Foto: Waldemar Brandt | Unsplash

Endlich! Die erste geschlechtsneutrale Stimme für Sprachassistent*innen ist da

Siri, Alexa und weitere Sprachassistent*innen bedienen sich bisher einer weiblichen Stimme. Das könnte sich bald ändern. Q ist die erste geschlechtsneutrale Sprachassistenz und wurde vor kurzem von der Agentur VIRTUE entwickelt.

Alexa bekommt ein Geschwisterkind

Bisher haben sich Technologiefirmen weiblicher Stimmen bedient, um ihre künstlichen Intelligenzen (KI), Navis oder ähnliche Services auszustatten. Das könnte sich bald ändern: Die Agentur VIRTUE, eine Inhouse Agentur von Vice-Media, entwickelte zusammen mit den Organisationen Copenhagen Pride und Equal AI, den*die ersten geschlechtsneutralen Sprachassistent*innen namens Q. Die Initiative Equal AI setzt sich für eine Entwicklung von künstlichen Intelligenzen ein, die die Gleichberechtigung beachten.

Die Idee der Entwickler*innen ist es, führenden Technologieunternehmen klar zu machen, dass eine binäre Geschlechterordnung viele Menschen ausschließt und bei der Entwicklung von KIs mehr als zwei Geschlechter bedacht werden können. Sie erhoffen sich durch ihren Vorstoß, dass große Unternehmen Q oder andere geschlechtsneutrale Stimmen mit in ihre Sprachauswahl für Geräte aufnehmen werden.

Q stellt sich vor

Um eine möglichst geschlechtsneutrale Stimme zu entwickeln, wurden die Stimmen von zwei Dutzend Frauen, Männern und trans Personen aufgenommen. Auf dieser Grundlage haben Linguist*innen und Sprachwissenschaftler*innen eine möglichst neutrale Stimme entwickelt und diese 4.600 Testpersonen vorgespielt. Das Ergebnis war, dass Menschen eine Stimme auf der Frequenz 145 Hertz als geschlechtsneutral empfinden. Q agiert auf einer Frequenz zwischen 145 und 175 Hertz.

In einem Video stellt Q sich vor:

Hi, I’m Q, the world’s first genderless voice assistant. (…) I’m created for future where we are no longer defined by gender, but rather how we define ourselves. My voice was recorded by people who neither identify as male, nor female.

Bisher erhalten Alexa und Co. Stereotype aufrecht: Die Frau nimmt Befehle entgegen und setzt sie um. Die meisten KIs für zu Hause sprechen mit einer weiblichen Stimme, während Systeme für komplexe Aufgaben oder im Business-Bereich eine männliche Stimme haben. Q möchte mit diesen Vorurteilen aufräumen und der weiblichen Haussklavin und dem männlichen Genie ein Ende setzen.

Es gibt noch einen weiteren Grund die Stimmen unserer technischen Geräte neutral zu halten: Bisher ignorieren Technologiekonzerne die dritte Option. Mit Q können sich Menschen identifizieren, die sich weder dem weiblichen noch männlichen Geschlecht zugehörig fühlen. Bisher ist Q nur eine Stimme, ohne künstliche Intelligenz. Nun ist es an den großen Technologiefirmen die Stimme zu nutzen und den Wunsch nach einer dritten Option umzusetzen.

(…) For me to become a third option for voice assistants, I need your help. Share my voice with Apple, Amazon, Google and Microsoft. And together we can ensure that technology recognizes us all.

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