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Das große Arbeitgeberranking 2017: Bei diesen Unternehmen wollen junge Menschen arbeiten

Das Beratungsunternehmen Universum hat eine neue Studie zu den Karrierezielen von Young Professionals veröffentlicht. Für die Studie wurden rund 8.500 junge Berufseinsteiger aus ganz Deutschland zu ihrem Wunscharbeitgeber, ihren Gehaltsvorstellungen und ihren Berufszielen befragt.

 

Die Automobilbranche bleibt Spitzenreiter 

Trotz Diesel-Affäre erfreut sich die Automobilbranche bei den Young Professionals weiterhin größter Beliebtheit, vor allem bei Absolventinnen und Absolventen der Wirtschaft- und Ingenieurwissenschaften. Laut Universum wollen vier von fünf Absolventen aus diesen  Studienfächern nach ihrem Abschluss dort arbeiten. Auch für Informatiker ist die Branche besonders attraktiv. Grund dafür sind die Chancen auf ein hohes Einstiegsgehalt, der hohe Zufriedenheitswert, den Beschäftigte dort empfinden, erkennbare Markterfolge und die Möglichkeit, spannende Produkte kennenzulernen und zu vermarkten.

Die Zahlen decken sich mit dem im Jahrestakt veröffentlichten „Trendence Young Professional Barometer“. Seit 2009 veröffentlicht die Beratungsgesellschaft Rankings zu den Toparbeitgebern. Für diese werden bis zu 18.000 Berufstätige mit nicht mehr als zehn Jahren Berufserfahrung zu ihren Berufswünschen und Zielen befragt. Wie schon in den Jahren zuvor zeigt sich auch 2017, wie beliebt die Automobilbranche bei jungen Berufseinsteigern ist. Rund 14,7 Prozent der Befragten gaben an, dass sie am liebsten nach dem Abschluss bei der BMW Group einsteigen möchten. Und auch der Rest der Top Fünf wird von Autoherstellern besetzt (2. Audi AG, 3. Bosch Gruppe, 4. Porsche AG, 5. Daimler/Mercedes-Benz). Erst auf Platz sechs taucht mit Siemens eine andere Branche auf.  

Wer zufrieden ist bleibt länger

Als sie gebeten wurden, ihre Zufriedenheit mit ihrem Arbeitgeber auf einer Skala von eins bis zehn zu bewerten, stimmten Angestellten in der Automobilindustrie im Durchschnitt mit 7,5 von möglichen 10 Punkten – der Höchstwert. Gleichzeitig gaben nur 25 Prozent der Beschäftigten an, dass sie überlegen, im nächsten Jahr zu einem anderen Arbeitgeber zu wechseln. Im Vergleich: Rund 53 Prozent der Arbeitnehmer bei Non-Profit-Organisationen hatten konkrete Wechselabsichten für das nächste Jahr. 

Am zufriedensten mit ihrem Beruf sind laut Universum Geschäftsführerinnen, Vorstände, Systemanalytikerinnen und Ingenieure im Bereich Elektrotechnik. Während Journalisten, Kundenbetreuerinnen und Marktforscher tendenziell die unglücklichste Berufsgruppe bilden.  

IT und Naturwissenschaften ziehen nach 

Die pharmazeutische und biotechnische Industrie liegt bei der Zufriedenheit ihrer Arbeitnehmer auf dem zweiten Platz, dicht gefolgt von der Medizintechnik. Auch wenn es um die Treue ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geht, können Unternehmen in dieser Branche aufatmen. Die meisten Young Professionals fühlen sich wohl bei ihren Arbeitgebern und haben nicht vor, sich anderweitig zu orientieren. Bei den Naturwissenschaftlern hat die Max-Planck-Gesellschaft mit 19,5 Prozent der Studierenden, die sie als Wunscharbeitsort angegeben haben, die Nase vorn. Dicht gefolgt von der Fraunhofer-Gesellschaft und Bayer.  

Bei den Informatikern belegen Google und Microsoft die ersten zwei Plätze. Gefolgt von den Autoherstellern Audi, Porsche und der BMW Group. 

Was fordern Young Professionals? 

Die Studie befasst sich auch mit den Anforderungen, die junge Berufsanfänger heutzutage an ihre Arbeitgeber stellen. Demnach ist es für Berufseinsteiger am wichtigsten, dass ihnen ein solides Grundgehalt zur Verfügung steht. Einer der Gründe, warum die Automobilbranche im Ranking so weit vorne liegt. Hier werden die mit Abstand attraktivsten Einstiegsgehälter geboten. Young Professionals wollen das Gefühl haben, dass sie von ihren Vorgesetzten wertgeschätzt werden und ihre Arbeit entsprechend gewürdigt wird. Sie wünschen sich Führungskräfte, die sie betreuen und sie in ihrer Entwicklung fördern.  Viele Young Professionals gaben außerdem an, dass ihnen Jobsicherheit sehr wichtig ist.

Bei der Zufriedenheit taucht das Thema Work-Life-Balance natürlich wieder auf. Young Professionals wollen, dass ihr Beruf in Einklang mit ihrem Privatleben steht. Das gab die Mehrheit als langfristiges Karriereziel an.  


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