Foto: Little Bear Photography NJ

Die Vielfalt von Geburten: Die beeindruckendsten Fotos 2020

Jedes Jahr zeichnet die Internationale Vereinigung professioneller Geburtsfotograf*innen einzigartige Fotos rund um die Geburt aus. Wir präsentieren euch das Gewinner*innenfoto 2020 sowie eine Auswahl der eingereichten Bilder. 

Ein differenzierteres, reales Bild von Geburten

Jede Geburt ist einzigartig und unvergleichlich. Das zeigen die vielen Geburtsfotografien, die jedes Jahr für den Wettbewerb der „International Association of Professional Birth Photographers“ eingereicht werden. Die Bilder stoßen immer auf großes Interesse, die Neugier auf diese intimen Einblicke ist riesig. Kein Wunder. Wir kennen zwar alle unzählige Menschen, die Kinder zur Welt gebracht haben, aber haben dennoch kaum eine Vorstellung davon, wie unterschiedlich Menschen gebären und geboren werden. Selbst jene, die das Wunder einer Geburt selbst oder aus nächster Nähe erlebt haben, kennen es nur aus dieser individuellen Perspektive.

Hinzu kommt, dass die meisten Bilder, die wir von Geburten haben, der Film- und Serienwelt entstammen. Dort werden zwar Wehen, pressende und schreiende Gebärende oder auch mal Komplikationen und Kaiserschnitte gezeigt (immer alles sehr sauber und steril), mehr aber auch nicht. Keine Wassergeburten, keine Plazentas, keine Genitalien, keine verschmierten Babys, keine postpartalen Körper und kaum Körperflüssigkeiten. Die beim Wettbewerb eingereichten Fotos hingegen zeigen, wie unterschiedlich Menschen mit Uterus gebären, sie zeigen ungeschönte, aber realistische und natürliche Geburtsmomente voller Emotionen. Die Fotograf*innen, die Jahr für Jahr Bilder beim dem Wettbewerb einreichen und die Eltern, die ihr Einverständnis zur Publikation der Fotos geben, sorgen dafür, dass wir ein differenzierteres, realeres Bild von Geburten bekommen, befreit von jeglichen Schönheitsnormen. Wir hoffen, diese Bilder schenken Mut, differenzieren unser Bild von Geburten und bauen Vorurteile ab.

Gewinner*innen-Bild des diesjährigen Wettbewerbs 

Foto: „A Moment of Silence“ von Jessica Vink, VI-Photography

Das Gewinner*innenfoto 2020 „A Moment of Silence“ von Jessica Vink zeigt einen ruhigen Moment nach der Geburt, in dem die sichtlich erschöpfte, aber zufrieden wirkende Mutter und ihr Neugeborenes sich von den Anstrengungen erholen. 

Eine Auswahl der eingereichten Bilder

Foto: „In Between“ von Daniela Justus, Daniela Justus Fotografia
Foto: „I am a Birthing Goddess“ von Sophia Costa, The Sophia Co
Foto: „Her Cup Runneth Over“ von Martha Lerner, zenmamalove
Foto: „A Dramatic Entrance“ von Dania Watson, Lauren + Douglas
Foto: „Silence“ von Evelien Koote, Love & Little Birth Photography
Foto: „Denial“ von Natalie Weber, Natalie Zepp Photography
Foto: „Unmasking The Many Layers Of Birth“ von Alexandria Mooney, Alexandria Mooney Photography
Foto: „Joy“ von Sommessa Photography
Foto: „Finally!!!!“ von Little Bear Photography NJ
Foto: „The First Everything“ von Caroline Devulder, Caromama
Foto: „Overwhelmed“ von The Sophia Co
Foto: „Unplanned, Furious and Free“ von Bree Garcia, J&B Photography, LLC
Foto: „Ring of Fire“ von Katie Torres, Your Story – Professional Birth Services
Foto: „Reactions“ von Paulina Splechta, Paulina Splechta Birth Photography and Films
Foto: „When the entire birth team gets into the OR“ von Lane B Photography
Foto: „We’ve got you baby!“ von Belle Verdiglione, Belle Verdiglione Photography
Foto: „Milagre Da Vida“ von Jana Brasil, JanaBrasil Fotografia
Foto: „Hopelessly in Love“ von Artshaped Photography
Foto: „Colostrum Drunk“ von Shea Long, Coastal Lifestyles Photograhpy
Foto: „Oh My Goddess“ von Lela Beltrão, Lela Beltrão Fotografia
Foto: „Wait for White“ von Jerusha Sutton Photography
Foto: „Warrior“ von Bree Garcia, J&B Photography, LLC
Foto: „Birth Day Humor“ von Zandra Warland Photography
Foto: „Love Lifted“ von Kimberlin Gray Photography
Foto: „In It Together“ von Lori Martinez, Lori Martinez Photography

Auf den Websites der Fotograf*innen sowie der International Association of Professional Birth Photographers könnt ihr noch viele weitere tolle Bilderstrecken sehen, die die Diversität von Geburten in all ihrer Schönheit und Kraft zeigen.

Die Rechte an den Bildern liegen bei den jeweiligen Fotograf*innen. Wir bedanken uns bei der International Association of Professional Birth Photographers für die Erlaubnis, die Fotos hier veröffentlichen zu dürfen.

Wir haben eine eigene Facebook-Gruppe rund um das Thema Familie. Wir wollen uns mit allen austauschen und vernetzen, die sich für das Leben mit Kindern interessieren – egal ob ihr selbst Eltern seid oder nicht. Schaut doch mal vorbei

  1. Wieso wird in diesem Artikel kein einziges Mal das Wort „Frau“ erwähnt? Stattdessen ist die Rede von Menschen mit Uterus; wie kann das sein bei einer Thematik, bei der es um die ultimativ weiblichste Sache der Welt geht.

    1. Die ultimativ weiblichste Sache der Welt? D.h. ein jeder der sich nicht als weiblich versteht kann oder sollte kein Kind gebähren? Ich will dir jetzt auch nicht zuviel in den Mund legen, ich bin nur durchaus der Auffassung das ein jeder Mensch der fähig ist zu gebähren, dies auch darf. Und zwar ganz unabhängig davon wieviel Weiblichkeit in der betreffenden Person steckt.
      Die Photografien und der Wettberwerb haben doch vorallem die Intension Aufzuklären und Diversität abzubilden und zu verbreiten. Sich also hier auf die sich als weiblich verstehenden Menschen zu beschränken, wäre der Sache absolut NICHT dienlich.

    2. Hallo Katharina,
      es gebären auch Menschen, die sich nicht im binären Gesellschaftsmodell einordnen bzw. sich nicht als cis-Frau identifizieren.
      Liebe Grüße, Camille

  2. Hallo Camille, was der biologische Begriff Frau mit dem binären Gesellschaftsmodell zutun hat verstehe ich jetzt nicht ganz.
    @Mathias eine Frau ist per Definition weiblich, ganz egal wie sehr weiblich sie sich fühlt.

  3. Ich bin verwirrt, es wird von Identifizierung gesprochen aber die Geburt ist der Frau, im biologischen Sinn, vorbehalten. @Mathias was bedeutet „Weiblichkeit in einem steckt“? Ich als Mann kann mich zu 100 Prozent als Frau identifizieren aber ich werde trotzdem niemals gebären können. Es scheint mir ein absolut irrsiniger Diskurs über Identifikation, welcher an die Grenzen der Biologie stößt….Klingt eher nach politischer Gesinnung für mich

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