Foto: unsplash – Dominik Martin

Tut mir leid, ich trenne mich!

Jede von uns hat diese eine Beziehung, die über die Jahre hinweg gewachsen ist: zum inneren Schweinehund, der uns sehr oft ausbremst.

Ein Satz, der immer größer wird

Ich war jahrelang Turnerin und und je älter ich wurde, desto größer wurden die Sätze „Nein, ich kann das nicht“ oder auch „Ich trau mich nicht“. Meine Trainer führten für jeden dieser Sätze fünf Liegestützen ein – weniger wurden diese Sätze nicht, im Gegenteil: Die Liegestützen wurden zum festen Bestandteil des Trainings.

Warum machen wir uns über alles so viele Gedanken, was unter  Umständen wie sein könnte? Und merkt ihr was? Dieser Satz besteht nur aus Konjunktiven. Und der bereitet Probleme.

Wäre es nicht manchmal besser, uns etwas von der kindlichen Leichtigkeit abzuschauen? Wir sind erwachsener geworden und damit sicherlich reifer. Es wird immer diese Momente geben, die für uns neu sind und in denen der Schweinehund seine Position stärken möchte: „Nein, komm lass es, du kannst das nicht.“ Aber wie wäre es, wenn wir es einfach mal probieren?

Gewohnheit? Tut keiner Beziehung gut.

Es ist so leicht die Komfortzone zu verlassen, ein klitzekleiner Sprung zur Seite hilft manchmal schon. Als Kind springt man herum und macht sich scheinbar um nichts Gedanken. Doch wenn wir älter werden, wachsen mit uns zwar auch die Herausforderungen, aber schließlich können wir tatsächlich mehr? Ich habe in zwei Städten studiert, Praktika in wieder anderen Städten absolviert und arbeite jetzt. Ständig gab es neue Stationen und ständig musste ich gegen meinen inneren Schweinehund ankämpfen oder ihn zumindest ab und an kräftig in die Seite boxen. Es ist oftmals nicht einfach, denn die Zone, in der wir uns wohlfühlen, ist nicht nur bequem, sondern macht uns auch oftmals einfach glücklich. Man kennt alles, man weiß, wie man sich verhalten muss: Gewohnheit eben. Aber ist es nicht gerade die Gewohnheit, die jede Beziehung irgendwann scheitern lässt? Kennt ihr aber hingegen dieses Gefühl, wenn ihr euch getraut habt und selbst überrascht? Da fliegen die Schmetterlinge herbei.

Raus aus der Komfortzone, heißt auch oftmals rein ins Abenteuer. Es heißt hallo zu sagen zu neuen Erfahrungen. Ich halte nichts davon, all diese Dinge nur zu tun, weil es vielleicht von jemandem erwartet wird. Jeder muss andere Zonen überschreiten, jeder hat einen anderen inneren Schweinehund. Sei es das Sportprogramm, das man eigentlich mal wieder eventuell machen sollte oder ein neuer Jobwechsel. Aber eines gilt: Du musst es selbst in die Hand nehmen. Es kann sein, dass wir es danach bereuen, es kann aber auch sein, dass der innere Schweinehund dich irgendwann verlässt. Wir sollten den Mut haben, diese Beziehung zu beenden. Ohne ein vielleicht.

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