Foto: Audi Nissen | Unsplash

6 Tipps, wie du die Angst vor dem Rampenlicht überwinden kannst

Viele von uns tun sich immer noch schwer damit, sich selbst zu präsentieren, aber das kann man trainieren!

 

Ab ins Rampenlicht!

Egal ob im Job oder im Privatleben: Wenn du dir als zurückhaltende Person vornimmst endlich sichtbarer für andere zu werden, kann sich das anfühlen als stündest du vor einer unüberwindbar hohen Mauer. Ängste kommen hoch. Die Überlegung, doch lieber unauffällig zu bleiben, drängt sich ins Bewusstsein. Aber die Welt will von dir wissen, also raus mit dir! Zeig dich! Sechs Tipps, wie das gelingen kann.

1. Menschen handeln für sich und nicht gegen dich

Diese Erkenntnis war für mich persönlich bahnbrechend und befreiend. Jede Tat, die wir vollbringen, machen wir für uns. Wenn jemand also gegen dich handelt, meint er oder sie das also nicht zwingend böse. Die Person handelt nicht gegen dich, sie hat eine positive Absicht für sich. Zieht sich ein Mensch aus unserem Leben zurück, tut er das womöglich, weil er Ruhe für sich braucht oder er gerade mit unangenehmen Gefühlen in Kontakt kommt, diese vermeiden und nicht spüren will. Er handelt also für sein eigenes Wohl – in der Regel unbewusst. Die vermeintliche Ablehnung gegenüber uns ist unsere Interpretation der Situation.

Angenommen, ein Mensch zieht sich aus deinem Leben zurück: Was macht die Sache so schmerzhaft? Richtig, unsere Interpretation über das, was vor sich geht. Interpretierst du in sein Verhalten, dass dieser Mensch dich ablehnt, fühlst du dich schlecht und abgelehnt. Erkennst du jedoch, dass der Mensch für sich handelt, indem er sich zurückzieht, lernst du die Sache nicht persönlich gegen dich gerichtet zu interpretieren. Du darfst traurig darüber sein, doch dein Selbstwertgefühl bleibt unangetastet. Du weißt, dass der Mensch nicht gegen dich handelt, sondern für sich.

2. Komme in deinem Körper an

Gerade in Situationen, die uns Angst machen und herausfordern, läuft unser Kopf Amok. „Ich bin nicht gut genug” oder „Ich werde mich bestimmt blamieren”. Wir alle kennen diese Gedanken und das blockierende Gefühlschaos, das sie verursachen zu gut. Wir wissen aber auch, dass sie nicht der Wahrheit entsprechen. Es sind und bleiben einfach nur Gedanken –  gönn ihnen nicht, dass du wirklich an sie glaubst. Komm mit deinem Bewusstsein in deinem Körper an, konzentriere dich darauf, tief zu atmen, spüre deine Füße auf dem Boden. Das entspannt, beruhigt und gibt Sicherheit. 

3. Schau‘s dir von anderen ab

Auch die, die es vermeintlich schon geschafft haben, stehen immer wieder vor der gleichen Hürde wie wir: Die Angst zu versagen oder abgelehnt zu werden, für das, was sie zeigen und leben. Ein super Inspirationsmoment kam für mich überraschend in einem Youtube-Video über Beyonce: Offen erzählt sie, dass sie vor Videodrehs Angst spürt. Und trotzdem stellt sie sich vor die Kamera: „I feel very vulnerable when I perform a song for the first time. I may not say it but I’m terrified. (…) I like that nervousness. I don’t like it in that moment but I know that it just means that I want it, and it means that it’s challenging to me and I’m doing the right job! You can’t be too comfortable and too confident.“ Oder wie eine tolle Freundin sagt: „You don’t need to be confindent to actually do stuff.” 

Aufgeregtheit, Nervosität, Angst – sie alle dürfen da sein, sie sind willkommen. Und wir machen’s trotzdem. 

4. Üben macht dein Meister

Die Hürden zu nehmen, kannst du üben. Anfangs wird es vielleicht noch schwer sein, doch je öfter du Herausforderungen meisterst, desto stärker wird deine Selbstsicherheit und dein Selbstvertrauen. Setz dir Ziele, die dich kitzeln und gleichzeitig nicht zu sehr unter Druck setzen. Lass es lieber langsamer angehen, als dich unnötig zu pushen. Sich authentisch sichtbar zu machen, ist ein Prozess. Oft denken wir ergebnisorientiert und verlieren aus den Augen, dass wir Zeit und Geduld brauchen, wenn wir uns weiter entwickeln wollen. Übe in deinem Tempo und finde Herausforderungen, die dich inspirieren und nicht überwältigen. 

5. Finde Verbündete 

Such dir Menschen, die dich mit all deinen Facetten lieben. Finde Menschen, die dich unterstützen, bei denen du dich fallen lassen kannst und die dir deine innere Größe und Schönheit spiegeln. Das müssen nicht viele sein. Schon ein aufrichtiger Freund oder eine wahre Freundin können dich darin bestärken, dich mehr und mehr authentisch zu zeigen.

6. Feiere deine Erfolge 

Verankere deine Sichtbarkeits-Erfolge in deinem Bewusstsein, indem du sie bewusst feierst. Wie du sie feierst, bleibt deiner Kreativität und deinem Einfallsreichtum überlassen. Das kann von einem kleinen Luftsprung, über ein High-Five mit dir selbst, bis hin zu einer Sichtbarkeitssause alles sein. Das feiern ist wichtig, weil es auch als Übergangsritual dient und deinen Erfolg bekräftigt. Du hast dich bewusst aus deiner Komfortzone raus in die Lernzone begeben — das verdient Anerkennung! Feier dich selbst, du hast es verdient!

 Also raus aus dem Schatten, zeig dich!

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