Das sind wir, die Redaktion von EDITION F. Camille Haldner, Louisa Huttenlocher, Lisa Seelig, Mareice Kaiser. Collage: EDITION F

Zwischenruf aus der Redaktion

Liebe Leser*innen,

wir hatten uns so gefreut! Das Team komplett mit neuer Chefredakteurin und Praktikantin, zahlreiche Ideen in unseren Köpfen, Pläne zum Ausbau des Kolumnist*innen-Teams, mehr Artikel, vielfältigere Themen, neue Rubriken und Formate. Dann kam das Corona-Virus.

Wie so viele Menschen arbeiten auch wir seit Wochen im Home Office. Wir treffen uns jeden Morgen in einer Videokonferenz und besprechen die Themen des Tages – zeitgleich wollen insgesamt vier Redaktionskinder betreut werden. Meistens klappt das gut, manchmal überhaupt nicht.

Und jetzt wird nochmal alles anders: Wie unsere Kolleg*innen aus den anderen Teams gehen auch wir in Kurzarbeit. Denn EDITION F ist wirtschaftlich stark getroffen von der Corona-Krise – fast alle unsere Einnahmen aus Event und Werbung sind weggebrochen.

Kurzarbeit bedeutet für uns in der Redaktion: Wir werden weniger arbeiten. Für euch Leser*innen bedeutet unsere Kurzarbeit, dass es weniger Artikel von uns geben wird. Und noch frustrierender: Vorerst wird es keine neuen Artikel unserer großartigen Kolumnistinnen geben. Das finden wir besonders schade, weil uns genau diese Vielfalt an Perspektiven so wichtig ist.

Wir wollen weiterhin aktuelle gesellschaftspolitische Themen feministisch beleuchten. Wir wollen schnell reagieren und sorgfältig recherchieren. Wir wollen mit Menschen sprechen, die etwas zu sagen haben. Wir wollen Unsichtbares sichtbar machen. Wir wollen informieren, unterhalten und euch auf eurem Weg begleiten. Wir wollen weiterhin Debatten anstoßen zu Geschlechtergerechtigkeit oder zu gesellschaftlicher Ungleichheit. Wir wollen Journalismus mit Haltung machen. Wir wollen gemeinsam mit euch lachen, fühlen und lernen.

Wir wollen weiterhin Debatten anstoßen.

„Ich freue mich darauf, zusammen mit dem EDITION F-Team ein Online-Magazin zu gestalten und weiterzuentwickeln, das mit feministischer Haltung vielfältige Perspektiven sichtbar macht”, sagte Mareice zum Start bei uns. Wir alle möchten genau diese Vielfalt für unser Magazin. Ohne unsere Kolumnistinnen fallen viele wichtige Perspektiven weg. Mit der Kurzarbeit fallen wichtige Ressourcen weg.

Um weiterhin feministischen und unabhängigen Journalismus zu machen, brauchen wir jetzt euch, unsere Leser*innen. Wir brauchen Leser*innen, die unseren Journalismus mittragen. Unterstützen könnt ihr uns mit einem Abo bei EDITION F PLUS. Damit finanziert ihr, wenn ihr könnt, die kostenlosen Inhalte für alle Leser*innen mit.

Wir brauchen euch, um weiterhin Lieblingsartikel veröffentlichen zu können.

So wie diesen Kommentar unserer Textchefin Lisa zur Diskussion über die Berufspläne der Politikerin Sawsan Chebli nach der Geburt ihres Kindes. Lisa: „Oft sind das die Texte, über die ich später froh bin, sie geschrieben zu haben, auch oder gerade wenn das nachts passiert: Wenn eine Debatte mich nicht loslässt und ich den Gedanken nicht loswerde: „So einfach ist das doch aber nicht!“ – dann ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass man dazu etwas schreiben sollte.

Oder wie dieses Interview unserer Redakteurin Camille mit der Regisseurin Nora Fingerscheidt: „Gewalt von Kindern ist immer ein Hilfeschrei“. Camille: „Das Interview hat mich stark bewegt. Die Regisseurin hat einen berührenden Film über Kinder gedreht, die aus dem System fallen, für die in unserer Gesellschaft kaum Platz ist, und die gleichzeitig dringend unsere Akzeptanz bräuchten.“

Und wie der Lieblingsartikel unserer Redaktionspraktikantin Louisa – eine Bilderstrecke mit starken Fotos von Frauen, die ihre Körperbehaarung zeigen. „Die Bilder sind ausdrucksstark und zeigen die vielfältige Schönheit von Frauen.“ Gerade schreibt Louisa übrigens ein Essay über den Druck, kreativ sein zu müssen, den sie als Berufsanfängerin spürt – diesen könnt ihr kommende Woche bei EDITION F PLUS lesen.

„Los, schreib doch was dazu“, schrieb Camille Mareice, als diese sich über eine Kress-Meldung aufregte. Und Mareice schrieb: Warum Frauen gerade nicht gefragt sind. „Wenn ich gesellschaftliche Schieflagen sehe, kann ich oft nicht anders, als darüber zu schreiben. Was für ein Privileg, das auch als Chefredakteurin tun zu können, ermutigt von Kolleginnen, die sagen: Mach das mal. Und die mir in der Zeit andere Dinge abnehmen.“

Das sind wir, die Redaktion von EDITION F: Camille Haldner, Louisa Huttenlocher, Lisa Seelig, Mareice Kaiser.

Last but certainly not least: Unsere wunderbaren Kolumnistinnen!

Rebecca Maskos schreibt für „Reboot the System“ über die – noch nicht – inklusive Gesellschaft – in dieser Kolumne zum Beispiel über die Angst, behinderte Menschen mit unpassender Sprache zu verletzten.

Silvia Follmann hat anlässlich des diesjährigen Weltfrauentags in ihrer Kolumne eindrücklich beschrieben, wo wir in Sachen Gleichberechtigung stehen, wo es hapert und was passieren muss, damit es vorwärts geht.

Josephine Apraku schreibt für „Reboot the System“ über Diskriminierungskritik. In dieser Kolumne erklärt sie, warum wir nur dann gegen Rassismus eintreten können, wenn wir seine Wurzeln in der Kolonialgeschichte Deutschlands kennen und verstehen.

Helen Hahne schreibt über politische Themen, die uns bewegen. Wie diese Kolumne, in der sie sich fragt, warum uns die Geflüchteten, die unter unmenschlichen Bedingungen in den Camps an den EU-Außengrenzen ausharren müssen, so egal sind.

Celia Parbey bereichert das Magazin mit spannenden Interviews. Beispielsweise hat sie sich mit Dr. Ray Şahin aka Lady Bitch Ray über Gleichberechtigung und intersektionalen Feminismus in der Rapszene sowie im deutschen Wissenschaftsbetrieb unterhalten.

Sara Hassan widmet sich für „Reboot the System“ den Themen Sexismus und Arbeit. In „Schöne neue Arbeitswelt“ schreibt sie über die Dinge, die Menschen schon vor dem Start in den Beruf erfahren sollten, um Leistungsdruck und Machtmissbrauch anders begegnen zu können.

Theresa Lachner widmet sich für uns dem Thema Sex und allem, was dazu gehört. In dieser Kolumne schreibt sie zum Beispiel über das Gefühl, gefallen zu müssen, über Grenzüberschreitungen und den Mut „Nein“ zu sagen.

Mirna Funk beantwortet in ihrer Kolumne „Sag mal, Mirna“ Fragen aus der Community. In diesem Text geht sie darauf ein, wie man mit Frauen umgehen sollte, die Feminismus als unnötig bezeichnen.

Natalie Grams wirft in ihren Texten für „Reboot the System“ einen kritischen Blick auf Gesundheitsversprechen. In diesem Text beschäftigt sie sich mit der Pille und ihren Nebenwirkungen – und fordert mehr Aufklärungsarbeit. 

Vielfalt, Haltung, Debatten, Service, Gefühle, Ideen – das alles ist das Magazin von EDITION F. Neben der Redaktion gibt es viele weitere Teams, die dafür arbeiten, dass EDITION F das digitale Zuhause für Frauen und ihre Freund*innen ist und bleibt. Mit eurer Mitgliedschaft bei EDITION F Plus unterstützt und ermöglicht ihr unsere Arbeit. Jeden Monat erwarten euch dort Artikel, Podcasts, Tools und Tipps zu einem Thema, das uns alle angeht: Druck oder Neuanfang, Netzwerkaufbau oder bessere Kommunikation. Welchem Thema wir uns widmen, könnt ihr mitbestimmen – wir fragen euch monatlich bei Instagram. 

Wir machen unser Magazin für euch und wir sind erreichbar für euch. Schreibt uns gern an editorial@editionf.com. Übrigens: In unserem Newsletter informieren wir euch alle zwei Wochen über Artikel und Updates aus unserer Redaktion, ihr könnt ihn hier abonnieren.

Wir freuen uns, wenn wir euch weiterhin begleiten dürfen – und wenn ihr uns weiterhin begleitet.

Eure EDITION F-Redaktion:
Louisa, Camille, Lisa und Mareice

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