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Netzwerken für Normalos – kann das womöglich sogar Spaß machen?

Auf einem Branchen-Event niemanden kennen und Kontakte knüpfen müssen – viele empfinden das geradezu als Strafe. Wir haben ein paar Anregungen zusammengestellt, die den Spaßfaktor erhöhen.

 

Verloren auf dem Branchen-Event

Mag sein, dass es diese Leute gibt, die Branchen-Events im Sturm erobern, nach kürzester Zeit einen dicken Stapel Business-Cards gesammelt und einen noch dickeren verteilt haben – und nebenbei zwei neue Jobangebote bekommen haben. Ach, ihr gehört nicht dazu? Sonder eher zu der Fraktion, die sich als erstes ein Getränk besorgt, um sich krampfhaft am Glas festhalten zu können, und die ein Stoßgebet zum Himmel schicken, damit wenigstens ein bekanntes Gesicht auftaucht, das man für die nächsten zwei Stunden in Beschlag nehmen kann? Alles verständlich, die wenigsten schreien „Hier“, wenn es um das ganz klassische Netzwerken geht, also auf Veranstaltungen Kontakte zu knüpfen, die für das eigene berufliche Fortkommen in der Zukunft förderlich sein könnten.

Wir haben bei den Kollegen von The Muse eine tolle Sammlung gefunden, wie Netzwerken erträglicher gestaltet werden kann, und haben unsere Lieblingstipps für euch herausgepickt:

1. Nenn es nicht Networking

Ist womöglich schon der Begriff das Problem? „Netzwerken“ klingt irgendwie nach Pflichtprogramm, nach professionellem Kontakteknüpfen,  nach etwas, das jeder braucht, um „vernetzt“ zu sein, ohne professionelles Netzwerk, bekommt man suggeriert, werde es schwer, wenn man mal einen neuen Job oder etwas ähnlich Wichtiges brauche. Wie wäre es, mal die Schwere rauszunehmen und es so zu betrachten: Auf das nächste Event gehst du nicht zum „Netzwerken“, sondern für einen „offenen Austausch“? Ein offener Austausch, bei dem man Kontakte, Ideen, Informationen und Ressourcen teilen kann, und zwar ohne Druck, aber mit einer Menge interessanter Leute…und es kostet dich nicht viel mehr als ein Gespräch? Klingt doch schon viel besser.

2. Entscheide dich gegen fade Events

Geh nicht beliebig zu Veranstaltungen, auch wenn du womöglich am Anfang deiner Karriere stehst oder irgendwo neu bist und das Gefühl hast, du müsstet dringend viele neue Kontakte knüpfen. Überleg dir trotzdem vorher genau, ob du mit den Leuten, die du treffen wirst, irgendwas gemeinsam hast – das macht die Gesprächsanbahnung nämlich erheblich leichter. Und die Wahrscheinlichkeit, dort Leute zu treffen, die für dich wichtig sind, ist ebenfalls höher. Das können beispielsweise Konferenzen zu Themen deiner Branche sein, oder eine Alumni-Veranstaltung deiner Uni.

3. Meld dich freiwillig

Wenn du wirklich große Angst hast, auf der Veranstaltung unnütz rumzustehen und keinen Anschluss zu finden, könntest du im Vorfeld deine Unterstützung bei der Durchführung des Events anbieten – so bist du involviert, hast etwas zu tun und es fällt leichter, mit fremden Menschen ins Gespräch zu kommen, etwas beim Austeilen der Namensschilder.

4. Setz dir ein Ziel

Zum Beispiel: Du musst drei Visitenkarten abstauben, oder fünf neue Kontakte mit nach Hause nehmen. Ist das geschafft, darfst du sofort nach Hause und dir selbst auf die Schulter klopfen. Oder noch besser: Überleg dir, was du abends gemacht hättest, wenn du nicht zu dem Netzwerk-Event gegangen wärst: Ins Kino gegangen? Lieblingsserie auf Netflix geschaut? Freunde in der Kletterhalle getroffen? Sobald du dein gestecktes Ziel erreicht hast, darfst du das nachholen.

5. Stell dir vor, du wärst auf einer Party

Du bist interessant, unterhaltsam und liebenswürdig, zumindest finden das deine Freunde und Familie? Dann glaub ihnen einfach und versuch nicht, dich zu verstellen, oder verzweifle an der Suche nach der perfekten Phrase für den Gesprächseinstieg. Stell dir einfach vor, du wärst mit deiner besten Freundin auf einer Party – und sei du selbst.

6. Halte dich an Paare, nicht Einzelne

Unterhalten sich zwei Leute, besteht die Möglichkeit, dass sie zusammen gekommen sind und wissen, dass sie sich eigentlich demnächst unters Volk mischen sollten. Oder aber: Sie haben sich gerade erst getroffen und eine Unterhaltung begonnen – und haben Angst, den restlichen Abend mit dieser Person verbringen zu müssen. In beiden Fällen kommst du also wie die Rettung daher! Und deine Chance auf eine vernünftige Unterhaltung sind ebenfalls groß – weil du nicht nur eine, sondern zwei Leute für ein Gespräch zu Auswahl hast.

7. Stell interessante Fragen

Ein absoluter Evergreen: „Und womit beschäftigst du dich zurzeit?“ Mit dieser Frage überlässt man dem Gegenüber, zu entscheiden, ob er oder sie sich über den Job, Kinderbetreuung oder die eigenen Yoga-Fortschritte auslassen will – und übertrifft auf jeden Fall den faden Klassiker „Und was machen Sie so beruflich?“.

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