Foto: Sex and the City | facebook

Diese Serienfiguren sind besonders inspirierend – Tipps aus der Redaktion

Fangen wir erst mal an, haben wir bereits versagt: kein Tag vergeht mehr ohne, Realität und Virtualität werden eins. Nein, wir reden hier nicht von Drogen, sondern von Serien. Doch von welchen? Wir haben für euch die Tipps der Redaktion zusammengefasst.

Schuhe aus, Laptop an: welche Serien mehr sind als Entertainment?

Wenn man tagsüber Akten gewälzt, in die Tasten gehauen, lange Kundengespräche oder auch die Kinder am Lachen gehalten hat, sind die Augen einfach zu müde und die Lider zu schwer, um sie noch weit offen zu halten und für literarische Geschichten zu begeistern. Auch, wenn das einst für den Urlaub vorgesehene Buch mit dem Lesezeichen auf Seite 30 erwartungsvoll auf dem Nachttisch liegt, müssen wir es dort liegen lassen und entscheiden uns stattdessen für: Tadaaa, Serien.

Nicht nur, weil wir uns ihnen schlichtweg passiv voller Inbrunst hingeben können und unser Köpfchen sich bereits langsam in den Schlummer-Modus begeben kann, sondern auch, weil wir uns durchaus von den Charakteren die ein oder andere Scheibe abschneiden können. So inspirierte uns Carrie Bradshaw aus „Sex and the City“ mehr als nur einmal zu einer gewagteren Outfit-Kombination, Kahleesi aus „Game of Thrones“ zur besseren Selbsteinschätzung oder Jess aus „New Girl“ zu einem kecken Konter.

Wir haben uns in der Redaktion gefragt: Was sind unsere absoluten Serienlieblinge, von denen wir uns definitiv etwas abschauen können?

Carrie – Sex and the City: der Lieblingscharakter unserer Chefredakteurin Nora

Carrie Bradshaw „on Tour“ mit Samantha und Miranda.             Quelle: Sex and the City | facebook

Offene Gespräche über Liebe, Männer, ihre Karrie sowie Einblicke in ihre prall gefüllten Kleiderschränke – all das kennen wir nur zu gut von den vier Frauen aus Sex and the City. Carrie, Samantha, Miranda und Charlotte sind durch ihre charmanten – zugegeben manchmal auch übertriebenen – Wahnsinn und zugleich ihrer Zauberhaftigkeit das Sinnbild für das Wesen der Frau. Und, was könnte man an einem verregneten Sonntag Besseres machen, als unter die Bettdecke zu kriechen und den vier Frauen dabei zuzusehen, wie sie in ihren Manolo Blahniks die New Yorker Straßen entlang stöckeln.

Warum Carrie für Nora einmalig ist? Sie macht deutlich, worum es im Leben geht: Liebe, Freundschaft, sich selbst und auch den Job. Und, dass es immer weitergeht – auch, wenn es mal ganz mies aussieht.

Diane Lockhart – The Good Wife: erster Tipp unserer Redaktionsleiterin Teresa 

Diane Lockhart – was Teresa wohl an ihr bewundert?                Quelle: The Good Wife | facebook

„The Good Wife“ ist vielleicht DIE Serie, aus der man lernen kann, wie eine Frau beruflich ihren ganz eigenen Weg gehen kann und vor allem diese drei Dinge: Allianzen schmieden, lernen mit Rückschlägen umzugehen und unkonventionelle Dinge auszuprobieren – oder auch Dinge, die an der Legalität vorbeigehen. Die weiblichen Charaktere bei „The Good Wife“ sind mit allen Wassern gewaschen. Diane Lockhart ist dabei meine Favoritin, auch wenn Kalinda Sharma, Elsbeth Tascioni und Eli Gold allesamt umwerfend geschrieben sind. Christine Baranski, die Lockhart spielt, ist 63 Jahre alt und darf eine jüngere Figur verkörpern – ungewöhnlich im Filmgeschäft, nicht? Lockhart ist Partnerin in der namhaften Anwaltskanzlei, Mentorin für jüngere Anwältinnen, Badass, Feministin und definitiv mein Spirit Animal. Sie hat eine Vorliebe für Animal-Prints, ausgefallene Blazer und Statement-Ketten und hat gleich ein sehr wichtiges Zitat in der allerersten Folge der Serie, die mittlerweile in Staffel 7 angekommen ist:  „I want you to think of me as a mentor, Alicia. It’s the closest thing we have to an old boys‘ network in this town: Women helping women, okay?“

Chummy Noakes – Call The Midwife: ein weiterer Serienliebling von Teresa

Chummy Noakes: ein Charakter zum Mitlachen und Mitweinen.      Quelle: call_the_midwife | instagram

Eine Serie über Hebammen, die in den Fünfzigern spielt? Ich dachte,
das könnte eher langweilig werden, aber diese Serie ist mir wahnsinnig
ans Herz gewachsen, da sie den wichtigen Beruf der Geburtshelferin so
liebevoll und nahbar porträtiert und es kaum ein schöneres Plädoyer
dafür gibt, warum der Hebammen-Beruf unbedingt erhalten bleiben muss.
Mein Lieblingscharakter ist Chummy, die zu Beginn der Serie wenig
Selbstbewusstsein hat, weil sie als sehr große und zugleich
tollpatschige Frau aus der Norm fällt, und gegen den Wunsch ihrer
wohl situierten Eltern den „niederen“ Beruf der Hebamme ergreift. Die
Serie porträtiert auch das schwierige Mutter-Tochter-Verhältnis – man
sollte aber dazu wissen, dass die Darstellerin Miranda Hart
Komödiantin ist, und aus Chummy eine Figur entworfen hat, die
einzigartig ist und mal zum Mitlachen oder Mitweinen einlädt. Bei
meinem nächsten Kind will ich sie als Hebamme – das ist alternativlos.

Larry David – Curb Your
Enthusiasm: Favorit unserer Redakteurin Lisa 

Larry David dabei zusehen, wie er in Fettnäpfchen tritt.           Quelle: Curb your Enthusiasm | facebook

Weil meine Lieblingscharaktere aus meinen Lieblingsserien „Breaking Bad“ und „House of Cards“ nicht ganz so vorbildlich sind, ist wohl Larry David aus meiner dritten Lieblingsserie mein geheimer Favorit. Einfach, weil ich dem Multimillionär unheimlich
gern dabei zuschaue, wie er in seinem Alltag in L.A. – natürlich mit Frau, guten Freunden, einem schönen Haus und Erfolg – von einem politisch inkorrekten Fauxpas ins
nächste soziale Fettnäpfchen tritt –ist ja immer beruhigend, wenn
anderen so etwas auch passiert, und wenn das dann gleichzeitig auch noch wahnsinnig lustig
ist.

Piper – Orange is the New Black: ein Tipp von mir, Lena, Redaktionspraktikantin

Piper Chapman: Dank der Vergangenheit komplett aus dem Leben gerissen.    Quelle: Dominick D | flickr

Die Hauptdarstellerin der Serie ist Piper Chapman, eine blondhaarige Frau, die mit ihrem frisch Verlobten ein gut situiertes Leben führt. Bis sie von der Vergangenheit eingeholt wird und wegen eines früheren Drogengeschäfts, in das sie verwickelt war, für fünfzehn Monate ins Gefängnis muss. Blauäugig nimmt sie an, dass hier die gleichen Regeln gelten wie im richtigen Leben. Doch früh genug erkennt sie, dass sie ihre Knast-Ratgeber definitiv nicht auf das Leben als Gefängnis-Insassin vorbereiten können.

Ja, Piper ist ziemlich naiv zu denken, die anderen Gefangenen hätten ein offenes Ohr für ihre wohl gemeinten Ratschläge, pflegten die gleichen Interessen und würden mit ihr gemeinsam die Missstände im Gefängnis aus dem Weg räumen wollen. Doch die anfängliche Naivität und Hilflosigkeit wandelt sich rasch in etwas viel Kostbareres um: die Motivation, aus ihrer eigentlich ziemlich ausweglosen Situation das Beste zu machen, sich dabei zwar einige fragliche Fehltritte zu leisten, doch irgendwie immer wieder den Weg zurück zu finden. Ein Charakterzug, der uns davon abhalten kann, im nächsten Tief den Kopf in den Sand zu stecken.

Falls wir eure Lust geweckt haben und ihr direkt mit einer neuen Serie starten wollt, geht es hier zum Kauf: Sex and the CityThe Good WifeCall the MidwifeCurb Your Enthusiasm und Orange Is the New Black.

Jetzt wollen wir von euch wissen: Wer sind eure Serienlieblinge?

 

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