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Wenn jeder Tag ein Samstag wär: So lässt sich die Wochenend-Euphorie in den Joballtag retten

An keinem anderen Tag fühlen wir uns so wohl wie am Samstag – wie kann man dieses Gefühl in die neue Arbeitswoche retten?

Hurra, es ist Wochenende!

Wusstet ihr, dass wir am Samstag um 19:26 Uhr durchschnittlich am glücklichsten sind? Zumindest behaupten das die Ergebnisse dieser Studie. Die Uhrzeit mutet etwas bizarr an, zumal hoffentlich die meisten von uns zu dieser Uhrzeit nicht wirklich mitbekommen, wie glücklich sie gerade sind, weil sie erfreulicherweise noch schlafen.

Ein weniger überraschendes Forschungsergebnis: Egal welchen Beruf wir haben, wie sehr wir ihn mögen, wie lange wir arbeiten, wie viel Geld wir verdienen: Am glücklichsten sind wir immer am Wochenende. Und das gilt auch für arbeitslose Menschen, wie in einer weiteren Studie nachzulesen ist.

Das ist alles nun nicht wirklich wahnsinnig überraschend; außer krankhaften Workaholics wird es wohl kaum jemanden geben, der es nicht wunderbar findet, zu entscheiden, womit er seinen Tag füllt, Zeit zu haben für Freunde, Familie oder andere Dinge, die Spaß machen (früher hieß das Hobbys), und endlich nicht hetzen zu müssen. Klar, dass man sich also am Wochenende freier, vitaler, lebendiger fühlt als in der Job-Tretmühle von Montag bis Freitag.

Viel entscheidender aber ist: Gibt es einen Weg, dieses herrliche Samstagsgefühl in die neue Woche mitzunehmen? Könnte nicht vielleicht jeden Tag Samstag sein? Mikael Cho, der Gründer von Crew, hat einen Versuch gestartet, mit sich selbst als Laborratte. Er wollte herausfinden, was ihn glücklich macht und was ihn stresst und wie das mit den einzelnen Wochentagen zusammenhängt. Also notierte er sich zehn Tage lang Dinge wie:

– was er gegessen und getrunken hatte

– wie viele Stunden er geschlafen hatte

– Aktivitäten wie Partys, Abendessen mit Freunden und so weiter

Warum nie die Bestnote?

Außerdem macht er sich jeden Abend eine kurze Notiz, wie er sich am Ende des Tages fühlte, und vergab zwischen einen und zehn Punkte (10 Punkte für einen perfekten Tag). Und versuchte, Schlüsse zu ziehen aus den Mustern, die sich zu erkennen gaben.

Als erstes fiel ihm auf, dass er keinen Tag besser als 6 bewertet hatte – und das, obwohl er eigentlich genau das Leben führte, von dem er geträumt hatte: Toller Job, die Liebe seines Lebens geheiratet, eine stabile, sichere Umgebung, eine liebevolle Familie. Warum also bekam nicht jeder Tag eine 10? Anschließend sah er sich genau an, was für ihn Faktoren waren, die ihn stressten, und welche ihn glücklich machen.

Er hört zum ersten Mal von einem Phänomen namens  „Secondhand-Stress“, das besonders von Montag bis Freitag zuschlägt: Die Art von Stress, die Menschen aufeinander übertragen. Die Struktur unseres Job-Alltags von Montag bis Freitag lässt sich nicht einfach so ändern, aber Mikael Cho suchte nach Möglichkeiten, sich von den externen Stressquellen unter der Woche nicht mehr so sehr beeinflussen zu lassen und auch unter der Woche mehr Samstags-Gefühle entstehen zu lassen. Um nicht länger das Gefühl zu haben, das bestimmt auch viele von euch kennen: Dass man von Montag bis Freitag unter Stress auf zwei Tage hinarbeitet, an denen man sich wieder erholen kann – um gerüstet zu sein, wenn jeden Montag das gleiche Spiel wieder von vorn beginnt.

Hier ist seine Liste mit acht Punkten, die euch dabei helfen könnten. In diesem Sinne: Schönes Wochenende!

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