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Vegan, vegetarisch oder Unverträglichkeiten – Essen ist nicht immer eine Frage des Geschmacks

Kund*in
Kaufland
Autor*in
EDITION F studio
Gesponsert

Auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten kann anstrengend sein – darin sind sich Lana Wittig und Nora-Vanessa Wohlert von EDITION F einig. Lana ernährt sich vegan, Nora verträgt bestimmte Produkte nicht. Wir fragen nach: Ist eine eingeschränkte Ernährung heute eigentlich noch eine große Sache?

Essen und essen lassen

Wie schwierig hat man es heute noch, wenn nicht jede Zutat oder jedes Lebensmittel im Einkaufskorb landen soll oder darf? Die kurze Antwort: Es kommt drauf an. „Ich merke schon, dass sich die Lebensmittelindustrie immer mehr auf Menschen mit bestimmten Ernährungsstilen einstellt“, sagt Lana. Mit elf Jahren hörte sie auf, Fleisch zu essen und hat sich dann dazu entschlossen, ganz auf tierische Erzeugnisse zu verzichten – seitdem ernährt sie sich vegan. 

Während vegane Restaurants in Städten wie Berlin oder Hamburg inzwischen fester Bestandteil der Gastro-Szene sind, wird es schwieriger, sobald die*der Veganer*in die Großstadt verlässt: „Wir leben da schon sehr in einer Blase“, erzählt Lana. Aber es wird. Denn immer mehr Menschen ernähren sich vegan – das kommt nach und nach auch in den kleineren Städten an und wird nicht länger von Gastronomie und Supermärkten ignoriert. Das Thema ist also mehr als Trend. Zu diesem Ergebnis kommen übrigens auch Forscher*innen vom Bundesamt für Ernährung und Landwirtschaft im Ernährungsreport 2017: 71 Prozent der deutschen Bevölkerung über 14 Jahre halten vegane Lebensmittel langfristig für relevant. Trotzdem trifft Lana manchmal auf eine gewisse Hilflosigkeit: „Im Urlaub habe ich mal eine Kellnerin nach einer veganen Alternative gefragt und sie hat mir dann ein Käsebrot vorgeschlagen.“ 

Seitdem Lana Wittig elf Jahre alt ist, verzichtet sie auf Fleisch (Quelle: Delia Baum)

Wenn die Unverträglichkeit keiner Logik folgt

„Mein Problem ist weniger Unwissen, sondern dass ich selbst nicht immer weiß, ob ich bestimmte Lebensmittel vertrage, oder eben nicht,“ erklärt Nora. Nora hat eine Laktose- und Histamin-Unverträglichkeit. Auf Milchprodukte zu verzichten ist schon kein Kinderspiel, eine Histamin-Unverträglichkeit ist aber richtig fies. Jedes Lebensmittel hat einen unterschiedlich kleinen oder eben großen Anteil an Histamin. Das ermöglicht zwar eine erste Vorsortierung, sicher kann man sich aber nicht immer sein, denn der Histamin-Gehalt steigt, wenn Lebensmittel länger gelagert werden oder auch, wenn die Kühlkette einmal unterbrochen wurde.

Histamin ist vermehrt in Lebensmitteln zu finden, die länger gelagert werden oder auf eine lange Haltbarkeit ausgelegt sind, wie beispielsweise Konserven und Tiefkühlgerichte, fermentierte Speisen oder auch gärende Produkte wie Wein oder Sekt. 

Frische Lebensmittel sind also Trumpf, und damit eine Ernährung basierend auf Obst und Gemüse die Lösung? Nicht unbedingt: „Aubergine nein, Zucchini ja, Birne nein, Apfel ja – es folgt einfach keiner von außen sichtbaren Logik. Das macht es so unberechenbar“ meint Nora. Dazu kommt, dass bestimmte Lebensmittel zwar selbst gar keinen hohen Histamin-Wert haben, aber begünstigen, dass das Histamin im Körper freigesetzt wird – Erdbeeren zum Beispiel. Kurz: Es nervt.

Herausforderung Supermarkt

Selbst wenn man die Lebensmittel einigermaßen klar eingrenzen kann, kann es an einem Punkt schwierig werden: beim Einkauf. Denn dort steht man dann oft und besonders zu Beginn einer Nahrungsumstellung recht ratlos vor den vollen Regalen: „Am Anfang habe ich wirklich sehr viel Zeit in Supermärkten verbracht, um die Zutaten und Inhaltsstoffe zu prüfen“, sagt Lana.

Immer mehr Menschen mit unterschiedlichen Ernährungsstilen wünschen sich beim Einkauf mehr Orientierung. Bei der Supermarkt-Kette Kaufland kann man deswegen schon online vorab oder während des Einkaufs filtern, welche Produkte im gesamten Sortiment veganvegetarisch oder laktosefrei sind. Im Markt kann man an den Etiketten sogar erkennen, welche Lebensmittel direkt aus dem Umland kommen und daher besonders frisch im Supermarkt landen. Auch bestimmte Eigenmarken, die klar als vegan, laktosefrei oder vegetarisch gekennzeichnet sind, helfen. Das macht Inhaltsstoffe studieren überflüssig.

Zu Gast bei Freund*innen

Essen ist nicht nur Ernährung, Essen ist Kultur und wie Lana sagt: wertvoll. Kaum eine Freizeitbeschäftigung ist so beliebt, wie gemeinsames Kochen oder (wer das Kochen lieber anderen überlässt) im Restaurant mit Freund*innen bei einem tollen Essen Zeit zu verbringen. Was passiert, wenn jeder dieser Ausflüge, Einladungen oder Kochabende auf eine limitierte Zutatenauswahl trifft? „Ich weiß ja, was ich essen kann und was nicht. Im Grunde ist es nichts anderes, als wenn man bestimmte Lebensmittel meidet, weil sie einem nicht schmecken – das passiert ja täglich in unzähligen Küchen. Es sind eher Feinheiten, die ich neu dazu gelernt habe. Wenn ich beispielsweise mal Fleisch esse, kommt es erst kurz bevor ich es verarbeite aus dem Kühlschrank. Vor meiner Unverträglichkeit habe ich da nicht so drauf geachtet“ erklärt Nora.

Lana sieht das ähnlich. Wichtig ist ihr der Unterschied zwischen Dogmatismus und Inspiration – auch beim Kochen mit Freund*innen und Familie. „Ich habe ja nicht aufgehört, Fleisch zu essen, weil ich es nicht mag, sondern weil es für mich aus ethischer Sicht nicht tragbar ist. Und wenn ich mit Freundinnen koche, möchte ich ihnen zeigen, wie einfach es eben doch ist, auf Butter, Sahne, Käse und Fleisch zu verzichten. Das Ergebnis ist trotzdem super lecker und das Kochen mit neuen Zutaten auch eine Frage der Gewohnheit.“ 

Und bei einer Einladung? Nora empfiehlt eine klare Kommunikation: „Wenn es sich anbietet, frage ich vorher einfach nach, was geplant ist.“ Dann könne man auch einfach anbieten, selbst etwas mitzubringen – das entlastet dann auch den*die Gastgeber*in. 

Was heißt das für den Alltag 

Lana hat inzwischen gemerkt, dass sie gar nicht so viele Stunden im Supermarkt mit Etiketten-Recherche und Umdenken hätte verbringen müssen: „Nicht jedes Lebensmittel muss durch eine vegane Variante ersetzt werden. Man kann eine einzelne Zutat auch einfach weglassen.“ Nach so vielen Jahren als Veganerin hat sie inzwischen ihre Lieblingsrezepte gefunden – und die sind gar nicht kompliziert oder besonders außergewöhnlich: Wenn es schnell gehen muss, gibt es bei ihr beispielsweise Nudeln mit Tomatensoße. „Sobald man bestimmte Routinen verinnerlicht hat und nicht über jede Lebensmittelentscheidung nachdenken muss, wird es leichter,“ ergänzt Nora. Und irgendwann wird die Ernährung einfach Alltag. 

Ist eine eingeschränkte Ernährung also noch eine große Sache? Supermärkte, Restaurants, Freund*innen – wenn es für all diese keine (große) mehr ist, dann lautet die Antwort: Nein.

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