Foto: Unsplash – Juskteez Vu

Sabrina Pasterski wird als nächster Einstein gehandelt – sie will helfen, das Universum besser zu verstehen

Sabrina Pasterski baute mit 14 Jahren ihr erstes Flugzeug, studierte an der MIT und promoviert nun an der Harvard-Universität. Warum sie bereits als Nachfolgerin Einsteins bezeichnet wird, erfahrt ihr hier.

 

Eine außergewöhnliche Frau

Sabrina Gonzalez Pasterski, so berichtet OZY, besitzt kein Smartphone, hatte bis dato noch keinen festen Freund und nutzt weder Instagram, Facebook, noch Twitter oder LinkedIn. Für eine 22-Jährige ziemlich außergewöhnlich, könnte man meinen, doch dieses Attribut trifft es wahrhaft auf den Punkt: Sabrina ist ein Ausnahmetalent.

Im Alter von 14 Jahren betrat Sabrina, die kubanisch-amerikanische Wurzeln hat, zum ersten Mal den Campus des MIT, Massachussets Institute of Technology. Sie wollte ihr Ein-Mann-Flugzeug vorstellen, das sie selbst in der Garage ihres Vaters gebaut hatte. Ein Moment, den die geschäftsführende Sekretärin Peggy Udden so schnell nicht vergessen hat – nicht weil sie so jung, sondern weil sie eine Frau war. 

Bahnbrechende Erkenntnisse

Acht Jahre später, im Jahr 2016, sind weibliche Studierende am MIT keine Seltenheit mehr. Die 22-jährige Physikerin hat ihr Studium dort bereits mit der bestmöglichen Note abgeschlossen. Und das, obwohl die Professoren Allen Haggerty und Earll Murman ihr Potential auf dem ersten Blick verkannten und sie auf die Warteliste setzten. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie das Video von ihr und ihrer selbst gebauten Flugmaschine erst mal sprachlos machte.

Quelle: youtube

Vor allem im Bereich der Schwerkraftstheorie und Quantummechanik, eine physikalische Theorie zur Beschreibung der Materie, werde sie für die Forschung bahnbrechende Erkenntnisse machen, prophezeien Experten. Der eine oder andere, so berichtet Ozy weiter, wagt es bereits, sie als potentielle Nachfolgerin Einsteins oder Hawkins zu bezeichnen – als DER neue Stern am Physiker-Himmel. 

„Ich werde weiter am Ball bleiben“

Pasterski promoviert momentan an der Harvard-Universität. Und nicht nur die Professoren an der MIT, sondern auch Jeff Bezos, der Gründer von Amazon.com, sowie die NASA haben ihr Potential bereits erkannt und ihr einen Job angeboten. In den vergangenen Jahren erhielt sie von der Hertz-, der Smith- sowie der National Science-Stiftung diverse Stipendien. 

Und damit nicht genug: Im Jahr 2015 schaffte es Pasterski auf Forbes „30 under 30 Science List“. Die 22-Jährige lässt sich von der Hoffnung, die auf sie gesetzt wird, jedoch nicht beeindrucken und sagt gegenüber Ozy:

„Ein Theoretiker, der sagt, er wird in einem Bereich bahnbrechende Erkenntnisse gewinnen, garantiert dadurch eigentlich, dass genau das nicht eintreffen wird.“

Der Beruf einer Physikerin habe nichts von einem 9-to-5 Job, sagt sie. „Wenn du müde bist, dann schläfst du. Wenn nicht, dann machst du Physik.“

Auf unsere eigene Interviewanfrage antwortet sie: 

„Ich fühle mich geehrt, aber ich denke, wir sollten wieder Ruhe einkehren lassen. Ich habe bereits zu viel unverdiente Aufmerksamkeit erhalten – genug für 2016. Wir können uns ja mal persönlich unterhalten, wenn ich wirklich Leistungen erbracht habe. 

Wir sind jedenfalls gespannt und freuen uns, auch in Zukunft von ihr zu hören. 

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