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5 Gründe, warum Kinder das Leben schöner machen

Kinder sind anstrengend? Ja, wahnsinnig. Aber sie machen das Leben auch schöner – und viel lustiger.

 

Kinder sind Monster?

Ich finde nichts langweiliger als wenn Leute darüber reden, warum sie keine Kinder wollen. Kinder sind Ego-Schweine, verbreiten Dreck und Unordnung, machen dich zum übermüdeten Zombie, isolieren dich von der Außenwelt, bringen dich an den Rand des Nervenzusammenbruchs, stehen der Selbstverwirklichung im Weg, und fast allem, was Spaß macht. Bla, bla, bla, weiß doch jeder. Viel interessanter finde ich da die Frage einer Freundin: „Warum sollte ich mir den Stress eigentlich antun?”

Während ich spontan drei Seiten über die Schattenseiten des Lebens mit Kindern voll schreiben könnte, musste ich über diese Frage tatsächlich erst nachdenken. Und dass, obwohl ich immer 100 Porzent sicher war, dass ich Kinder will und auch jetzt (mit zwei Kindern in Windeln) noch immer ein großer Fan vom Kinderkriegen bin.

Ganz ohne irgendjemanden bekehren oder überzeugen zu wollen (ich habe überhaupt kein Problem mit der Kinderlosigkeit anderer Leute), hier meine Top Five meiner Gründe für Kinder.

1. Kinder vertreiben den Zynismus

Sarkasmus befällt ja die meisten von uns früher oder später. Been there, done that, alles kalter Kaffee, nichts reißt uns mehr vom Hocker. Kinder sind da ein potentes Gegengift. Erst gestern hat meine Tochter den ganzen Nachmittag verliebt auf ein Bonbonpapier gestarrt, es immer wieder hoch gehalten und gesagt: „Mama, guck, ein Foto. Schööööön.“

2. Kinder sind positive Kräfte

Die meiste Zeit über sind sie kleine Bälle, die – aufgeladen mit positiver Energie – durch dein Leben hüpfen. Egal wie scheiße alles gerade ist, sie bringen dich zum Lachen, immer wieder, garantiert. Mein persönliches Antidepressivum.

3. Kinder eröffnen neue Perspektiven

Du sprichst mit Menschen, mit denen du nie gesprochen hättest. Du balancierst über Mauern, die du nicht einmal gesehen hättest. Du fängst an, deine Eltern mit anderen Augen zu sehen. Du fühlst dich, einen Kinderwagen vor dir herschiebend, plötzlich dem Rollstuhlfahrer neben dir auf dem Bürgersteig verbunden, weil ihr beide nicht durch die Baustelle passt. Du singst Lieder, die du nie gesungen hättest. Du liest Bücher, die du nie (wieder) gelesen hättest. Du brauchst eine Stunde für einen Weg, der sonst in 15 Minuten an dir vorbei gerauscht wäre. Du lachst und lachst und lachst – über Dinge, die du nie lustig gefunden hättest. Dinge, die nie passiert wären.

4. Kinder setzen ungeahnte Energien frei

Dazu muss ich einfach Schotty zitieren. In der Folge „Angehörige” redet der Tatortreiniger mit dem Freund eines toten Zauberers über Glück. Schotty sagt, das mit dem Glücklichsein sei einfach so verdammt anstrengend. Die ganze Sache mit den Frauen zum Beispiel. Ob er denn überhaupt nicht bereit sei, sich für sein Glück auch mal anzustrengen, fragt der Freund.

Seine Antwort: „Im Prinzip weiß man ja, dass Kinder noch viel anstrengender sind als eine Frau, ne? Aber wenn ich mir denke, dass ich ein Kind hätte, da habe ich das Gefühl, das könnte sich lohnen. Anders gesagt: Es gibt so eine Art ungeöffneten Behälter an Energie in mir, der für ein Kind oder für Kinder reserviert ist. Dieser Behälter, der ist unendlich groß.“ So einen Behälter haben viele von uns. Ich finde: Schade, wenn er zu bleibt.

5. Kinder holen das Beste in dir hervor

Sie bringen dich dazu, etwas mehr die zu sein, die du sein willst. So ist das bei mir zumindest. Kinder machen alles nach, das fängt viel früher an als man denkt. Spätestens wenn dein Kind ein Wort wiederholt, das aus seinem Mund irgendwie befremdlich und so gar nicht süß klingt, fängst du an, dir Fragen zu stellen und dich neu zu justieren. Fragen über deine Beziehungen, dein Konfliktverhalten, über deine Umgangsformen, deine Ernährung, deinen Lebenswandel, deine Ziele im Leben. Klingt schlimm, ist es aber nicht. Im Gegenteil.

Diese Text ist zuerst auf Johannas Blog To Maternity and Beyond erschienen. Wir freuen uns, ihn auch hier veröffentlichen zu können.

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