Foto: privat

Lina: „Sport ist Teil meiner Selbstliebe, weil ich dabei meinen Körper spüre”

Kund*in
Reebok
Autor*in
EDITION F studio
Gesponsert

Selbstliebe ist für viele Menschen nicht selbstverständlich. Auch Lina hatte Zeiten des Zweifelns – bis sie lernte, ihrem Körper zuzuhören und zu vertrauen. Bis vor kurzem kannten auch wir bei EDITION F Lina noch nicht: Sie ist eine unserer Leserinnen und bewarb sich, um eine von fünf starken und selbstbewussten Frauen der neuen Rebook-Kampagne zu werden. Ihre persönliche Geschichte hat uns überzeugt.

„Selbstliebe war keine Selbstverständlichkeit für mich“

Lina ist 24 Jahre alt und studiert technologie-orientiertes Management in Braunschweig. Sie hat sich viele Jahre sehr unwohl in ihrem Körper gefühlt. Wie stark sie ihn und seine Grenzen ignoriert hat, zeigt Linas berührender Text – ihr „Brief an den Körper”. 

Mit ihrem Brief bewarb sie sich bei einem Gewinnspiel auf EDITION F, bei dem die Gewinnerin Teil der deutschlandweiten PureMove Bra-Kampagne von Reebok werden konnte. Ihr Text zeigt schonungslos ehrlich, aber auch liebevoll mit sich selbst, wie sich ihr Umgang mit ihrem Körper von Ignoranz und Hass in Liebe gewandelt hat. 

Uns hat Lina damit so berührt, dass wir sie noch einmal zu einem persönlichen Interview treffen wollten. Hier erzählt Lina ihre Geschichte – und spricht über die Wandlung, die sie zu mehr Selbstliebe gebracht hat.  

Lina zeigt beim Reebok-Shooting, wie sportlich sie ist. (Quelle: Reebok)

„Die Verbindung zu meinem Körper fehlte komplett” 

„Als ich den Artikel ‚Selbstoptimierung? Beim Sport sollte etwas anderes im Fokus stehen‘ gelesen hatte, war mir klar, dass ich bei dem Aufruf mitmachen wollte. Die Teilnehmerinnen sollten ihren Weg zur Selbstliebe beschreiben und sofort kam mir in den Sinn, dass ich gern einen Brief an den eigenen Körper verfassen möchte. Darin wollte ich meine Geschichte erzählen und zeigen, wie dankbar ich für mein aktuelles Körperbewusstsein bin. 

Denn ich habe mich lange Zeit ständig mit anderen verglichen, bis ich irgendwann immer unglücklicher mit mir selbst wurde. Vor allem die Bilder von den vermeintlich perfekten Frauen in Magazinen, im Fernsehen oder in den Sozialen Netzwerken haben mich unter Druck gesetzt. Ich habe permanent einem Idealbild nachgeeifert. Bis ich ungefähr 19 Jahre alt war, hat das auch super geklappt und mein Körper hat meinen eigenen Vorstellungen von Perfektion entsprochen. Doch irgendwann hat sich meine Figur verändert – ich wurde immer mehr zur Frau, ich habe Rundungen bekommen und das ‚dünne Ich‘ war nicht mehr so leicht aufrecht zu erhalten. Ich konnte das einfach nicht akzeptieren. 

„So lange hab ich dich als Werkzeug betrachtet, kontrolliert, benutzt, dich gefordert, verachtet, wenn du mir deine Grenzen gezeigt hast” – Auszug aus Linas „Brief an meinen Körper” 

Ab diesem Zeitpunkt war Sport für mich nur noch eine Qual. Ich habe ihn nur gemacht, weil ich noch dünner und trainierter sein wollte. Mein Motto: War ich nicht dünn genug, war ich auch nicht diszipliniert genug. Irgendwann habe ich angefangen, Kalorien zu zählen und immer stärker auf meine Ernährung zu achten. Dabei entstand ein innerlicher Stress, mir ist alles über den Kopf gewachsen und ich war einfach unglücklich.

„Ich musste erstmal verstehen, was mein Körper braucht“

Ich habe mich permanent unwohl gefühlt und wusste, dass es so nicht weitergehen konnte. Das war für mich der Moment, in dem ich anfing, meinen Körper anders zu sehen – ich wollte ihn nicht mehr als Möglichkeit zur Selbstoptimierung betrachten, sondern mich gut fühlen und seine Signale wieder verstehen. Besonders meine Selbstwahrnehmung musste sich ändern: Vor dem Spiegel habe ich mich gezwungen, meine Figur zu betrachten. Denn genau das hatte ich über Jahre nicht mehr gemacht. Mit der Zeit kam die Erkenntnis, dass sich mein Körper ganz natürlich verändert hat und ich einfach nur erwachsener geworden bin. Ich habe außerdem versucht, auch meine Ernährung wieder in die richtigen Bahnen zu lenken. Irgendwann bin ich dann bei einer ganz intuitiven Ernährung gelandet, die ich noch heute verfolge. Hier musste ich zwangsläufig in mich hineinhören, damit ich erkenne, was mein Körper braucht.

„Wir haben es geschafft, neu anzufangen. Wir beide, du und ich, als Team”- Auszug aus Linas „Brief an meinen Körper” 

Das hat eine ganze Weile gedauert, aber mittlerweile weiß ich, wie ich mich ernähren oder wann und wie ich Sport treiben sollte, um mich gut zu fühlen.

„Sport ist mein Glücklichmacher“ 

Seit meiner Kindheit mache ich Sport und finde darin einen tollen Ausgleich. Aktuell liebe ich das Laufen und will im kommenden Jahr sogar beim Berliner Halbmarathon an den Start gehen. Generell ist mir Sport in der Natur sehr wichtig, denn hier kann ich loslassen und meine Umgebung in mich aufnehmen. Das lädt meinen Körper mit Endorphinen auf. 

Für mich sind Sport und Selbstliebe untrennbar: Sport sorgt für mich für ein gutes Körpergefühl, weil ich mich hier viel mehr spüre. Sind Körper und Geist in Balance, fühle ich mich wohl. Da reichen schon alltägliche Dinge, beispielsweise eincremen, um diesen Effekt zu verstärken und den eigenen Körper mehr wahrzunehmen. 

Ich habe gelernt, meinen Körper genau so anzunehmen, wie er ist und bin dankbar für meine Gesundheit. Aber das hat einige Jahre gedauert – seit 2015 verändert sich mein Selbstwertgefühl durch die stetige Arbeit an meiner Körperwahrnehmung endlich ins Positive. Natürlich mag ich noch immer nicht alles an mir. Ich fokussiere mich aber auf die Dinge, die ich selbst an mir mag. Dadurch entsteht eine liebevolle Akzeptanz und die Selbstliebe kommt von ganz allein.” 

Protokoll: Julia Burghardt 

Wir danken Lina für den Einblick! Im nächsten Bericht der Reihe erzählt Carina von ihrem Weg aus dem Body Building hin zum Leben als selbsternanntes Curvy Model. 

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