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Zwischen Anspruch und Wirklichkeit: 16 Wahrheiten über Hochzeiten

So eine Hochzeit ist ein Liebesfest, bei dem es sich in erster Linie um zwei Personen dreht? Weit gefehlt. Dieses Fest kann zum Politikum werden. 16. Wahrheiten über Hochzeiten.

Der schönste Tag des Lebens? Wenn da nur nicht all die Stolperfallen wären

Heutzutage muss ja niemand mehr heiraten. Entscheiden wir uns also dafür, dann vor allem aus romantischen Gründen (endlich mal ein Fest nur für uns!) oder aus einem Traditionsbewusstsein heraus (also zuliebe des Seelenheils von Oma und Opa). Oder weil das mit der Steuer dann irgendwie toller wird (denkt man zumindest).

Und ganz besonders Ersteres ist ja ein ziemlich legitimer Grund, um das mit der Hochzeit auch ohne Notwendigkeit durchzuziehen. Aber schafft man es wirklich, aus einer Hochzeit ein echtes Fest der Liebe zu machen, das sich nur um zwei Personen dreht? Nun, was erstmal logisch klingt ist manchmal gar nicht so einfach umzusetzen – denn die Realität ist eben oft gar nicht so flauschig und romantisch, wie man sich das wünschen würde. Ganz einfach, weil man so ein Fest ja mit Menschen feiert, vielen anderen Menschen – und genau deshalb kann einiges schiefgehen, kompliziert werden und tja, auf einmal befindet man sich gefühlt gar nicht mehr auf einer Hochzeit, sondern in diplomatischen Verhandlungen mit mehreren verfeindeten Ländern.

16 Wahrheiten über Hochzeiten

1. Diese Feste machst du nicht alleine für dich und für deinen Herzensmenschen  – zumindest vergisst man das zwichendurch selbst viel zu oft. Und wenn nicht, dann erinnern dich Familie und Freunde mit ihren Befindlichkeiten daran.

2. Wer bekommt eine Einladung, wer nicht: Das ist Politik in Reinform. „Das wird XY sicher nicht persönlich nehmen, weil man kann ja nicht jeden einladen!“ Oh nein, vergiss es. Das wird persönlich genommen. Und wie.

3. Die Sitzordnung ist fast der heikelste Part der Veranstaltung. Das kann Freundschaften zerstören und Familien in tiefen Zwist treiben. „Wieso muss ich hier hinten sitzen?!“ „Warum muss ich ausgerechnet neben DEM oder DER sitzen?“ „Und wieso bin ich so weit weg vom Buffet?„ Hier werden sich zu recht ohne Ende Gedanken gemacht. Denn beleidigte Menschen auf einer Hochzeit sind Gift – und nein, sie werden sich euch zu Liebe nicht zusammenreißen.

4. Egal wie viel und wie gut ihr plant oder ob das sogar jemand Professionelles für euch übernimmt: Es wird nicht alles so laufen, wie ihr euch das überlegt habt. Zu viele weiche Faktoren, wie Wetter und Menschen. Vor allem Menschen, das ist leider heikel und vollkommen unkontrollierbar. Die gute Nachricht: Davon muss sich wirklich niemand die Laune verderben lassen.

5. Familienfotos sollten möglichst am Anfang der Veranstaltung gemacht werden. Denn da gibt’s noch keine Fehden und die Gefahren: müde, Hunger, kalt und betrunken, halten sich auch noch in Grenzen.

6. Auch so ein heikles Thema: Musik. Klar sollte hier jedes Paar spielen, auf was es Lust. Aber wer nicht nach dem Höflichkeitstanz, den jeder abliefert, der irgendwas mit dem Thema anfangen kann, alleine auf der Tanzfläche stehen will, sollte nach ein Playlistwünschen der Gäste fragen. Zumindest nach den der liebsten Gäste.

7. Die Entscheidung für ein Menü oder eine Speisenauswahl kann eine Menge Nerven kosten. Also nehmt am Ende einfach, was euch selbst besonders gut schmeckt. Wenn die Gäste cool sind, dann essen sie das ohne zu murren. Und es würde sowieso immer jemand etwas zu meckern haben.

8. Neben der Auswahl der Speisen auch nicht zu unterschätzen: Zu wenig Essen ist ebenso ein Stimmungskiller, wie das falsche. Im Zweifel können sich die Gäste mit viel anfreunden, nur nicht mit einem leeren Magen.

9. Die Hochzeitslocation sollte nicht nur aufgrund ästhetischer Merkmale ausgesucht werden, hier braucht es für die richtige Wahl auch etwas Pragmatismus. Sucht euch eine Location, die schon einen Tag vorher begehbar und gestaltbar ist. Sonst dreht das Orga-Team durch.

10. Spiele. Auch so ein heißes Thema. Während die einen sofort erschrocken abwinken, proben die anderen schon Wochen im Voraus, um eine gute Performance abzuliefern. Aber wer weiß schon, zu welcher Sorte das Brautpaar gehört (hier kann es große Überraschungen geben). Also stimmt euch ab, auch weil es sonst zum Spiele-Overkill kommen könnte – und das nervt dann selbst die, die skurrilerweise schon von Beginn an Lust hatten.

11. Bräuten sagt man an diesem Tag nichts anderes als: Alles wundervoll, alles wunderschön, alles super lecker. Ganz im Ernst, lasst als Gäste die kritischen Blicke zuhause – Dämme brechen an diesem Tag schnell, und niemand will sich aufs Karma-Konto schreiben, dass er eine Braut zum Heulen gebracht hat.

12. Ein leider häufig ungeachteter Tipp: Wer kein Organisationstalent ist, sollte sich auf eine kleine Hochzeitbeschränken. Es ist tatsächlich unkomplizierter.

13. Hochzeiten sind teuer. Und sie sind immer teurer, als zunächst gedacht. Und das kommt nur manchmal über die Geldgeschenke wieder rein. Überlegt euch also wirklich, mit was für einem Budget die Feier noch Spaß macht und wann man nur noch genervt schaut, wenn sich einer der Gäste zum dritten Mal beim Rehrücken bedient und sich die Pulle Champagner auf den Tisch stellen lässt, statt das gesittete Nachfüllen der Gläser abzuwarten.

14. Wer heiratet, hat einen Nebenjob. Über Monate. Unbezahlt. Ja, große Freude! Auf einmal wird man zur Eventplanerin oder zum Eventplaner, ganz gleich ob man das wollte oder nicht.

15. Die Spontanität der Gäste kann schön sein, kann aber auch alles sprengen. Hier zählt eine gesunde Portion Empathievermögen, denn die Gäste kennen vermutlich nicht alle Programmpunkte – und auch hier können Braut und Bräutigam sehr sensibel sein. Schließlich haben sie für diesen Tag monatelang umsonst gearbeitet. Neben der Arbeit.

16. Lustige Fotos aus Einmal-Kameras sind neben denen des Fotografen oder der Fotografin tatsächlich eine gute Idee. Bis die Künstler die nämlich abliefern, vergehen nicht selten Wochen, manchmal Monate – und um alle bei Laune zu halten, braucht es eben ein paar Bild-Snacks für zwischendurch. Auch wenn die in der Regel alle unmöglich aussehen.

Am Ende steht also fest: Es kann ein Fest der Liebe werden, aber nur, wenn sich alle Beteiligten ein wenig zusammenreißen. Viel Glück dabei!

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