Foto: Segurio 2019

Nina Gscheider: „Die meisten Versicherungen sind von Männern für Männer. Ich ändere das“

Kund*in
Segurio
Autor*in
Stella Pfeifer für EDITION F studio
Gesponsert

Segurio bietet Versicherungen für Lieblingsstücke und das komplett online und ohne komplizierte Verträge – gegründet von einer Frau, die das eingestaubte Versicherungsgeschäft revolutionieren will. Wir haben mit ihr gesprochen.

Einfach mal neu denken 

Nina Gscheider hatte keine Lust mehr auf komplizierte, von Männern für Männer gemachte Versicherungsprodukte. Statt sich aber einfach nur darüber zu ärgern, hat sie sich gefragt, was sie anders machen würde – und es dann auch gleich anders gemacht: Bei Segurio kann man seine Lieblingsstücke, sei es die geerbte Halskette, das Fahrrad, das Designer-Möbelstück oder die Handtasche ganz einfach online versichern – einfach digital, ohne Papierkram und kompliziertes Kleingedrucktes, monatlich kündbar und nach der Zahlung weltweit gültig. Ihr Ziel? Nicht weniger, als eine Versicherungs-Revolution. Und sie ist auf dem besten Weg dahin. 

Wir haben mit ihr über die männerdominierte Versicherungsbranche gesprochen, warum Frauen endlich mitgedacht werden müssen, was sie mit Segurio anders machen will und warum eine Versicherung über einen Verlust hinwegtrösten kann. 

Liebe Nina, mit Segurio habt ihr ein Problem gelöst. Welches? 

„Die Versicherungsbranche ist leider größtenteils eine Dienstleistung aus der Steinzeit. Keine*r kennt sich aus, die Produkte sind schlecht, teuer und die Masse an Papier und Klauseln ist erschreckend. Gleichzeitig bindet sich ein*e Kund*in für lange Zeit nach dem Abschluss. Weil das alles nicht sein muss, habe ich im Team vor gut einem Jahr Segurio gegründet. Es war einfach an der Zeit für einen digitalen Neuanfang in der Versicherungsbranche.“ 

Viele Gründer*innen erzählen von dem einen Moment, in dem man merkt: Jetzt muss ich gründen. Wie kam es bei dir dazu? Und wie ging es dann weiter? 

„Eigentlich wusste ich schon immer, dass ich am liebsten selbstständig arbeiten möchte. Einen Gründungsmoment als solchen gibt es aber eigentlich gar nicht, nur eine gewisse Frustration am ,System‘ Versicherung, alten Strukturen und schwerfälligen Konzernabläufen. Für mich war es also ganz logisch, dass die Versicherung unkomplizierter werden muss, digitaler, kleiner in der Administration und natürlich auch schneller. Etwas Neues musste her, weshalb sich die Gründung von Segurio ganz natürlich und vor allem richtig angefühlt hat. Die Idee wurde dann immer konkreter, Partner*innen und Helfer*innen kamen dazu. Auch wenn die Programmierung eine Herausforderung war, konnte ich mir einfach nicht vorstellen, dass niemand vorher die Idee einer digitalen und unkomplizierten Versicherung umgesetzt hatte. Selbst in den USA kenne ich kein vergleichbares Modell. Das hat mich total überrascht und bestärkt. Ich dachte mir: jetzt oder nie.“ 

Du selbst bist keine Wirtschaftswissenschaftlerin und kommst auch nicht aus der Versicherungs-Branche. Wie hat das deine Entscheidung beeinflusst? 

„Stimmt, ich bin über Umwege zur Versicherung gekommen. Eigentlich habe ich für einen Broker für Kunstversicherung gearbeitet, dort ging es um Speziallösungen für hochwertigen Privatbesitz. Was mich aber immer fasziniert hat, ist, wie kompliziert und langwierig Versicherungsstrukturen sind. Natürlich geht es manchmal nicht anders, weil es durchaus komplizierte Sachverhalte gibt. Aber grundsätzlich sollten die Abläufe doch schnell und einfach funktionieren. Generell denke ich, dass es von Vorteil sein kann, wenn man in ein Thema quereinsteigt, denn der Blick von außen bringt Klarheit. Mir wurde zum Beispiel schnell klar, dass die in der Branche vorhandene Struktur überholt ist: Der ganze Prozess ist zu administrativ, zu konservativ.“ 

Die Mitarbeiter*innen von Segurio können flexibel arbeiten, wann und wo es gerade passt. Neue Arbeitszeitmodelle waren Nina wichtig – und das lebt sie jetzt auch. (Foto: Segurio)

Noch immer haben nur wenige Frauen eine Führungsposition in der Versicherungsbranche inne. Warum ist die Versicherung so männerdominiert? 

„Es stimmt, Frauen in der Branche sind rar: Insgesamt sitzen zwei Frauen im Vorstand großer deutscher Versicherer. Ich denke, dass sich die Entwicklung über die Jahre so etablieren konnte, weil sie sich eingeschlichen hat und gleichzeitig von der Gesellschaft auch so gefordert wurde. Soll heißen: Zu den ,besten‘, preisgünstigsten Produkten auf dem Versicherungsmarkt gehört zum Beispiel die Autoversicherung. Kein anderes Produkt hat sich so kund*innenfreundlich entwickelt und wird ständig verfeinert. Und: Es handelt sich hierbei um ein Produkt von Männern für Männer.“ 

Und Segurio ist jetzt mit der Handtaschenversicherung das weibliche Pendant? 

„Schwarz-Weiß-Geschichten gefallen mir überhaupt nicht, deswegen würde ich das nicht unbedingt sagen. Aber vorher hat eben leider noch nie jemand daran gedacht, neue Zielgruppen zu definieren und die eigene Branche zu hinterfragen: Standard-Hausrat, Standard-Haftpflicht, Standard-Auto, ist denn das zeitgemäß? Passt das zu unserem Leben?“ 

Und, passt es? 

„Überhaupt nicht! Die Hausrat-Versicherung zum Beispiel richtet sich nach den Quadratmetern, in denen man wohnt, nicht danach, was in der Wohnung steht. Es spielt keine Rolle, ob auf 300 Quadratmetern nur ein Sofa und ein Tisch stehen, oder ob sich eine ganze Familie samt Hausrat auf 40 Quadratmetern quetscht – was in urbanen Lebensräumen ja vorkommt. Die Quadratmeterzahl sagt eigentlich kaum etwas über die Einrichtung aus, dafür gibt es einfach zu unterschiedliche Lebens- und Wohnentwürfe. Und da sollte man sich doch in der Branche fragen, ob eine Versicherung so überhaupt funktionieren kann, oder eben neu gedacht werden müsste.“ 

Was machst du bei euch im Unternehmen, um die Unternehmenskultur und damit auch die Branche insgesamt zu verändern? 

„Wir verzichten ganz bewusst auf Standards, die es unnötigerweise in der Versicherungsbranche gibt. Ich denke nicht, dass man zwingend ein repräsentatives Gebäude samt Empfang, schicken Blumen und Marmorfußboden braucht – das alles sagt nichts über die Qualität der Versicherung aus. Was dagegen sehr wohl relevant ist, ist der Kund*innen-Service: Wenn ein*e Kund*in zwei Wochen keine Rückmeldung auf eine E-Mail bekommt, dann liegen die Prioritäten falsch. Im Versicherungskonktext funktioniert sehr viel mit Papier, darauf verzichten wir auch, denn alles ist digital. Außerdem setzen wir komplett auf flexible Arbeitszeitmodelle: Jede*r kann sich bei Segurio seine Zeit frei einteilen und arbeiten, wann und wo er oder sie gerne möchte. 9-to-5 ist heutzutage einfach nicht mehr zeitgemäß. Auch das steht im Gegenentwurf zur konservativen Branche, denn dazu muss sehr viel digital kommuniziert werden – es ist so wichtig, dass die Branche endlich im digitalen Zeitalter ankommt und Marketing- und Verkaufskanäle neu denkt. Sonst wird alles blockiert, was zu Innovation führt.“ 

Ihr macht es also bewusst anders? 

„Auf jeden Fall! Auch visuell, übrigens. Unsere Bildsprache ist unglaublich stark, versicherungsuntypisch und lustig – und zwar ganz bewusst, wie zum Beispiel unser Instagram-Kanal beweist.“ 

Das besondere bei Segurio ist ja, dass man online all das versichern kann, was einem lieb ist: Die teure Handtasche, aber auch Designer-Möbel, das Fahrrad, die Uhr. Immer öfter werden auch Sachen versichert, die gar nicht zwingend einen materiellen, sondern einen persönlichen Wert haben. Wie erklärst du dir das? 

„Oft handelt sich es sich beim Lieblingsstück um ein Erbstück oder ein Geschenk. Wenn ich dann die Perlenkette der Oma verliere, bekomme ich die ja nicht wieder. Aber der finanzielle Ausgleich hilft, über den Verlust hinweg zu kommen. Bei manchen Versicherungen ist es so, dass es im Falle eines Verlustes ganz genaue Vorgaben gibt, beispielsweise, wenn der exakt gleiche Gegenstand wieder erworben werden muss. Das ist natürlich total realitätsfremd: Die Perlenkette der Oma ist weg und ich soll mir eine neue kaufen? Da fahre ich doch lieber mit dem Geld in den Urlaub, denke an meine Oma und weiß, dass sie sich für mich freut. Es geht also um Emotionalität, oft auch um Erinnerungen.“ 

Und im Zweifel weiß man ja auch nicht, wie viel ein Erbstück eigentlich gekostet hat, oder? 

„Klar, für Geschenke und Erbstücke hat man selten eine Rechnung. Deswegen haben wir uns gegen vorgefertigte Bestimmungen entschieden, was den Wert der versicherten Gegenstände betrifft – auch wenn die Versicherungssumme natürlich realistisch sein soll. Dass eine Versicherung von Gegenständen ohne Rechnung und zu flexibleren Konditionen möglich ist, das empfinde ich als revolutionär.“ 

Und welchen persönlichen Gegenstand hast du sofort versichert? 

„Eine sonnengelbe Birkin Bag – extrem schick und passend zu meinem gelben Fahrrad, das auch bei Segurio versichert ist. Für mich steht die Handtasche sinnbildlich für Luxus und Wunschtraum und die 3,50 Euro, die ich monatlich für die Versicherung zahle, sind bestens investiert – und günstig. Wir wollen, dass sich jeder*r unsere Versicherungen leisten kann.“ 

Hast du in Sachen Führung ein Vorbild? 

„Ich finde Frauen spannend, die sich in verschiedene Branchen bewegen und gleichzeitig einen Sinn für nachhaltige und wertvolle Projekte und Ziele haben. Zita Cobb finde ich sehr inspirierend: Sie hat viele Jahre international in der Unternehmenswelt gearbeitet und ist schließlich wieder in ihre Heimat nach Neufundland zurückgekehrt. Dort hat sie auf Fogo Island ein Hotel eröffnet und ein Artist-in-Residency-Programm entwickelt. Sie arbeitet eng mit lokalen Erzeuger*innen und anderen Arbeitnehmer*innen zusammen, die ihre Jobs wegen der weltweit schrumpfenden Fischbestände verloren haben. Die Insel litt an Abwanderung und Zukunftsangst. Neue Perspektive schaffen, im Kleinen anfangen, investieren, die lokale Gemeinschaft stärken, neue Aufgaben meistern und gleichzeitig beweisen, dass mit Kunst und Kultur der Tourismus und die Wirtschaft in einem sehr entlegenen Teil der Welt angekurbelt werden können – das ist sehr inspirierend.“ 

Und dein Ratschlag an Frauen, die gründen wollen? 

„Nicht unterkriegen lassen! Und umgebt euch mit vielen anderen Menschen, tauscht euch aus. Die Zeiten der Geheimniskrämerei sind vorbei: Wir sind eine Generation, die gemeinsam mehr erreichen kann, als alleine.“

Liebe Nina, danke für das Gespräch.

Versichern geht jetzt noch einfacher – und für EDITION F-Leser*innen mit Rabatt

Mit Segurio ist es spielend leicht, seine Lieblingsstücke zu versichern – einfach den Versicherungswert eingeben, die passende Kategorie auswählen und monatlich bezahlen – fair und mit realistischen Preisen. Die Versicherung ist direkt weltweit gültig und komplett digital: vom Versicherungsabschluss bis zur Schadensmeldung. Und wer die Versicherung kündigen möchte, kann das einfach monatlich machen. 

Günstig ist das ganze auch: Ein Fahrrad mit der Versicherungssumme 1000 Euro kostet im Monat gerade mal 4,50 Euro – mit unserem Rabatt bekommt ihr 10 Euro, also in diesem Fall zwei Monate Versicherung, geschenkt. Interessiert? Hier entlang!

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