Foto: Polina Zimmerman | Pexels
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Psychoterror Periode

Die Periode ist noch immer weitgehend tabuisiert und damit auch ihre Auswirkungen auf die Psyche. Unsere Autorin will deshalb das Thema Regel zur Regel machen.

Es tut unendlich weh. Als würde mein unterer Bauch, dort zwischen Bauchnabel und Vulva, verletzt werden. Von innen gezerrt, gedreht, verspannt. Der Schmerz ist kaum aushaltbar, er kommt immer wieder, in regelmäßigen Abständen – stechend und erbarmungslos. Die Bauchkrämpfe machen es schwer, einen klaren Gedanken zu fassen. Ich wünsche mir, dass es endlich aufhört. Und gleichzeitig kann ich nicht anders, als es schön zu finden, mit meiner Blutung den ersten Tag meines Zyklus zu spüren. Meine Emotionen überfordern mich.

Ich spüre Selbstzweifel, werde melancholisch, bin verunsichert. Stelle ich mich zu sehr an? Wegen der Schmerzen verschiebe ich alle möglichen Termine um meine Tage herum. Sage Verabredungen unter anderen Vorwänden ab. Greife nach Schmerzmitteln, um irgendwie zu funktionieren. Gleichzeitig möchte ich nichts sehnlicher, als mich mit einer Wärmflasche ins Bett zu legen. Entspannung ist aber selten eine Option, Räume für offene Gespräche darüber, was Regelschmerzen und die Periode insgesamt bedeuten können, existieren kaum. Mein Schmerz ist vergleichsweise groß, aber nicht ungewöhnlich.

Viele Menschen erleben einmal im Monat, jeden Monat, Jahr für Jahr den persönlichen Albtraum – und sind dabei hellwach. All das passiert im Stillen, im Ungesehenen. Fast jeder zweite Mensch auf der Welt menstruiert im Laufe des Lebens. Und doch ist die Periode weitestgehend unsichtbar.

Wir können Markennamen von Tampons und Binden problemlos aufzählen, während viele von uns an der Benennung der eigenen Zyklusphasen scheitern. Sogenannte „Hygiene“-produkte versprechen uns Sorglosigkeit und Sauberkeit während der Periode – und ich frage mich: Was macht es mit Kindern und Jugendlichen, wenn die Periode auf diese Weise so stark mit einem Gefühl von Unreinheit verbunden wird?

Der Umgang mit der Menstruation

Wenige Themen werden so konsequent tabuisiert wie die Periode. Dabei gibt es so viel zu besprechen. Auch darüber, was sie psychisch mit uns macht. Es geht darum, endlich mit Stigmatisierung und Vorurteilen rund um die Menstruation aufzuräumen. Auszusprechen, wie verkorkst unser Umgang mit unserem sogenannten „Untenrum“ ist. Während an vielen Orten der Welt noch mehr über die Periode geschwiegen wird, eine regelrechte Ausgrenzung stattfindet und Mädchen während ihrer Periode nicht zur Schule gehen dürfen, ist der Dialog auch in Deutschland von Scham und Negativität geprägt. Die Periode ist bei uns vor allem eines: privat. Wenn sie thematisiert wird, dann oft nur von Menstruierenden untereinander. Mediale Repräsentation? Fehlanzeige. 

Zunächst einmal die Basics: Obwohl die Periode für einen Großteil aller Frauen allmonatlich Thema ist – nicht alle Frauen menstruieren und nicht alle Menstruierenden identifizieren sich mit dem weiblichen Geschlecht – kenne ich kaum eine Person, die meint, gut genug informiert zu sein über das, was sie da ununterbrochen begleitet.

Periode ist nicht gleich Periode und umfasst viele Aspekte. Hierbei ist die Menstruation ein wichtiger Teil des Monatszyklus, der durch hormonelle Regelkreise gesteuert wird und vielen Schwankungen unterliegt. Der Zyklus umfasst verschiedene Phasen – unter anderem auch die Veränderungen des Auf- und Abbaus der Gebärmutterschleimhaut – und dauert bis zu 35 Tage. Die Periode bezeichnet dann die Blutung, mit welcher der Abbau der Gebärmutterschleimhaut stattfindet. Fast jede Menstruierende erlebt während der Periode körperliche und emotionale Veränderungen.

Regelschmerzen und Hormonschwankungen

Neben den Regelschmerzen, die in Form von krampfartigen Unterleibsschmerzen, Kopfschmerzen oder allgemeinem Unwohlsein auftreten können, begleitet drei Viertel aller Frauen bis zu zwei Wochen vor der Regelblutung das Prämenstruelle Syndrom (PMS). Viele Betroffene wissen nicht, dass ihre emotionalen Beschwerden durch die auftretenden Hormonschwankungen erklärt werden können. Warum sollte man darüber Bescheid wissen? Das Bewusstsein darüber, dass Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Depressivität oder Konzentrationsprobleme bei einem Großteil der Frauen im Zusammenhang mit dem PMS stehen können, hilft jedoch.

Das Wissen darüber, dass meine Antriebslosigkeit, Ängstlichkeit oder Schlafprobleme dadurch auftreten können, kann mich dazu motivieren, meine eigenen Bedürfnisse ernster zu nehmen. Dabei geht PMS nicht nur die betroffene Person allein etwas an. PMS wirkt sich auf das direkte Umfeld aus, verringert die eigene Lebensqualität und senkt nachweisbar die Produktivität am Arbeitsplatz. PMS braucht Verständnis und gesellschaftlichen Raum. 

Während die meisten Betroffenen durch ihr PMS keine wesentlichen Einschränkungen erleben, ist dies bei der Prämenstruellen Dysphorischen Störung (PMDS) anders. Diese relativ unbekannte, schwere Form von PMS wird erst 2022 in das ICD-11, den auch in Deutschland geltenden Katalog der diagnostizierbaren Erkrankungen, aufgenommen. Das ist absurd, wenn man bedenkt, dass nach aktuellen Schätzungen fast jede zehnte Frau in der Woche vor Beginn der Menstruation von diesem Störungsbild betroffen ist, das sich extremer als PMS unter anderem durch Reizbarkeit, Wut, Anspannung und zwischenmenschliche Konflikte ausdrückt.

In besonders schweren Ausprägungen kann es auch zu regelmäßig wiederkehrender Suizidalität kommen. Die Aufnahme als eigenständige medizinische Diagnose ist ein weiterer wichtiger Schritt, die Periode und mögliche Begleiterscheinungen ernst zu nehmen. Trotz der berechtigten Kritik rund um den stigmatisierenden Effekt von Diagnosen kann sie Betroffenen dabei helfen, ihre Symptome zu entdecken, sie zu verbalisieren und von PMS abzugrenzen. Und am Ende des Tages sprechen wir natürlich auch von einer angemessenen Behandlung. Es braucht korrekte Diagnosen, die den Leidensdruck – auch durch die Wahrnehmung und Anerkennung von Begleiterscheinungen einer Krankheit – mindern können.

Medizin und Gesundheitspolitik können Großartiges bewirken und uns Hoffnung machen – das verdeutlichen die aktuellen Entwicklungen mehr denn je. Viele Erkrankungen in Zusammenhang mit der Periode sind heutzutage allerdings noch weitestgehend unbekannt, in den meisten Fällen, weil es kaum Öffentlichkeit, kaum Gesprächsräume, kaum Anerkennung für Betroffene gibt. Endometriose ist eine weitere solche Krankheit, die mehr als jede zehnte Frau im gebärfähigen Alter betrifft. Man erkennt sie zum Beispiel an starken Schmerzen im Unterbauch, beim Stuhlgang und an unregelmäßigen Monatsblutungen.

Auf dem Weg Richtung Entstigmatisierung geht es nicht nur um das Sprechen an sich, sondern auch darum, wie wir sprechen. Obwohl nicht jede Frau körperliche und psychische Probleme hat, sollte der Vergleich damit, dass manche weniger oder keine Schmerzen empfinden, nicht dazu führen, den eigenen Schmerz abzuwerten. Genau wie die Periode insgesamt sind Regelschmerzen ganz individuell ausgeprägt. Dabei sollte jeder Regelschmerz ernst genommen werden und ein berechtigter Grund für eine Krankschreibung oder die Absage eines Treffens sein.

Ich möchte mich schonen – und weiß gleichzeitig, dass ich mein Bedürfnis nach Ruhe nicht ernst nehme. Meine Schmerzen reichen mir als berechtigter Grund für eine Krankschreibung nicht aus und ich denke schon wieder über eine Ausrede nach. Eigentlich möchte ich selbstbestimmt sagen, dass ich nicht auf Hochtouren arbeiten kann, weil ich jetzt für eine absehbare Zeit enorme körperliche Schmerzen habe, aber ich traue mich nicht. Ich verheimliche meine Tage – schon wieder. Zu groß ist die Angst vor Unverständnis, zu schnell steigt Scham hoch, wenn ich daran denke, ungefiltert über meine Periode zu sprechen, kein Blatt vor den Mund zu nehmen.

Und wieder plane ich vieles um meine Tage herum. Sport, den Schwimmbadbesuch, Urlaub, die Wahl meiner Kleidung. Ich verbringe viel Zeit mit Sorgen. Ich mache mir Sorgen, Blutflecken auf meiner Kleidung zu haben – meine größte Angst, denn sie würden meine Tage für alle sichtbar machen. Zu sehr fürchte ich mich vor dem, was die anderen denken. 

Noch immer fühlt sich fast jede fünfte Frau mit Gesprächen über die Menstruation unwohl, wobei erwartete Reaktionen sehr prägen, worüber man spricht. Die Entscheidung, ob ich über etwas rede, ist stark von dem erwarteten Verständnis meines Gegenübers abhängig. Obwohl Mut ein schönes Gefühl ist, ist es komisch, dass Gespräche über einen so natürlichen Prozess wie die Periode so oft Mut erfordern. 

Scham rund um die Periode

Von Tabuisierung und Scham rund um die Periode sind verdammt viele gesellschaftliche Bereiche betroffen. Wir reden hier nicht nur von der Schul- oder Arbeitswelt, auch im Privaten haben wir oft noch einiges zu tun. Es ist cool und aufmerksam, vom Freund ermutigt zu werden, dass Sex und Periode sich nicht ausschließen müssen. Gleichzeitig ist es aber auch traurig, dass man erst davon überzeugt werden muss, weil viele glauben, dass sich Sex während der Blutung trotz eigener Lust nicht gehört. Viel zu häufig wird die Periode noch als etwas Unreines wahrgenommen. So wird selbst in der Pornoindustrie Sex während der Periode vom Großteil der Pornos ausgeklammert.

Ich merke, dass ich mich über mich selbst ärgere, über meinen Umgang mit meinen Tagen. Warum ist mir der Kauf von Binden an der Ladenkasse unangenehm? Warum verstecke ich schon wieder mit größter Sorgfalt meinen Tampon auf dem Weg zur Toilette? Warum sorge ich mich überhaupt, in dieser Zeit launisch oder psychisch labil zu wirken? Zu oft habe ich nach leidenschaftlichen Diskussionen von Kolleg*innen die Frage gehört, ob ich denn gerade meine Tage hätte. Das macht wütend.

Gleichzeitig muss ich nicht dauernd krampfhaft die Starke sein, wenn mein Körper nach Ruhe fragt. Vielleicht verliere ich einen Teil meiner Energie auch dadurch, dass ich meine Bedürfnisse andauernd verheimliche. Vielleicht hilft es, offen darüber zu reden, warum ich in dieser Zeit nicht so produktiv sein kann wie sonst. Vielleicht beschäftige ich mich einfach in Zukunft mehr mit dem, was ich brauche und dem, was hinter meinem eigenen Zyklus steht? 

Period-Positivity ist gerade mehr und mehr im Trend und sensible Gespräche über die Periode werden damit präsenter. Auch gibt es professionelle Unterstützungsangebote für den Umgang mit der Periode, die kostenlos und flächendeckend zu finden sind. Auf diversen Plattformen findet der Austausch über Selbstfürsorge in Zeiten der Periode in Form von Entspannung, Bewegung, Menstruations-Apps, Zyklustagebüchern und individuellen Ritualen statt. Endlich wird mehr kommuniziert, dass wir unsere Tage haben und das Bewusstsein für unseren Körper und seine Bedürfnisse geschaffen. Und wir hinterfragen die Gründe und patriarchalen Strukturen, die auch in Deutschland teilweise hinter der Tabuisierung der Periode stecken.  

Period-Positivity

Wissen über die Periode hilft, und das gilt nicht nur für diejenigen, die menstruieren. Wir können verstehen, was in uns – und Menschen, mit denen wir arbeiten, leben, die wir lieben, vorgeht. Menstruierende können sich mit zyklusbezogenen Bedürfnissen beschäftigen. So kann auch das Verständnis dafür wachsen, dass die Periode in der Öffentlichkeit mehr Platz verlangt als die relevante Diskussion um die „Tamponsteuer“.

Wir können uns fragen, wie wir immer selbstbewusster „ich habe meine Tage“ sagen. Wir können damit anfangen, uns für unsere Bedürfnisse einzusetzen. Wir können die Arbeitswelt und gesellschaftliche Räume an unsere psychischen und körperlichen Einschränkungen während der Periode, PMS und Co. anpassen. Und wir können dafür sorgen, dass Erfahrungsberichte allen Menschen helfen, zu verstehen. Lasst es uns zur Regel machen, über die Regel zu sprechen, denn wir reden hier über die natürlichste Sache überhaupt. 

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Anahita Sattarian, Jahrgang 1995, studiert im Master Psychologie und arbeitet in der Flüchtlingsambulanz der Uniklinik Hamburg-Eppendorf. Sie ist Stipendiatin der Stiftung der deutschen Wirtschaft und der Deutschlandstiftung Integration und engagierte sich ehrenamtlich u.a. bei einem Sorgentelefon und als Geflüchtetenlotsin. Zuvor schrieb sie für den Tagesspiegel und das Hamburger Abendblatt. Ihre Beiträge drehen sich rund um das Thema der Psychischen Gesundheit.

  1. Ich habe schon immer wahnsinnig unter meiner Periode gelitten. Jeden Monat hat mich der erste Tag meiner Blutung in die Knie gezwungen. Schmerzen, die mich sogar schon haben ohnmächtig werden lassen. In meinem vorletzten Job, habe ich mich nach einigen periodenbedingten Fehltagen dazu durchgerungen, mit meiner Chefin (Ja eine Frau. Nicht so geplagte Frauen haben meiner Erfahrung nach häufiger Unverständnis als Männer) offen zu besprechen wie es dazu kommt. Ich habe ganz offen und ehrlich berichtet wie es mir geht, dass es mir nicht möglich ist mich auf den Weg ins Büro zu machen und vorgeschlagen, so gut es geht an diesem einen Tag im Monat aus dem homeoffice heraus zu arbeiten. Wenn auch nur auf Sparflamme, aber immerhin. Ich war wirklich bemüht niemandem zur „Last“ zu fallen. Mir wurde angeboten, eine Schmerztablette zu nehmen und vielleicht eine Wärmflasche mitzubringen. Und geraten, mit einer Gynäkologin zu sprechen. Denn, das könnte ja nicht normal sein. Schlussendlich wurde ich wenige Monate später gekündigt, mit der Begründung ich würde auffällig oft „krank sein“ und so wäre kein Verlass auf mich.

  2. Hallo Anahita,

    du meinst nicht, Männer, Frauen, und alle Geschlechter tragen einfach,was die Natur ihnen gab und machen tapfer das Beste draus ? Sollten alle auf alle Befindlichkeiten empfindsamst reagieren ?
    Dann schau mal bitte was z.B.“ männliche Wechseljahre“ sind! Hat je jemand darauf Rücksicht genommen? Und- was passiert mit dieser Welt, wenn jede/r ständig besondere Rücksichtnahme bei persönlicher Unpässlichkeit fordert ? Ich z.B. bin selten krank und arbeite daher extrem oft für oft unpässliche mit. Gerechtigkeit ist für mich etwas anderes!! Aber deswegen lamentieren ?
    Ich denke,wer Beschwerden welcher Art auch immer hat, sollte zu Hause bleiben und : DAS BESTE DARAUS MACHEN !! Vielleicht sogar für andere….
    Trotz aller Unterschiedlichkeit: Beste Grüße
    S.K.

  3. Liebe Anahita, der weibliche Zyklus und unsere Menstruation sind seit Neustem auf meinem Radar gelandet, ausgelöst durch das Buch „Wild Power“ von A. Pope & S. Hugo-Wurlitzer. Es war und bleibt augenöffnend, dass unser Zyklus einem Rhythmus folgt, dieser je nach Phase mit ganz unterschiedlichen Qualitäten & Energieleveln daher kommt und die Zeit unserer Menstruation eine Möglichkeit darstellt, tief mit unserer Berufung in Kontakt zu kommen. Es zeigt auf, wie die Erfahrung von Schmerzen an unseren Tagen damit einhergehen, dass wir unseren Rhythmus zu wenig beachten und war mir dadurch ein großartiges Geschenk! Seitdem lebe ich viel bewusster, passe meine Termine und mein Pensum an meinen Zyklus an, nehme mich viel mehr raus zu Zeiten meiner Periode und spreche ganz anders über das Thema Zyklus & Menstruation. Das Schönste: ich sehe mich in ganz neuem Licht – erkenne, welche Kräfte auf welche Weise in mir wirken und was mein Zyklus an unglaublichem Potential hat. Vielleicht dient die Lektüre auch anderen Frauen. Zum Schluss: ich habe daraufhin eine Forschungsgruppe für Frauen gegründet, wo wir uns zweimal im Monat zu Fragen und Themen rund um unseren Zyklus treffen. Wie du schreibst, braucht das ganze Thema viel mehr Bewusstheit & Gespräch. Alles Liebe, Caroline

  4. Klar und selbstbewusst über all das, was uns Frauen betrifft zu schreiben und zu sprechen ist wunderbar und genau richtig.

    Dann gehört zu diesem Thema aber auch, dass es Frauen gibt, die keinerlei Schmerz verspüren.( Ich persönlich in ganz jungen Jahren schon und solange ich noch eine Pille nahm, aber nach dem Absetzen so gut wie nie mehr. (0,1 %)

    Manchmal spürte ich emotionale Veränderungen durch die Veränderung bei den Hormonen, aber auch das eher selten.

    Ich erinnere mich noch, wie ich das 1. Mal 1982 in einer Apotheke in Bayern Binden kaufte und weil ich es eilig hatte, wollte ich sie einfach so in der Hand mit mir nehmen ohne sie einpacken zu lassen. Der Apotheker wand sich vor Scham und wollte mich partout nicht so gehen lassen.

    Na klar war es ein Moment, der auch mir Herzklopfen bereitet hat, aber es war nicht schrecklich. Eher lustig und aufregend.

    Und gute Bücher über den weiblichen Körper gibt es seit den 60er/ 70er Jahren. Auch wenn ich sie damals noch wirklich suchen musste.

    Dieser unser Körper ist aufregend und schön und manchmal nervig und manchmal schmerzbeladen aber auch unsere starke und manchmal lustvolle Verbündete und ständige, in schier atemberaubenderweise verlässliche Begleiterin.

  5. Ich finde es auch wichtig, dass nicht für alle menstruierenden Menschen und vor vor allem nicht immer die Periode mit Schmerzen und Belastungen verbunden sind. Ich selbst kenne Phasen in meinem Leben, da spüre ich die Kraft meines Körpers vor allem da. Für mich ist es immer ein Spiegel meines Lebens und meiner Seele. Wenn meine Selbstfürsorge und meine Bedürfnisse erst beginnen, wenn ich eine PMS spüre, ist es eigentlich zu spät bzw. ein Warnhinweis meines Körpers, dass es mir in meinem Leben nicht gut geht und ein Handlungsbedarf besteht!

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