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Gender-Pay-Gap: Wie wir die Lohnlücke schon 30 Jahre vorher schließen könnten

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Dass Frauen weniger verdienen als Männer ist ja kein Geheimnis. Im Sinne der Gleichstellung der Geschlechter ist es aber ein wichtiger Schritt, diese Lücke in Zukunft zu schließen. Laut einer neuen Studie könnte es schon bald soweit sein. Doch wie?

Noch 63 Jahre bis zur Lohngleichheit

Jeder bekommt das gleiche Gehalt für die gleiche Leistung – das hört sich eigentlich völlig normal und verständlich an. In der Realität sind wir jedoch weit davon entfernt. Im Schnitt verdienen Frauen im globalen Durchschnitt rund 40 Prozent weniger als Männer. Beachtet man zudem, dass weniger Frauen einer bezahlten Tätigkeit nachgehen, wird die Lücke sogar noch größer. In der neuen Studie „Getting to equal 2017” von Accenture wird davon ausgegangen, dass die Gehaltslücke unter den aktuellen Bedingungen erst im Jahr 2080 geschlossen werden kann.

Sind wir selbst daran schuld, dass wir weniger verdienen?

Accenture befragte für die aktuelle Studie rund 28.000 Frauen und Männer aus 29 verschiedenen Ländern zum Thema Gender-Pay-Gap. Mithilfe eines Bevölkerungs-Querschnitts konnten verschiedene Indikatoren ermittelt werden, die bereits in der Universität Einfluss auf die berufliche Karriere von Frauen nehmen können und wo wir schon früh ansetzen können.

So studieren in Fachbereichen mit höheren Verdienstmöglichkeiten, auch in Deutschland, weniger Frauen (25 Prozent) als Männer (30 Prozent). Außerdem streben nur rund 35 Prozent aller befragten Frauen eine Führungsposition an, während immerhin 48 Prozent der befragten Männer dieses Ziel schon während des Studiums formulieren. Bei der Befragung zeigte sich außerdem, dass weniger Frauen Programmier- und Computerkurse belegen, nämlich nur 66 Prozent, bei den Männern sind es 89 Prozent. Auch das Interesse beim Erlernen technologischer Expertise driftet weit auseinander, nur 46 Prozent der Frauen sind interessiert, aber ganze 89 Prozent der Männer.

Auch wir selbst haben Einfluss auf die Lohnlücke

„Wir brauchen die Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann im Beruf. Die Lohngleichheit ist ein wirtschaftliches und wettbewerbliches Muss und betrifft jeden“, sagt Jan Ising, verantwortlich für die Accenture Women‘s Initiative in Deutschland und Managing Director bei Accenture Strategy. Nach Berechnungen des Beratungsunternehmens könne der Gender-Pay-Gap in weniger als drei Jahrzehnten geschlossen werden. Voraussetzung sei, dass Unternehmen, Regierungen und Universitäten zusammenwirken und Frauen in ihrer Entwicklung stärker unterstützen.

Natürlich kann sich der Gender-Pay-Gap alleine durch stärkere Ambitionen von Frauen, nicht auflösen. Doch können Frauen auch etwas bewegen? Na klar! Niemand sollte sich auf andere verlassen, wenn es darum geht, Dinge durchzusetzen, die man selbst auch will. Im Rahmen der Studie wurde festgestellt, dass es drei Katalysatoren gibt, die Frauen für sich nutzen können, um selbst die Lohnlücke zu schließen:

  • Eine wichtige Rolle spielt die eigene digitale Kompetenz. Nutzt man die Technologien zur Vernetzung, Weiterbildung und im Berufsleben stärker, hat das einen positiven Einfluss auf das Gehalt auf die Karriere und letztlich das Gehalt.

  • Ein gut durchdachter Karriereplan mit konkreten Zielen, einer proaktiven Herangehensweise und die Suche nach Förderern, die die eigene Karriere unterstützen, helfen laut der Studie von Accenture bei der Gleichstellung im Berufsleben.

  • Der dritte Punkt zielt auf die Aneignung einer technologischen Expertise ab, um so in Berufsfeldern mit hoher Gehaltsstruktur Fuß fassen zu können.

Die Kombination aus diesen drei Aspekten könnte das Lohngleichgewicht bereits 2044 herbeiführen, also gut 30 Jahre früher als bisher angenommen.

Zudem sollte man sich vor Bewerbungsgesprächen und auch vor Jahresgesprächen intensiv über die Gehaltsstrukturen im Unternehmen und der Branche informieren. Erst über den Austausch mit anderen, kann man erkennen, wo man selbst eigentlich steht und ob es beim eigenen Gehalt noch Potential nach oben gibt. Auch der besten Freundin den Rücken vor einer Gehaltsverhandlung zu stärken und ihr ihren Wert und ihre Größe klar zu machen, bringt uns Schritt für Schritt in die richtige Richtung.

Denn mal ehrlich – bis 2080 hat ja wohl niemand von uns Zeit!

Bildquelle: Flickr | Guido Van Nispen | CC BY 2.0

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