Foto: Erik Dungan/Unsplash

Warum ich Sport hasse – und den Sportunterricht an Schulen noch mehr

Autor*in
Nina Schröter

Unsere Community-Autorin ist dick – und in ihrer Kindheit und Jugend ist kaum ein Tag vergangen, an dem sie daran nicht erinnert wurde. Eine unrühmliche Rolle bei der Diskriminierung von dicken Kindern und Jugendlichen, sagt sie, spielt bis heute der Sportunterricht an unseren Schulen.

Sport wurde mir versaut

Ich bin dick. Ich spreche das nie aus, aber natürlich weiß es trotzdem jede*r. Heute würden wohl auch die meisten Menschen widersprechen, wenn ich das sage, weil sie mich nicht verletzen wollen. Das war nicht immer so, in meiner Kindheit und Jugend ist kaum ein Tag vergangen, in dem mich nicht jemand auf unangenehme Weise daran erinnert hat, dass mit mir etwas „nicht stimmt“. Beides ist eigentlich grundlegend falsch, wenn auch auf unterschiedlichen Ebenen: Niemand hätte jemals das Recht gehabt, mich zu beleidigen oder mein Gewicht anderweitig negativ zu kommentieren. Es heute totzuschweigen, weil es ein unangenehmes Thema ist oder sein könnte, ist aber auch falsch. Deswegen ist damit heute Schluss. Ich bin dick und ich will offen darüber reden, was das mit mir macht. Dick sein bringt einiges an Traumapotenzial mit sich – dazu bestimmt zu einem späteren Zeitpunkt noch mehr. Eine Sache, die mir durch mein Gewicht und den Umgang meiner Umwelt damit im Prinzip versaut wurde, ist Sport.

Seit ich denken kann, hasse ich Sport

Wie furchtbar Sportunterricht sein kann, dürfte eigentlich für niemanden eine Überraschung sein – außer vielleicht für diejenigen, die immer schon gut in Sport waren und die sich nie mit denen unterhalten haben, denen es anders ging. Und die keine Nachrichten lesen.

Seit ich denken kann, hasse ich Sport. Beim Sport ist mir mein Körper auf unangenehme Weise immer präsent: Er fühlt sich zu schwer und zu ungelenk an. Mir wurde aber immer schon suggeriert, ich müsste mehr Sport machen, um abzunehmen. Gleichzeitig wurde mir aber auch immer, wenn ich Sport gemacht habe, sehr deutlich gezeigt, dass mit mir etwas nicht stimmt, dass ich hier nicht hingehöre. Es wurde nie an abwertenden Kommentaren gespart. In meinem Sportunterricht übrigens in erster Linie von den Lehrkräften (ein beliebtes Beispiel: Beim Geräteturnen fiel der Satz „Das arme Pferd“ bei dicken Mitschüler*innen).

Es ist also nicht nur so, dass ich mich schon ganz alleine unwohl gefühlt habe, weil ich wusste, dass mit meinem Körper etwas nicht stimmt. Nein, noch dazu wurde mir im Sportunterricht dann jeglicher Spaß an Bewegung genommen durch verletztende Kommentare und ein Benotungssystem, das grundsätzlich nur diejenigen belohnt hat, die von vornherein schon gut waren. Während ich also Sport machen sollte, um „normaler“ zu werden, wurde mir gleichzeitig klar gezeigt, dass ich fürs Sporttreiben nicht gut genug bin – eben weil ich nicht „normal“ war.

Kein Kind sollte „abnehmen müssen“

Ich halte es heute für grundlegend verkehrt, Kindern einzureden, sie müssten abnehmen. Ich halte es für ebenso verkehrt, sie mit diesem Gedanken zum Sport zu schicken. Sport ist für mich seitdem immer mit dem Ziel verbunden abzunehmen – völlig unabhängig davon, dass ich selbst dieses Ziel nicht verfolge. Und wer einmal versucht hat abzunehmen, der weiß wie demotivierend dieser Gedanke sein kann.

Unabhängig von dieser Verknüpfung halte ich aber die Art, wie Sport an Schulen (und zum Teil auch in Vereinen) vermittelt wird, für toxisch. Statt sich darauf zu konzentrieren, Spaß an Bewegung zu vermitteln, werden alle, die nicht von vornherein ein Grundtalent mitbringen, bestraft. Mir wurde in 13 Jahren Schullaufbahn in keiner Sekunde Sportunterricht das Gefühl vermittelt, dass ich dort etwas lernen kann. Niemand hat sich jemals die Mühe gemacht, mit mir zu trainieren und auch nur kleine Verbesserungen wertzuschätzen. Stattdessen habe ich mir viele verletzende Sprüche angehört, schlechte Noten kassiert und bin als letzte von der Bank gewählt worden, bis ich irgendwann beschlossen habe, dass Sport nichts für mich ist und ich deswegen auch einfach nicht mehr mitmache.

Angst vor negativen Kommentaren und Blicken

Ich habe erst im letzten Jahr ansatzweise festgestellt, dass Bewegung Spaß machen kann und in mir durchaus eine Neugier auf Sportarten schlummert. Es ist für mich aber immer noch schwer dem nachzugehen. Mit anderen Menschen gemeinsam sportlich aktiv zu sein, ist der Horror für mich. Ich habe Angst vor negativen Kommentaren oder Blicken. Ich weiß, dass ich weniger fit und weniger talentiert bin als die meisten anderen und ich gehe davon aus, dass alle automatisch denken „Kein Wunder, dass die Dicke das nicht kann“. Was im Grunde nicht mal unwahr ist, aber nicht, weil ich körperlich nicht in der Lage bin, sondern weil ich mein Leben lang vermieden habe, mich sportlichen Herausforderungen zu stellen, aus Angst vor genau diesen Kommentaren. Ich versuche daher jetzt langsam, Spaß an Bewegung zu fördern und mich nicht von vermeintlichen Urteilen anderer beeindrucken zu lassen. Vielleicht komme ich irgendwann mal an den Punkt, an dem ich einfach so aus Spaß mit Freund*innen sportliche Aktivitäten plane, statt aus fadenscheinigen Gründen abzusagen.

Das Problem geht euch alle an!

Wir könnten jetzt alle so tun, als wäre das mein Problem. Meine Unsicherheit, an der ich arbeiten muss. In Wirklichkeit geht das aber euch alle an. Ihr alle spielt mit in dem Spiel, das mir und vielen anderen das Gefühl vermittelt falsch zu sein. Dadurch, dass ihr alle Schönheitsidealen hinterherlauft. Jedes mal, wenn ihr davon erzählt, dass ihr abnehmen wollt oder jemanden dafür lobt, abgenommen zu haben. Wenn ihr euer Essen oder das Essen anderer kommentiert. Wenn ihr die Kleidung anderer kommentiert. Und eben auch jedes Mal, wenn ihr in eurem Sportkurs jemanden schief anguckt oder euch darüber beschwert, wenn jemand (noch nicht) gut genug ist. Niemand ist mehr so offen feindlich wie zu Schulzeiten. Aber glaubt nicht, dass die subtilen Nachrichten nicht auch ankommen.  Die gute Nachricht ist: Es muss so nicht sein.

Und was wir alle dagegen tun können …

Das richtet sich nicht nur an Sportlehrer*innen – obwohl ich überzeugt davon bin, dass es hier dringlichen Reformbedarf gibt und ich weiß, wie viele Sportlehrer*innen bei mir und anderen Menschen psychische Schäden angerichtet haben. Es richtet sich an euch alle, vor allem diejenigen unter euch, die nicht nachvollziehen können, warum Sport für manche Menschen so negativ besetzt ist. Dies geht raus an die coolen Kids, die in Sport immer schon eine Eins hatten und noch nie als Letzte von der Bank gewählt wurden. Jede*r von uns kann in diesen Punkten besser werden. Und jede*r einzelne kann dazu beitragen, dass das Leben von anderen weniger beschissen ist.

Hört auf mit Fat-Shaming. Körper sind unterschiedlich. Menschen sind unterschiedlich. Kein Körper ist besser als der andere. Sportlichkeit hat nichts mit Gewicht zu tun.

Mehr Spaß, weniger Wettbewerb. Wenn schon immer alle argumentieren, dass Sportunterricht so wichtig ist, um Bewegung in das Leben der Schüler*innen zu bringen, dann stellt doch einfach den Spaß in den Vordergrund. Nicht alles muss benotet werden. Es muss nicht immer darum gehen höher, schneller oder weiter zu kommen.

Übung statt Talent. Das ist etwas, das ich selbst tatsächlich immer noch nicht ganz verinnerlicht habe. Um in Dingen gut zu werden, braucht es in erster Linie Übung und nicht Talent. Statt also grundsätzlich zu belohnen, wenn jemand etwas gut kann, fokussiert euch doch lieber darauf, denen, die es noch nicht können, beizubringen, wie sie besser werden können.

Unterstützt euch. Gebt Mobbing keinen Raum. Unterstützt euch und habt Spaß zusammen. Kämpft gemeinsam gegen toxische Strukturen.

Bildet Banden. Oder eigene Sportvereine.

Ich kann den Sportunterricht als Institution verteufeln und mit Hass auf die coolen Kids meiner Schulzeit zurückblicken. Ich kann lange Reden darüber schwingen, was sich in der Gesellschaft ändern muss. Das ist richtig und wichtig. Genauso wichtig ist es aber, dass ich mich im Hier und Jetzt darum kümmere, dass ich mit mir und mit dem Sport cooler werde. In klassischen Sportkursen wird das nix – dafür erinnert mich das alles zu sehr an früher. Ich träume daher von einem eigenen Sportverein für unsportliche Menschen. Ein Verein für alle, die gerne mal etwas ausprobieren und lernen möchten, ohne sich dabei schlecht zu fühlen.

Ich möchte daher eine Gruppe gründen, die gemeinsam Sportarten ausprobiert und trainiert. Und zwar mit euch. Nicht mit denen unter euch, die sich lustig machen über Unsportlichkeit und die es okay finden, die Körper anderer Menschen zu beurteilen. Sondern mit denen unter euch, die sich irgendwie wiedererkennen in diesem Text. Mit euch gemeinsam möchte ich einen Ort finden, an dem wir okay sind. An dem wir ausprobieren können, ohne bewertet zu werden. An dem wir uns gegenseitig supporten können und lernen, uns selbst anzunehmen. Ich will eine Gruppe, die gemeinsam Lust an Bewegung entdeckt – nicht um abzunehmen, sondern um Spaß zu haben. Vielleicht schaffen wir es dabei ja auch, uns selbst zu verzeihen für all die Jahre, in denen wir uns vor uns selbst verstecken wollten.

Unsportliche Menschen in Berlin: Meldet euch bei mir, wenn ihr euch angesprochen fühlt! Hier geht’s zu Ninas Twitter-Account.

  1. Danke. Genauso ist es, übrigens nicht nur für Dicke, sondern zB auch für Hochsensible. Wettkampf interessiert mich nicht, hat es nie getan. Schneller, höher, weiter ist der falsche, der absolut falsche, undemokratische und unethische Weg. Niemals wurde auch nur eine einzige Regel erklärt, und obwohl ich wusste, wie man zB über einen Bock springt, konnte ich es nie.In Deutsch und Mathe ist man da schon weiter, Lese-Rechtschreibschwäche und Rechenschwäche sind anerkannt. Warum ist der Sportunterricht bei den Methoden von 1950 stehen geblieben? Warum wird Körperbewusstsein nicht gelehrt? Warum bleibt die Lüge, Breitensport sei fair, wissenschaftlich unwidersprochen? Warum fehlt zB Wandern und erfahrungsbasiertes, wettkampffreies Tanzen wie zB Biodanza auf den Lehrplänen?
    Warum ist der Sportunterricht so entsetzlich rückständig?

  2. Unser Sportunterricht hat mir sehr gut gefallen – das lag aber natürlich sehr an der Lehrerin. In der Oberstufe durften wir selbst eine Stunde gestalten – damit kamen auch andere Sportarten zum Zug wie Yoga und Tanzen. Hoffentlich nehmen sich dies andere Sportlehrer auch zu Herzen. Denn vor dieser Lehrerin hieß es bei uns Mädels immer Volleyball spielen und bei den Jungs immer Fußball – das kann es ja nicht sein. Generell sollten aber auch Eltern vorleben, dass Bewegung Spaß macht und wieviel Vielfalt es beim Sport gibt. Die Schule kann wie so oft nicht abfedern, was zu Hause nicht vorgelebt wird.

    1. Wow, ich bin überrascht wie schlecht dieser Artikel ist. Warum? Die Autorin bedient Klischees vom Sportunterricht und dicken Menschen. Hier wird solch ein Schubladen-Denken präsentiert und die Schuld auf andere abgewälzt…

      Meine Highlights:
      „ Unabhängig von dieser Verknüpfung halte ich aber die Art, wie Sport an Schulen (und zum Teil auch in Vereinen) vermittelt wird, für toxisch.“

      Woran wird das belegt? Alle über einen Kamm scheren… Aber klar, jeder Sportunterricht wird so ablaufen…. Ernsthaft, ah…

      „Kein Wunder, dass die Dicke das nicht kann“. Was im Grunde nicht mal unwahr ist, aber nicht, weil ich körperlich nicht in der Lage bin, sondern weil ich mein Leben lang vermieden habe, mich sportlichen Herausforderungen zu stellen, aus Angst vor genau diesen Kommentaren.“

      Ehm, doch, genau dein Übergewicht sowie dein Bewegungsmangel sind dafür verantwortlich… Lies doch mal ein paar Studien?!! Als Tip – Google.Scholar und folgende Suchbegriffe: Übergewicht+Bewegungsmangel+sportliche Leistung… Aber okay, es sind natürlich die Kommentare der Anderen…

      „ und ich weiß, wie viele Sportlehrer*innen bei mir und anderen Menschen psychische Schäden angerichtet haben.“

      Einfach nur unfassbar diese Aussage. Wie unreflektiert, wie unfair allen Menschen gegenüber, die jungen Leuten den Sport näher bringen wollen..

      Ich höre hier auf, obwohl noch etliche Aussagen einfach zum Haare ausreißen sind. Seit respektvoll zueinander und hört auf in Klischees und Schubladen zu denken.

  3. Der Artikel spricht uns aus der Seele. Wir als Beratungszentrum bei Essstörungen Dick & Dünn e.V. in Berlin erleben es häufig, dass schwergewichtige Frauen und Männer nicht nur eine lebenslange Diätgeschichte sondern auch ein Sporttrauma teilen. Welches Kind wird schon durch Sprüche zu mehr Bewegung motiviert, wie etwa „Stell mal den Dicken ins Tor!“ oder „Deutsche Panzer rollen wieder!“ Geäußert von Sport-PÄDAGOGEN! Mit dem vermeintlichen Ziel, solch derbe Sprüche, müssten eine*n Jugenliche*n doch mal „audwecken“, „damit es mal „Klick macht“. Was tatsächlich passiert: Entweder regt sich (eigentlich gesunder ) Widerstand, was sich in einer Trotzhaltung äußert und gerade beim Essen in resignativem „Dann fress ich eben, ist ja eh egal!“ mündet oder auch in striktem Diäthalten, was nicht selten eine Magersucht zur Folge hat. Sehr viele magersüchtige, sehr junge Mädchen und Jungen (im Alter von 10-13 Jahren) waren zuvor ein bisschen schwerer und haben, weil sie Fatshaming nie wieder erleben wollten rigoros abgenommen; oft begleitet von exzessiven Sporteinheiten zuhause im stillen Kämmerlein. Liebe Sport-Pädagogen: Wollt ihr das?

    Deswegen begrüße ich Ihre Initiative Sport einfach aus just for fun in einer Gruppe machen zu wollen.

  4. Ich bin auch eine von denen, die Sport immer gehasst haben. Nicht, weil ich dick war, sondern weil ich auf Grund meiner Sehbehinderung nicht so leicht Bewegungsabläufe imitieren, mich elegant bewegen, keine Bälle fangen konnte etc. Ich habe auch immer schlechte Noten kassiert und bin stundenlang am Rand gesessen, weil „du ja beim Volleyball nicht mitmachen kannst“ – bis ich als Teenager rebelliert und mir ein Sport-Attest besorgt habe. Erst als Erwachsene habe ich mich getraut, verschiedene Sportarten auszuprobieren und habe leider heute immer noch zu wenig Zeit, alle Sportarten zu praktizieren, die mir eigentlich Spaß machen. Aber ich weiß, als blinder Mensch kann man Ski fahren, Tango tanzen, klettern, Judo machen, reiten… solange es Menschen gibt, die bereit sind, die Sportart mit meinen Möglichkeiten zu vermitteln. Schade eigentlich, dass ich nicht in Berlin lebe, sonst wäre ich ein erstes Mitglied für deinen Sportverein!

  5. Da kommt jetzt die nächste Identitätsgruppe, die besondere Regeln und Rücksichtnahme für sich einfordert: Die Übergewichtigen. Unsportlich war auch ich in der Schule – aber nicht dick. Bewegung habe ich im Alltag gehabt: Radfahren, einfach zu Fuß zur Schule, Spaziergänge mit Freunden. Meine Eltern, Freunde und die Umwelt haben mich auf Trab gehalten, als Aufgabe der Schule habe ich das nie gesehen. Der Sport wurde mir nicht versaut, mir fehlten und fehlen die Kraft und die mentale Fähigkeit, um aus Bewegung eine gezielte sportliche Leistung zu machen. Das finde ich weder schlimm noch werfe ich es anderen vor. Eines aber habe ich im Schulsport gelernt: Man kann auch seinen Körper trainieren und verbessern, wenn man es will, so wie man auch für Mathe oder Englisch lernen kann. Für die Abiturnote haben einige Mitschülerinnen und ich das getan. Meine pummelige Freundin hat eine super Bodenturn-Kür einstudiert, ich habe mir soviel Technik angeeignet, um bei Volleyball eine halbwegs akzeptable Figur zu machen. Das war es dann mit den sportlichen Aktivitäten in meinem Leben, was ich ausschließlich meiner Trägheit zuschreibe – in Bewegung bin ich aber all die Jahre danach geblieben.
    Liebe Nina Schröter, Sie gestehen ja selbst ein, dass man Dicksein und Unsportlichkeit nicht ohne Weiteres miteinander verknüpfen darf. Ich empfehle den Besuch eines Frauenhandballspiels, da kann man manch kräftige Spielerin sehen, die mit ihrer körperlichen Präsenz das ganze Team im Spiel hält und zudem schnell ist. Auch sollte ein übergewichtiger Mensch sein Ernährungsverhalten nicht völlig aus dem Blick verlieren und sich ausschließlich als Opfer eines Schönheitsideals sehen. Ehrlich gesagt, es gibt auch in der jungen Generation viele Männer und Frauen, die daran Anstoß nehmen, wenn das Gegenüber immer irgendwas im Mund kaut oder in unpassenden Situationen, zum Beispiel während einer Vorlesung, isst. Übergewicht ist ein Problem, das sich gesundheitlich oft erst im Alter bemerkbar macht. Besagte pummelige Freundin hat mittlerweile Knieprobleme. In der Kindheit und Jugend ist es am leichtesten, jenseits genetischer Disposition die Weichen für gesunde Ernährung zu stellen. Bei Kindern ein Bewusstsein für das Körpergewicht zu schaffen, hat daher nicht unbedingt etwas mit irgendeinem Schlankheitswahn zu tun, sondern schlicht auch mit Verantwortung.

  6. Der Sportunterricht ist beim Turnvater Jan stehengeblieben.

    Den Kindern wird nichts beigebracht, die Freude an der Bewegung wird nicht vermittelt.

    Nur muffiges Teamplay, Leichtathletik und sonstiges überflüssiges was irrelevant ist.

    Der Nationalsozialismus ist virulent. zäh wie Leder, hart wie Kruppstahl…

    Zum Kotzen.

  7. Sehr emotionaler Beitrag. Ich glaube, das „Body-Shaming“ geht in alle Richtungen. Auch der „Spargeltarzan“ bzw. die „Bohnenstange“ hat es heutzutage nicht leicht. Gerade bei Jungs ist das ein großes Thema.

    Sport ist aber grundsätzlich etwas positives und sollte auch so besetzt sein in unserer Gesellschaft.

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