Foto: Ryan McGuire

Das machen US-Managerinnen am Montagmorgen

Jede erfolgreiche US-Managerin hat ein besonderes Ritual, um ihre Woche zu starten.

Meditation statt Magic Monday

Ob selbst zubereitetes Siegerfrühstück, Hantelstemmen oder Schwimmen in den Sonnenaufgang: Jede erfolgreiche US-Managerin hat ein besonderes Ritual, um ihre Woche zu starten. Alltagssorgen scheinen diesen Höchstleistungsmenschen fremd zu sein. Zumindest denjenigen, die inc.com befragt hat. „Manic Monday“ trällerte keine von ihnen. Helene Endres von unserem Partner Manager Magazin Online fasst die Rituale erfolgreicher Managerinnen zusammen.

Branchennews und Schulereignisse – und dazwischen: Meditation

Carey Kolaja, Vizepräsidentin und Chefin Konsumgüter weltweit bei Paypal:

„Wie meistens wache ich auch montags um 5:30 Uhr auf. Ich beginne meinen Tag, indem ich schaue, was an aktuellen Ereignissen anliegt und mir einen Überblick verschaffe über Nachrichten und wichtige Branchen-News. Ich muss zugeben – manchmal checke ich auch meine E-Mails schon zu dieser Zeit. Aber dann nehme ich mir 20 Minuten nur für mich, zur Reflektion, ohne gestört zu werden. Dann habe ich noch eine Stunde um ernsthaft Sport zu treiben, eine Mischung aus Boxen und Laufen. Um sieben Uhr mache ich Frühstück für meine Söhne und sie erzählen mir, was bei ihnen in der Schule so ansteht. Anschließend machen wir uns alle auf den Weg: Ich fahre mit dem Zug zur Arbeit und nutze die Zeit, um mit unseren Teams rund um die Welt zu kommunizieren. So bekomme ich ein Gefühl für die neuesten Entwicklungen der Arbeit der Einzelnen und der Branche; je nachdem, wo auf der Welt sie sind, machen sie gleich Feierabend – oder beginnen auch gerade ihren Tag.“

Ab 5 Uhr E-Mails, ab 6 Uhr Spinning, ab 7 Uhr Siegerfrühstück

Teresa Briggs, Managing Partner (Region West) bei Deloitte:

„Am Wochenende hat mein Sohn Cole oberste Priorität, deshalb fängt mein Montag sehr früh an, um genau zu sein beginne ich um 5 Uhr mit der Arbeit. Ich lade erstmal Unmengen von Wochenend-E-Mails runter und werfe einen Blick auf die Schlagzeilen, lese als erstes die New York Times, das The Wall Street Journal und den San Francisco Chronicle, dann spezielle Branchen-Newsletter und -seiten. Weil es wichtig ist, dass der Körper dem Geist folgt, mache ich eine Pause. Ich besuche um 6 Uhr im Fitness-Studio nebenan einen Spinning-Kurs und bin pünktlich um 7 Uhr wieder Hause, um Cole sein Frühstück zu machen. Dann esse ich mein Sieger-Frühstück: Selbstgemachtes Müsli, Blaubeeren, fettfreier Joghurt. Anschließend bring ich Cole zum Schulbus und erst dann ziehe ich meine Bürokleidung an – immer mit den Terminen des Tages im Kopf: Urbaner Hipster-Style für Tech-Kunden, etwas konservativer für den Rest. Um 8 Uhr sitze ich im Auto für Telefonkonferenzen (natürlich über die Freisprechanlage!) auf dem Weg ins Büro. Und ab 9 Uhr beginnen dann die persönlichen Meetings.“

Erfolg lässt sich vorbereiten – am Sonntagabend

Gretchen Curtis, Mitgründerin und CMO bei Piston Cloud Computing :

„Ein erfolgreicher Montagmorgen beginnt eigentlich Sonntagnacht. Ich räume das Haus auf, denn eine unordentliche Umgebung führt zu Chaos im Kopf. Ich durchdenke meine Woche: Wichtige Meetings. Terminpläne. Abendveranstaltungen. Reisen. Ich überlege, wo etwas schief gehen kann, was mich richtig anstrengen wird oder wo ich gegen die Wand fahren könnte – und plane damit. Ich achte darauf, dass meine Tasche das Wichtigste enthält: Müsliriegel, Ladegerät, Labello, manchmal noch ein zweites Paar Schuhe, wenn ich einen Abendtermin habe und weiß, dass meine Füße schmerzen werden. Ich packe meine Sporttasche mit der Kleidung für den nächsten Tag und meine Laptoptasche. Und ich habe immer eine Flasche Wasser dabei.“

Der Weg ist das Ziel: Immer zu Fuß ins Büro

Christina LaMontagne, Geschäftsführerin und Gründerin der Gesundheitssparte bei Nerdwallet:

„8 Uhr: Ich wohne bewusst in der Nähe meines Arbeitsplatzes, so dass ich das Büro ohne Stress erreichen kann. Laufen ist viel berechenbarer als mit dem Auto zu fahren oder öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. So ist es für mich viel einfacher, pünktlich zu sein und Herrin über meine Zeit. Ich muss nicht auf einen Wagen warten oder auf eine blockierte U-Bahn, ich fürchte mich nicht vor hohem Verkehrsaufkommen oder plötzlichen Staus. Ich weiß genau, wie lange mein Marsch von der Wohnung ins Büro dauert: genau 34 Minuten. Genügend Zeit, um meine Eltern anzurufen oder meine beste Freundin in New York – oder einfach nachzudenken. Der Fußweg zur Arbeit befreit mich von unnötigem Stress und hilft mir, meinen Tag gelassen und bedächtig zu beginnen. Ich betrete das Büro mit einem klaren Kopf und bin bereit für alles, was vor mir liegt.“

In den Sonnenaufgang schwimmen

Penny Herscher, Präsidentin und CEO bei Firstrain:

„Montagmorgen habe ich meine Batterien geladen und bin startklar. Ich stehe früh auf, male die Bohnen für einen frischen Kaffee und unterhalte mich dabei mit unseren Hunden – und checke meine E-Mails. Dann fahre ich für 45 Minuten zum Schwimmen. Ich schwimme im Freien – in Kalifornien geht das das ganze Jahr über. Dabei sehe ich, wie die Sonne aufgeht – und ich sehe die Welt neu und voller Möglichkeiten. Und ich komme auf einige meiner besten Gedanken, während ich Bahnen ziehe. Eine schnelle Dusche, rein ins Büro und ich bin bereit, mit meinen Mitarbeitern die Herausforderungen der Woche zu besprechen.“

Yoga und Gewichte stemmen für den perfekten Wochenstart

Dara Sklar, Senior Vizepräsidentin bei MSL Group:

„Meine Vorbereitungen für den Wahnsinn am Montag beginnen Sonntagabend mit einer Yogastunde und einem heißen Bad. Ich gehe extra früh ins Bett, um ausgeschlafen und voller Energie am Montag aufzuwachen. Nach neun Sonnengrüßen, 24 Minuten Meditation und einem Proteinshake mache ich mich auf ins Fitnessstudio. Montags stemme ich Gewichte. Wenn ich versuche, richtig schwere Gewichte zu heben oder eine Langhantel sauber zur Hochstrecke bringe (sprich: über meinen Kopf stemme mit ausgestreckten Armen) fühle ich mich zu 100 Prozent fokussiert, konzentriert und lebendig. Wenn ich ins Büro gehe, überdenke ich meine Prioritäten mit der der gleichen Präsenz, Stärke und Resilienz. Ich beginne die Woche optimistisch und bin stolz auf meine Leistung.“

Prioritäten für die Woche festlegen

Tanya Eberle, Direktorin für Zulassungen, Cartiva:

„Montage beginnen bei mir mit einer Konzentrationsübung. Nach meiner frühmorgendlichen Prozedur als Mutter und Familienmitglied wechsle ich in meine professionelle Rolle. Ich bin ein Morgenmensch und starte dementsprechend voller Energie – und erarbeite mir so einen kleinen Vorsprung in die Arbeitswoche. Ich überprüfe meine Verpflichtungen und Zusagen und kontrolliere, ob alles nach Plan läuft. Mit diesem Wissen im Kopf entwerfe ich jeden Montag eine neue Prioritätenliste, um mein Vorgehen für die Woche festzulegen. Wo volle Terminkalender aufeinanderprallen, helfen Ordnung und Struktur, um das Gespür für die richtige Richtung nicht zu verlieren. Eine sich kontinuierlich entwickelnde Aufgabenliste hilft mir, Schritt zu halten mit der Dynamik eines Startups für Medizinprodukte, wo die Tage intensiv sein können und die Lernkurven unerwartet. Durch die Anwendung meiner Montagmorgen-Routine bin ich schnell wieder im Thema.“

Jeden Montag gibt es frische Blumen

Janet Matsuda, Senior Vizepräsidentin des globalen Marketings bei Blue CoatSystems:

„Mein Montag beginnt am Sonntagabend, so dass ich am Montag mit Begeisterung an die Sache gehe. Organisation ist alles: Jeder Montag beginnt um 6:30 Uhr mit einer Konferenz mit unserem Vertriebsteam, so dass ich informiert bin, was die Kollegen brauchen und wissen müssen. Ich liebe die Natur und da ich unsere Konferenzen schlecht nach draußen verlagern kann, bringe ich jeden Montag frische Blumen mit. Schließlich mache ich eine Liste mit meinen wichtigsten Prioritäten – und eine mit den vielen kleinen, die den Laden am laufen halten.“

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