Foto: Instagram | Corinne Foxx

Corinne Foxx spricht zum ersten Mal offen über ihre Angstzustände

Instagram könnte viel mehr sein als der Inbegriff der Selbstinszenierung. Wir könnten es für ehrliche Inhalte nutzen. Auch für die grauen Seiten des Lebens. Für Probleme sowie für Ängste. So wie es Corinne Foxx macht.

 

Wenn zu viele Sehnsüchte geweckt werden

Ich kenne kaum jemanden, der sich nach ein paar Klicks auf Instagram besser fühlt als vorher. Hingegen kenne ich umso mehr, die ihre Instagram-Accounts im Laufe der Zeit wieder gelöscht und die App auf ihrem Smartphone in den Papierkorb geschoben haben. Zu viele Sehnsüchte, Wünsche und auch Eifersucht, die da in einem brodeln, wenn man durch seinen Instagram-Feed scrollt. 

Warum haben bitte alle außer mir ein so schönes Leben? Warum erlebt scheinbar jeder (außer mir natürlich) jeden Tag neue spannende Dinge? Warum bitte müssen die mir das jetzt auch noch so unter die Nase reiben? Wo bleibt das wirkliche Leben?

So ähnliche Gedanken hatten nicht nur schon du und ich, sondern auch Corinne Foxx, die Tochter von Schauspieler und Musiker Jamie Foxx. Sie konnte all die glücklichen Gesichter, die immer nur die schönen Seiten des Lebens auf ihren Fotos zeigten und ihre Probleme darunter versteckten, nicht mehr ertragen, schreibt sie in einem Artikel für Refinery 29

Mehr als nur ein kunterbuntes Instagram-Leben

Sie wollte die wahren Geschichten hören. Wie zum Beispiel die von Selena Gomez und zum Thema Selbstakzeptanz, die von Kristen Bell und ihrer Depression oder Lena Dunham und ihrem Kampf gegen Endometriose. 

Auch sie wollte ehrlich sein und gab nun in ihrem Artikel zum ersten Mal ihre Angstzustände zu, mit denen sie zu kämpfen hat. Insbesondere als Botschafterin für Nami, der „National Alliance on Mental Illness“, sei es ihr wichtig, auf ihrem Instagram-Account nicht nur die Hülle und Fülle des Lebens zu zeigen, sondern ein Bewusstsein für viel wichtigere Themen wie beispielsweise Selbstakzeptanz und Inklusion zu schaffen. 

Corinne Foxx gibt es mehr als nur ein kunterbuntes Instagram-Leben. Quelle: Instagram | Corinne Foxx

Sie selbst habe ihre Angststörung mit 14 Jahren entdeckt. Erst über die Jahre hinweg hat sie es dank medizinischer Hilfe und der Unterstützung ihrer Eltern geschafft, vier bis fünf Methoden für ihr persönliches „tool kit“ zu finden, die für sie funktionieren.  

„Von dem Moment an wurde ich zur Kämpferin. Meine Angst konnte mich niemals davon abhalten, die Dinge zu tun, die ich tun wollte.“

Dass sie mal studieren, als Model und Schauspielerin arbeiten, gesunde Beziehungen führen und ein rundum glücklicher Mensch sein würde, hätte sie damals nie geglaubt. 2016 wurde die heute 23-Jährige sogar zur Miss Golden Globe ernannt. 

„Falls du gerade mit dir kämpfst, möchte ich, dass du weißt, dass du nicht alleine bist. Meine Tage sind auch nicht immer einfach. Ich kämpfe jeden Tag aufs Neue, so wie du – etwas, das du nicht auf Social Media siehst.“

Hauptsache, dir ist bewusst: 

„Auch wenn du dich ängstlich, depressiv oder gestresst fühlst oder einfach nicht weißt, wo oben und unten ist: Du musst nicht so bleiben. Du kannst jederzeit etwas an deiner Situation ändern.“

Auch wenn die ersten Schritte zu deiner Heilung nicht einfach werden, so Foxx weiter, du bist nie, wirklich niemals alleine. 


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