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Der absurde Wahn um Konfektionsgrößen: Unsere Kleidung sollte sich uns anpassen und nicht andersherum!

Kund*in
Selfnation
Autor*in
EDITIN F studio
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Die perfekte Jeans, eine ewige Suche und die Frage: Wieso ist das mit den Konfektionsgrößen eigentlich immer noch so ein großes Thema?

Individualität aber genormte Größen – irgendwie komisch, oder?

Wir feiern Individualität und üben uns in Selbstliebe. Und am Ende hören wir kluge Frauen trotzdem darüber nachdenken, ob das nun eine 36, 42 oder 54 ist. „Auf dem Bild sehe ich zwei Größen größer aus.“ – um nur mal ein Beispiel zu nennen.

Was soll das eigentlich, dass wir unsere Körper immer noch nach Konfektionsgrößen einteilen? Ist es nicht unglaublich paradox, dass wir auf der einen Seite wissen, dass wir alle sehr unterschiedlich sind, auf der anderen Seite aber trotzdem in genormte Größen passen wollen? Wann und wie ist das eigentlich passiert?

Es war ja nicht immer so

Wir spulen zurück. Im 19. Jahrhundert werden Kleidungsstücke entweder selbst oder von Schneidern auf Bestellung angefertigt – alles handgemacht, Standardgrößen gibt es nicht. Mit der Industrialisierung wird auch Kleidung in Massenproduktion hergestellt. Es gibt Kleidungsstücke jetzt in Serie. Dafür notwendig: Konfektionsgrößen, die standardisierte Prozesse möglich machen. Übrig bleiben nur wenige Maßschneider, die Kunden mit den entsprechenden Ansprüchen und dem nötigen Kleingeld bedienen. Und jetzt? War’s das etwa schon?

Kleidung sollte sich uns anpassen und glücklich machen. Quelle: SELFNATION

War früher vielleicht einfach alles besser?

Dass das nicht das Ende des Konfektions-Liedes sein kann, ist eigentlich klar. Denn wie soll das denn überhaupt zusammenpassen: unzählige individuelle Körperformen und nur eine Handvoll standardisierte Konfektionsgrößen? Schwierig. Es gibt aber gute Nachrichten und eine tolle Lösung auch nach dem 19.Jahrhundert. Und nein, wir müssen jetzt keinen Maßschneider in der Stadt ausfindig machen und mit dem Zusammennähen der perfekten Jeans beauftragen. Das Label SELFNATION macht uns das nämlich viel einfacher, denn sie bieten einen Online-Konfigurator an, mit dem man Schnitt und Farbe auswählen und eigene Maße eingeben kann. So entsteht jedes Mal ein maßgeschneidertes Einzelstück, eine Jeans, die sich uns anpasst und nicht andersherum. Sätze wie „Ich will wieder zwei Größen weniger haben!“ können wir damit streichen, denn die neue Jeans hat einfach genau die Größe, die sie eben haben sollte.

Im Konfigurator lassen sich Schnitt und Farbe auswählen und später genaue Maße eingeben. Quelle: SELFNATION
 

Genau das war auch die Idee hinter dem Label, als die beiden Schweizer Andreas Güggenbühl und Michael Berli auf der Suche nach der perfekten Jeans waren und merkten, dass sich da in Sachen Innovation ruhig mal etwas tun könnte. Also haben sie beschlossen SELFNATION zu gründen, Modedesign mit einer innovativen Technologie für computeroptimierte Schnitte zu verbinden und so maßgeschneiderte Jeans für alle zugänglich zu machen. Die kostet am Ende natürlich etwas mehr als eine Jeans der Fast-Fashion-Riesen. Für rund 200 Euro bekommt man allerdings nicht nur eine auf den Leib geschneiderte Hose, sondern unterstützt auch noch die lokale Produktion, in Deutschland und der Schweiz, mit zertifizierten Herstellern und giftstofffreien Stoffen. Und diesen Sommer gibt es außerdem eine limitierte Kollektion mit pastelligen Farben für die warme Jahreszeit. Wie genau sie das alles für den Preis schaffen, ist uns auch nicht so ganz klar. Das ist wahrscheinlich aber auch ein Betriebsgeheimnis.

Fest steht: Konfektionsgrößen sind Quatsch, unwichtig und haben es schlichtweg einfach nicht verdient, dass wir uns allzu lange die Köpfe über irgendwelche Zahlen zerbrechen. Denn am Ende sollte eine Jeans vor allem eins: sich gut anfühlen.

Die Gründer von SELFNATION setzen auf maßgeschneiderte Jeans statt auf standardisierte Massenware. Quelle: SELFNATION
 

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