Foto: BOLD

Hana Tajima: „Ich sehe die Kleidung als Teil der Umgebung unserer Körper“

Kund*in
UNIQLO
Autor*in
Anne-Kathrin Heier für EDITION F studio
Gesponsert

Warum ziehen wir eigentlich an, was wir anziehen – und welche Bedeutung hat Kleidung für uns? Dieser Frage sind wir im belebten Akazienkiez in Berlin nachgegangen. Anlass unserer Porträtreihe: Die neue Kollektion der Designerin Hana Tajima, die im August 2021 bei UNIQLO erscheint.

Es ist ein sonniger Freitagmittag. Die Akazienstraße in Berlin führt zu einer großen Kirche, die von Wiesen, Steintreppen und kleinen Mäuerchen umgeben ist. Hier machen die Leute gern Pause, essen etwas mit Kolleg*innen, treffen sich mit Freund*innen oder essen Eis. Die Stimmung ist sehr locker, der Ort entbehrt jeglicher Hektik, die wir vom Großstadtleben sonst so kennen. Und er lässt die Menschen sichtbar werden in ihrer ganzen Individualität, in ihrem eigenen Stil, in ihrer Art, sich zu kleiden.

Was bedeutet Kleidung für dich?

Woher kommt der Begriff der Mode eigentlich? Das lateinische Wort „modus“ bedeutet Maß, Zeitgeschmack. Der Begriff „Mode“ wiederum wird seit dem 15. Jahrhundert in Frankreich benutzt und bezieht sich immer auf die Aktualität. Dabei ist nicht nur die Kleidung gemeint, sondern das gesamte Erscheinungsbild. „Mode ist nicht etwas, das nur in Kleidungsstücken existiert. Mode ist im Himmel, auf der Straße, Mode hat mit Ideen zu tun; mit der Art und Weise, wie wir leben – und mit dem, was geschieht.“ Das sagte Coco Chanel. Aber was sagen die Menschen auf der Straße, heute, in unserer Gegenwart und in einer Metropole wie Berlin?

Marleen. Foto: Maren Loerzer

Marleen kommt ursprünglich aus München, sie lebt jetzt im Berliner Wedding. Marleen trägt ein schlichtes schwarzes Kleid: „Mode ist für mich eine Art, mich selbst auszudrücken – ich selbst zu sein. Ich ziehe mich immer so an, wie ich mich gerade fühle. Vor allem bequem sollte es sein.“ Im Sommer seien das meistens Kleider. Das sei einfach praktisch: „Du ziehst es einmal drüber und schon bist du angezogen. Außerdem sieht es schön aus.“

Kleidung für den Alltag

Die Designerin Hana Tajima scheint da mit Marleen ganz auf einer Wellenlänge. Sie sagt, sie sei vor allem an der Idee interessiert, „Kleidung als Teil der Umgebung unserer Körper zu sehen und zu berücksichtigen, wie sich Dinge beim Tragen anfühlen.“ Hana Tajima hat eine neue Kollektion für UNIQLO entworfen, mit der sie „eine positive Umgebung für Körper und Geist der Träger*innen“ schaffen möchte. „Ich habe mich besonders auf die Materialien konzentriert, die fließende Bewegungen mit dem Körper ermöglichen. Es ist Mode für den Alltag.“

Devi. Foto: Maren Loerzer

Mode für den Alltag. Das ist auch etwas, das für Devi eine große Rolle spielt. Devi braucht Kleider, in denen sie sich wirklich wohlfühlt. Zugleich möchte sie ihre Persönlichkeit mit der Kleidung und allem, was für sie dazu gehört, zum Ausdruck bringen. „Ich schaue immer, dass es praktisch ist, dass Luft durchkommt.“

Der Anspruch von Hana Tajima

Heute von „der einen Mode“ zu sprechen, das ist so gut wie unmöglich. Die ganz bewusste Art, sich anzuziehen, gehört mittlerweile zu unserem Leben. Im Grunde hat jede Altersgruppe ihre eigenen Trends, die schnell kommen und gehen. Und auch die aktuelle Mode in den jeweiligen Städten unterscheidet sich stark. Zum „modernen“ Leben gehört, die vertraue Umgebung zu untersuchen und immer wieder Wege zu finden, sie zu verbessern. Gute Kleidung passt sich diesen Veränderungen an. Das ist auch der Anspruch der Designerin Hana Tajima.

Mario. Foto: Maren Loerzer

Mario ist sofort dabei, als wir ihn fragen, ob er mit uns ein Foto macht und etwas über die Bedeutung seiner Kleidung erzählt. Er selbst hat vor einiger Zeit als Model gearbeitet. Mario kommt aus Madrid, seit zwei Monaten ist er in Berlin. „Mode ist ein Mittel, mich selbst zu äußern. Mode ist eine Sprache. Ich kann mit der Art, wie ich mich kleide, etwas aussagen.“

„Mode ist eine Sprache. Ich kann mit der Art, wie ich mich kleide, etwas aussagen.“

Mario

Aber wo beginnt die Geschichte der Kleidung eigentlich? Sie beginnt dort, wo die Geschichte der Menschheit beginnt. Klar, am Anfang ging es vor allem darum, sich vor extremen Witterungsbedingungen zu schützen. Aber ziemlich bald war der Grund für die Produktion von Kleidung schon etwas mehr als nur der Schutz vor äußeren Einflüssen. Da wurden die Menschen kreativ, Pflanzenfasern wurden mit Baumrinden und Fellen kombiniert; das war vor etwa 35.000 Jahren. Hier kamen die ersten Zeichen von Selbstdarstellung auf, Kleidung in ganz bestimmen Farben und Formen wurde hergestellt. Einen riesigen Sprung machte die Entwicklung der Kleidung dann mit der Erfindung der Nähnadel vor 16.000 Jahren.

Bella. Foto: Maren Loerzer

Bella tippt gerade hochkonzentriert und im schnellen Gehen auf dem Handy, als wir sie ansprechen. Was, möchten wir wissen, bedeutet Kleidung für dich – und warum ziehst du dich am Morgen an, wie du dich anziehst? Bella strahlt. „Die Kleidung – die ist ein Ausdruck meiner Identität, denke ich. Jede*r soll anziehen, womit er*sie sich wohlfühlt. Es gibt keine Grenzen. Und diese Vielfalt spiegelt sich in der Kleidung wider.“

LifeWear-Kollektion von Hana Tajima ab 5. August bei UNIQLO – nur online!

Hana Tajima Foto: BOLD

Was Bella sagt, hat uns dieser Tag auch auf schönste Weise gezeigt. Die Art, wie wir uns kleiden, ist ein Teil unserer Persönlichkeit. Sie hat aber auch immer mit unserer Umgebung zu tun, mit den kleinen Veränderungen, die das Leben so mit sich bringt. Dass sich Mode dieser Veränderungen annimmt, sie mitdenkt und auf die Bedürfnisse der Menschen eingeht, das hat Hana Tajima zum Ziel ihrer Arbeit erklärt. Die LifeWear-Kollektion der in New York lebenden Designerin kann ab dem 5. August 2021 ausschließlich online bei UNIQLO erworben werden.

„Ich habe mich insbesondere auf die Materialien konzentriert, die fließende Bewegungen mit dem Körper ermöglichen. Es ist Mode für den Alltag.“

Hana Tajima
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Anne-Kathrin Heier arbeitet seit Januar 2020 bei EDITION F. Sie taucht gern tief in Themen ein, liebt vor allem Reportagen, Interviews und Porträts und mag es, Menschen zuzuhören, ihre Perspektive zu verstehen und im Schreiben zu transportieren, was sie bewegt und umtreibt. Seit Januar 2021 baut sie den Podcast-Bereich bei EDITION F auf und entwickelt zusammen mit einem kleinen Team neue Formate.

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