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„Warum sollten wir Sie einstellen?“: eine Strategie für die perfekte Antwort

Wieso sollte sich ein Personaler für dich entscheiden – und nicht für die anderen Bewerber? Es gibt drei super Wege, die perfekte Antwort auf diese Frage zu finden.

„Warum sind Sie die Beste für den Job?“

Sie ist ein Klassiker im Bewerbungsgespräch: die Frage danach, warum genau wir und nur wir die Person sein sollten, die auf diesen Job passt. Kein Wunder, denn Personalern bietet sie einen schönen Einblick in unser Selbstbild sowie unser Verständnis für das Geforderte. Und genau daran scheitern wir gerne mal, denn mit erhobenem Kopf zu sagen „Ich bin gut“ ist nicht das Problem. Doch sich hinzustellen und zu sagen „Ich bin die Beste, weil…“, das erfordert schon ganz schön viel Selbstbewusstsein, Mut und eine solide Recherche im Vorfeld.

Okay, es ist also nicht ganz einfach. Aber wie kann man diese Frage nun beantworten – und das gerne ehrlich und gut, und nicht mit abgehalfterten Platzhaltern? Drei überzeugende Strategien für die Suche nach der perfekten Antwort hat Lily Zhang für The Muse aufgeschrieben. Denn nein, es gibt nicht die eine Antwort, die auf uns alle passt und jeden Personaler vom Hocker reißt – aber es ist trotzdem kein Hexenwerk, die beste Antwort für sich selbst zu finden. Was auch wichtig ist, denn Authentizität ist schon mal etwas, das in jedem Fall punkten wird. Wir haben uns die unterschiedlichen Wege angesehen und für euch zusammengefasst, wie sie funktionieren.

1. Suche nach der Schnittmenge

Eine Möglichkeit, eine gute Antwort zu finden, ist sich zu überlegen, welche Schnittmengen du mit dem Personaler hast – also warum sollte das Unternehmen dich wollen und warum willst du diesen Job? Hier geht es darum, seine eigenen Stärken herauszustellen, die Motivation für den Job deutlich zu machen, sein Netzwerk vorzustellen usw. Überleg dir, woran der Personaler oder die Personalerin besonders interessiert sein könnte und setze deine Schwerpunkte dann gezielt auf ein bis zwei Skills oder Erfahrungen, statt einen Impulsvortrag darüber zu halten, wie wahnsinnig toll du doch bist. Das ist übrigens ein besonders guter Weg für jene, die noch nicht so viel Berufserfahrungen haben.

2. Wie sah dein (Karriere-)Weg bislang aus?

Bei dieser Strategie geht es schon etwas mehr ans Eingemachte, denn sie wählt man am besten dann, wenn man seine Erfahrungen und Fähigkeiten schon dargelegt hat und die Frage trotzdem noch gestellt wird. Denn dann will der Personalverantwortliche wahrscheinlich gerne testen, ob du dich auch mit den möglichen Mitbewerbern auseinandergesetzt hast und wie du mit Stress klarkommst. Jetzt heißt es also: zeige, was dich von den anderen Bewerber unterscheidet. Hierfür sollte man nicht nur sich selbst gut kennen, sondern auch recherchiert haben, worauf das Unternehmen aktuell Wert legt sowie wo es in Zukunft hinwill – und man sollte sich noch einmal gut damit auseinandersetzen, welchen Schwerpunkt in der Stellenausschreibung gesetzt wurde.

Das gepaart mit der Überlegung, was du dazu beitragen kannst, diese Herausforderungen zu meistern, ergibt die Antwort. Hast du vielleicht einen nicht ganz geraden Karriereweg? Prima, überleg dir, was du auf deinen vermeintlichen Umwegen gelernt hast und setze diese Erfahrung in Relation mit den genannten Anforderungen. Du hast Kinder bekommen und warst in Elternzeit? Perfekt, hier lernt man ganz zwangsläufig neue Dinge – auch in Sachen Management. Kurz: Zeig, woher deine Motivation für den Job kommt, dass du ihn wirklich verstanden hast und du dich nicht nur für den Status Quo begeistern kannst, sondern auch für die zukünftigen Aufgaben.

3. Sei der Problem-Löser

Bei dieser Strategie geht es zunächst einmal darum, zu erkennen, warum die Stelle geschaltet wurde. In der Regel passiert das, weil das Unternehmen ein Problem lösen will – und nun jemand gesucht wird, der das schafft. Bei einer Ausschreibung für einen Marketing Manager/in könnte das bedeuten, dass das Unternehmen mehr Aufmerksamkeit braucht, der Fokus auf Brand Building liegt, eine neue Ausrichtigung entwickelt werden soll etc. pp.. Schau also, was du zwischen den Zeilen finden kannst, wie du selbst das Unternehmen wahrnimmst und dann finde die Antwort darauf, warum du das leisten kannst. Es ist relativ simpel: Verständnis für die Sache und das Gefühl, hier wirklich jemanden vor sich zu haben, der das gemeinsame Ziel vorantreiben will, ist immer ein Pluspunkt.

Welche Strategie du auch wählst, leg dir vor einem Gespräch auf jeden Fall eine zurecht – denn diese Frage taucht wirklich häufig auf und nur darauf zu antworten, dass man richtig Lust auf den Job hat, ist zwar ein Anfang – reicht aber nicht. Macht deutlich, wer ihr seid und was ihr könnt. Fragt euch: Was ist die letzten Jahre passiert? Was habe ich in meinem aktuellen Job Neues gelernt? Was mache ich neben dem Job noch an Projekten und was macht mich als Persönlichkeit aus? Wer das ohne Plattitüden beantworten und in Relation mit dem Job setzen kann, ist den entscheidenden Schritt weiter.

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