Foto: Pixabay

Was uns wirklich motiviert

Wäre die Zauberflöte überhaupt entstanden, wenn es Mozart nur ums Geld gegangen wäre? Hätte Wikipedia Enzyklopädien verdrängt, wenn die Macher vor allem kommerzielle Interessen habt hätten?

 

Was ist Motivation?

Motive beeinflussen die Handlungen einer Person. Sie sind die Grundlage und der Ausgangspunkt für theoretische Erklärungen der Motivation. Doch im Gegensatz zum Verhalten kann Motivation nicht überwacht werden. Motive sind außerdem persönlich und können zwischen Individuen verschieden sein. Sie basieren auf einer Notwendigkeit und der Erwartung, ob ein wahrgenommener Mangel befriedigt werden kann. Sie bestimmen nicht nur das Verhalten, sondern definieren auch den Antrieb hinter einem Verhalten oder Handeln.

Jeder Mensch trägt also eine Vielzahl von Motiven in sich. Doch nur einige von ihnen können wirklich durch Anreize aktiviert werden. Diese Motive, die sich durch Anreize aktivieren lassen, werden als Motivation bezeichnet.

Demnach ist Motivation unser eigener Antrieb. Die Motivation zielt darauf ab, etwas zu tun oder uns in Bewegung zu setzen, um ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen. Das gilt für alle persönlichen Ziele, sowohl im privaten als auch im beruflichen Leben. Die Psychologie unterscheidet außerdem zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation. Intrinsische Motivation bedeutet, dass eine Person auf eigene Initiative handelt, das heißt ohne Beeinflussung externer Faktoren. Eine extrinsisch motivierte Person wird von externen Faktoren bestimmt, wie zum Beispiel der Wunsch, Geld zu verdienen.

Doch was erfüllt uns und motiviert uns insbesondere im Job?

Sind es extrinsische Motivatoren wie Geld oder Prämien? Ist es die intrinsische Motivation, also die Motivation, die von der Freude an der Aufgabe selbst und das persönliche Interesse getrieben wird? Daniel Pink, Autor des Buches „Drive – What Really Motivates Us“ beschreibt die intrinsische Motivation in drei Worten:

1. Autonomie
2. Lust am Können („Mastery”)
3. ein gutes Ziel („Purpose”)

Quelle: Youtube

Daniel Pink behauptet außerdem in seinem Buch, dass uns Belohnungen den Spaß verderben, weil sie eine interessante Aufgabe in Arbeit verwandeln. Das bedeutet in anderen Worten, dass die Zauberflöte nie entstanden wäre, wenn es Mozart nur ums Geld gegangen wäre und Wikipedia die klassischen Enzyklopädien nicht verdrängt hätte, wenn ein kommerzieller Hintergrund im Vordergrund gestanden hätte.

Pink sagt, dass wir, obwohl die Welt von extrinsischen Motivatoren überflutet wird, trotzdem viel dazu beitragen können, mehr Selbstbestimmung, Perfektionierung und Sinnerfüllung zu erreichen. Denn das sind die Dinge, die uns glücklich machen und uns voranbringen. In unserem Beruf und im Privatleben. Wenn man etwas aus intrinsischem Willen tut oder aus eigener Kraft schafft, ist das sehr motiviered. Das Gefühl, dass das, was man tut, eine Bedeutung hat – für uns uns für andere. Man muss stolz sein können und ein Ziel vor Auge haben.

Verallgemeinernd kann man sagen, dass es Menschen motiviert, Ziele zu erreichen, Herausforderungen anzunehmen und für die eigene Arbeit gewürdigt zu werden.

Und wie können wir unsere Motivation steigern?

Hier einige persönliche Tipps:

1. Steigere deine Flow-Momente oder auch die Gefühle des völligen Aufgehens in deiner Tätigkeit.

2. Mache dir bewusst, welchen Sinn deine Arbeit hat.

3. Frage dich immer, was du heute gelernt hast.

4. Nimm dir eine Auszeit und lege auch einmal eine Pause ein, um deine Sichtweise zu verändern.

5. Setze dir kleinere und größere Ziele.

6. Grübel nicht zu viel und treffe schneller Entscheidungen.

7. Befreie dich von deiner Perfektionssucht.

Weitere Beiträge auf meinem Blog www.fielfalt.de

Mehr bei EDITION F

Erfülltes Arbeiten: Was uns wirklich motiviert. Weiterlesen

Slow Work: „Erfolgreich ist, wer erfüllt ist“. Weiterlesen

Pokerface: Bluffen im Job. Weiterlesen

+ posts

Anzeige

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.