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Warum pflanzliche Ernährung uns so gut tut – und wir deshalb trotzdem nicht alle Veganer werden müssen

Kund*in:
Rama
Autor*in:
EDITION F studio
Gesponsert

Tschüss, Dogmatismus! Wir sprechen jetzt einfach mal über pflanzliche Ernährung – ohne erhobenen Zeigefinger.

Dürfen die das?

Menschen, die sich gerne pflanzlich ernähren wollen, sollten sich doch bitte davor hüten einen Wollpullover zu tragen. Und der überzeugte Fleischesser soll sich nicht dabei erwischen lassen, wie er ein Seitanschnitzel anlächelt. Richtig? Was für ein Blödsinn. Wann haben wir denn eigentlich damit angefangen, diesen Anspruch auf “ganz oder gar nicht” zu erheben? Wie kam es, dass wir erwarten, dass Menschen eine Ideologie hundertprozentig leben – und nicht einfach das in ihr Leben integrieren dürfen, was sie mögen und ihnen gut tut?

Ein Plädoyer für mehr Gespräche über Ernährung, die ohne Schubladendenken auskommen.

Alles oder nichts?

Es klingt abgedroschen, aber es ist und bleibt wahr: Selten ist etwas nur Schwarz oder Weiß. Wir sprechen immer von einem Grau und die vermeintlichen hundert Prozent gibt es nicht – schon gar nicht bei der Ernährung. Wieso also glauben wir, dass wir allen Menschen einen Stempel aufdrücken müssen? Entweder du ernährst dich vegan oder eben nicht. Dazwischen gibt es nichts. Und alle, die etwas anderes behaupten, haben keine Ahnung oder nichts verstanden. Klingt irgendwie eingestaubt, oder?

Ariane Sommer brachte mal einen sehr klugen Ausdruck in Umlauf: „as vegan as possible“ – eine Bezeichnung für ihren Lebensstil, der eben nicht zu hundert Prozent vegan ist, sondern so vegan, wie es für sie persönlich möglich ist. Und wenn das bedeutet, dass Ariane Sommer sonntags ein Stück nicht-veganen Kuchen isst, dann ist das so und nichts, was irgendwer verurteilen sollte. Es geht also nicht um eine „alles oder nichts“-Einstellung, sondern vielmehr darum, dass man anerkennt, dass eine pflanzliche Ernährung durchaus sinnvoll ist und sie nach eigenem Ermessen in sein Leben integriert. Ob 30, 50, 70 oder 99 Prozent pflanzliche Ernährung dabei herauskommen, ist erst einmal überhaupt nicht so wichtig.

Wieso macht eine möglichst pflanzliche Ernährung Sinn?

„Fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag“ – was wir schon als Kinder in der Schule oder anhand von Ernährungspyramiden gelernt haben, entspricht immer noch der Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Das heißt: Viel Obst, Gemüse und Getreide, wenig Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Zucker. Für eine überwiegend pflanzliche Ernährung gibt es gute Gründe. Sie soll nicht nur Übergewicht entgegenwirken, sondern auch das Risiko für Diabetes, Bluthochdruck, Herzkrankheiten und Darmkrebs deutlich senken und allgemein zu einer besseren Gesundheit beitragen.

Die Realität der meisten Deutschen sieht allerdings ganz anders aus. Der „normale Esser“ isst ein bis zweimal pro Tag Fleisch, statt diese Menge innerhalb einer Woche zu konsumieren. Und auch der Verzehr an anderen tierischen Produkten steht bei den meisten Menschen täglich auf dem Ernährungsplan. Uns an diese Ernährungspyramide von früher zu halten, fällt also irgendwie nicht so leicht. Dabei können besonders tierische Fette unsere Arterien verstopfen und uns krank machen, wenn wir sie in Massen zu uns nehmen.

Vielleicht legen wir also einfach diese falsche Scheu vor der pflanzlichen Ernährung ab und werden uns des Luxus bewusst, dass wir uns nicht nur darum kümmern müssen, etwas zu essen zu haben, sondern uns damit beschäftigen dürfen, was genau wir essen. Und dann gehen wir vielleicht auch mal wieder einen Schritt zurück in Richtung pflanzliche(re) Ernährung. Das tut uns nämlich nicht nur gesundheitlich gut, sondern macht uns ein Stück weit zu Klimaschützern, weil eine großteils pflanzliche Ernährung ressourcenschonender ist – eine klassische Win-Win-Situation also. So kompliziert, wie wir uns das manchmal vorstellen ist es auch nicht und es bedeutet nicht unbedingt immer gleich eine komplette Lebensumstellung. Altbekannte Marken wie Rama zum Beispiel setzen schon lange auf Pflanzenfette und haben seit Kurzem auch einen veganen Brotaufstrich für alle, die sich ausschließlich pflanzlich ernähren wollen. Den bekommt man übrigens in jedem Supermarkt und er kostet auch nicht mehr als eine Packung Salami. Auch kleine Änderungen, wie zum Beispiel einen veganen Tag in der Woche zu machen oder das mittlerweile riesige vegane Angebot in Restaurants auch als Nicht-Veganer zu nutzen, ist ein Anfang und hat auch eigentlich gar nichts mit vegan und nicht-vegan zu tun, sondern einfach damit, dass wir mal wieder ein bisschen pflanzlicher essen – so ganz undogmatisch.

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