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Mein Praktikum bei Edition F – das habe ich gelernt

Bald ist es vorbei: Mein Praktikum bei Edition F. Ich habe für euch zusammengefasst, was ich aus den vergangenen sechs Monaten gelernt habe.

 

Es geht dem Ende zu 

Es ist fast vorüber, es ist fast geschafft: Mein Praxissemester bei Edition F. Insgesamt sechs Monate, ein ganzes halbes Jahr, über 100 Arbeitstage sind vergangen. Crazy! Ist es wirklich schon so lange her? 

Bevor ich aber nun meine sieben Sachen packe (na gut, es sind doch ein paar mehr), lasse ich das letzte halbe Jahr Revue passieren. Nicht nur für euch, um euch vielleicht ein paar hilfreiche Tipps zu geben, sondern auch für mich. Um meine Gedanken zu ordnen, mir bewusst zu machen, was ich hier alles lernen durfte, welche Learnings ich aus Berlin mit nach Hause nehme und welche meiner Eigenschaften ich besser hier lasse. 

Übrigens, Lena hat 2015 bei uns das Praktikum gemacht und arbeitet bis heute frei für uns.

Übrigens: Auch du kannst ein Praktikum bei uns machen. Wir suchen nämlich. Hier entlang

First day, first try

Neuer Job, neuer Alltag, neuer Ort – Ich müsste lügen, zu behaupten, dass ich am ersten Tag meines Praktikums nicht aufgeregt war. Gerade ich, die als Person sowieso sensibel ist, deren Gedankenkarussell gerne mal ein paar Runden zu viel dreht und der das Erlebte gerne mal auf den Magen schlägt. Um es auf den Punkt zu bringen: Ja, ich hatte Grummeln im Bauch. 

Das Bewerbungsgespräch lag schließlich schon acht Monate zurück, die Autoren, die Artikel, Interviews und Kommentare hatte ich seitdem nur aus der Ferne verfolgt. Zudem ging mit dem Praktikum nicht nur ein komplett neuer Wochenrhythmus einher (Feiern gehen und ausschlafen adé), sondern auch der Umzug von Stuttgart nach Berlin.

Natürlich waren all meine Sorgen unbegründet. Kennt ihr das, wenn man Menschen kennenlernt, von denen man gleich willkommen geheißen wird, oder eine Stadt besucht, in der man sich gleich am richtigen Platz fühlt? So war es bei EDITION F. Und nein, ich wurde nicht dazu angestiftet, all das hier zu schreiben, sondern es war wirklich so. Das habe ich in den vergangenen sechs Monaten gelernt: 

Nimm dir die Zeit, die du brauchst 

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, daher ist es völlig okay, wenn der erste Artikel nicht gleich nach zwei Stunden fertig ist oder du deine Themenvorschläge noch mal überdenken musst. Nimm dir die Zeit, die du brauchst. Mache dich mit den Abläufen im Unternehmen vertraut: Wie sind die redaktionellen Strukturen? Wer ist für was verantwortlich? Welche Themen passen zu Edition F, und vor allem: Wo ist meine Lücke? Wo kann ich die Redaktion am besten unterstützen?

Es nützt nun mal nichts, wenn du eine Aufgabe schnell abarbeitest oder einen Artikel fix herunter schreibst, nur, um damit fertig zu werden. Lass dir so viel Zeit, bis du selbst damit zufrieden bist und du auch gerne mit deinem Namen darüber stehst. 

Baue dir keinen Druck auf

Du bist Praktikant*. Du willst und du darfst glücklicherweise auch viel machen, aber du bist immer noch zur Hälfte Student* und absolvierst dein Praktikum, um Neues auszuprobieren, Fehler zu machen und daraus zu lernen. Natürlich will man als Praktikant einen guten Eindruck hinterlassen, man will zuverlässig sein, Verantwortungen übernehmen und so gut es geht das Unternehmen unterstützen, aber niemand erwartet von dir, nonstop auf den Punkt zu funktionieren. Gehe es ruhig an, steigere dich langsam. 

Frage besser ein Mal zu viel als zu wenig

Du warst in dem einen Gespräch irgendwie nicht ganz bei der Sache und hast eine Kleinigkeit nicht mitbekommen, oder bist dir unsicher, wie du die Aufgabe genau angehen sollst? Die Lösung liegt ganze nahe: Einfach nachfragen, und wenn’s einmal, zweimal oder auch dreimal sein muss – Kostet nicht, schadet niemandem und bringt die Antworten. Besser doppelt absichern, bevor du in Fehlerfallen tappst, die du durch einfaches Nachfragen hättest vermeiden können. 

Finde deine Lücke

Selbst, wenn du in ein Unternehmen kommst, das es schon jahrelang gibt – es gibt immer eine Lücke, die noch nicht gedeckt ist, und für die du vielleicht die richtige Person bist. Daher werde dir bewusst: Was kannst du gut? In welchem Bereich hast du eigene Erfahrungen gesammelt oder verfügst über mehr Expertise als andere? Auch, wenn du dir bei deinen Ideen nicht zu 100 Prozent sicher bist, schlage sie vor, bringe dich ein. Besser es versucht zu haben und auch mal ins Leere zu laufen, als sich später zu fragen: Was wäre gewesen, wenn…

Es ist okay, nein zu sagen 

Spätestens, wenn deine To-Do-Liste überquillt und du nicht mehr weißt, wo oben und unten ist, ist es an der Zeit, die Grenze zu ziehen. Bevor dir der Stress auf den Magen oder die Psyche schlägt, frage deine Kollegen doch einfach, ob sie dir nicht ein paar Aufgaben abnehmen wollen. Es ist gar nicht böse gemeint, wenn sie dir neue Themen übertragen oder dich um Hilfe bitten – sie haben schließlich keinen Überblick darüber, was auf deinem Tagesplan steht. Und, wenn sie dich um Hilfe bitten, kannst du dich eigentlich freuen: zeugt schließlich von Vertrauen. Sobald dir aber dein Bauchgefühl signalisiert, es wird zu viel, schalte einen Gang zurück. 

Raus aus den Pantoffeln! 

Bei einem Praktikum gehört es dazu, dich neuen Herausforderungen anzunehmen – Sei dem offen gegenüber. Scheue dich nicht davor, Interviews zu führen mit Experten, in deren Fachgebiete du dich erst mal einarbeiten musst, oder mit Schauspielern, die du nur von der Leinwand kennst. Besuche Veranstaltungen, die du sonst eher meidest. Es tut gut, sich aus seiner Komfortzone zu bewegen und Neues auszuprobieren. Springe über deinen Schatten! Nur so lernst du vielleicht Seiten an dir kennen, die dir bisher unbekannt waren.

Suche dir einen Ausgleich

Von einem recht entspannten Studienalltag auf eine volle Arbeitswoche umzuschalten, ist eine Umstellung, auf die sich der Körper erst mal einpendeln muss. Insbesondere, wenn du deinen Arbeitstag im Büro verbringst und die meiste Zeit vor dem Computer sitzt: Mache Sport, drehe vor dem Schlafengehen eine Runde um den Block, tobe dich künstlerisch aus. Ist sicherlich nicht die Erkenntnis des Jahrhunderts, hat sich in der letzten Zeit aber wirklich bewährt: Nimm dir die Zeit, die du brauchst, um den Kopf frei zu bekommen. 

That’s it

Ich übertreibe nicht, wenn ich behaupte, dass ich in den vergangenen Monaten weitaus mehr gelernt habe, als in meinen gesamten drei Studienjahren zusammen. Die Praxisnähe, die ich in meinem Studium manchmal vermisste, hatte ich hier zu genüge: tägliche Recherche, Konfrontation mit tagesaktuellem Geschehen, Schreiben unter Zeitdruck, mal Neun-Minuten-Interviews, bei denen mein Kopf wirklich auf Hochtouren arbeiten musste, an anderen Tagen dafür viel zu lange Interviews, was ich aber erst beim Abtippen bemerkte. 

Ich durfte mich sprachlich austoben, habe über Themen geschrieben, die mich schon lange beschäftigten, und so viel in die Tasten gehauen, dass mein Arm schlapp machte. 

Rückblickend sind die vergangenen sechs Monate wie im Flug vergangen. Ich werde fast ein bisschen wehmütig, wenn ich daran denke, dass ich schon bald wieder im Vorlesungssaal in Stuttgart sitze. Ich hätte tatsächlich keine bessere Wahl treffen können und bin dankbar für all das, was ich erleben, machen und erfahren durfte. Danke, Edition F, auf hoffentlich ganz bald. 


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