Foto: Shane Rounce | Unsplash

Endlich happy im Job: Typengerecht arbeiten – sich selbst und andere besser verstehen

Autor*in
EDITION F studio
Kund*in
Random House
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Da haben wir ihn endlich gefunden, unseren Traumjob, und dann das: Wir sind nicht glücklich! Wie kann das sein? Welche Faktoren müssen stimmen, damit wir jeden Morgen motiviert und inspiriert an die Arbeit gehen? Die Bestsellerautorin Stefanie Stahl zeigt zusammen mit Management-Trainer Christian Bernreiter in ihrem Buch „So bin ich eben! im Job“, dass wir unsere eigenen Potenziale und die der anderen richtig einschätzen müssen, um konstruktiv zusammenzuarbeiten.

Als ich noch sehr klein war – drei oder vier Jahre – kam regelmäßig eine stark parfümierte Verwandte zu Besuch, beugte sich tief zu mir herunter und fragte, was ich wohl später einmal werden wolle. Die Antwort fiel immer anders aus. Erst war es die Feuerwehrfrau. Dann Astronautin, Tierpflegerin, Langstreckenläuferin, Fassadenkletterin. Irgendwann, später, Journalistin. Damals hatte ich noch keine Ahnung, dass Beruf nicht gleich Beruf ist. Sondern dass die Zufriedenheit im Job mit den Menschen, den Konstellationen, den Befindlichkeiten der Kolleg*innen, der gegenseitigen Wertschätzung und dem Funktionieren von Teamwork in direktem Zusammenhang steht.  

In erster Linie muss Jede*r wissen, welche Arbeit und welche Arbeitsbedingungen sie*ihn zufrieden machen.

Stefanie Stahl, „So bin ich eben! im Job“

Als ich mich bei Freund*innen und Bekannten umhöre und mal nachfrage – „bist du eigentlich glücklich in deinem Job?“ – werde ich mit geballter Unzufriedenheit konfrontiert. Sieben von zehn Freund*innen antworten entweder mit einem zitronigen Gesichtsausdruck oder mit einer knappen Gegenfrage: „Ernsthaft jetzt?“ Damit spiegelt mein persönliches Umfeld die allgemeine Gemütslage wider: Jede*r zweite Berufstätige in Deutschland würde den Job wechseln, wenn sie*er könnte. Und jede*r Dritte fühlt sich vom Job erschöpft und ausgebrannt. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der ManpowerGroup hervor (Stand: Juni 2019). 

Aber warum ist das so? Warum bedeutet selbst die Realisierung des Traumjobs noch lange nicht, dass man sich darin im Alltag auch wohl fühlt? Und müssen wir die Unzufriedenheit hinnehmen oder sollten wir nicht alle gemeinsam versuchen, das Beste aus der Arbeitssituation zu machen und dadurch vielleicht sogar einen Zustand herzustellen, den wir nicht schnellstmöglich verlassen, sondern unbedingt erhalten wollen? 

Als ich zur Schule ging, wurde ich gefragt, was ich werden möchte, wenn ich groß bin. Ich antwortete: ‚glücklich!‘ Sie sagten mir, dass ich die Frage nicht verstanden hätte, und ich sagte ihnen, dass sie das Leben nicht verstanden hätten.

John Lennon, der im Alter von 5 Jahren von seiner Mutter lernte, dass das wichtigste im Leben sei, glücklich zu sein

Der Begriff „Glück“ wird allein in Deutschland durchschnittlich 33.000 mal im Monat in die weltweit größte Internet-Suchmaschine eingegeben. Wir sind also auf der Suche danach. Andauernd. Auch und vor allem in Bezug auf den Job. Schließlich ist Arbeit das halbe Leben: Laut Statistischem Bundesamt arbeiten Deutsche durchschnittlich 35 Stunden pro Woche. Bei einem Vollzeitjob sind es durchschnittlich 41 Stunden pro Woche, Teilzeitbeschäftigte kommen auf durchschnittlich 19 Stunden, hinzu kommen übrigens noch die vielen unbezahlten Stunden: Einer Studie zufolge arbeiten insbesondere Frauen zusätzlich etwa 4,5 Stunden am Tag unentgeltlich. Arbeit ist also immer präsent und mit ihr die Sehnsucht nach Zufriedenheit im Job.

Stefanie Stahl, Autorin von „Das Kind in dir muss Heimat finden“
Foto: Roswitha Kaster

„Umso wichtiger ist es, dass wir eine Arbeit ausüben, die uns entspricht, die uns fordert, ohne zu überfordern, und die uns Freude macht“, sagt Bestsellerautorin Stefanie Stahl, die gemeinsam mit dem Management-Trainer Christian Bernreiter das Buch „So bin ich eben! im Job“ geschrieben hat. Darin wird gezeigt, dass es manchmal ganz einfach sein kann, jeder und jedem einzelne*n Mitarbeiter*in die ihr*ihm entsprechende Rolle zuzuweisen und am Ende ein Team zusammenzustellen, das bei aller Unterschiedlichkeit der einzelnen Mitglieder perfekt zusammenspielt.

Die erste Erkenntnis: Bevor wir das große Glück suchen, finden wir erst einmal uns selbst. Denn „den meisten Menschen ist nicht bewusst, wie groß der Einfluss genetischer, also angeborener Eigenschaften auf ihr Wesen, auf ihren Charakter ist. Auch, wenn jede*r die Möglichkeit hat, sich zu bilden und ihre*seine Persönlichkeit weiterzuentwickeln, so gibt es doch Merkmale, die sie*ihn prägen und die sich nicht einfach umkrempeln lassen“, erklärt Stefanie Stahl. Wer also sind wir? Welche Eigenschaften beeinflussen uns im Job und lassen uns handeln, wie wir eben handeln? Und: Wie können wir die ideal zu uns passende Arbeit finden und in ein Arbeitsumfeld kommen, in dem wir unsere Fähigkeiten optimal anwenden können? 

Ich habe oft erlebt, wie Aha-Erlebnisse ausgelöst, Entwicklungen angestoßen, Wachstum ermöglicht und Erfolg angeregt wurden.

Christian Bernreiter, „So bin ich eben! im Job“
Christian Bernreiter, Management-Trainer
Foto: privat

Grundlage des Buches „So bin ich eben! im Job“ bildet die Typenlehre von Myers und Briggs. Stefanie Stahl schrieb bereits im Jahr 2005 mit ihrer damaligen Ko-Autorin Melanie Alt den Vorgänger-Titel „So bin ich eben!“ unter Einbeziehung der myers-briggschen Typenlehre mit den Schwerpunkten Freundschaft, Liebe und Elternschaft.

Der Myers-Briggs-Typenindikator ist ein in Deutschland bisher noch weithin unbekanntes Instrument zur Bestimmung von 16 unterschiedlichen Persönlichkeitstypen. Die Idee, die Typenlehre auch auf den Arbeitsbereich anzuwenden, kam von Management-Trainer und Ko-Autor Christian Bernreiter, der seit 2004 mit diesem System im Rahmen von Teamentwicklungen, Coachings und Beratungen in Wirtschaftsunternehmen, staatlichen Organisationen und sozialen Einrichtungen arbeitet. 

Der Myers & Briggs Type Indicator (MBTI) basiert auf der Typologie des Schweizer Psychiaters Carl Gustav Jung (1875 bis 1961). Jung stellte im Umgang mit seinen Patient*innen fest, dass sie die Welt zum Teil ganz anders sahen als er. Er notierte Verhaltensweisen und Charaktereigenschaften und entwickelte ein Modell, dem die Einschätzung der Typen in vier Funktionen zugrunde liegt: Denken, Fühlen, Sensitivität, Intuition. Jede der vier Funktionen versah er mit den Attributen ,extrovertiert‘ oder ,introvertiert‘. Carl Gustav Jung glaubte herausgefunden zu haben, dass das Leben jedes einzelnen Menschen von einer dieser vier Funktionen dominiert würde. Katherine Cook Briggs und ihre Tochter Isabel Myers entwickelten nun auf Basis der Typenlehre des Schweizer Psychaters ihren MBTI. Wer sich beispielsweise in den USA bewirbt, wird höchstwahrscheinlich mit ihm konfrontiert werden. Dort wird der Indikator insbesondere bei Bewerbungsverfahren als Selektionsmittel eingesetzt, aber auch in Berufsinformationszentren oder bei der Partnerwahl. Hierzulande ist der MBTI noch weitestgehend unbekannt. Der MBTI versteht sich weniger als Test, sondern als ein Instrument, die eigenen Präferenzen kennenzulernen und dadurch sich selbst und die anderen besser zu verstehen. Stefanie Stahl und Christian Bernreiter haben die Typenlehre weiterentwickelt und insbesondere auf den Arbeitsbereich zugeschnitten. 

Mit Hilfe der Typenlehre können wir vieles über andere erfahren, was uns verständnisvoller, toleranter und auch wertschätzender macht.

Stefanie Stahl / Christian Bernreiter, „So bin ich eben! im Job“

Nehmen wir zwei Menschen in den Fokus, die miteinander innerhalb eines Teams arbeiten: Phoebe und Luis. Beide sind vollkommen unterschiedlich. Um sich von der Arbeit zu erholen, geht Phoebe mit Freundinnen in eine Bar, um etwas zu trinken und sich zu unterhalten, während Luis allein zu Hause bleibt und ein Buch liest. Phoebe geht in ihrem Arbeitsalltag gerne bis ins kleinste Detail, während Luis immer dabei ist, sich einen Überblick über das große Ganze zu verschaffen. Phoebe plant viele Wochen im Voraus, um böse Überraschungen auf der Zielgeraden zu vermeiden, während Luis die Spontaneität braucht und am liebsten flexibel auf Veränderungen reagiert. Die beiden verstehen sich nicht besonders gut und das erschwert sowohl die alltägliche Arbeit im Team als auch im gesamten Unternehmen. Hier setzt das Buch „So bin ich eben! im Job“ an. Wer ist in beruflichen Zusammenhängen nicht schon einmal auf Menschen gestoßen, die sehr anders waren als man selbst? Die aus persönlichen Diskrepanzen entstehenden Konflikte können den Alltag stark beeinträchtigen – sowohl, was berufliche Ergebnisse als auch persönliches Wohlbefinden angeht. Im ersten Moment tendieren wir immer zur Distanz. Dabei kann die Andersartigkeit unseres Gegenübers ungeheuer gewinnbringend sein. Erkennen wir also nicht nur uns selber, sondern auch die Persönlichkeitsstruktur unserer Mitarbeiter*innen, so „können wir diese bei der Kommunikation und der Zusammenarbeit berücksichtigen und wissen, wie wir die*den andere*n zu nehmen haben, damit die gemeinsame Arbeit nicht von falschen Erwartungen belastet, sondern von Erfolg gekrönt sein wird“, erklären Stefanie Stahl und Christian Bernreiter anschaulich.

Wer nicht nur sagen kann: „So bin ich eben!“, sondern auch: „So ist er, so ist sie eben!“ kann die Andersartigkeit der Kolleg*innen und Vorgesetzten akzeptieren und wertschätzen.

Stefanie Stahl / Christian Bernreiter, „So bin ich eben! im Job“

„Das Testverfahren hilft dabei, den Jobtyp genauer zu bestimmen“, erläutert Stefanie Stahl. Insgesamt gibt es 16 unterschiedliche Typen, die im Buch als „Minister*innen“ bezeichnet werden. In ihrem Zusammenwirken bilden sie das „Kabinett“. Dabei sei es wichtig zu wissen, dass die einzelnen Typisierungen natürlich nicht die ganze Persönlichkeit eines Menschen abdecken können, doch geben sie durchaus Auskunft über wichtige Wesensmerkmale. „Dadurch lässt sich einiges über berufliche Vorlieben, Arbeitsstil und die Beziehung zu Kolleg*innen sagen.“ Und: Wir erhalten ganz konkrete Vorschläge über den richtigen Umgang mit anderen Typen, bei dem das bestmögliche berufliche Ergebnis im Vordergrund aller Belange steht. 

„So bin ich eben! im Job“

Eine kleine Kostprobe? Nimm dir einige Minuten Zeit und beantworte diese an den MBTI angelehnten Fragen ganz für dich allein (Quelle: Persönlichkeitstest Stefanie Stahl): 

Meine Stärke liegt eher darin,

  • gut zu organisieren.
  • flexibel auf Unerwartetes zu reagieren.

Ich würde mich eher

  • als Gefühlsmenschen bezeichnen.
  • als Kopfmenschen bezeichnen.

Wenn ich über längere Zeit mit anderen Menschen zusammen bin,

  • finde ich das nicht anstrengend.
  • finde ich das oft ermüdend und anstrengend.

Ich arbeite lieber in einem Bereich,

  • in dem viele neue Konzepte gefragt sind.
  • in dem es auf Genauigkeit und Faktenwissen ankommt.

Wie schätzt du dich selber ein? Bist du im Job die Krisenministerin, die gerade in schwierigen Zeiten Rückgrat beweist und für alle Mitarbeiter*innen eine große Hilfe sein kann? Oder verfügst du als Tugendministerin über fest verankerte Werte, die dir Orientierung im chaotischen Berufsalltag geben? Bist du als Ideenministerin der kreative Kopf des Unternehmens? – Wenn du wissen möchtest, welcher Typenkategorie du im Job angehörst, dann kannst du das in dem Persönlichkeitstest im Rahmen von „So bin ich eben! im Job“ herausfinden. Das ungemein aufschlussreiche Buch erscheint im Kailash Verlag. Mehr über den Titel erfährst du HIER.

  1. Das klingt gut – ist es aber nicht eine Falle, bei Fragen wie „Meine Stärke liegt eher darin,gut zu organisieren./ flexibel auf Unerwartetes zu reagieren.“ einfach die Möglichkeit zu wählen, die man gerne von sich annehmen würde, ohne zu wissen, ob dem tatsächlich auch so ist, oder ob es einfach eine Gewohnheitsantwort ist?

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