Fotos: Leah Kunz

„Bewege die Welt!“ – drei Sportlerinnen im Porträt

Kund*in
Nike
Autor*in
Anne-Kathrin Heier für EDITION F studio

Cindy, Nadine und Birgit leben ihren Sport. Sie trainieren hart für ganz konkrete Ziele. Zusammen mit Nike stellen wir die drei Sportlerinnen vor. Eine Remote-Porträtreihe mit Fotos von Leah Kunz.

Cindy Roleder: „Karriere und Kind – das ist möglich“

Die Profi-Hürdenläuferin Cindy Roleder wird während ihrer Trainingseinheiten zu Hause via Remote-Shooting fotografiert. Fotos: Leah Kunz

„Nur wer das Ziel kennt, findet den Weg.“ – Cindy weiß, wovon der chinesische Philosoph Laozi da spricht. Sie ist Leistungssportlerin im Hürdenlauf. Jede Menge Medaillen hat sie bereits geholt, ist Europa- und Vize-Weltmeisterin. Als wir mit ihr sprechen – im Dezember 2020 – ist Cindy bereits im 9. Monat schwanger. Und: Sie möchte bei den Olympischen Spielen im Juli 2021 an den Start gehen.

„Es gibt auch heute noch dieses alte Denken: Wenn Frauen schwanger werden, dann ist die Karriere vorbei.“

Cindy Roleder

Aber von vorn: Im Jahr 2020 kommt alles anders als geplant. Aufgrund der Pandemie wird Olympia verschoben. Nach reiflicher Überlegung gehen Cindy und ihr Partner in die Familienplanung. „Tatsächlich hat es direkt geklappt“, erzählt Cindy, strahlt dabei. „Nach der Geburt habe ich noch etwa sieben Monate Zeit. Mein Vorteil ist, dass ich die Olympia-Norm schon gelaufen bin und auch in der Weltrangliste gut dastehe.“

Olympia 2021. Und das, nachdem sie gerade erst Mutter geworden ist. Gab es Stimmen, die ihr abrieten? Cindy nickt. „Es gibt auch heute noch dieses alte Denken: Wenn Frauen schwanger werden, dann ist die Karriere vorbei. Dann steht drei Jahre lang das Kind im Mittelpunkt und die Frau muss erstmal zurückfahren. Aber ich sehe ja bei vielen anderen, dass es klappt – nicht nur im Spitzensport. Ich möchte zeigen: Es ist möglich, das alles unter einen Hut zu bekommen und auch noch Höchstleistungen dabei zu bringen.“

Im Leistungssport, erklärt Cindy, überschreite man für gewöhnlich die eigenen Grenzen, insbesondere bei Tempoläufen oder Kraftbelastungen. In der Schwangerschaft aber gehe es nicht mehr darum, Bestleistungen zu erzielen. „Ich trage nun auch die Verantwortung für jemand anderen. Und ich habe schnell herausgefunden, was gut ist und was ich lieber sein lasse.“ Der Sport ist für Cindy tägliche Routine. „Jetzt, im 9. Monat, gehe ich jeden Tag drei bis vier Kilometer spazieren und mache dann 30 bis 45 Minuten Workout mit allem, was noch möglich ist.“ Für Cindy als hochschwangere Spitzensportlerin spielt dabei das Outfit eine besondere Rolle. Der Bauch müsse gestützt sein, sagt Cindy, das habe Nike mit den Leggings aus der neuen Maternity Kollektion Nike (M) gut geschafft. Und auch beim Sport-BH sei es wichtig, dass er flexibel und anpassungsfähig ist. „Es müssen einfach bequeme Sachen sein. Ich mag es überhaupt nicht, wenn ich irgendwo eingeengt bin.“ Die vierteilige Kollektion Nike (M) ist von Müttern entwickelt worden, das sei bei der neuen Sportkleidung für werdende Mütter beziehungsweise für Frauen, die gerade geboren haben, spürbar.

Cindy kennt ihren Körper sehr genau. Und sie wird auch nach der Geburt auf ihn hören. „Viele fragen mich gerade, wie es nach der Geburt weitergeht. Das lässt sich jetzt einfach noch nicht genau sagen. Wenn alles ganz normal läuft, dann wäre mein Plan, nach vierzehn Tagen wieder auf das Fahrrad zu steigen, langsam anzufangen. Nach vier Wochen wieder joggen zu können und mich dann mit Kraft- und Ausdauertraining zu steigern.“

Die 17-jährige Fußballerin Nadine wird zu Hause via Remote-Shooting fotografiert. Sie wünscht sich, endlich wieder zum Training gehen zu können. Fotos: Leah Kunz

Nadine Mohamad: „Mein Traum ist es, Profi-Fußballerin zu werden“

Nadine ist 17 Jahre alt, würde in diesem Jahr – wenn Corona nicht wäre – Abitur machen. Sie weiß sehr genau, was sie will und trifft Entscheidungen entsprechend fokussiert, ihre Ziele immer im Blick. So hat sie sich auch dafür entschieden, in der Schule ein Jahr zurückzutreten, obwohl ihre Noten sehr gut sind. „Ich fühle mich einfach nicht wohl, jetzt mit der Schule aufzuhören, in dieser Lockdown-Situation. Ich will sicherstellen, das Beste aus meinem Abi rausgeholt zu haben und dann meine Tage genießen können – nicht in Quarantäne, Lockdown oder Homeschooling. Im Fußball sind meine Ziele, dass ich fit bleibe, egal was kommt. Dass wir wieder Training haben, damit ich mich verbessern kann.“

„Hätten wir jetzt Fußball, hätte ich einen Ort, an dem ich mich frei fühlen könnte.“

Nadine Mohammad

Seit einem Jahr spielt Nadine beim Berliner Fußballverein Türkiyemspor, ein aufgeschlossener, diverser Verein, der von türkischen Gastarbeiter*innen gegründet wurde und bis heute jede*n willkommen heißt. Aktuell hat Türkiyemspor eine der größten Mädchen- und Frauenabteilungen in Berlin.

Bereits drei Tage nachdem Nadine in den Verein eingetreten war, durfte sie ein großes Turnier in Hamburg mitspielen. Mit unverkennbarem Stolz zeigt sie ihr Vereinstrikot mit dem Schriftzug: „Bewege mehr als den Ball – bewege die Welt!“. Die Trikots wurden speziell für den Verein in Zusammenarbeit mit Nike designt. Wer bei Türkiyemspor anfängt, bekommt ein Starterkit mit einheitlicher Trainings-Kleidung. Vom Hoodie übers T-Shirt bis hin zur Hose: Alle Teile sind mit dem Vereinsemblem versehen und werden bei den Trainings getragen. Hintergrund ist, dass hier wirklich der Sport im Mittelpunkt stehen soll. Durch die einheitliche Kleidung fühlt sich niemand benachteiligt: Alle haben dieselben Voraussetzungen, fühlen sich als fester Bestandteil der Mannschaft, der Zusammenhalt wird zusätzlich gestärkt.

Fußball begleitet Nadine schon lange: „Angefangen hat es, als mein Bruder sich im Verein angemeldet hat. Da war ich vier. Ich wollte bei jedem Spiel dabei sein, habe immer einen Ball mitgenommen und in den Halbzeiten mit den Eltern gespielt.“ Dieser Sport nimmt einen riesigen Bereich ihres Lebens ein und beeinflusst auch den Alltag positiv: „Wenn meine Lehrer*innen in der Schule Feedback geben, heißt es, ich bin teamfähig, hilfsbereit, akzeptiere, was andere sagen und gehe darauf ein.“ Das komme durch den Fußball, davon ist Nadine überzeugt.

Die Corona-Zeit ist für Nadine nicht einfach. Normalerweise trainiert sie mindestens dreimal die Woche. „Wenn das aus dem Nichts ausfällt, ist das eine große psychische Belastung.“ Nadine erzählt, dass ihr die Struktur fehle, die sonst immer sehr klar war: Aufstehen, Schule, Hausaufgaben, Essen, Training, nach Hause, Hausaufgaben, schlafen. Und jetzt? Nadine geht joggen, hält sich fit, so oft es geht. Und sie gibt Nachhilfe.“ Das mache ich aber nicht, um Geld zu verdienen“, lenkt sie ein. „Sondern weil ich anderen Menschen gerne helfe. Ich sehe ja, wenn ein*e Schüler*in Hilfe in Mathe braucht. Ich kann Mathe. Also, warum soll ich ihm oder ihr nicht helfen?“

Durch den Sport vermittelt und teilt Nadine bestimmte Werte. Er bedeutet für sie Haltung, Zielstrebigkeit, Zusammenhalt. Und: „Meine Mitspielerinnen sind nicht nur Kolleginnen. Sondern Freundinnen. Und Familie.“

Birgit Tönnies wird per Remote-Shooting in ihren Sportklamotten zu Hause fotografiert: Bewegung muss sein – auch oder erst recht in Zeiten von Pandemie und Lockdown. Fotos: Leah Kunz

Birgit Tönnies: „Veränderung braucht Geduld“

Birgit kam eher zufällig zum Kampfsport. Im Kickboxen wurde sie sogar Weltmeisterin: zweimal im Leichtkontakt, einmal im Semikontakt. Seit 1978 trainiert sie Kampfsport, also seit über vierzig Jahren. „Ich fühlte mich damals unausgelastet und suchte nach einem Sport, der zu mir passt“, verrät sie uns. „Meine Schwester sagte: ,Ich mach Karate. Der Kurs ist zwar voll, aber du bist ja sportlich, du fällst gar nicht auf.‘“ Birgit lacht rückblickend. Sie sei sofort begeistert gewesen, das waren die Anfänge von Karate.

Später dann ging sie auf eine gemischte Karateschule. Sie wollte wissen, ob sie auch mit der „Wucht der Männer“ umgehen könne. „Ich dachte, es ist gut, ein bisschen Druck zu haben, um auch für die Straße vorbereitet zu sein.“
Birgit wurde, bevor sie mit dem Sport begann, auf der Straße von drei Männern angegriffen; das ging nochmal gut aus. Aber die Haltung, die man im Kampfsport bekomme, sei doch etwas ganz anderes. „Du lernst insbesondere im Karate, aufmerksam zu sein; entspannt zu bleiben und dennoch immer die Fühler nach allen Seiten hin auszustrecken. Das ist wichtig.“

„Relax! – Das hören meine Menschen ständig von mir.“

Birgit Tönnies

Birgit ist mittlerweile Trainerin im Berliner Verein Seitenwechsel. „Das Besondere an diesem Verein ist das Miteinander. Diese Vielfalt.“ Ursprünglich gegründet wurde der Verein 1988 als sicherer Ort für Frauen und Lesben, um Zugang zu Sport zu erhalten und Sport zu treiben. Dann öffnete er sich. Heute ist Seitenwechsel e.V. europaweit der größte Sportverein für Mädchen, Frauen, queere, nicht-binäre, trans* und inter Personen. Alle Menschen – unabhängig von ihrem Hintergrund wie sozialer Status, körperliche Fähigkeiten, Alter, Geschlecht und sexuelle Identität – sind willkommen.
„Diesen Prozess mitzubekommen, das fand ich toll. Und das finde ich immer noch spannend“, sagt Birgit.

Was möchte Birgit jenen Menschen beibringen und mitgeben, die sie trainiert? „Wichtig ist in erster Linie, Spaß zu haben. Freude an dem, was man macht. Das ist auch die Voraussetzung dafür, dass man es längere Zeit macht.“ Außerdem brauche man eine gewisse Hartnäckigkeit. In allen Dingen. Auch im Sport. „Vom Sport lässt sich ganz viel auf den Alltag projizieren: Die Konzentration und der Wille, dabei zu bleiben. Und Geduld. Mit sich Geduld zu haben. Aber auch mit Veränderung Geduld zu haben, die braucht einfach immer ein bisschen Zeit. Und: Relax! Das hören meine Menschen ständig von mir.“

Während der Zeit, in der das Training ausfällt, trainiert Birgit zu Hause für sich, gibt aber auch Online-Kurse, „damit wir uns nicht aus den Augen und Ohren verlieren“, erklärt sie. Außerdem macht sie Übungen, nimmt sich dabei auf und verschickt die Videos per Telegram an die Menschen, die sie trainiert. Die Trainingskleidung spielt dabei keine unwichtige Rolle. „Sie muss bequem sein, darf nicht kratzen oder haken. Vor allem brauche ich Bewegungs- und Beinfreiheit. Und klar: gute Materialien, damit ich nicht im Schwitzbad lande.“ Birgit zeigt uns ein paar Trainingseinheiten; als ehemalige Kampfsportweltmeisterin weiß sie natürlich genau, wie sie sich während des Lockdowns zu Hause fit halten kann.

„Dass wir bald wieder freudvoll miteinander trainieren dürfen. Das ist es, was ich mir wünsche.“

Birgit Tönnies

Was waren die schönsten Momente, wenn sie an ihre sportliche Karriere zurückdenkt, möchten wir noch wissen. Birgit überlegt und erinnert sich an die alljapanischen Meisterschaften in Tokio beim Wado-Ryu-Karate. „Alle Frauen, die miteinander gekämpft hatten, trafen sich später draußen. Mit Händen und Füßen, ein bisschen Englisch oder Aufzeichnen unterhielten sie sich. Das waren so schöne Momente. So freundschaftliche Situationen.“ Der Sport ist auch für Birgit viel mehr als „nur“ körperliche Betätigung.

Und ihre größte Hoffnung für das Jahr 2021? „Als erstes wünsche ich mir, dass wir uns wieder sehen dürfen. Dass wir gesund bleiben und bald wieder freudvoll miteinander trainieren dürfen. Das ist es, was ich mir wünsche. Unbedingt.“

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