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Psychologin Amy Cuddy erklärt, warum viele Menschen ihre Ziele nie erreichen

Nach den Sternen greifen? Das ist nur das ideale Ziel für euch, wenn ihr Astronauten seid. Warum die meisten Menschen erfolgreicher (und übrigens auch glücklicher) werden, wenn sie ihre Ziele etwas tiefer stecken.

Kitschig, aber wahr: Der Weg ist das Ziel

Es gibt gute Gründe, dass Menschen ihre Ziele nicht erreichen. Welche das sind, weiß die Harvard-Psychologin Amy Cuddy – Chris Weller und Marleen Stollen, von unserem Partner Business Insider haben ihre Ergebnisse genauer angeschaut und zusammengefasst.

Sie weiß: Der größte Fehler besteht darin, sich nur auf das Ergebnis, aber nicht auf den Weg dorthin zu konzentrieren.

Cuddy ist Verhaltensexpertin und die Autorin von „Dein Körper spricht für dich: Von innen wirken, überzeugen, ausstrahlen“.

Sie hat sich in ihrer Forschung mit der Frage befasst, wieso wir in manchen Fällen stolz auf das sind, was wir erreicht haben, und in anderen Fällen unser Handeln bereuen. Sie fand heraus: Reue und Enttäuschung werden oft durch unrealistische Ziele oder schlechte Planung verursacht.

„Sie sind so groß. Sie sind so weit weg“, sagt Cuddy über Mammutprojekte, wie 20 Kilo abzunehmen oder den Traumjob zu bekommen. „Um sie zu erreichen, braucht es eine Million kleine Schritte, und jeder davon birgt die Möglichkeit, zu scheitern.“

Den Weg zum Ziel lieben zu lernen

Klüger ist es darum, den Weg zum Ziel lieben zu lernen. Das mag auf den ersten Blick kontraproduktiv wirken, da ihr euren Fokus von dem am Ende eurer Bemühungen lockenden Preis abwendet. Aber Cuddy betont, dass man langfristige Ziele am besten erreicht, indem man kurzfristige Pläne macht. Ihr werdet das ganze Gewicht nicht über Nacht verlieren. Der beste Weg ist also, jeden einzelnen Tag so gut wie möglich zu gestalten. Unterteilt euer großes Ziel in eine Reihe von Tages- oder Wochenzielen. Sie sind viel einfacher zu erreichen.

„Es gibt viele Belege dafür, dass wir mehr erreichen, wenn wir uns für kleine Schritte entscheiden“, sagt Cuddy.

So werdet ihr vom Faulpelz zum Marathonläufer: Ihr ignoriert vorübergehend die Tatsache, dass ihr in wenigen Monaten 42,195 Kilometer laufen müsst. Denkt nur an den Kilometer, den ihr heute laufen wollt. Da dieses Ziel viel einfacher zu erreichen ist, werdet ihr stolz und zufrieden sein, wenn ihr es getan habt.

So entsteht auch die Motivation, die ihr für einen zweiten und dritten Trainingslauf und schließlich den Marathon selbst braucht.

„Die kleinen Schritte summieren sich und schließlich erreicht ihr das große Ziel“, sagt Cuddy. „Vielleicht fällt es euch gar nicht auf, bis ihr eines Tages realisiert: ‚Wow, das ist jetzt viel einfacher für mich, als es letztes Jahr war.‘“

Titelbild: Flickr | PopTech | CC BY-SA 2.0

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