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4 Tipps für mehr Selbstbewusstsein: So gehst du keine faulen Kompromisse mehr ein

Viele von uns können in Sachen Durchsetzungsvermögen noch den ein oder anderen Tipp gebrauchen – und genau deshalb kommen hier vier, die richtig gut und sehr einfach umzusetzen sind.

 

Seine Wünsche durchsetzen statt immer nur Kompromisse eingehen

Selbstbewusst, durchsetzungsfähig und nie verlegen, seine Wünsche zu äußern? Nun, seien wir doch mal ehrlich: Die meisten von uns können das ab und an ganz gut – können jedoch ebenso auch noch ein paar Tipps gebrauchen, wie das besser geht.

Warum wir darin manchmal nicht die Besten sind, kann verschiedene Gründe haben. Die einen sind einfach schüchtern oder introvertiert, die anderen wollen nicht, dass sich das Gegenüber überfahren vorkommt und halten sich aus einem (falsch verstandenem) Empathie-Gefühl zurück. Und das sind auch keine schlechten Eigenschaften, denn wir können nicht alle Selbstbewusstseins-Protz geboren werden.

Aber es lohnt sich, sich in diesen Situationen mal genauer anzusehen und zu fragen, ob eine andere Reaktion nicht doch besser gewesen wäre. Solltet ihr euch für ein Ja entscheiden: super, denn Durchsetzungsvermögen kann man lernen – und das lohnt sich beruflich sowie privat. Wie das geht, zeigt ein schönes Video von Well Cast – wir haben die Tipps für euch zusammengefasst.

Selbstbewusster sein: 4 easy Tipps

1. Setz deine ganz persönlichen Grenzen – und überschreite sie nicht mehr

Solltest du in einer unangenehmen Situation feststecken und erstmal nicht weiterwissen, dann frag dich folgendes: Was genau ist in dieser Situation für mich wichtig und warum ist es wichtig? Bei was will ich auf keinen Fall einen Kompromiss schließen müssen? Das kann etwas Weitgefasstes, wie „meine Gesundheit“ oder aber ganz konkret wie „mein großartiger Notenschnitt dieses Semester“ sein. Sobald man weiß, wo die eigenen Prioritäten liegen, ist es auch viel leichter, sie zu verteidigen.

2. Sag es einfach, ehrlich und direkt

Du fühlst dich in einer Situation unwohl? Dann verfalle jetzt bloß nicht in passive Aggressivität. Du gehst mittags mit den Kollegen lunchen und dein Essen ist kalt? Dann sag es dem Kellner direkt und warte nicht erst, bis die Rechnung kommt, um deinen Missmut durch das gestrichene Trinkgeld zum Ausdruck zu bringen. Denn damit ist das Essen nicht besser geworden und der Kellner hat auch noch einen miesen Tag. Sag einfach und ehrlich, was dich stört – so kommt man leichter an die Dinge, die man haben will. Und wenn es nicht klappt, dann hat man sich und seine Bedürfnisse wenigstens zum Ausdruck gebracht.

3. Fake it til you make it

Das menschliche Gehirn funktioniert oft sehr simpel. So hat man etwa bessere Laune, wenn man ab und an lächelt – auch wenn das ein Fake-Lächeln ist. Und sobald man so tut, als sei man selbstbewusst, fühlt man sich auch gleich selbstbewusster. Denn dein Gehirn kann meist nicht unterscheiden, ob du etwas vorgibst oder es wirklich so ist. Wir reden hier von positiver Selbst-Manipulation – nutz das für dich! Am besten beginnt man bei einer aufrechten Körperhaltung: Mach dich groß und lass die Schultern nicht hängen. Auch mit der Stimme lässt sich viel machen: Achte einfach mal bewusst darauf, dass sie laut genug ist und hör auf, verschämt in dich reinzunuscheln. Auch Augenkontakt ist wichtig. Sollte es dir unangenehm ist, jemandem direkt in die Augen zu schauen, dann schau stattdessen auf die Nase – das lässt dich konzentriert aussehen, ohne, dass du jemanden fixieren musst.

4. Mache „Ich-“ statt „Wir-Sätze“

Wenn du Ich-Sätze bildest, dann kannst du dich klar ausdrücken, ohne gleich anklagend zu wirken – also genau das, wovor so viele Harmoniebedürftige Angst haben. Statt also zuhause deine Mitbewohner oder Partner (oder auch Kollegen in der Büroküche) mit einem: „Du machst nie den Abwasch!“ anzuraunzen, sag einfach: „Ich habe das Gefühl, dass ich zur Zeit ziemlich oft den Küchendienst schiebe, kannst du mir vielleicht helfen?“ Das bedeutet das gleiche, ist aber netter – und auch wenn du innerlich Frust schiebst, der eigentlich rausgerufen werden möchte, ist die Wahrscheinlichkeit mit der zweiten Variante höher, keinen Stress zu bekommen und tatsächlich nicht alleine den Abwasch zu machen. Klingt gut, oder?

Es ist also gar nicht so schwer, schnell eine andere Wirkung beim Gegenüber zu erzeugen, die dir Vorteile bringt. Mach dir einfach deine Prioritäten klar, sei geradeheraus, stell dich aufrecht hin und formuliere eher in Ich-Sätzen.

Klingt nach nicht viel? Eben, es ist ziemlich easy – und sehr wirkungsvoll. Und wenn ihr euch danach trotzdem nicht immer durchsetzen könnt, dann müsst ihr euch immerhin nicht mehr blöd fühlen, weil ihr es nicht wenigstens versucht habt.

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