UNORTHODOX

Lass zurück, was du nicht bist! – Über den Mut, unangepasst den eigenen Weg zu gehen

Autor*in
EDITION F studio
Kund*in
NETFLIX
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Wir alle sind verschieden. Aber eines haben wir gemein: Wir wollen uns nicht verstellen, ein selbstbestimmtes Leben führen und akzeptiert werden. In der neuen Netflix Miniserie „Unorthodox“ bricht die Protagonistin aus ihrem alten Leben in einer streng jüdisch-orthodoxen Gemeinschaft in New York aus. Sie lässt alles hinter sich und will in Berlin ein ganz neues Leben beginnen. In dem die Serie begleitenden Podcast „Unangepasst – der Podcast übers unorthodox sein“ gehen Matze Hielscher von Hotel Matze und sieben spannende Persönlichkeiten der Frage nach, was es bedeutet, sich zu finden, bei sich anzukommen – und dort auch zu bleiben.

Wer sind wir wirklich?

Wir leben in einer Gesellschaft, die durchsetzt ist von Regeln und Konventionen. Einige sind richtig und wichtig. Aber es gibt auch Normen, die durch viele Generationen in die Gegenwart transportiert wurden und die uns oft ganz unterbewusst dazu anhalten, zu sein, wie andere, möglichst nicht aufzufallen, dem Durchschnitt anzugehören. Dabei hat vielleicht Jede*r schon einmal den Wunsch gehabt, die vorherrschenden Regeln zu durchbrechen, der eigenen Persönlichkeit mehr Raum zu geben, anzuecken und sichtbar zu werden. Sich dem eigenen Wesen, der eigenen Existenz und Wirkungskraft bewusst zu werden – und zwar jenseits von all dem, was Leute über einen zu sagen, zu wissen glauben oder zu kommentieren – ist wohl die größte Freiheit, die wir erleben können.

Was passiert, wenn wir uns nicht immer wieder auf die Suche nach uns selbst begeben – wenn wir nicht immer wieder neu überprüfen, ob wir noch die sind, die wir sein wollen?

Alles verschwindet auf einmal hinter einer Sache, die ja eigentlich zu dir gehört, aber dich doch bitte nicht komplett in den Schatten stellen sollte.

Laura Gehlhaar
Laura Gehlhaar, Foto: Netflix

Fokussierung aufs eigene Ich

Das „Ich“ geht hervor aus den elementaren Bedürfnissen einerseits und aus gesellschaftlichen Normen und Erwartungen andererseits – das wusste schon der gute alte Sigmund Freud. Als Kind passen wir uns der Gesellschaft, in der wir leben, an. Und mit der Zeit übernehmen wir kulturelle Maßstäbe, Werte und Regeln. Um sich entfalten zu können, ist ein Kind natürlich darauf angewiesen, täglich zu lernen und sich in einer Gemeinschaft zu positionieren.

Wie aber ist es bei dieser Fülle an Einflüssen möglich, das eigene Ich zu finden? Kann das individuelle Bedürfnis nach Freiheit und Selbstbestimmung überhaupt so stark werden, dass die familiäre und kulturelle Sozialisierung in den Hintergrund rückt? Ist es möglich, dass der Wunsch nach dem Kennenlernen des eigenen Ich größer wird als das andauernde Streben danach, so zu sein wie die anderen?

Wer bin ich? Wie kann ich sein, wer möchte ich sein ­– jenseits dieser Stereotypen?

Esra Karakaya
Esra Karakaya, Foto: Netflix

Manchmal müssen wir Grenzen überschreiten

Keine Frage: Wir brauchen Grenzen oder klar abgesteckte Räume, um überhaupt zu spüren, was Freiheit bedeuten kann. Das Leben ist nun mal eher durch Unfreiheit charakterisiert, und Glück entsteht oft mehr im Moment des Durchbrechens dieser Unfreiheit als durch eine vermeintlich dauerhafte Freiheit, die es ohnehin nicht gibt. Uns wurde beigebracht, dass wir etwas nicht tun dürfen – im Großen wie auch im Kleinen. Dann tun wir es trotzdem. Zum ersten Mal. Und bekommen ein Gefühl dafür, welche Möglichkeiten im Leben eigentlich zur Verfügung stehen. Wie wir damit umgehen. Wer wir sind. Welche Fähigkeiten wir haben.

Was können wir tun, um in Erfahrung zu bringen, was wir im tiefsten Inneren eigentlich von unserem und für unser Leben erwarten?

Führ‘ mehr Dialoge mit dir selbst. Das bringt dich eher dahin, wo du hinwillst, als sich zu fragen, warum die Menschen dich in Schubladen stecken.

Riccardo Simonetti
Riccardo Simonetti, Foto: Netflix

Die Bereitschaft, etwas zu wagen

Und dann nehmen wir allen Mut zusammen, kündigen und gründen ein Unternehmen, in das unsere ganze Leidenschaft fließt. Und dann nehmen wir allen Mut zusammen und sagen endlich „Nein!“ – und werden plötzlich ernst genommen. Und dann nehmen wir allen Mut zusammen, kehren unserem alten Leben den Rücken zu und beginnen etwas vollkommen Neues.

Bedarf es für solch große Schritte nicht die Bereitschaft, etwas zu wagen und die Komfortzone für unbestimmte Zeit zu verlassen?

Ich habe mich nie für ‚nicht wagen‘ angemeldet.

Sophie Passmann
Sophie Passmann, Foto: Netflix

Was andere über dein Leben sagen, ist zweitrangig

Die Protagonist*innen in guten Geschichten – ganz gleich, ob in der Musik, in der Literatur, im Theater oder im Film – sind niemals angepasst oder durchschnittlich. Sie sind unangepasst, unmöglich, ungeniert, unaufhaltsam, undefinierbar, unbequem, unnachgiebig! Sie heben sich mit ihrem Mut und dem Vertrauen auf sich selbst von der Masse ab. Oft vertreten diese Held*innen Menschen, die im wahren Leben geächtet werden, gerade weil sie nicht danach streben, alles so zu machen wie die große Mehrheit.

Sind es aber nicht genau diese Menschen, die uns so faszinieren und deren Verhalten wir bewundern, weil sie sich eben nicht ständig mit den Erwartungen fremder Menschen oder der Gesellschaft auseinandersetzen?

Wenn ich immer im Anderen bin, immer schaue – welche Erwartungen hat denn der Andere – komme ich nie zu mir selbst.

Josefa Nereus
Josefa Nereus, Foto: Netflix

Sehnsucht nach Authentizität und Klarheit

Der Regisseur und Theatermacher René Pollesch sagte mal in einem Interview über die Verzweiflung in der Welt: „Vielleicht kommt sie ja daher, dass wir es gewohnt sind, uns andauernd nachvollziehbare Geschichten zu erzählen, aber etwas völlig Unnachvollziehbares leben?“ Wir alle sehnen uns nach Authentizität und Klarheit. Und diese Authentizität und Klarheit legen wir auch als Maßstab an unser eigenes Leben an:

Möchten wir nicht alle herausfinden, wer wir wirklich sind, was wir wirklich wollen, was wir wirklich können – und die gewonnenen Erkenntnisse in einer neuen Klarheit mit unserem täglichen Leben in Einklang bringen?

Ich freue mich, zum ersten Mal sehr mit meinem Jetzt im Klaren zu sein.

Enissa Amani
Enissa Amani, Foto: Netflix

Sprache, die nicht manipulieren will

In der Netflix Miniserie „Unorthodox“ wird das Leben der jungen Frau Esty erzählt. Aufgewachsen in der streng jüdisch-orthodoxen Gemeinde in New York kommt sie an einen Punkt, an dem sie eine Entscheidung treffen muss. In dieser Entscheidung liegt Schmerz und Hoffnung gleichermaßen – vor allem aber ein unbändiger Mut, der den Zuschauer*innen imponiert und der in ihnen augenblicklich die Frage aufkommen lässt: Könnte ich das auch schaffen? Welche Sehnsüchte habe ich eigentlich? Wo will ich hin? Die Bildsprache von „Unorthodox“ kommt ganz ohne Schnörkel aus, sie berührt und inspiriert.

„Unorthodox“ durchbricht unsere Sehgewohnheiten und ist in ihrer Aussagekraft überwältigend, ohne die Zuschauer*innen in eine bestimmte Richtung lenken oder von etwas überzeugen zu wollen.

Ich werde niemanden dazu manipulieren, mir Zustimmung zu geben. Das mache ich nicht mehr.

Deborah Feldman
Deborah Feldman, Foto: Netflix

„Unorthodox“ erscheint am 26. März

„Unorthodox“ wurde nun von Netflix mit großer Sorgfalt und Kunstfertigkeit in die Form einer 4-teiligen Miniserie gegossen. Sie erscheint am 26. März 2020 und sie zeigt dem Publikum, wie viel ein Mensch gewinnen kann, wenn er sich auf die Suche nach dem eigenen Weg und dem eigenen Ich begibt, ungeachtet irgendwelcher Kategorien – Kategorien, die grundsätzlich zu eng sind angesichts der Vielfalt, die der Menschheit eigen ist. Zu unser aller Glück.

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