Zeichnung: Käthe Schönle

Corona: Was gegen Einsamkeit helfen kann

Meditation per App, klassische Konzerte, Radfahren und Grüßen. Wir haben Tipps gegen die Einsamkeit gesammelt.

Lagerkoller mit sich selbst

„Ich habe richtig Angst vor Vereinsamung, knochentiefsitzende Angst“, schrieb mir eine Freundin. Ich hatte auf Instagram ein Zitat geteilt, nämlich dieses hier von Barbara Maas: „Ich fänd es toll, wenn wir uns einfach darauf einigen könnten, dass das Corona-Virus es für alle irgendwie anstrengender macht. Ich bin Single, wohne allein und arbeite selbständig. An manchen normalen Tagen habe ich bis 15 Uhr mit niemandem gesprochen. Dann gehe ich vielleicht für die zweite Schicht ins Café oder die Bibliothek, in ein Museum, verabrede mich mit Freunden in einer Bar. Wenn das wegfällt, ist das erstmal schlimm. Und Yay, mehr Zeit für Netflix! Stimmt, Alleinlebende haben jetzt keinen Lagerkoller – außer mit sich selbst. Ich denke mir bei diesen Corona-Familienproblemen auch: Immerhin seid ihr nicht allein, immerhin hat euch heute schon jemand umarmt.“

Wir haben gesammelt, was gegen die Einsamkeit helfen könnte:

La Psychologista schreibt: „Schafft euch eigene Strukturen, steht zu einer festen Uhrzeit auf, sorgt für regelmäßige Mahlzeiten zu festen Uhrzeiten.“

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🔸Gerade Menschen mit psychischer Belastung könnten die aktuelle Situation möglicherweise als zusätzlich belastend empfinden. Strukturgebende Termine fallen weg, soziale Kontakte können nur noch eingeschränkt stattfinden, positive Aktivitäten wie ins Kino gehen oder ins Fitnessstudio sind nicht mehr selbstverständlich und vieles mehr. Hinzukommen Sorgen um die „älteren“ Menschen, gerade die mit Vorerkrankungen – die Gedanken sind bei unseren Eltern, Großeltern oder wir gehören selbst zur Risikogruppe. Alleinerziehende Mütter fragen sich, wie sie ihre Kinder die nächsten 5 Wochen versorgen sollen. Großeltern in Pflegeheimen können von ihren Kindern/Enkeln nicht mehr besucht werden, und sind noch einsamer als sonst. . 🔸Eine Situation die unserer Psyche viel abverlangt, die uns alle auf die ein oder Art und Weise herausfordert oder noch herausfordern wird, aber auch eine Situation in der wir zeigen können, was Solidarität bedeutet, in der wir zeigen können, dass uns „die anderen“ eben nicht egal sind. Und da ihr mir nicht egal seid, hier ein paar Anregungen, um die nächsten Wochen psychisch gut zu überstehen – please swipe ➡️➡️➡️ . 🔸Findet ihr die Liste hilfreich? Habt ihr noch Anregungen & Tipps? . . #psychotherapie #psychoanalyse #gesprächspsychotherapie #psychologieheute #psychologiestudium #ptbs #angststörungen #borderlinepersönlichkeitsstörungen #recovery #depression #psychischestörungen #psyche #lapsychologista #corona #angst #pandemie #coronaundpsyche

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In diesem Artikel findet ihr nützliche Apps und Programme, die jetzt kostenlos nutzbar sind, von Home Office bis Yoga.

In der The Lovers Community könnt ihr morgens von 8:15 Uhr bis 8:45 Uhr an einer Meditation teilnehmen.

Ein virtueller Buchclub auf Instagram ist Marias Lesekreis. Dort kannst du dich zu gelesenen Büchern mit der Community austauschen.

Musik für Zuhause: Die Berliner Philharmoniker streamen ihre Auftritte jetzt 30 Tage lang umsonst. Der Pianist Igor Levit streamt seine Konzerte jeden Abend um 19 Uhr aus seinem Wohnzimmer auf Twitter.

Livestream gegen Einsamkeit: Die Influencerin Louisa Dellert hat einen täglichen Livestream mit wechselnden Gästen initiiert. Jeden Abend um 18 Uhr geht es auf ihrem Instagram-Account um verschiedene Themen wie Liebeskummer, Herzschmerz, Politik oder Gehaltsverhandlungen.

Tipps aus der Community

Was sonst noch helfen kann?
Hier die Ideen aus unserer Community:

„Tanzen zu lauter Musik.“

„Mit Sprachnachrichten austauschen, das hilft mir total.“

„Stricken – dazu Podcasts und Serien.“

„Fahrradfahren und dabei jeden grüßen, den man sieht.“

„Kuchen backen und (kontaktlos) an Nachbar*innen verschenken.“

„Tauschpakete verschicken.“

„Musik machen oder hören.“

„Nicht vergessen, dass man noch sich selbst hat.“

„Manche Yoga Apps schalten jetzt ihre Premium Version frei.“

Mehr über das Thema Einsamkeit in Zeiten von Corona lest ihr auch in unserem Interview mit der Diplom-Psychologin Elisabeth Raffauf.

Über die Illustratorin der Zeichnungen:

Käthe Schönle setzt sich in Malerei, Zeichnung und Objekten kritisch und mit feiner Beobachtung mit der menschlichen Existenz, der Hinterfragung von Strukturen und Beziehungsgeflechten in persönlichen, als auch in gesellschaftlichen Zusammenhängen auseinander.
Die Künstlerin lebt und arbeitet nach dem Studium „Kunst und Visuelle Kommunikation“ an der Kunsthochschule Kassel seit 2006 in Wien.
Wir freuen uns, ihre Zeichnungen zum Thema Einsamkeit zeigen zu dürfen.
Hier geht’s zur Website von Käthe Schönle, ihr findet sie auch auf Instagram.

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