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Jacquelyn White: „Das Leben passiert vor der Tür“

Manche Geheimnisse sollten gelüftet werden. Welche die Newsletter-Publikation Daily Secret zu offenbaren hat, erzählte uns CEO Jacquelyn White.

 

Hot Spots per Mail

Jede Stadt lebt von ihren eigenen kleinen Geheimnissen. Offenbahren sie sich, wird der Blick auf die Orte, Menschen und Geschehnisse freigelegt, die das Leben in ihr ausmachen.

Printpublikationen können diese Einblicke in unserer schnellebigen Zeit ebenso wenig bieten, wie ein waches Auge alleine selten ausreicht, um wirklich hinter die Kulissen zu schauen. Und so beschleicht uns nach einem Trip nicht selten das schale Gefühl, gerade einmal die Oberfläche eines Ortes gestreift zu haben. Das zu ändern, haben sich Newsletter-Publikationen wie das in Berlin beheimatete Sugarhigh zur Aufgabe gemacht, das mit Tipps zu Hot Spots und Events rund 50.000 Abonnenten erreichte.

Im Januar 2015 wurde das 2009 von Peter Henssen und Alonso Dominguez gegründete Startup von seinem amerikanischen Konkurrenten Daily Secret übernommen, die ihre Stadt-Geheimnisse seit rund drei Jahren mit Editionen in mittlerweile 27 Städten erzählen. Mit der Übernahme steigt Daily Secret nun erstmals in den deutschen Markt ein. Wieso sie in Berlin starten, welchen Hot Spot man in der Haupstadt und in New York derzeit unbedingt besuchen sollte und warum sich ihr Job kaum wie Arbeit anfühlt, hat Daily Secret CEO Jacquelyn White uns erzählt.

Jacquelyn, du bist CEO der Newsletter-Publikation Daily Secret. Welche Geheimnisse kennt ihr?

„Daily Secret kuratiert die Welt. Wir bieten Einblicke in Orte, die man besuchen, Dinge die man tun oder kaufen sollte und decken dabei Nachtleben, Events, Restaurants und Stil-Themen ab.“

Wann bist du zum Unternehmen gekommen und was hast du davor gemacht?

„Ich bin seit Mai 2014 bei Daily Secret, war aber schon seit dem Start ein großer Fan. Zuvor habe ich in der Mode- und Medienbranche gearbeitet, etwa für Armani Exchange, die New York Times und DailyCandy. Ich liebe das Nachtleben, Reisen, Mode und Kunst. Mit meiner Arbeit bei Daily Secret kann ich all die Dinge, die ich liebe kombinieren.“

Was ist der beste Part an deinem Job?

„Ich liebe es zu reisen und mit meiner Arbeit komme ich um die ganze Welt. Wenn ich dann unsere Leser treffe und sie mir sagen, dass sie die Empfehlungen unserer Seite schätzen und sich tatsächlich davon inspirieren lassen, dann ist dass das beste Kompliment, das wir bekommen können. Es gibt doch diesen Spruch: „Wenn du liebst was du tust, dann fühlt es sich nicht wie Arbeit an“. Und genau so geht es mir.“

Daily Secret hat gerade das in Berlin beheimatete Sugarhigh übernommen. Was bringt diese Veränderung mit sich?

„Berlin ist eine der dynamischsten Städte der Welt. Die Clubkultur, die Food-Spots, die Tech- und Kunst-Szene, alles ist so intellektuell und lebendig. Es macht für uns also absolut Sinn, genau hier den Einstieg in den deutschen Markt zu machen und die Übernahme von Sugarhigh erlaubt uns eine unmittelbare Präsenz in Deutschland. Die Leser bekommen wiederum einen Zugang zum gesamten Daily Secret-Kosmos und unseren Inhalten.“

Du lebst und arbeitest im Big Apple. Über Berlin sagt man, es sei das deutsche New York. Stimmst du zu?

„Ja, das kann man sagen. Das Leben passiert in New York und Berlin außerhalb der eigenen vier Wände. Jeder einzelne Tag hält so viele Optionen bereit, wo man essen, welche Partys man besuchen oder welche Ausstellungen man sehen kann. Als kreativer Mensch kommt man nach Berlin oder New York und wird sofort von der Energie der beiden Städte inspiriert. Auch mich zieht genau diese Energie und Offenheit von Berlin immer wieder in die Stadt.

Welches Berliner Geheimnis sollte man derzeit unbedingt kennen?

“Hast du schon das kürzlich eröffnete Restaurant Spindler am Paul-Linke Ufer besucht? Ich liebe die Atmosphäre und das Essen sowie der Service sind fantastisch. Das ist aber auch alles, was ich verrate.“

Wie sieht es mit New York aus?

„Meine aktuell liebste Cocktailbar ist „Dear Irving“. Sie machen die besten Cocktail-Klassiker, alles ist im Stil der 1920er gehalten und man kann die Bedienung per Glocke rufen, die am Tisch installiert ist. Außerdem liegt sie in einer meiner Lieblingsstaßen in New York: der Irving Place.“

Und zu guter Letzt: Ist es nicht eigentlich der Sinn eines Geheimnisses, dass man es nicht weitergibt?

„Ich teile meine Geheimnisse am liebsten mit den engsten Freunden. Und genau das machen wir mit Daily Secret.“

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