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Ich will endlich schlafen! Wie du das nächtliche Grübeln abschaltest

Eigentlich ist man hundemüde – doch kaum liegt man im Bett, springt der Kopf an und man wälzt einen unangenehmen Gedanken nach dem anderen. Hier kommen Tipps, wie man die Grübelei endlich abstellt.

 

Mein Kopf lässt mich nicht schlafen!

Es ist wie verhext: Man hatte einen langen Tag, freut sich nur noch aufs Bett und eine ordentliche Portion Schlaf, doch kaum liegt man in den Federn springt auch schon der Kopf an:

„Wie hat die Kollegin das heute gemeint?“

„Habe ich die Unterlagen für das morgige Meeting wirklich schon fertig?“

„Habe ich die Rechnung überwiesen?“

„Habe ich überhaupt noch Geld auf dem Konto?“

„Ich muss mich dringend bei meiner Mutter melden!“

„Ist das noch ein Leberfleck oder schon Hautkrebs?“

Es ist ein Phänomen: Nachts kriechen unsere Sorgen unter der Bettdecke vor und werden größer und größer und größer – und auch wenn wir wissen, dass wir nachts um halb drei überhaupt nichts lösen können, können wir nicht davon ablassen, alles durchzukauen, aufzubauschen, und uns so verrückt zu machen, bis an Schlaf überhaupt nicht mehr zu denken ist. Woran das liegt? 

Nun, letztlich ist es ganz simpel: wir werden von nichts anderem abgelenkt und so prasseln auf einmal alle Gedanken auf uns ein, die wir über den Tag von uns geschoben haben. Manche von uns haben sich da schon ein ganz gutes Schutzschild zugelegt – doch für alle, die dabei noch etwas Nachhilfe brauchen, gibt es ein paar einfache Tipps, wie man das in den Griff bekommen und endlich wieder ruhigere Nächte haben kann. Susie Moore hat für Greatist ein paar tolle Ideen aufgeschrieben, die ihr selbst geholfen haben – und wir haben uns das angesehen.

Ruhigere Nächte: Mit diesen vier Tipps

1. Deine Sorgen sind gar nicht so groß, wie du jetzt denkst

Die Sorgen, die uns nachts umtreiben und uns in eine gedankliche Endlosschleife abdriften lassen, sind meist gar nicht so groß, wie sie uns erscheinen – manchmal sind sie sogar komplett irrational. Und auch wenn wir das an jedem anderen Zeitpunkt des Tages wüssten: In der Dunkelheit, alleine im Bett, da wachsen die absurdesten Gedanken auf einmal ins Unendliche. Natürlich haben wir auch mal ernstzunehmende Probleme, aber sicher kennt das jede und jeder: Man plagt sich nachts stundenlang und morgens muss man den Kopf über sich selbst schütteln, weil alles halb so wild ist, wie es vor ein paar Stunden noch schien. Wer also in so einer gedanklichen Schleife steckt, sollte versuchen, sich genau das klar zu machen. Sag dir doch einfach: Sollte es morgen früh noch genauso schlimm aussehen, dann gehe ich es sofort an. Damit hat man sich selbst in seiner Angst ernstgenommen, aber muss sich nicht sinnlos bei Nacht damit herumschlagen.

2. Schreib auf, was dich bedrückt

Du kannst deine Gedanken einfach nicht abschalten? Dann schreib sie auf! Im Prozess des Schreibens wird meist klar, ob man sich selbst in die Falle gegangen ist oder ob es sich um konkrete Probleme handelt. Und selbst wenn es so sein sollte, dann lassen sich die Gedanken in geschriebener Form besser sortieren, ausformulieren und auch mögliche Lösungen finden sich leichter, als wenn man ein chaotisches Gedankenkarussel betreibt. Nimm dir maximal 45 Minuten Zeit, schreib runter, was dich bedrückt und schieb die Gedanken dann beiseite – denn mehr als diese Niederschrift, wirst du in dieser Nacht nicht verändern können. Stift und Papier hat man für diese Fälle am besten schon am Bett liegen.

3. Tief einatmen

Wenn man die Gedanken nun einigermaßen sortiert und weggepackt hat, muss man auch wieder runterkommen – denn der Schlafmangel und die stete Auseinandersetzung mit den eigenen Sorgen ist tatsächlich mental und körperlich sehr anstrengend. Vielen hilft es jetzt, mehrmals tief einzuatmen und sich eine ruhige Landschaft, wie zum Beispiel einen See vorzustellen. Klingt albern? Vielleicht, aber was hat man schon zu verlieren? Also such dir irgendein Bild, dass dir ein gutes Gefühl gibt und gib der Sache eine Chance.

4. Alles wird gut!

Oft sind es nicht nur die Gedanken, die uns umtreiben, sondern auch, dass wir schon wieder wachliegen und wieder einmal müde zur Arbeit müssen. Klar nervt das, aber sich deshalb schon in der Nacht zuvor verrückt zu machen ist trotzdem wahnsinnig kontraproduktiv. Denn natürlich wird man nach so einer Nacht müde sein – aber das Jammern darüber raubt euch noch mehr Kraft. Also stellt das Selbstmitleid in der Nacht aus. Seid am nächsten Tag einfach besonders nett zu euch, trinkt einen extra Kaffee, macht langsam bei der Arbeit und lasst euch nicht so sehr davon stressen, dass die Müdigkeit euch etwas langsam macht. Sollte auch noch eine Verabredung anstehen, dann sagt die einfach ab und macht euch ehrlich. Fast jeder von uns kennt diese Nächte, in denen man kein Auge zumacht. Nimm den Druck von dir selbst, manchmal funktionieren wir einfach nicht so, wie wir sollten – das ist aber auch ganz OK so.

Euch plagen die Nächte ab und zu? Dann versucht’s doch mal mit den Tipps! Denn oftmals hilft es schon, mit sich selbst etwas gelassener zu sein und ein paar Verhaltensmuster zu ändern. Bei regelmäßigen und sehr ausgeprägten Schlafprobleme, sollte man sich jedoch nicht davor scheuen, professionelle Hilfe zu Rate zu ziehen. Denn nichts ist wichtiger, als eure (mentale) Gesundheit!

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