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Wie junge Frauen deutsche Unis erobern

Den Schulabschluss habt ihr in der Tasche, und nun? 

Den Schulabschluss habt ihr in der Tasche, und nun? Viele junge Frauen entscheiden sich dafür, eine Ausbildung in der Hotellerie, im Einzelhandel oder im Dienstleistungsbereich zu machen. Wenn ihr dort einen Traumjob gefunden habt, herzlichen Glückwunsch! Es kann aber auch sein, dass ihr in Wirklichkeit davon träumt, euch in einem speziellen Bereich tiefes Wissen anzueignen und dann damit zu arbeiten. Das funktioniert am besten in einem Studium.

Tipp: Studieren auf dem zweiten Bildungsweg

Wenn ihr mitten in einer Ausbildung steckt oder gerade Kinder großzieht, scheint ein Studium in weiter Ferne zu liegen. Das ist jedoch nur ein Irrglaube. Wenn ihr es wirklich wollt, könnt ihr auch mit Mitte 20 oder Anfang 30 noch studieren. Solltet ihr noch kein Abitur haben, dann könnt ihr es auf dem zweiten Bildungsweg nachholen, entweder berufsbegleitend an einer Abendschule oder in Vollzeit auf einem der vielen Kollegs in Deutschland. Dafür bekommt ihr sogar BAFÖG und könnt euch ganz auf das Lernen konzentrieren. Wer gleich nach diesem Abitur ins Studium einsteigt, bekommt ebenfalls elternunabhängiges BAFÖG gezahlt. Ein Studium lässt sich übrigens gut mit der Mutterschaft verbinden. Deutsche Unis sind sehr familienfreundlich und tun in der Regel alles, damit Mütter erfolgreich studieren können.

Was studieren Mädchen in Deutschland?

Die Zahl der Studierenden wächst jedes Jahr und knapp die Hälfte von ihnen sind Frauen. Bei der Wahl der Studienfächer zeigen sich jedoch noch einige Unterschiede.

Platz Mädchen Jungen

1 BWL BWL

2 Germanistik Maschinenbau

3 Medizin Informatik

4 Jura Elektrotechnik

5 Pädagogik Jura

6 Englisch Wirtschaftsingenieurwesen

7 Biologie Wirtschaftswissenschaften

8 Wirtschaftswissenschaften Medizin

9 Psychologie Wirtschaftsinformatik

10 Mathematik Physik

Erfreulich ist, dass die Grenzen zwischen den Geschlechtern langsam verschmelzen und auch Mädchen sich immer mehr für vormals männliche Studienfächer wie Jura oder Mathe interessieren. Dadurch kann sich auch die Einkommenslücke mit der Zeit schließen, denn die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) sind immer noch die, in denen man am besten verdienen kann. Es wird Zeit, dass Mädchen sich noch mehr für diese Themen und Fächer begeistern und später auch die entsprechenden Berufe ergreifen. Nur so können langfristig die Probleme Abhängigkeit und Altersarmut von Frauen gelöst werden.

In welchen Berufen kann man am besten verdienen?

Die Einkommenslücke kommt nicht nur durch die Berufswahl von Mädchen zustande. Sie liegt meist im Bruch in der Erwerbstätigkeit begründet, wenn Frauen ihre biologische Uhr ticken hören und Kinder bekommen. Das geschieht heute immer später und meist zu einem Zeitpunkt, wenn die Männer anfangen, richtig Karriere zu machen. Da die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Deutschland noch zu wünschen übrig lässt, sind Frauen an diesem Punkt in ihrer Biografie immens benachteiligt. Auch eine zuvor in der Partnerschaft vereinbarte Arbeitsteilung schützt nicht davor, als Frau am Ende doch einen Großteil der Care-Arbeit zu übernehmen. Einen gewissen Ausgleich kann das richtige Studienfach bieten. Hier die Bestenliste:

1. Wirtschaftsingenieure liegen mit einem Einstiegsehalt von durchschnittlich 53.000 Euro an der Spitze. Sie sind sowohl fit in Ingenieurwissenschaften als auch in Wirtschaftswissenschaften.

2. Ingenieure starten mit rund 51.000 Euro Jahresgehalt ins Berufsleben.

3. Juristen können als Berufseinsteiger immerhin mit 50.000 Euro Jahresgehalt rechnen. Je besser das Examen ist, umso mehr können sie verdienen.

4. In der ähnlichen Gehaltsklasse landen Mediziner. Ärzte werden übrigens gerade auf dem Land händeringend gesucht.

5. Wirtschaftsinformatiker starten mit durchschnittlich 48.000 Euro Einstiegsgehalt pro Jahr.

Natürlich ist das Gehalt nicht das einzige Kriterium für die Wahl des Studiengangs, doch es sollte eine große Rolle spielen.

Welches sind die besten Universitäten in Deutschland?

Ein gutes Abitur zu machen zahlt sich aus, denn dann kann man sich die Universität aussuchen. Mädchen, zieht aus in die Welt! Die besten Unis warten auf euch, um euch in eine glanzvolle Zukunft in wichtigen Positionen in allen Teilen der Gesellschaft zu begleiten. Nur auf diese Weise können Frauen die Welt mit gestalten und an den wichtigen Entwicklungen, Innovationen und Entscheidungen teilhaben.

Studieren in einer anderen Stadt – das gilt es zu beachten

1. Fahrt vorher in die Stadt oder erkundigt euch online, ob euch der Campus und die Umgebung gefallen.

2. Ihr benötigt nicht unbedingt gleich ein extrem schickes Design-Schlafsofa oder ein Boxspringbett. Eine gemütliche Schlafstätte und ein Schreibtisch samt bequemer Arbeitsstuhl sollten für den Anfang ausreichend sein.

3. Wählt eure WG sorgfältig aus. Mitbewohner, die die ganz Zeit nur Party machen, könnt ihr schwer gebrauchen.

4. Erkundigt euch rechtzeitig wegen der Finanzierung: Bekommt ihr BAFÖG, könnt ihr ein Stipendium ergattern oder braucht ihr einen Nebenjob?

5. Nehmt alle Brückenkurse in Anspruch, die ihr gebrauchen könnt. Hier wird das grundsätzliche Wissen etwa in Mathe noch einmal aufgefrischt.

6. Auch wenn es bei den Einführungsveranstaltungen meist keine Anwesenheitspflicht gibt – geht einfach hin und macht euch ein Bild von euren Dozenten und Kommiliton/Innen.

7. Wer zuerst kommt, kriegt auch meist den Platz in seinem Wunschseminar, wer zu spät kommt, hat das Nachsehen. In den meisten Unis gibt es Online-Einschreibungen. Sei rechtzeitig online und schreibt euch ein.

8. Behaltet stets euer Ziel vor Augen und arbeitet an eurem Erfolg. Vergesst aber nicht, Freundschaften zu knüpfen, euch gegenseitig zu unterstützen und einfach mal Spaß zu haben. So startet ihr am besten durch und in eine Zukunft, die ihr selbst gestaltet habt.

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