Foto: Andrew Pons

Diese fünf Dinge sind für den Lebenslauf wirklich wichtig

Eine Bewerbung ist nur gelungen, wenn auch der Lebenslauf sitzt. Und das gilt für den Inhalt und für die Form. Wir haben fünf Tipps, wie man den Lebenslauf richtig aufbaut und endlich Struktur in die Sache bringt.

Guter Inhalt muss gut verpackt werden

So ein Lebenslauf klingt erst einmal wie in Klacks: maximal
eine Seite, Schule und Ausbildung oder Studium reinpacken, EDV- und Sprachkenntnisse auflisten – und schon ist die Sache im Großen und Ganzen doch fertig. Und
überhaupt, wichtig ist doch vor allem ein hochmotiviertes Anschreiben, nicht
wahr? Nun ja, nicht ganz – und gemeinerweise ist ein aussagestarker Lebenslauf nicht nur enorm wichtig, sondern
bietet auch noch mehr Stolperfallen, als man vielleicht vermutet.

Denn
manchmal ist es aus subjektiver Sicht gar nicht so leicht zu sagen, was eigentlich
wirklich relevant ist, und wie man in dieser knappen Form deutlich rüberbringt,
was man bisher geleistet und gelernt hat. Und selbst wenn man diese Hürde überwunden
hat, besteht noch die Herausforderung, neben dem überzeugenden Inhalt auch einen
strukturierten Aufbau hinzubekommen.

Wer hier schludert oder sich nicht klar ist, welche
Informationen wichtig sind und welche eher nicht, der wird mit seinem Lebenslauf
leider weder Blumentopf noch Job gewinnen. Aber so weit muss es ja nicht kommen.
Lily Zangh hat fünf essentielle Punkte für The Muse aufgeschrieben, die man
unbedingt beachten sollte. Los geht’s:

1. Wichtige Infos müssen auf dem Tablett serviert werden

Ja, Individualität ist sowohl im Anschreiben
als auch im Lebenslauf wichtig. Und das bedeutet, sich mit beidem nicht nur explizit auf das Unternehmen und die Stelle zu beziehen, sondern sich auch noch von den Mitstreitern abzuheben. Wer aber vor lauter Kreativität keine klare Linie
fährt und vergisst, dass Personaler oft weniger Zeit für das Scannen der eigenen Bewerbung haben, als man sich das vielleicht wünschen würde, der landet schnell auf dem „Abgelehnt“-Stapel. Ganz wichtig: Ausbildung,
Arbeitserfahrung und wichtige berufliche Qualifikationen müssen auf einen Blick
zu finden sein – und nicht erst auf den dritten.

Wer sich unsicher ist, sollte
den Lebenslauf von einer anderen Person überfliegen und sich danach
sagen lassen, was hängengeblieben ist. Mit diesem Test merkt man ganz schnell, ob der gewählte Aufbau der richtige ist.

2. Es sollte sofort klar werden, warum Qualifikationen und Job zusammenpassen

Nimm dem Personaler etwas Arbeit ab und mach ganz deutlich,
warum du zu dem Job passt. Wenn du einen Jobwechsel hinlegen willst, ist das
natürlich ein wenig schwieriger – aber auch das funktioniert. Stell in diesem
Fall ganz deutlich heraus, welche Eigenschaften dich für die Stelle
qualifizieren oder warum du auch mit den Qualifikationen, die auf den ersten Blick
nicht zum Job passen, eine Bereicherung und gut für die Stelle geeignet bist. Denn: Der Personaler darf den Zusammenhang zwischen deinen
Qualifikationen und der Stelle nicht erst suchen müssen, sonst wird das nichts.

3. Halte es kurz und knackig – denn der Personaler tut das auch

Zhing hat einige Personaler nach der Zeit befragt, die sie mit einem Lebenslauf verbringen – und im Schnitt
ergab sich folgende Antwort: etwa 20 Sekunden. Ja, es ist enttäuschend, dass etwas, was in der Regel
viel Zeit für die Erstellung gebraucht hat, nur so kurz Beachtung findet. Aber vor allem ist diese Information wichtig, um sich glasklar zu machen:
Wer endlose Lebensläufe schreibt, hinter jeder Position noch einmal zeilenlange Ausführungen schreibt oder sich schlicht mit dem Aufbau verzettelt, wird keine
Chance haben, jemals persönlich zu erzählen, warum man so geeignet für die
Stelle ist. Beim Lebenslauf ist weniger mehr und eine klare Struktur ein Muss.

4. Mach dich verständlich

Gerade wer sich bei einem großen
Unternehmen bewirbt, sollte seine beruflichen Stationen, seine Erfahrungen und Skills so
zusammenfassen, dass sie auch ein Laie verstehen kann. Denn bevor die Bewerbung
samt Lebenslauf beim zuständigen  „Head of“ oder einem anderen Menschen mit Fachkenntnissen landet, geht sie meist
erst einmal ein Personaler durch, der vielleicht kein tiefes Wissen in dem Gebiet hat. Um also trotzdem auf dem Stapel zu landen, der weitergeleitet wird, sollte
alles Wichtige in einer klaren Sprache auf den Punkt gebracht werden.

5. Diese eine Sache, die man doppelt checken
sollte

Ein Inhalt, der Lust macht, dich kennenzulernen, ein Aufbau,
der keine Fragen offenlässt, und dann das: ein Tippfehler in den Kontaktdaten.
Es gibt diese eine Sache, die man wirklich lieber doppelt und dreifach checken
sollte und das ist das Feld mit den Angaben zu Adresse, E-Mail und Telefonnummer. Wer hier
einen Dreher drin hat, vergibt vielleicht die Chance auf einen Job, den man
quasi schon in der Tasche hatte. Und das muss ja nun wirklich nicht sein.

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