren wir, welche Art von Wandern wir überhaupt wollen?“
Djenna: „Wir freuen uns, dass wir es gemacht haben. Aber das wichtigste Takeaway ist: Das ist nicht unsere Art zu wandern. Julia hat es in unserem Debrief total schön gesagt: Wir wollen die Natur nicht bezwingen oder erobern. Aber genau das ist in der Tradition der Alpenüberquerung tief verankert: 1.000 Höhenmeter am Tag hoch, wieder runter zur Hütte, und das sieben Tage lang hintereinander. Man war teilweise nur zehn Minuten oben und regenerierte viel länger in den Hütten, als dass man die Natur wirklich genießen konnte.
Wir sehen uns – und das ist auch eine allgemeine Entwicklung in der Outdoor-Szene – eher in der Dekonstruktion dessen, was Leistung bedeutet. Es geht um das Hinterfragen all dieser Daten: Wie viel Zeit, wie viele Höhenmeter, wie viele Kilometer, welcher Puls? Das war abends auch immer Thema: ,Wir wollten doch eigentlich nur auf einer schönen Alm sitzen, ein langes Picknick machen und die Berge genießen'. Es war ein krasser Reality-Check, der uns geholfen hat zu definieren: Wir wollen keineswegs ,nie wieder in die Berge‘, aber definitiv nicht auf diese Art und Weise. Es war also vor allem sehr lehrreich.“
Julia: „Das schließt auch noch mal an deine erste Frage an, was Natur für uns bedeutet. Für mich war die Alpenüberquerung keine Form von Naturerleben, sondern gefühlt ein Wettbewerb gegen die Natur. Man musste da was erklimmen, völlig egal, wie es einem dabei geht. Ich persönlich habe ganz wenig von meiner Umgebung wahrgenommen, weil ich nur mit mir selbst beschäftigt war. Deshalb empfinde ich das von meiner Seite auch keineswegs als Scheitern, sondern als krasse Erfahrung, bei der ich viel über mich gelernt habe.
Auch als Gründerinnen des Projekts Black Hike Hamburg haben wir gelernt, wo wir hinwollen. Es hat uns gezeigt, welchen Weg wir eben nicht einschlagen möchten.“
Djenna: „Unsere Zielgruppe ist mittlerweile zweigeteilt. Da ist zum einen die Gruppe, die aktiv an den Community-Hikes teilnimmt: Das sind Schwarze Menschen aller Geschlechter. Zum anderen sehe ich aber die Audience darüber hinaus: Wir haben mittlerweile auch ein Repräsentationsziel. In diesem Sinne richten wir uns an alle. Wie bei allen marginalisierten Gruppierungen, die online sichtbar sind, kann man uns supporten, uns folgen, sich inspirieren oder motivieren lassen – sei es, um Strecken nachzulaufen, oder um als nicht-Schwarze Person eigene Gruppen zu gründen. Wir richten uns in diesem Sinne an alle Menschen, überall.“
Julia: „Und zwar aus genau dem Grund, den du schon genannt hast: Dieses stereotype Bild, das man vom Wandern hat. Gerade in Deutschland ist diese historisch gewachsene Wanderkultur extrem weiß geprägt. Aber in der Natur zu wandern hat ja nicht nur für weiße Menschen einen Benefit. Wir wollen ein anderes Bild vermitteln, damit Leute sich genauso empowered fühlen wie wir damals, diesen Raum und die Natur für sich zu nutzen.“
Djenna: „Ich muss hier auch direkt an das denken, was unsere Bergführerin bei der Alpenüberquerung erzählt hat. Sie leitet eine Gruppe namens ,Ladies Tour Bayern‘, speziell für Frauen. Sie meinte, dass die Berge als Bewegungsraum historisch gesehen für Frauen explizit ausgeschlossen wurden – Bergsport war also nicht nur weiß, sondern auch stark männlich geprägt. Sie hat daraus hergeleitet, dass es dieses Alpine-Divorce (Anm. der Redaktion: Alpine Divorce beschreibt ein virales Phänomen in den sozialen Medien, bei dem vor allem Frauen schildern, wie sie während anstrengender Berg- oder Wandertouren von ihren konditionell überlegenen Partnern entkräftet oder im Streit zurückgelassen wurden), über das aktuell viel gesprochen wird, schon immer gab und wie schwer es auf der Gender-Ebene historisch war, überhaupt im Bergsport Fuß zu fassen. Hier gibt es viele Parallelen.
Wir machen das Gegenteil: Wir sind mehrere Personen, wir sind im flachen Land statt am Berg, und wir haben keinen Leistungsfokus. Uns geht es nicht um Höhenmeter, sondern um das gemeinsame Wahrnehmen und Genießen von Natur.“
Julia: „Ich weiß noch, dass wir davor extrem aufgeregt waren. Es war dieses Gefühl von ,Krass, wir ziehen das jetzt wirklich durch und reden nicht nur drüber.‘ Wir waren eine kleine Gruppe und haben anfangs noch Leute aus unserem Umfeld genötigt, mitzukommen, um die Gruppe aufzufüllen. Wir hatten einen richtig schönen Tag in der Fischbeker Heide. Es fühlte sich ein bisschen wie Urlaub an und alle sind mit einem sehr positiven Gefühl nach Hause gegangen.“
Djenna: „Wir waren zwölf Leute. Julia und ich sind in der Schwarzen Community in Hamburg gut vernetzt und dachten eigentlich, wir kennen ohnehin schon alle. Aber schon beim ersten Mal waren Personen dabei, von denen wir gar nicht wussten, wie sie auf unseren Kanal gestoßen sind. Ich finde es total schön, dass von Anfang an klar war: ,Come as you are.‘ Du brauchst kein Equipment für 300 bis 400 Euro, um mitzulaufen. Schon ab dem zweiten Hike hatten wir eine so große Nachfrage, dass wir nie wieder so eine kleine Gruppe waren.“
Julia: „Mir fällt eine Wanderung kurz nach unserem ersten Geburtstag ein. Eine Teilnehmerin konnte beim Geburtstags-Picknick nicht dabei sein und kam zwei Monate später zu einem Hike. Nach der Wanderung kam sie zu uns und meinte: ,Heute ist mein persönlicher Geburtstag mit Black Hike Hamburg, weil ich heute genau ein Jahr dabei bin.‘
Sie hat uns wunderschöne, liebevoll geschriebene Karten geschenkt. In solchen Momenten merken wir, was dieses Angebot bei den Menschen auslöst, was für eine Bedeutung es für viele hat, in dieser Konstellation regelmäßig in der Natur zu sein. Es ist nicht nur ein ,Wir gehen in den Wald‘, sondern es gibt den Teilnehmenden unglaublich viel – und das ist uns in diesem Moment zum ersten Mal so richtig bewusst geworden.“
Djenna: „Das hat mich auch sehr berührt. Die gleiche Person hat erst vor kurzem erzählt, dass sie sich, ausgelöst durch Black Hike Hamburg, zum Geburtstag selbst eine Solowanderung geschenkt hat. Eine andere Person war auf dem Jakobsweg und sagte, das hätte sie sich nicht zugetraut, wäre sie nicht regelmäßig bei uns.
Selbst wenn wir gerade keinen Hike anbieten, ist das Wandern für viele normalisiert worden, sodass sie es einfach alleine machen.
Auch die Freundschaften, die entstehen, sind wunderschön. Wir sehen auf Social Media, wie Teilnehmende, die sich vorher nicht kannten, plötzlich zusammen nach Lüneburg fahren, um dort zu wandern.
Gerade für Männer ist das wertvoll – ich glaube, wir tun auch etwas gegen die Male Loneliness Epidemic (lacht). Viele kommen ja allein und connecten sich. Wir beobachten bei den Männern, wie sie zusammenfinden. Sie finden in einem Raum zueinander, der nicht von klassischer ,Männlichkeit‘ oder Bro-Kultur geprägt ist, sodass sich auch queere Leute safe genug fühlen, dabei zu sein. Diese klassischen Dynamiken werden einfach aufgebrochen.
Zudem kommen viele Leute zu uns, die kein Deutsch sprechen oder auch ganz neu in Hamburg sind. Sie finden bei uns sofort Anschluss. Eine Teilnehmerin ,rekrutiert' regelrecht neue Leute, die sonst in isolierten Kontexten sehr lange gebraucht hätten, um in Hamburg Fuß zu fassen.“
Julia: „Auch das macht die Teilnahme niedrigschwellig: Wir kommunizieren von Anfang an zweisprachig auf Deutsch und Englisch. Uns wurde zurückgemeldet, dass viele Veranstaltungen in der Schwarzen Community in Hamburg Deutsch voraussetzen, was manche Personen einfach ausschließt. Bei uns gibt es dadurch eine sehr schöne, internationale Mischung.“
Julia: „Es ist auch uns ein Anliegen, diesen Platz einzufordern. Gleichzeitig machen wir oft andere Erfahrungen, weil wir meistens in der Gruppe unterwegs sind. Das gibt ein höheres Sicherheitsgefühl als alleine. Personen aus unserer Gruppe, die alleine in den Alpen wandern, erleben teilweise deutlich krassere Ausgrenzung. In der Gruppe gibt es zwar auch Blicke, verwirrte Reaktionen oder komische Zurufe, aber direkte Angriffe sind seltener. Es hängt stark davon ab, wo und wie man unterwegs ist.“
Djenna: „Mir fehlt in diesem Diskurs manchmal die Vielschichtigkeit. Warum sollte es in den Outdoors weniger Diskriminierung geben als woanders auf diesem Planeten? Aber man sieht auch, dass Wandern generell im Trend liegt – in allen Communities. Im Internet sieht man diese Entwicklungen weltweit: In den USA oder UK gibt es schon lange starke Bewegungen, Deutschland hinkt – wie so oft – etwas hinterher.
Neben der rassistischen Tradition von ,Blut und Boden‘ gibt es auch lange Traditionen in Schwarzen Kontexten, die sich nicht-eurozentrisch mit Natur beschäftigen. Das kommt mir in der Debatte oft zu kurz. Wir sind froh, dass Opening Up the Outdoors diese empirische Studie gemacht hat – etwas, wovor sich deutsche Institutionen sonst oft scheuen. Dennoch wünsche ich mir, dass wir nicht nur darauf reduziert werden, Rassismus zu bekämpfen.
Im Zentrum steht für uns die Freude am Verbinden und am Hobby. Im Outdoor-Bereich begegnen uns auch extrem viele offene, tolle Menschen, die uns herzlich willkommen heißen.“
Julia: „Unser Fokus liegt ganz klar auf ,Black Joy‘. Wir wollen das Positive in den Vordergrund stellen und schauen, welchen Mehrwert wir schaffen. Es gibt in der Outdoor-Branche und auf den Bergen viele coole Leute, die unsere Präsenz begrüßen. Natürlich gibt es Exklusion, aber eben auch viel Zuspruch.“
Julia: „Durch Sichtbarkeit. Immer mehr junge Leute framen das Wandern anders: Ihnen ist Style wichtig, sie wollen gut aussehen und eine gute Zeit in der Gruppe haben. Das lenkt den Fokus weg von diesem ,Man muss Schmerz erleiden, um stolz zu sein‘ hin zur Natur, zu Genuss und Gemeinschaft. Da passiert gerade auf vielen Ebenen ein Wandel.“
Djenna: „Absolut. Auf TikTok sieht man Leute, die oben auf dem Berg Tänze machen oder ihr pinkes Zelt im passenden Outfit aufstellen und viral gehen. Es entstehen Hunderte neue Narrative. Wir sind nur eines davon. Die Pluralität bricht das alte Bild auf.“
Julia: „Das Bewusstsein fängt gerade erst ganz langsam an. Unsere Bergführerin, die bereits Touren speziell für Frauen anbietet, sagte uns selbst, dass sie noch nie darüber nachgedacht hatte, dass all ihre Teilnehmerinnen weiß waren. Es war ihr schlicht nie aufgefallen. Das zeigt, wie am Anfang wir in Deutschland bei diesem Thema noch stehen.“
Djenna: „Es gibt diese Lücke, das ist ein Fakt. Das lässt sich nicht wegdiskutieren.“
Julia: „Was auch eine Rolle spielt, sind ökonomische Privilegien. Eine geführte Bergtour oder teures Equipment kann sich nicht jeder leisten. Der Jakobsweg zum Beispiel ist viel zugänglicher und deshalb auch historisch diverser. Geld ist ein ganz entscheidender Faktor bei dieser Lücke.“
Djenna: „Wir waren beim Launch der Studie in München dabei, die von großen Outdoor-Brands mitfinanziert wurde. In den Diskussionen mit Führungskräften kamen oft die typischen Abwehrmechanismen: ,Es bewirbt sich halt niemand‘, oder ,Wir zeigen doch schon Schwarze Models, was wollt ihr denn noch?‘. Manche fühlten sich persönlich angegriffen. Es gibt oft ein Selbstverständnis von: ,Wir sind doch Naturleute, wir sind offen.‘ Aber in den Entscheidungsstrukturen fehlt es massiv an Diversität.“
Julia: „Gleichzeitig spürt man bei einigen Outdoor-Brands durchaus die Bereitschaft zur Veränderung. Wir hatten schon mehrere Kooperationen, bei denen Brands auf uns zukamen, um uns zu unterstützen – etwa indem sie unseren Teilnehmenden Rucksäcke gesponsert haben. Es passiert also etwas, auch wenn strukturell noch viel zu tun ist.“
Djenna: „Im Vergleich zu anderen Branchen habe ich das Gefühl, dass die Outdoor-Szene das Thema Diversität nicht einfach wieder über Bord wirft, sondern aktiv nach Partnerschaften sucht.“
Djenna: „Du hast vorhin gesagt, dass du den weißbärtigen Mann am Berg auf der Landingpage siehst. Ich als potenzielle Konsumentin soll ja auch von ihm repräsentiert oder angesprochen werden: Ich fände es interessant, ob es auch umgekehrt funktionieren könnte. Dass also, sobald von uns berichtet wird, natürlich eben nicht nur Schwarze Menschen gemeint sind. Können wir nicht äquivalent ein Outdoor-Thema für alle sein? – Repräsentation für alle sein?
Ich habe immer das Gefühl, dass an der Oberfläche so abgehakt wird und dabei die alten Muster bedient werden: ,Repräsentation ist wichtig – Check‘, ,Wandern ist weiß – Check‘. Es wäre schön, wenn wir nicht nur als Platzhalter für Diversitätsthemen interviewt werden, sondern ganz universell als Inspiration für Outdoor-Themen für alle gelten können.“