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Wie alleinerziehenden Müttern schrittweise ihre Rechte entzogen werden

Schritt für Schritt verlieren Alleinerziehende immer mehr Rechte – und damit auch die dringend benötigte (eh schon knappe) Ressource Freiheit, schreibt unsere Community-Autorin. Dass das nicht nur ein diffuses Gefühl ist, sondern klare Ursachen in den Gesetzesänderungen der letzten 20 Jahre hat, zeigt ihre Auflistung.

Die dringend benötigte Ressource Freiheit

Die gefühlte Wahrheit ist so eine Sache. Oft sieht sie anders aus als die Fakten, wenn man genauer hinschaut. Die kollektiv gefühlte Wahrheit für alleinerziehende Mütter sieht zum Beispiel so aus: Schritt für Schritt verlieren sie immer mehr Rechte – und damit die dringend benötigte, ohnehin knappe Ressource Freiheit. Die brauchen sie aber unbedingt als Spielraum in ihrem sowieso schon auf die Minute festgezurrten Alltag zwischen Kindern, Job, Haushalt und ständigen Behörden-, Arzt-, Schul- und sonstigen Terminen.

Mit der kontinuierlichen Einschränkung ihrer Freiheiten verschlechtert sich automatisch ihre Lebenslage – das ist messbar. Zugleich werden alleinerziehenden Müttern immer mehr Anforderungen aufgebürdet, denen sie gerecht werden sollen, jedoch ohne ihnen die passenden Rahmenbedingungen dafür zu geben, um diese überhaupt realisieren zu können. Alleinerziehende sollen zum Beispiel in Vollzeit arbeiten, wissen aber nicht, wie sie das mit ihren Kita- und Schulkindern unter einen Hut bringen sollen. Sie sollen für sich private Altersvorsorge betreiben, wissen aber gar nicht, wovon sie das bezahlen sollen.

Sie sollen ihren Kindern den regelmäßigen Kontakt zu den Vätern ermöglichen, die das aber oft gar nicht wollen – Väter wie Kinder. Dabei tragen Mütter den Vätern – teils gegen ihren eigenen Willen – die Kinder regelmäßig hinterher. Wenn aber ein Kind sich verweigert, wird das verlässlich der Mutter als bewusste oder unbewusste Bindungsintoleranz angelastet. Mit Verlaub – das ist fast schizophren. (Zum Glück sind nicht alle Trennungsväter so!)

Alleinerziehende werden in die Zange genommen

Alleinerziehende (von den 2,7 Mio. Alleinerziehenden in Deutschland sind mindestens 85 Prozent Frauen) werden seit 1998 Stück für Stück immer mehr in die Zange genommen, sollen aber für das wichtigste überhaupt die vollendete Mutter sein: ihre Kinder. Das kann so nicht funktionieren.

Damit das Beschriebene nicht nur diffuses Gefühl bleibt, hier eine kleine Übersicht über die Gesetzesänderungen der letzten 20 Jahre, die für die Misere der Mütter im Jahr 2018 ursächlich sind:

1998: Gemeinsame Sorge für geschiedene Ehegatten, Gleichstellung des Umgangs von verheirateten Vätern mit nicht verheirateten Vätern

Geschiedene Mütter, bei denen die Kinder nach der Trennung bis dahin meistens lebten und auch heute noch leben, können keine Entscheidungen mehr für die Kinder allein treffen. Das führt in vielen Fällen aufgrund der notwenigen Kontakte zwischen Vater und Mutter zu Zwangsvergemeinschaftung nach Trennung auch bei Gewaltproblematiken während und nach der Beziehung oder Ehe. Die Verbindung kann nicht voll aufgehoben werden. Die Mutter kann ohne Erlaubnis des Ex nicht mehr mit Kindern umziehen – Artikel 11 Grundgesetz gilt für getrennte Mütter quasi nicht mehr.

Mütter können auch gewalttätige und schädigende Väter, Abtreibung fordernde Väter, die Schwangerschaft bekämpfende Väter, mit denen von Anfang an keine Beziehung bestand, ja, selbst Vergewaltiger nicht mehr vom Umgang ausschließen. Mütter und Kinder werden also ganz bewusst hohen Belastungen ausgesetzt – allein, um die patria potestas, das väterliche Recht, durchzusetzen. An der Schwelle zum 21.  Jahrhundert, wohlgemerkt.

2004: Absenkung des Haushaltsfreibetrages

Alleinerziehende und ihre Kinder werden einmal mehr finanziell geschwächt. Weniger Geld bedeutet weniger Teilhabe und damit Verdrängung aus der Gesellschaft.

2008: Streichung des nachehelichen Unterhalts

Mütter, die in der Ehe eine gemeinsam mit dem Mann beschlossene Aufteilung von Arbeit und Haushalt gelebt haben, werden nach der Trennung in die Berufstätigkeit gedrängt, sie müssen ihre ungewisse Zukunft absichern. Fatale Folge für Alleinerziehende: Sie als besonders diskriminierte Gesellschaftsgruppe finden nur schwer Arbeit auf dem hart umkämpften Arbeitsmarkt. Gleiches gilt für Frauen ab 40/50. Männer hingegen können sich nun ohne große finanzielle Risiken und Kosten scheiden lassen und die erste Ehefrau zum Beispiel durch eine jüngere ersetzen. Die Ehe bietet keine Gewähr mehr für soziale Absicherung und ist mit diesem Gesetz im Kern ausgehöhlt.

2013: Gemeinsame Sorge von unverheirateten Eltern per Antrag des Vaters, dem in der Regel stattgegeben wird

Mütter dürfen die Entscheidungen für ihre Kinder nicht mehr selbst treffen, selbst wenn sie die Kinder gegen den Willen des Vaters zur Welt brachten, selbst bei Gewalt und Stalking gegen sie. Sie dürfen gegen den Willen des Vaters nicht mehr umziehen. Sie werden über Umgangsrecht und Sorgerecht zwangsvergemeinschaftet und müssen einen jahrzehntelangen intensiven Kontakt zum Vater pflegen.

2016: Gesetz über verschärfte Sanktionen für Hartz-IV-Mütter, die den Vater des Kindes nicht angeben

Frauen, die aus Sicherheitsgründen (Gewalt etc. ) den Vater ihres Kindes nicht angeben möchten, werden kriminalisiert. Alleinerziehende Mütter werden in den ersten Lebensjahren ihres Kindes mit diesem Gesetz in Unterhaltsprozesse gegen den Kindsvater gedrängt, der durch die Kombination aus Kindesunterhalt und Betreuungsunterhalt für die Mutter in den ersten drei Lebensjahren üblicherweise arm wird. Das birgt enormen Sprengstoff für die weitere Beziehung. Häufig ist dies der Auftakt für weitergehende Prozesse im Familienrecht.

2018: Wechselmodell per Zwang?

Im Jahr 2018 debattieren Politik und Medien über eine Lobbyidee der sogenannten Väterrechtler*: ein per Gesetz aufzuzwängendes Wechselmodell für alle Kinder strittiger getrennter Eltern sowie Kinder, die ohne existente Beziehung zwischen den Eltern geboren wurden. Womöglich könnte solch ein Gesetz einem von hundert Kindern sogar helfen. Es nimmt aber in Kauf, dafür 99 andere Kinder in eine für sie völlig ungeeignete und ggf. kindeswohlgefährdende Situation zu schieben. 20 Jahre später sollen demnach noch einmal nachdrücklich alle – Kinder wie Mütter – dem Willen des Vaters untergeordnet werden. Das liest sich so ganz anders als die die Väterrechtler-Kampagne begleitenden Schlagworte von der Gleichberechtigung und den Kinderrechten (hinter denen sich freilich die Besitzansprüche dieser Väter „am Kind“ verstecken).

Apropos: Erstaunlicherweise trug ausgerechnet die FDP dieses Zwangswechselmodell auf die bundespolitische Bühne. Dabei will das so gar nicht zu den Liberalen und ihrem Freiheits-Mantra passen… Der Gesetzgeber hat inzwischen bereits signalisiert, dass er von solch einem Zwangsgesetz überhaupt nichts hält. Und auch die jüngste Rechtssprechung am BGH und diversen OLGs zeigt immer mehr in eine andere Richtung.

Für Alleinerziehende jedoch ist auch das voraussichtliche Scheitern dieses Lobbygesetzes keine große Hilfe – denn die eigentlichen Problemherde für Alleinerziehende werden von dieser Wechselmodell-Diskussion unnötig verdeckt und aufgehalten. Es braucht andere Lösungen, um Trennungsmütter und ihre Kinder wieder zu stärken und als gesamte Gesellschaft zu unterstützen.

*Die Väterlobby ist eine eigenartige Phalanx aus den obligatorischen Quoten-Egoisten in der FDP als politischer Arm sowie Väterrechtlern aus der misogynen Männerrechtsbewegung, deren Nähe zu rechten und teils rechtsextremen Gefilden schon 2012 in einer Studie der Heinrich-Böll-Stiftung nachgewiesen wurde.

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Ein Brief an Paare mit Kindern, die sich trennen. Weiterlesen

  1. Ich finde diesen Artikel wenig überzeugend in der Argumentation und an manchen Stellen etwas irritierend und zum Teil scheint mir ein merkwürdiges Frauenbild mitschwingen: so etwa die Tatsache, dass alleinerziehende Mütter in eine Berufstätigkeit „gedrängt“ würden – ich würde weibliche Berufstätigkeit als (wünschenswerten) Normalfall ansehen. Schließlich scheint die Autorin zumeist den Fall von getrennten Eltern,die gemeinsam erziehen zu beschreiben (also gerade nicht alleinerziehend, anders als die Überschrift suggeriert), was ja aus Kindeswohlsicht auch die präferierte Option ist. Dass dieses Modell oftmals den Eltern eine schwierige emotionale Balance abverlangt und mit persönlichen Einschränkungen einhergeht, liegt auf der Hand – aber ist ein Schicksal, dass doch alle Eltern teilen und eben mit der Tatsache zu tun hat, dass in die persönlichen Lebensentscheidungen mit der Existenz eines Kindes auch dessen Bedürfnisse einbezogen werden müssen, und zwar mit gutem Grund: Kinder haben eigene Rechte. Auch die Ausführungen zum Thema Gefährdung/Gewalttätige Expartner finde ich wenig überzeugend, bei Verdacht einer Kindeswohlgefährdung gibt es ja sogar einen staatlichen Schutzauftrag. Vielleicht könnte man bei deratigen Themen künftig mit Quellen und weniger populistischen Aussagen eine differenziertere Diskussion führen, das Thema ist schließlich sehr relevant. Schade!

    1. Hallo, ich bin bei Facebook in verschiedenen Gruppen. Viele Mütter und ich wollen was tun. Uns reicht es. Uns werden die Kinder genommen. Wir Mütter haben keine Rechte mehr. Wie was können wir tun? Wer kann uns unterstützen?
      -Zwangsbegutachtung
      -Gutachten sind zu 75%für die Väter geschrieben.
      -Kinder werden zun Umgang gezwungen. Will das Kind nicht dann halt wechselmodel
      -Jugendamt schießt gegen Mütter.
      -Jugendamt dichten 75%aller Mütter eine psychisch Erkrankung an.
      -zurückführung erfolgen nicht.
      –Sorgerecht wird entzogen.
      Es ist an der Zeit. Wo sind unsere Rechte.
      Wir wollen unsere kinder.

  2. Ich vertrete einen ganz anderen Standpunkt. Ich finde alleinerziehend ist so 70er- 85% der Frauen sind wohl kaum freiwillig alleinerziehend. In sehr vielen Fällen ist es doch so, dass sich Väter der Verantwortung entziehen. Happy Weekend Daddy aber bitte keinen Alltagsstress. Selbstständige zahlen meist nichtmal Unterhalt. Doppeldruck. Und wenn sich ein Elternteil der Verantwortung entzieht muss das andere Elternteil diese automatisch mittragen. Da gibt es keinerlei Entlastung wie bezahlten Babysitter oder Haushaltshilfe. Das bringt einen Tag für Tag übers Limit! Man funktioniert gerade noch so aber spürt keinerlei Emotionen mehr. Die patriarchalische Struktur gewährt Frauen keinen gleichberechtigten Zugang zum Arbeitsmarkt. Reine Physik, wenn ich Vollzeit Arbeite (40h + Wegezeit) kann ich mich nicht parallel um die Kinder kümmern. Wenn der Vater sich nicht kümmert MUSS die Frau ran, OHNE Konsequenzen für den Vater. Kinderarmut und Altersarmut sind die Folgen. Aus der „Teilzeitfalle“ kommt man so nicht raus! Im Gegenteil, man ist froh, wenn man eine Teilzeitstelle findet mit welcher man halbwegs Job und Kinder vereinbaren kann. Warum bekommt man keine Ausgleichszahlung zum Vollzeitgehalt wenn ein Elternteil sich weigert seine Erziehungsverantwortung zu tragen? Und warum hat es keine Konsequenzen wie Sozialstunden im Altenheim, wenn ein Elternteil keine Lust hat. Nicht immer ist das Kindeswohl gefährdet, manch ein Mann macht lieber Karriere oder zeugt neue Kinder und weiß die Ex macht das schon. Der Staat wird hier politisch nichts ändern – läuft doch…zumindest für die Herren Richter und Anwälte die den Nachwuchs nicht um 15 Uhr zum Fussball bringen müssen wo sie doch eigentlich noch ein Meeting hätten….Und warum werden Heimplätze vom Jugendamt finanziert, aber keine niedrigschwellige Hilfe wie Babysitter und Haushaltshilfe damit man auch mal Zeit für die Kinder hat und nicht nur noch versorgt und müde zusammenbricht…

  3. Ich bin ebenfalls auf der Seite der Mütter. Bevor ich Kinder hatte, dachte ich auch, Berufstätigkeit 100% möglich. Die Realität mit Kindern ist jedoch anders!!!!!Schlaflose Nächte über mehrere Jahre, Zusatzterminr, Elternabende, lange Wegezeiten zu Kita und Schule und zum Arbeitsplatz. Die Resourcen zeitlich, körperlich, psychisch sind nunmal begrenzt. Kinder brauchen Gespräche mit Bezugspersonen, für die man am nachmittag Zeit braucht, man kann nicht Kinder einfach nur vom Hort/Kita abholen am Abend und die direkt ins Bett stecken. Aber bach einem langen Arbeitstag ist man müde, dann wartet noch der Haushalt den man dann am besten um Mitternacht macht, da vorher keine Zeit war, damit man noch weniger Schlaf bekommt und irgendwann zusammenklappt. Viele Mütter werden aufgrund der Belastung krank. Ich bin selbst an Rheuma erkrankt etc.Wie soll das alles funktionieren. Wir sind keine Roboter, keine Maschinen! Wohnungen sind teuer, ein Vollzeitgehalt reicht in vielen Städten nicht mal um die Miete zu bezahlen. Ich kenne selbst Mütter die in totaler Abhängigkeit vom Ex leben, finanziell, und auch nur weil der Ex nett ist, und ihm doch was an den Kindern liegt und ihrem Schicksal. Alleinerziehende können sich finanziell nicht alleine tragen, solange die Kinder in Ausbildung sind! Das ist totale Diskriminierung der Frauen und der Kinder, die dann auch schlechtere Bildungschancen haben. Die Gehälter in vielen Berufen sind ein Witz gemessen an den Mieten.

  4. Trotz massiver Probleme (Kinder z.b. mit der Polizei zurückholen müssen) ect. Hat der Vater meiner beiden 2016 das gemeinsame Sorgerecht gerichtlich mit befürwortung des Jugendamtes bekommen. Schon das war teuer. Unterhalt als selbstständiger zahlt er kaum, lässt sich nicht in die Karten schauen. Die bisherigen anwaltskosten sind schon sehr hoch. Besuchskontakte werden gerne kurzfristig „verschoben“. Wir haben die klare Aufteilung er das Recht, ich die Sorge. Mittlerweile hat meine Tochter die Diagnose Autismus bekommen. Auch hierfür müsste ich das Recht auf Vorstellung zur Diagnose einklagen. Mittlerweile sieht zwar auch das Jugendamt kindeswohlgefährdenden Verhalten beim Vater, u.a. weil er er wichtige Therapien u Fördermaßnahmen torpediert u gewaltbereitschaft zeigt. Darum riet mir das jugendamt nun alleinige Sorgerecht gerichtlich einzufordern. Wie lustig. Mit meinen berichten bin ich zuvor immer als Übermutter abgestempelt worden. Erst nachdem er auch um Kindergarten u Schule Tobsuchtanfälle hatte, die verichte sich mit meinen vergangenen deckten, wird es so gesehen. Das vermittelt mir das Gefühl, nicht gehört zu werden u das halt so hinnehmen zu müssen. Ich kann mich halt nicht von ihm lösen. Scheidung gibt es im 21. Jhd. Wohl auch nur auf dem Papier. Oder man ist vom Wohlwollen u Respekt des anderen Partners abhängig.
    Für eine falsche entscheidung zahlt man mitunter für eine sehr sehr lange weitere Zeit. Ich strebe nun wieder das alleinige Sorgerecht. Dafür zahlen u die Strapazen der Verfahren durchstehen müssen aber nun meine Kinder u ich. Das wäre wirklich nicht notwendig gewesen. Aufgrund der Diagnose haben wir keinen Betreuungsplatz mehr, ich kann nicht mehr voll arbeiten, brauche eigentlich noch viel mehr Zeit um Therapien zu begleiten u um mich zu kümmern, das Beantragen einzelner Hilfen ist extrem mühsam, zeitaufwendig u frustrierend. Dazu dann noch Konfkikte ist weiter kräftezehrend. Es fehlt uns vor allem an Zeit, Ruhe, Frieden, Geld und oft auch an Kraft. Muss das wirklich so sein?
    Ich würde mir wünschen, dass Gerichte immer die gesamte familiensituation betrachten u nicht nur pro Verfahren einzelne Aspekte…

  5. Ich finde den Artikel gut, er fasst eine Entwicklung zusammen. Es geht nicht darum Mütter in Arbeit zu drängen, ich verstehe nicht, wie das raus gelesen wird. Schon für Paare ist Elternsein und Beruf schwer zu vereinbaren, die Wirtschaft sieht Kinderkriegen nicht vor, es ist nur ein Faktor, um spätere funktionierende Arbeitnehmer zu produzieren.
    Aber Frauen sind keine Gebärmaschinen, auch wenn die Väterlobby uns gerne dazu abwertet.
    Ich hoffe, es ist eine Frage der Zeit, dass sich Frauen einfach weigern das Spiel mitzuspielen und sich zusammenschließen solidarisch und um ihre Rechte wieder kämpfen. Mir fehlt auch das Bewusstsein von uns Frauen, dass viele Frauen selbst zu einer „patriarchalen Frau“ erzogen wurden und dementsprechend die Position des Mannes/Vaters stützt, und Frauen, die sich feministisch emanzipieren, mit Zähnen, schlimmer als mancher Mann bekämpft, oft auch noch unter der Flagge des Feminismus. Wir haben eigentlich aus feministischer Position gerade mal an der Oberfläche gekratzt aus meiner Sicht, was Frauenrechte betrifft und was frühere Genaration erkämpften, verspielen wir wieder.
    Oder aber Frauen werden sich schlicht verweigern. Ich für meinen Teil bekomme keine Kinder mehr, obwohl ich meines liebe. regretting mother hood ging in Prinzip schon in die Richtung, dass Muttersein kein Kinderspiel ist in unserer Gesellschaft. Aber als Alleinerziehende fühlst du dich wie eine Schindmähre. Das ist leider nicht selten, so wurden ja auch viele Jahrhunderte Männer erzogen, wo soll die plötzliche Einsicht herkommen, dass das nicht richtig ist, wenn es die Väter oftmals noch vorlebten. Die Politik muss sich überlegen, ob sie mit einer ohnehin schwachen Geburtenrate, Frauen weiter so nötigt. Irgendwann wollen Frauen einfach dann keine Kinder mehr bekommen, wenn sie sich ihrer Lage bewusst werden, hier muss man noch viel mehr in die Öffentlichkeit gehen und warnen.

  6. Ich dachte der klassische Fall alleinerziehende Mutter ist die Folge eines Rechtsstreits, also dem juristisch manifestiertem Wunsch alleinerziehend zu sein. Ich bin ohne Vater aufgewachsen und mein Sohn wächst ohne Vater auf, obwohl ich mich gerne um ihn kümmere. Hier nutzen Frauen das herrschende Matriarchat um sich zu profilieren und heulen dann rum, sie kriegten zu wenig Unterhalt. Gleichberechtigung heißt leider, liebe Damen, Wechselmodel. Außerdem beugt es bei den Kindern und Vätern der gegenseitigen Entfremdung vor, die von vielen ach so guten Müttern gewollt ist.

  7. Geht es eigentlich hier noch um die Kinder?
    Welche Rechte haben denn Väter? Der Vater soll also zahlen und ansonsten sich aus dem Leben der Kinder raushalten. Man möchte auch nicht berufstätig sein? Ist es das wofür seit Jahrzehnten Frauen auf die Straße gehen? Weil sie vor dem Herd ihr Leben verbringen sollen?

    Mal abgesehen von Vätern die keine Verantwortung übernehmen wollen (und mit Verantwortung ist hier nicht einfach nur Geld gemeint) was glaubt Ihr wie das so abläuft?
    Vater hat nach unehelicher Trennung überhaupt nichts. Darf um jede Minute kämpfen die er seine Kinder sehen darf. Um das gemeinsame Sorgerecht. Die Mutter behauptet einfach nicht kommunizieren zu wollen und schon ist die Sache erledigt. Ist es das was ihr unter „Rechte“ der Mutter versteht?

    Kinder brauche beide Eltern. Kinder in Loyalitätskonflikte zu zwingen ist Kindesmißhandlung (sowohl nach dem Gesetz als auch nach nationalen und internationalen Richtlinien. Ich weiß es selber was es bedeutet als Trennungskind gegen den Vater instrumentalisiert zu werden. Meine Geschwister sind bis heute schwer traumatisiert weil eine Mutter ihre Macht und Rache mit Hilfe der Kinder ausgeführt hat (das war und ist das Recht der Mutter).
    Steht ein Wechselmodell etwa nicht für die Prinzipien von Gleichberechtigung und Gleichstellung von Frauen und Männern? Das Frauen die gleichen Möglichkeiten in der Berufswelt haben als Männer? Das Männer doch den Alltagsstress einer alleinerziehenden mittragen? JA? NEIN?

    Meine Ex war gewalttätig und hat sich mehr für ihre Prada und Gucci Taschen interessiert als für die Kinder. Nanny schwarz beschäftig um selber schwarz arbeiten zu gehen für ihren Lebensstil. Ich hätte meine rechte Hand dafür gegeben „alleinerziehender“ Vater zu sein und mich der Verantwortung zu stellen. Aber stattdessen musste ich zig Tausende in Gerichtsverfahren versenken dafür das ich meine Kinder sehen darf während sie bereits im nächsten Nagelstudio arbeitet und die Kinder irgendwelchen Studenten übergibt und gibt 8 Monaten dann in eine Ganztagskita abeschoben werden. Und was mache ich? Ich muss zahlen und arbeiten und zahlen und arbeiten… Von den Kindern sehe ich kaum etwas. Durch die Verfahren habe ich alles verloren und liege jede Nacht wach und denke na die Kinder.

    Und ihr redet von Rechten? Fragt mal meine alkoholkranke Schwester was die „Rechte“ der Mutter so angerichtet haben….

    1. Also dieses Klagelied konnte auch von einem alten weißen Mann stammen, der sich darüber beschwert, dass Frauen in der Berufswelt immer mehr rechte und eine immer bessere Ausbildung bekommen und Männer deshalb nicht mehr die einzigen Anwärter um die Vorstandsposten sind.
      So ist das mit der Gleichberechtigung und irgendwie klagt die gute Frau nur, was sie jetzt nicht mehr alles darf, aber irgendeinen Beweis, dafür dass das Gesellschaftlich oder vor allem für das Kind sinnvoll war, hier alleine die Privilegien bei der Frau zu lassen, wird überhaupt nicht argumentiert.
      Wenn solche Artikel in einem feministischen Magazin stehen, zeigt das zu mindestens zwei Dinge.

      1.) Die Floskel „Feminismus ist auch für Männer gut, weil der Feminismus ja auch ihr Rollenmodell modernisieren will“ ist genau das: Eine Floskel ohne Inhalt, denn wenn der Mann sein Rollenbild anpassen will und das mit der Einbuße weiblicher Privilegien einhergeht, dann sind Feministinnen plötzlich doch ganz plötzlich wie die alten weißen Männer und klammern lieber an ihren Privilegien.

      2.) Die Zeit als der Feminismus noch eine progressive Bewegung war, ist endgültig vorbei. Wenn Feministinnen an Rollenmustern ihrer Großmütter klammern.

      Ich weiß, als ich 1996 meine erste Vaterschaftsanerkennung unterschrieb und der Mann vom Jugendamt sagte: Rechte haben sie damit keine, und wenn der Mutter was passiert können sie einen Antrag auf Adoption stellen, da wurde mir klar wie beschissen es ist, wegen seines Geschlechtes diskriminiert zu werden und ich konnte die Frauen der zweiten Welle des Feminismus gut verstehen. Aber all die Rückzugsgefechte, von Frauen, die sich heute ernsthaft Feministinnen nennen, lässt mich daran zweifeln, dass Gleichberechtigung noch irgendein Schwerpunkt dieser Bewegung ist.

  8. Ich habe bereits mit den ersten Sätzen des Artikels ein Problem :

    „Die kollektiv gefühlte Wahrheit für alleinerziehende Mütter sieht zum Beispiel so aus :“

    Moment mal, wer spricht hier stellvertretend für alle Mütter ?

    Recherchiert man ein wenig, gelangt man zur „Mütterinitiative für Alleinerziehende“ (https://die-mias.de/), wo man in den Downloads auch „Positionspapiere“ finden kann.

    Ohne mit der sachlichen Gehalt dieses Artikel zu sehr ins Detail zu gehen, dürfte jedem klar sein, was sich die Artikelschreiberin wünscht, wenn sie beklagt :

    „Geschiedene Mütter, bei denen die Kinder nach der Trennung bis dahin meistens lebten und auch heute noch leben, können keine Entscheidungen mehr für die Kinder allein treffen“ (Hier ist wohlgemerkt von zwei sorgeberechtigten Elternteilen die Rede)

    Die Veränderungen der letzten 20 Jahre, die sie hier kurz umreißen
    und ziemlich egozentrisch interpretieren, sind demokratische Mehrheitsentscheidungen gewesen. Sehe ich mir die Vorstellungen der MIAS an, dann zweifle ich an deren Realitätssinn an.
    Die alte „Gewohnheit“ alles und jeden in irgendein rechtsextremes Umfeld zu rücken,was nicht dem eigenen Blick auf die Dinge betätigt,findet man in deren Positionspapieren auch wieder. Ein alter Hut.

    Das soll eine Mehrheit aller Mütter vetreten ?

    Wohl kaum.

  9. Was für ein vor Polemik strotzender Angriff auf leibliche Väter von der Feministinnenfront. Die Realität sieht leider anders.
    Bitte besser recherchieren liebes Edition F-Team, oder steht das F für 50er Jahre? Kann ja sein, denn dann würde der Artikel Sinn machen.

  10. Die hier schreibenden Vaterrechtler argumentieren nicht und ignorieren jedes vernünftige Argument. Es geht ihnen nicht um eine vernünftige Lösung, eine die gut ist für das Kind. Es geht ihnen nur um die Macht, und dafür braucht es keine Argumente, wenn es doch die Gewalt gibt. Es zeigt sich einmal mehr, dass der Vater das Grundproblem ist. Hier ist das auf den Punkt gebracht: https://wahrscheinkontrolle.wordpress.com/2019/01/21/gar-nicht-einfach-die-vaterschaft-als-erklaerung-fuer-alle-menschengemachten-probleme/

  11. Jungs, ernsthaft jetzt? Ihr spamt hier einen 1 Jahr alten Artikel zu mit den immer gleichen Worthülsen und Stereotypen?
    Exakt das ist das Problemverhalten, mit dem sich faktisch alleinerziehende Mütter rumschlagen müssen.

    Sehr treffend: „Geht es eigentlich hier noch um die Kinder? Welche Rechte haben denn Väter?“
    Äh, ja, es geht um die Kinder bei Trennungen, nicht um die Väter. Punkt.
    Aber hier geht es gerade darum, wie Mütter über Kinder in dieser Gesellschaft gebunden werden.

    Gleichberechtigung nutzen Väterrechtler ja sehr gerne völlig verschoben als Gleichmacherei. Das ist typisch: Inhaltlich nicht verstandene Konzepte umdefinieren und umkehren. Sich selbst die Opferrolle geben und die Argumente als Phrasen umgekehrt missbrauchen.
    Auch das ein wiederkehrendes Prinzip in strittigen Trennungen.
    Meist basierend auf narzisstischer Kränkung.

    Und sie vergessen dabei auch gerne, dass zuerst mal Gleichberechtigung VOR dem Schwangerwerden anfängt, nicht erst nach der Trennung.
    Wer sich erst nach der Trennung darauf beruft, hat leider noch nicht verstanden, was die „Reproduktive Differenz“ ausmacht, die u.a. Frauen in unserer Gesellschaft >60% Einkommensverlust in der Folge einer Schwangerschaft beschert, was das Kinderkriegen vorallem für Frauen zum Armutsrisiko macht, und sie im Streitfalle nicht selten bis zum Erwachsenwerden des letzten Kindes an den Spermageber bindet, egal, ob der als tätiger Mitsorgender jemals objektiv aktiv war.
    Wer hat denn von den Kommentatoren seiner Ex die Nachteile aus der Schwangerschaft ausgeglichen? Ich wette, kein einziger.

    Man will dann Leitbilder einführen, aber natürlich gleich die entsprechenden Sanktionen einbauen, damit auch ja jeder Abweichler bestraft wird und man möglichst nicht das Kind fragt, was ihm eigentlich gut tut.
    Aber das ist ja alles kein Zwang, wenn nun der meist wirtschaftlich schwächere Part Anträge stellen muss, die mit hohem Kostenrisiko verbunden sind und auch noch mit Sanktionen bedroht werden, weil ja schon der Widerspruch ein Nicht-Kooperieren darstellen soll, das bis hin zum Sorgerechtsentzug bestraft werden soll.

    Das geltende Leitbild der Einzelfallprüfung von Amts wegen, das als Einziges dem Wächterauftrag des GG entspricht, soll also faktisch abgeschafft werden.
    Nicht etwa durch unabhängige und wissenschaftlich überwachte Richterfortbildung und Schaffung von Kompetenzen und Kapazitäten verbessert, nein, durch eine Pauschallösung ersetzt werden.

    Ein weiterer Schritt im oben dargestellten Entzug der Rechte von Müttern.
    Denn für die bedeutet das ein faktisches Trennungsverbot bis zur Volljährigkeit der Kinder. Die Väter können sich nachwievor ohne große Sanktionen vom Acker machen, während Mütter geknebelt werden.

    Loyalitätskonflikt der Kinder? Ja, der wird dabei fleißig genutzt, denn die werden nichts mehr sagen, da doch bereits ihre Äußerung von Unmut über die Situation als Manipulation desjenigen dargestellt wird, der davon angeblich profitiert.
    Das Kind wird dabei als dumm und lenkbar dargestellt.
    Leute nein: Loyalitätskonflikte legt man dadurch bei, dass man dem Kind klar macht, dass man alles unterstützt, was es für sich für richtig hält, auch wenn das äußerlich gegen einen geht oder einem Aufwand abverlangt.
    Dafür sind Eltern verdammt noch mal da, erst Recht, wenn sie sich trennen.

    Die Aufteilung der Kinder wie ein Besitzstand ist KEINE Lösung, sondern ein Vergraben des Konfliktes und damit eine Gefährdung des Kindeswohls.

  12. Liebe Herren,

    reden wir hier noch über dasselbe Thema? Der Artikel spricht von der Entrechtung der Mütter (und für mich damit auch von der Entrechtung der Kinder).

    Fakt ist, dass in den letzten Jahren die Rechte der Väter gestärkt wurden, aber nicht deren Pflichten. Kein Vater kann zum Umgang gezwungen werden. Er muss nicht einmal Konsequenzen fürchten, wenn er den Umgang nicht wahrnimmt. Ganz im Gegenteil. Er kann jederzeit kommen und Umgang einfordern, egal ob das Kind eine Beziehung zu ihm aufbauen konnte oder durch die Abstinenz sogar echte psychische Probleme davon trägt. Gibt die Mutter das Kind nicht hin. Zack ist sie bindungsintollerant und damit kindeswohlgefährdend. Ich rede nicht von Vätern, die gern den Kontakt halten wollen, sondern von launischen Vätern, die mal so und mal so wollen. Wie ihnen der Kopf gerade steht. Dieses Verhalten ist absolut kindeswohlgefährdend. Aber eine Mutter hat keine Chance dagegen etwas zu unternehmen, weil die Rechte der Väter hier über allem stehen.

    Schlecht ist auch, dass wir nur von einer „vermeintlichen“ Gleichberechtigung reden. Bedeutet „Gleichberechtigung“ denn „gleiche Zeit“? Bedeutet „Gleichberechtigung“ jede Entscheidung im Leben des Kindes blockieren zu dürfen? (Vernünftige) Mütter (und mit Sicherheit haben das auch einmal Väter erlebt) werden heutzutage vor dem Familiengericht entmündigt. Die Totschlagargumente sind hier „Bindungsintolleranz“ und „Überbehütung“ und eben jedem rachesuchenden Vater ein ganzes Arsenal an rechtlich missbrauchbaren Paragraphen, die zu Waffen im Rosenkrieg werden. Möglicherweise wurden Väter eine in den 90ern im Familiengericht benachteiligt (auch zum Nachteil ihrer Kinder), heute werden die Mütter benachteiligt (und das wiederum zum Nachteil der Kinder).

    Wir brauchen hier eine Balance und eine neue Definition von „Gleichberechtigung“. Eine, die unsere Kinder nicht zu Nomaden macht, sondern ihnen ein Recht auf ein zu Hause gibt. Eine, die unsere Kinder unbeschwert ihre Kindheit erleben lässt und sie nicht instrumentalisiert im Elternstreit. Eine, die rechtliche Eingriffe zu einer echten Hilfe macht und nicht dafür sorgt, dass sie die Konflikte noch extrem verschärfen, weil sie dem rachesuchenden Part noch ein ganzes Arsenal an Waffen liefert.

    Ich wünsche mir, dass endlich das Kindeswohl oberste Priorität erhält und eben nicht quantitativen Messungen wie dem Anteil der Zeit festgemacht wird. Was zählt ist hier die Qualität die Beziehung und die sollte ein Kind zu beiden Eltern pflegen dürfen.

  13. Wenn ich hier manche Kommentare lese, wird mir wirklich schlecht!

    Hier merkt man klar, dass es den meisten Männern nur um ihr Recht geht. Sie sollen bezahlen, also drücken wir uns mal anhand des Wechselmodells um den Unterhalt und schieben das Kind Woche für Woche wie ein Möbelstück hin und her!!! Wie es den Kleinen und in dieser Situation geht ist ja egal (kein festes Umfeld, keine Bindung zur Hauptbezugsperson, wechselnde Freunde..) hauptsache der Vater hat sein Recht!

    Hier muss man sich als Mann wirklich für gewisse Kommentare schämen

  14. Anscheinend ging der Artikel in Männerrechtlerkreisen viral (siehe Kommentare). 😀
    Kinder brauchen nicht beide Elternteile. Matrifikokalität ist hier das Stichwort. Dies liegt in uns allen.

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