Foto: Nik MacMillan | Unsplash

Das WG-Leben in Gifs – Zwischen Geschirrbergen und Verschwörungstheorien

Ihr habt schon mal in einer WG gewohnt? Ihr kennt leere Kühlschränke und nächtliche Deeptalks? Dann wisst ihr: Das WG-Leben kann so schön und gleichzeitig so schrecklich sein.

 

Der Einzug

Es gibt genau 2 Gruppen von Menschen auf dieser Welt: Die einen freuen sich auf das Leben in einer WG und die anderen wohnen schon in einer.

Wenn man in eine Wohngemeinschaft zieht, durchlebt man immer dieselben Phasen: Von Roomie-Love über durchzächte Partynächte bis hin zu detaillierten Mordplänen für die eigenen Mitbewohner, weil sie unseren Pudding schon wieder aufgegessen haben.

Das Ganze fängt aber immer ganz euphorisch an. Während wir bei der Besichtigung noch so taten, als wären wir total unabhängig und eher so semi-beeindruckt von dieser coolen WG mitten in der Stadt.

Kriegen wir uns nach der Zusage für das Zimmer fast nicht mehr ein. 

Endlich eine total coole WG, endlich alleine wohnen – Wuuhuu, Party jeden Tag! Wir ziehen ein und wollen natürlich erst einmal einen guten Eindruck bei unseren neuen Mitbewohnern hinterlassen. 

Wir stellen uns vor, dass wir jeden Tag zusammen kochen und essen, dann gemütlich in der Küche Wein trinken und jedes Wochenende zusammen abfeiern. 

Startschwierigkeiten

Die Realität sieht allerdings anders aus. Denn wir haben diesen einen Mitbewohner, dem irgendwie entgangen sein muss, wie man sich in unserer Gesellschaft normal verhält. Nach eingehender Beobachtung macht sich bei uns nur noch ein Gedanke breit: WARUM?

Das mit dem dreckigen Geschirr ist auch so eine Sache. Bisher hätten wir noch nicht bemerkt, dass in unserem Haus die Heinzelmännchen wohnen. Also worauf warten eigentlich alle mit dem Geschirrspülen? Darauf, dass es Beine bekommt und sich selbst sauber macht? Dann übernehmen wir das lieber selber…

Nachdem wir das ca. fünf Mal gemacht haben, haben wir aber auch die Schnauze voll. Wir überlegen uns Taktiken, wie wir unsere Mitbewohner zum Saubermachen bringen könnten. Vielleicht sollte man ihnen ihren Dreck einfach mal direkt vor die Nase setzen?

Wir stellen fest, dass es doch nicht so toll ist nie alleine zu sein. Zuhause haben alle immer Rücksicht aufeinander genommen. Hier ist das irgendwie anders. Sei es jetzt, ob wir duschen…

… oder einfach mal Sonntags ausschlafen wollen. Es gibt immer jemand, der uns unbedingt etwas erzählen muss.

Die Neuigkeit, wegen der wir geweckt wurden: Unser Mitbewohner hat unter seinem Bett noch eine Tafel Schokolade von 1998 gefunden, die er nun dem deutschen Museum spenden will. 

Wo sind wir hier nur gelandet? 

Irgendwie ist es dann doch Liebe

Nach ungefähr einem halben Jahr haben wir uns einigermaßen eingelebt. Es stört uns nicht mehr, dass das Geschirr nun schon seit drei Tagen rumsteht, irgendwer wird es schon aufräumen. Wir wollen nicht mehr die Polizei rufen, wenn Thomas mal drei Tage nicht auftaucht, denn wir wissen: Der kommt schon wieder. Es ist mal wieder jemand ins Bad geplatzt als ihr geduscht habt? Egal, es hat euch eh schon jeder in dieser Wohnung nackt gesehen. 

Wir haben uns mit den anderen eingegrooved und lieben die gemeinsamen Partynächte. 

Das schönste an unserer WG? Egal, wer einkaufen geht, er bringt immer Wein mit. 

Nach zwei Flaschen haben wir die besten Gespräche in der WG-Küche. Ja, gemeinsam könnten wir die Welt verändern. Ganz sicher. 

Wenn wir mal ein Date mit nach Hause bringen, machen wir uns schon einen Spaß daraus.

Ob es etwas gibt, mit dem wir immer noch nicht leben können? Naja, da wäre die Sache mit dem Essen…. 

Liebe Mitbewohner, jetzt nochmal zum mitschreiben und ganz langsam:

Aber das üben wir noch. Eines können wir allerdings mit Sicherheit sagen: Wir hätten uns wohl nie kennengelernt, wenn wir nicht zusammen wohnen würden. 

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