Foto: Le Petit Beurre

„Happy wife, happy life“

Edith Szasszer baut ein eigenes Kindermodelabel auf.

 

Wer Edith Szasszer kennenlernt weiß schnell, dass man es hier nicht
mit der typischen Hausfrau zu tun hat, die aus Langeweile „irgendwas mit Mode“ machen wollte.

Ich sitze Edith
gegenüber und sie strahlt die pure Entschlossenheit aus, aus
ihrem Baby- und Kindermodelabel „Le Petit Beurre“ etwas ganz
Großes zu machen. Denn etwas Großes ist der „Butterkeks“ (französisch =
le petit beurre) bereits, trotz der üblichen Hürden, die einem in der
nicht zimperlichen Fashionbranche begegnen.

Edith
will weiter, sie will
mehr. Das wird in
einem Gespräch mit ihr schnell deutlich. Der Spagat zwischen smarter
Weiblichkeit und knallharter Berufswelt ist allerdings gar nicht so
einfach. Denn am Ende des Tages gilt es zu überleben und besser zu sein
als die anderen.

Edith
hat einen Mann und zwei kleine Söhne. Gleich drei, naja einen und zwei
halbe Männer im Haushalt, die ihr den Rücken stärken und an manchen Tagen
sicherlich auch schwächen.

Mit einer kleinen Anekdote zum Credo „Happy wife, happy
life!“ hat Edith mich dazu inspiriert, der Frage auf den Grund zu gehen,
wie viel Weiblichkeit gut im Business ist und wann wir mal Fünfe gerade sein lassen sollten. 

Worin liegt also die Kunst?
Vielleicht ist es eine Mischung aus sich emanzipiert Freischwimmen, Selbstbewusstsein entwickeln und
trotzdem nicht zu stolz zu werden, Rat anzunehmen.

Manchmal
startet man vielleicht sogar, um es den Männern und ganz besonders dem
eigenen Mann zu beweisen, dass man es drauf hat. Aber es ist auch keine
Schande sich einzugestehen, dass es so manch einen Tag gibt an dem wir
ganz und gar nicht Superwoman sind. Biss haben, sich durchzubeissen, heißt nicht verbissen zu werden.

Sich der eigenen Stärken
bewusst werden ist ein langer Weg und stetiger Prozess. Sich die eigenen
Schwächen einzugestehen und bereit zu sein Hilfe anzunehmen manchmal
ein noch längerer.

Wir funktionieren als Netzwerk einfach viel
besser – einem Netzwerk, das auch Männern die Chance gibt, uns zu unterstützen.

„Happy
wife,
happy life“, also nix da chauvinistisch und schon gar nicht á la „Frauen
zurück an den Herd“. Gesunder Feminismus gepaart mit cleverer
Weiblichkeit sind der Schlüssel zum Erfolg. Und wo wir gerade fast beim
Thema sind: auf Stutenbissigkeit sollte man auch besser verzichten.

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