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Diese Eigenschaft fehlt den meisten Chefs – dabei ist sie essentiell für eine gute Führung

Am Ende braucht es für eine gute Führung gar nicht viel – diese eine Eigenschaft aber auf jeden Fall. Nur leider besitzen die gar nicht so viele Führungspersonen.

 

Welches ist diese eine Eigenschaft, die alle
Führungspersonen brauchen?

Was macht gute Führung aus? Darauf gibt es viele Antworten –
und doch führen sie alle letztlich auf eine Eigenschaft zurück: Empathie. Denn
sie ist die Basis dafür, ein Team leiten, lenken und motivieren zu
können. Warum aber geht genau diese Eigenschaft vielen Führungspersönlichkeiten
ab? Ganz einfach: Weil sie im Business-Alltag nicht sonderlich positiv belegt ist.

Ein empathisches Wesen zu haben, suggeriert einen weichen, gefühlsbetonten oder
auch – Gott bewahre – weiblichen Charakter. Eigenschaften, die der stereotypen
Vorstellung einer Führungskraft so gar nicht stehen wollen. Aber genau da
beginnen falsche Vorstellungen, wie eine aktuelle Studie von KRW International, ein
Beratungsunternehmen für Führungskräfte aus den USA, die in Harvard Business
Review
veröffentlicht wurde, nun zeigt. Befragt wurden für die Studie
Mitarbeiter von 84 US-Unternehmen.

Empathie sorgt für eine starke Bindung, Glaubwürdigkeit und
gute Zahlen

Kern der Studie ist die Untersuchung des Zusammenhangs von
der charakterlichen Bewertung der Chefs durch die Mitarbeiter und der Leistung,
die von den Chefs messbar erbracht wird. Abgefragt wurde dabei die Integrität,
das Verantwortungsbewusstsein, die Fehlertoleranz und das Mitgefühl – denen
allesamt ein gutes Empathievermögen zugrunde liegt. Und siehe da, die
Führungskräfte, deren Charakter gut bewertet wurde, hatten auch eine wesentlich
bessere Leistung  in Bezug auf steigende Unternehmensumsätze
vorzuweisen als ihre schlechter bewerteten Kollegen.

Zahlen die zeigen: Wer auf seine Mitarbeiter eingehen
kann, der versteht, wie das Team tickt und was es braucht, um auf dem Weg zum
gemeinsamen Ziel voranzukommen (und sich dabei auch selbst einbringt), der
erwirtschaftet sich damit nicht nur eine hohe Glaubwürdigkeit unter den Mitarbeitern,
sondern erbringt auch messbar höhere, ökonomisch auswertbare Leistungen.

Wer jetzt ahnt, dass sie oder er in Sachen Empathie noch
etwas lernen könnte, kann das auch – denn diese Eigenschaft muss einem
mitnichten in die Wiege gelegt worden sein. Drei wesentliche Tipps dafür hat
etwa Hal Gregersen von Fortune: Stellt Fragen, lasst Fragen zu und nehmt euch
wirklich Zeit für die Belange eurer Kunden (was nicht fünf Minuten bedeutet und
nicht nur ein Meeting – sondern sich richtig in diese reinzudenken).

Gute Führung klappt mit der Investition in Menschen

Das hört sich einfach an, braucht aber Bereitschaft. Denn am
Ende geht es um nichts anderes als darum, in Menschen zu investieren, sie zu
verstehen und so ihre Bedürfnisse und auch ihre Fähigkeiten kennenzulernen
sowie mit diesen Informationen sinnvoll und effektiv arbeiten zu können. Und
genau das zahlt sich am Ende in einem zufriedenen, produktiven Team und
steigenden Zahlen aus.

Klingt ziemlich gut, oder? Dann, liebe Chefs, verabschiedet
euch doch endlich vom alten Führungsstil, sagt der kühlen Frontalunterricht-Mentalität Adieu
und schafft eine gute Unternehmenskultur durch Interesse, Einfühlungsvermögen
und einem grundsätzlichen Verständnis füreinander. Denn was von oben vorgelebt
wird, macht auch schnell unter den Mitarbeitern Schule. So können sich dann
auch die Chefs über die Empathie ihnen gegenüber durch die Mitarbeiter freuen.
Herrlich!

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